AT232378B - Entwickler für elektrophotographische Zwecke - Google Patents

Entwickler für elektrophotographische Zwecke

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AT232378B
AT232378B AT606760A AT606760A AT232378B AT 232378 B AT232378 B AT 232378B AT 606760 A AT606760 A AT 606760A AT 606760 A AT606760 A AT 606760A AT 232378 B AT232378 B AT 232378B
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Kalle Ag
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  Entwickler für elektrophotographische Zwecke 
Elektrophotographisches Material besteht üblicherweise aus einer tragenden, flächigen Unterlage, auf der sich eine Photoleitersubstanz befindet. Diese Schicht wird im Dunkeln mit einer elektrostatischen La- dung   versehen, Anschliessend   wird das Material entweder auf dem Kontaktweg durch eine Vorlage oder mit
Hilfe eines optischen Gerätes durch Projektion eines Bildes belichtet, wobei ein der Vorlage entsprechen- des elektrostatisches Bild entsteht. 



   Man entwickelt dieses Bild dadurch, dass man es für kurze Zeit mit einemHarzpulver   in Berührung   bringt, wodurch ein sichtbares Bild entsteht, das durch Erwärmen oder durch Einwirkung von Lösungsmitteln fixiert wird. Auf diese Weise wird eine wischfeste Kopie der Vorlage auf elektrophotographischem Wege erhalten. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine besondere Art   von Entwicklern filr   solche elektrophotographische Verfahren. 



   Die Entwickler stellen üblicherweise ein Gemisch aus Trägerpartikeln und Tonerpulver dar. Bei den Trägerpartikeln handelt es sich um Körner von anorganischen Substanzen,   z. B.   feine Glaskugeln, Eisenspäne oder Kristalle von anorganischen Salzen, wie Kochsalz oder Kaliumchlorid. Bei dem Tonerpulver handelt es sich um Harzpulver, die Farbstoffe oder Pigmente, beispielsweise Russ, enthalten. 



   Bei dem Hantieren mit dem Entwickler lädt sich der Toner auf Grund   derReibungselektrizität   gegen-   über den Trägerpartikeln   entgegengesetzt auf. Dadurch wird das ganze   Pulver von den Trägerpartikeln   lose festgehalten, so dass keine Entmischung der beiden Komponenten eintritt. Beim Überrieseln eines elektrostatischen Bildes werden die Tonerteilchen von dem zu entwickelnden Bild angezogen, falls dieses eine dem Aufladesinn des Toners entgegengesetzte Polarität aufweist. Bei gleichsinniger Aufladung von elektrostatischemBildund Toner werden die Tonerpartikeln an den entladenen Stellen des elektrophotographischen Materials abgelagert. 



   Die bekannten Entwickler enthalten neben den Trägerpartikeln entweder einen Toner, der sich gegen-   über dem Träger positiv,   oder einen Toner, der sich gegenüber dem Träger negativ auflädt. Dementsprechend werden je nach Aufladesinn der Photoleiterschicht und des Toners entweder die geladenen oder die ungeladenen Stellen entwickelt. 



   Es wurde nun ein Entwickler für elektrophotographische Zwecke, bestehend aus Tonerpulver und Trägerpartikeln, gefunden, der gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass er mindestens einen Toner, der sich gegenüber den Trägerpartikeln positiv auflädt, und mindestens einen Toner, der sich gegenüber den Trägerpartikeln negativ auflädt, enthält wobei sich die Toner zur Erzeugung zweier optisch unterscheidba- 
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 Fixieren voneinander unterscheiden. 



   Wird beispielsweise ein   vorher negativ aufgeladenes, belichtetes, elektrophotographisches   Material mit einem solchen Entwickler behandelt, so wird der positiv geladene Toner von den negativ aufgeladenen Bildstellen angezogen, während der negativ geladene Toner des Entwicklers an den   vomLichtgetrof-   fenen entladenen Stellen haften bleibt. Färbt man den positiven und den negativen Toner des erfindungsgemässen Entwicklers in verschiedenen Farben, so erhält man also zweifarbige Bilder. Mischt man dem Entwickler mehrere verschieden gefärbte negative Toner und bzw. oder mehrere verschieden   gefärbte po-   

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 sitive Toner bei so erhält man an den Bildstellen bzw. bildfreien Stellen die entsprechenden Mischfarben der verschiedenen Toner gleichsinniger Aufladung. 



   Als Träger für die erfindungsgemässen Entwickler kann man Körner von anorganischen Substanzen, wie Kügelchen aus Glas oder Quarz, oder feine Teilchen aus Metallen, wie Eisen, Kupfer. Messing oder 
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 säure-anhydrid, verwenden. Als besonders zweckmässig haben sich infolge ihres hohen spezifischen Ge- wichtes und ihrer mechanischen Stabilität Glaskügelchen und Eisenpulver als Trägermaterial für den er-   I findungsgemässen   Entwickler erwiesen. 



   Die Trägerpartikeln werden im allgemeinen als Teilchen beispielsweise einer häufigsten Korngrösse von etwa 100 bis etwa 600u angewandt. Man kann auch kleinere oder grössere Trägerteilchen anwenden, jedoch haben sich Träger mit der häufigsten Korngrösse in dem angegebenen Bereich, bevorzugt von etwa
200 bis etwa 400   u,   als vorteilhaft erwiesen. 



  Als positive Toner für den erfindungsgemässen Entwickler bei Verwendung der bevorzugten Materia-   lien Glas oder Eisen als Trägerpartikeln eignen sich natürliche und synthetische Harze, wie Kolophonium, Ko-    pale, Dammarharze, Asphalt kolophoniummodifizierte Phenolharze, Ketonharze, Maleinharze, Cumaronharze,
Polyacrylsäureharze und Polystyrole. Dabei kann man auch Gemische dieser Harze verwenden. 



   Diesen Harzen werden anorganische und bzw. oder organische Pigmente und bzw. oder Farbstoffe zugemischt. Als solche kommen   beispielsweise Russ, Zinkoxyd, Titandioxyd, Bariumsulfat, Mennige, Helio-   rot, Helioblau, Sudanfarbstoffe, Cellitonfarbstoffe, Nigrosin spritlöslich, Pigmentschwarz, Alizarinblau- schwarz B, Diamantschwarz F, Fanalviolett LB und auch Gemische von solchen Farbstoffen und bzw. oder
Pigmenten in Frage. 



   Es ist ferner oft   zweckmässig, den positiven Tonern   Wachse und bzw. oder niedrig schmelzende orga- nische Verbindungen und deren Substitutionsprodukte zuzusetzen, um den Schmelzpunkt und das Haftver- mögen des Tonergemisches in gewünschter Weise zu beeinflussen. 



   Als Wachse für diesen Zweck kommen natürliche Wachse, wie Carnaubawachs, Bienenwachs, Japan- wachs, Montanwachs, Zeresin und synthetische Wachse, wie die unter der Bezeichnung   A-Wachs, OP-  
Wachs,   SPO-Wachs. V-Wachs. O-Wachs,   E-Wachs, Hartwachs H, Hartwachs W, verschiedene sogenannte
Ruhrwachse, und besonders die unter dem Namen Gersthofener Wachse mit der Bezeichnung S, L, 0, OP im
Handel befindlichen Produkte in Frage. 



   Als niedrig schmelzende organische Verbindungen kommen besonders substituierte und unsubstituierte aromatische Verbindungen mit Schmelzpunkten zwischen etwa 400 und 1500C in Frage. 



   Solche Verbindungen sind Naphthole, wie 1-Naphthol und 2-Naphthol, ferner aromatische Verbin- dungen, wie Acenaphthen, Acylaminoverbindungen, wie Acetanilid, halogenaromatische Verbindungen,   wiep-Dibrombenzol,   Aminoverbindungen,   wie 2, 4-Diaminotoluol, o-Phenylendiamin, Phenole, wie Re-   sorzin und Diphenylamin und seine Derivate. 



     ZurHerstellungvonnegativgeladenenTonern eignensich   insbesondere Metallresinate und Carboxyl- gruppen enthaltende Vinylchloridmischpolymerisate. 



   Unter Metallresinaten, auch Harzseifen genannt, werden die Metallsalze der   1. - 8.   Gruppe des Pe- riodensystems von Harzsäure verstanden. 



   Für den vorliegenden Fall kommen insbesondere Metallresinate und Gemische davon von solchen
Metallen, wie Aluminium. Barium, Blei, Kalzium, Cer, Eisen, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan und Zink, in Frage. 



     Neben diesenMetallresinatenkönnendennegativenTonernauchnochbiszu50%   der Harze, wie sie zur
Herstellung der positiven Toner benutzt werden können, zugesetzt werden. Ebenfalls können den Metall- resinaten   auch Anteile der oben genanntenwachse und niedrig schmelzende organische   Verbindungen vom
Schmelzpunkt zwischen etwa 400 und etwa 1500C zugesetzt werden. Ausserdem können als Farbstoffe und
Pigmente die bei den   positiven Tonernbeschriebenen benutzt werden Jedochsoll   im allgemeinen der Ge- halt an Pigmenten und Farbstoffen 10% der Metallresinate nicht übersteigen, um den negativenLadungs- charakter in ausreichendem Masse zu wahren. 



   Verwendet man jedoch metallhaltige Farbstoffe, so kann man Mengen bis etwa   50%,   vorzugsweise jedoch nicht mehr als   35usa,   zusetzen. 



   Als metallhaltige Farbstoffe seien solche genannt, die im Molekül beispielsweise Metalle, wie Kupfer,
Zink, Magnesium, Eisen, Natrium oder Kalium komplex gebunden enthalten. Das sind Komplexe wie
Chlorophyll oder Kupfer-Zink, oder Magnesiumphthalocyanine oder Naphtholgrün B. 

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   Ausserdem kommen Doppelsalze von Farbstoffmolekülen, z.B. Zinkchlorid-Doppelsalze von Tolui-   dinblau 0, Methylengrün   B, oder Acridinorange 2 G, in Frage. Auch Komplexe von   HeleroDolysäure,   wie   Phosphor-Molybdän-Wolframsäure   mit Farbstoffen, kommen in Frage, wie die sogenannten Fanalfarbstoffe, beispielsweise Fanalrot 6 B, Fanalviolett   LB,   Fanalblau B. Ferner kommen Metallsalze von Sulfonund Carbonsäure von Farbstoffen in Frage, beispielsweise Alizarinblauschwarz B, Diamantschwarz F. Die Metallresinat-Toner werden   zweckmässigerweise   hergestellt, indem man die zerkleinerten Ausgangsstoffe gemeinsam sehr fein zermahlt, das Gemisch zum Schmelzen erwärmt, bis zur veitgehenden Homogenität umrührt und die Schmelze dann abkühlt.

   Man kann auch die schmelzbaren Ausgangsmaterialien durch Erwärmen verflüssigen und die restlichen Bestandteile unter Rühren eintragen und abkühlen. Die so erhaltene Tonermasse wird fein gemahlen und gesiebt. Für den Toner verwendet man Siebfraktionen mit einer durchschnittlichen Korngrösse von etwa 10 bis etwa   100 p.,   vorzugsweise von etwa 20 bis etwa   60p.   



   Zur Herstellung der negativen Toner, die carboxylgruppentragende Vinylchlorid-Mischpolymerisate enthalten, werden beispielsweise solche verwendet, die durch Polymerisation von Vinylchlorid mit Estern von   Fettsäuren, wie   Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, erhalten wurden, und die noch kleinere Anteile an ungesättigter   Monocarbonsäure,   wie Crotonsäure, Zimtsäure, oder ungesättigte   Dicarbonsäurea. wie   Maleinsäure, Fumarsäure oder Itaconsäure enthalten. Solche Produkte sind im Handel erhältlich. 



   Die Mischpolymerisate können noch zusätzlich gefärbt werden. Hiezu können Dispersionsfarbstoffe (Colour Index   Voll, Seiten 1655-1742)   verwendet werden, die auch zum Färben von Polyvinylchlorid dienen. Beispielsweise Celliton-,   Cibacet- und   Setacyl-Farbstoffe. 



   Ausserdem können auch solche organische Pigmente zum Färben der genannten Mischpolymerisate verwendet werden, die den Dispersionsfarbstoffen physikalisch verwandte Eigenschaften aufweisen, z. B. Fettfarbstoffe, wie Sudanfarbstoffe oder   Entwicklungstarbstoffe   der Naphthol AS Reihe. 



   Das Färben dieser Mischpolymerisate wird in der beim Polyvinylchlorid bekannten Weise durchgeführt. 



  Beispielsweise werden   5-20%   der genannten Farbstoffe, bezogen auf das Gewicht des zu färbenden Misch- 
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 merisat suspendiert und   2-3   Stunden gerührt. 



   Um das Färben zu erleichtern, können etwa 2 bis etwa   15%   eines sogenannten Carriers, wie Phenyl-   äthylurethan,   p-Chlortoluol oder   2.   6-Dibromtoluol, hinzugegeben werden. Man wendet diesen Carrier in   Mengen von Ibis 0%, vorzugsweise 4-6%, bezogenauf das   Gewicht des Mischpolymerisats, an. Nach beendeter Färbung wird das Pulver abgesaugt und gegebenenfalls mit Wasser allein oder unter Zusatz von natürlichen oder synthetischen Waschmitteln gewaschen und getrocknet. Unter Umständen ist eine anschlie- ssende feine Zerteilung in einer Kugelmühle zweckmässig. 



   Anschliessend wird gesiebt und die Siebfraktion mit einer durchschnittlichen Korngrösse von etwa 1 bis   100p.,   vorzugsweise von etwa 10 bis   20jn,   als Toner benutzt. 



   Zur Herstellung des Entwicklers mischt man einen der angegebenen Träger mit mindestens je einem der angegebenen negativen und positiven Toner. Dabei soll das Verhältnis von Träger zu Toner von etwa 100 : 10 bis etwa 100 : 0, 1 vorzugsweise 100 : 2 bis etwa 100 : 1, liegen. 



   Die Toner können in sehr verschiedenen Mengenverhältnissen miteinander gemischt werden, vorzugweise   im Verhältnis   etwa 1 : 1 bis etwa 1 : 0, 1. Dabei wird man die Mengenverhältnisse zweckmässig etwa nach dem Verhältnis von elektrostatisch geladenen Stellen zu entladenen Stellen der zu entwickelnden Photoleiterschichten auswählen. So wird man bei einer zu entwickelnden Photoleiterschicht, die zum über-   wiegenden Teil positiv geladene Bildstellen aufweist, den   negativen Anteil des Toners im Entwickler hoch wählen. 



   Der erfindungsgemässe Entwickler hat den Vorteil, dass es mit ihm möglich ist, ein elektrostatisches Bild zweifarbig zu entwickeln, beispielsweise rote Bildstellen auf blauem Untergrund oder einebeliebige andere Kombination, etwa gelb/grün. Differenzierte Effekte der Bildstellen und des Untergrundes können ebenso erreicht werden, falls die physikalischen Eigenschaften, wie Korngrösse usw., bei der Auswahl der Toner berücksichtigt werden. So lassen sich etwa glänzende Bildstellen auf mattem Untergrund erzielen. Ferner ist es möglich, bei Anwendung eines schwarzen und eines weissen Toners eine schwarz-weisse Kopie zu erhalten, auch wenn das Photoleitermaterial gefärbt ist. 



     Beispiel l :   a) 1 Gew.-Teil eines roten Dispersionsfarbstoffes (CellitonechtrotGG) wird bei 550 C in 150 Vol. -Teilen Wasser suspendiert und 1   Gew. -1eil   Phenyläthylurethan als Carrier eingerührt. Man lässt diese Carriersuspension auf etwa 400 C abkühlen und gibt dann in kleinen Anteilen unter Rühren 5 G ew. Teile eines aus   85% Vinylchlorid, 14%   Vinylacetat und   1% Maleinsäure   bestehenden Mischpolymerisats hinzu und rührt nach Beenden der Zugabe noch eine halbe Stunde bei   400C.   Dann erwärmt   man   im Lauf von 1 1/2 Stunden auf 650 C und rührt noch eine Stunde bei dieser Temperatur. Dann kühlt man, saugt 

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 das gefärbte Mischpolymerisat ab, wäscht mit Wasser gut nach und trocknet. 



   Das rotgefärbte Material wird in der Kugelmühle fein zerteilt und anschliessend gesiebt. Die Siebfrak- tion mit   20-30je   wird als Toner benutzt. b) 3 Gew.-Teile eines Polystyrols ("Polystyrol LG") und 3   Gew.-Teile   eines Maleinatharzes mit dem   Schmelzpunkt 69-770 C,   der   Säurezahl   32 und der Farbzahl 9-10   ("Hobimal     P.'59") werden mit 0, 3 Gew. -  
Teilen Nigrosin spritlöslich und   0, 1 Gew.-Teilen   Pigmentschwarz gemischt und geschmolzen. 



   Anschliessend wird abgekühlt und die erstarrte Schmelze in einer Kugelmühle zermahlen und dann ge- siebt,Die Siebfraktion von 20 bis 30  wird als Toner benutzt.2 Gew.-Teile des roten Toners a) und 2   Gevel". -  
Teiledes schwarzen Toners b) werden mit   2U (J Gew.-Teilen   Glaskugeln von etwa   3UU1l   Durchmesser gemischt. Dabei lädt sich der rote Toner negativ und der schwarze Toner positiv auf. Zur Herstellung von
Schwarz-Rot-Kopien wird ein elektrophotographisches Material, beispielsweise ein Papier, das als Photo- leiterschicht Zinkoxyd, das in ein Harz eingebettet ist, trägt, oder eine Aluminiumplatte, die mit Zink- oxyd, das in ein Harz eingebettet ist, beschichtet ist, durch eine Coronaentladung von 6000 bis 7000 V. negativ aufgeladen.

   Durch eine Vorlage hindurch belichtet man die Photoleiterschicht und lässt den be- schriebenen Entwickler über diese rieseln. Dabei bleibt der rote Toner an den vom Lichtgetroffenen Stel- len haften, und der schwarze Toner bleibt an den negativ geladenen Bildstellen haften. Eine Kopie in schwarzen und roten Farben wird sichtbar, die durch Erwärmen fixiert wird. 



     Beispiel 2 : Ein   Papier, das eine   Zinkoxyd-Photoleiterschicht trägt, und das   mit Rhodamin B extra sensibilisiert ist, wird in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise negativ mit einer Coronaentladung elek- trostatisch aufgeladen und unter einer Vorlage belichtet. Nach dem Entwickeln wird durch Erwärmen fixiert.

   Der benutzte Entwickler wird wie folgt hergestellt : a) 3 Gew.-Teile eines Mischpolymerisats von 85% Vinylchlorid und etwa 15% Vinylacetat und einem kleinen Anteil einer einpolymerisierten Dicarbonsäure (Vinnol G   15/45   M) werden bei 400 C in 60 Vol. -
Teilen Wasser, in dem 0, 12 Gew.-Teile eines schwarzen Dispersionsfarbstoffes   ("Cellitonochtschwarz  
BTN") und 0, 12   Gew.-Teile p-ChIortoluol suspendiert   sind, unter Rühren eingetragen und dann auf 650 C erwärmt und drei Stunden bei dieser Temperatur gerührt. Anschliessend wird gekühlt, das gefärbte Misch- polymerisat abgesaugt, in der Kugelmühle gemahlen und gesiebt.

   Als Siebfraktion werden die Anteile der   Grösse   von etwa 20 bis   30tu   verwendet. b) 2   Gew.-Teile   eines Maleinatharzes mit dem Schmelzpunkt 95-1050 C, der Säurezahl 20-25 und 
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 etwa   5 bis 40 mJl (Aerosil)   und 1   Gel. -tel   Titandioxyd werden gemischt und miteinander verschmolzen. 



  Nach dem Abkühlen wird die erstarrte Schmelze gemahlen und gesiebt, und die Fraktion mit einer Teilchengrösse von etwa 20 bis   501l   wird als Toner benutzt. 



   1   Gew.-Teil des Toners a)   und 5   Gew.-Teile   des Toners b) werden mit 100   Gew.-Teilen   Eisenpulver gemischt und mitHilfe eines Magnetstabes über das elektrostatische Bild gestrichen. Der negativ aufgeladene schwarze Toner bleibt dabei an den vom Licht getroffenen Stellen   haiten,   der weisse, positiv geladene Toner, wird von der negativen Ladung der Photoleiterschicht angezogen. Man erhält so ein umgekehrtes Bild der Vorlage. Das durch den Sensibilisator rot gefärbte elektrophotographische Material wird von dem weissen Toner weitgehend überdeckt. 



   Beispiel 3 : 10   Gew.-Teile   eines Zinkresinats mit dem Schmelzbereich ("Kofler-Heizbank") 150/140-1250 C und der Säurezahl 0 ("Erkazitharz RF") werden fein gemahlen und mit 1 Gew.-Teil Kupferphthalocyanin gemischt und dann verschmolzen. Die kalte Schmelze   wird in einer Kugelmühle gemah-   len und anschliessend gesiebt. Von diesem Toner verwendet man eine Fraktion der mittleren TeilchengröPe von etwa 30 bis   SO.     Erlädtsichbei   Verwendung von Glas als Träger negativ auf. 2 Gew.-Teile dieses Toners werden mit 2   Gew.-Teilen   des im Beispiel 1 unter a) angeführten Toners gemischt, wobei jedoch an Stelle des roten Dispersionsfarbstoffes ein   gelber Dispersionsfarbstoff ("Cellitonechtgelb RR")   zum Einfärben des Toners verwendet wurde.

   Dieses Gemisch von negativ aufgeladenem blauen und negativ aufgeladenem gelben Toner wird mit 3   Gew.-Teilen   eines roten, positiv aufgeladenen   Toners und mit 300 Gew.-Teilen   Glaskügelchen gemischt. Man erhält so einen Entwickler, der eine Photoleiterschicht, die ein elektrostatisches Bild trägt, in grünen und roten Farben entwickelt. Zur Herstellung des angegebenen roten Toners wird 1 Gew.-Teil eines Ketonharzes mit dem Schmelzpunkt   76-82  C,   der Farbzahl 1-2, 5 und der Säurezahl 0 ("Kunstharz AP"), 3 Gew.-Teile Polystyrol ("Polystyrol LG"), 0,5 Gew.-Teile. Montanwachs und 0,25 Gew.-Teile Acetanilid und 1 Gew.-Teil Heliorot miteinander verschmolzen. Die Schmelze wird nach dem Abkühlen in einer Kugelmühle gemahlen und dann gesiebt.

   Die Fraktion von der   Korngrösse 30   bis   50Jl     wird benutzt. Als Photoleitermaterial,   das mit dem obigen Entwickler gemäss dem in Beispiel 1 be- 

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 schriebenen Verfahren behandelt wird, benutzt man ein Papier, das mit dem organischen Halbleiter   2, 5-Bis- [ 4'- diäthylamino-phenyl- (1')] -1, 3, 4-oxdiazol   beschichtet wird, wie es in der belgischen Patentschrift Nr. 558 078 beschrieben ist. Bei positiver Aufladung der Photoleiterschicht erhält man ein grünes Bild gemäss dem negativ aufgeladenen Gemisch aus gelben und blauen Tonerteilchen. Die nicht aufgeladenen Stellen erscheinen rot. 



   Beispiel 4   : a)   10   Gew.-Teile   eines Polystyrols mit niedrigem Schmelzpunkt und   lOGew.-Teile   eines Maleinharzes mit einem Schmelzbereich von   69 bis 770 C, der Säurezahl 32   und der   Far)zahl 9-10,   1 Gew.-Teil Nigrosin spritlöslich und 0,3 Gew.-Teile Pigmentschwarz werden gemischt und dann geschmolzen. Anschliessend wird abgekühlt, die erstarrte Schmelze in einer Kugelmühle gemahlen und dann   gesiebt. DieSiebfraktionvonetwa   5 bis   13jn   wird als Toner benutzt.

   Er lädt sich positiv auf, wenn er, gemischt mit kleinen Glaskügelchen, als Trager benutzt wird. 
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    %) werden mit 2, 4 Gew.-Teilen eines schwarzen Dispersionsfarbstoffes ("Cellitonechtschwarz BTN")geschmolzen, anschliessend abgekühlt, gemahlen und   gesiebt. Die Siebfraktion von etwa 5 bis   13bol   wird als
Toner benutzt. Er lädt sich negativ auf, wenn er, gemischt mit kleinen Glaskügelchen, benutzt wird. 



   5 Gew.-Teile von jedem der vorgenannten Toner werden zusammen mit 200   Gew.-Teilen   Glaskugeln von etwa   300u   Durchmesser gemischt. Auf diese Weise erhält man einen Entwickler, der bei dieser Entwicklung eines latenten, elektrostatischen Bildes ein sichtbares Bild ergibt, das nach dem Fixieren an den Stellen, an denen sich der Toner a) befindet, glänzend und an den übrigen Stellen matt ist. Beim Aufladen einer photoleitfähigen Schicht mit einer negativen Coronaentladung werden demnach glänzende Bil-   der auf mattem Hintergrund   erhalten. Kehrt man die Polarität der Aufladung der   photoleitfähigen   Schicht um, so können matte Bilder auf glänzendem Hintergrund erhalten werden. Nach dem Entwickeln werden die Tonerteilchen durch Erhitzen fixiert. 



    Beispiel 5 : a) 30 Gew.-Teile eines Polystyrols mit niedrigemSchmelzpunkt, 30 Gew.-Teile eines Maleinatharzes mit einem Schmelzbereich von 69 bis 770 C, der Säurezahl 32 und der Farbzahl 9-10 und 10   Gew.-Teile eines 2,   5-bis-[ 4'diäthylaminophenyl- (l') ]oxdiazoles- (l,   3,5) werden durch Verschmelzen, Mahlen und Sieben in einen gleichförmigen Toner umgewandelt. Die Siebfraktion von etwa 5 bis   13}   wird als Toner benutzt. Beim Vermischen mit kleinen Glaskugelchen als Trager ladt er sich positiv auf. b) Ein ungefärbtes Mischpolymerisat aus Vinylchlorid (85%), Vinylacetat (14%) und Maleinsäure (1%) wird durch Mahlen und Sieben in einen Toner umgewandelt.Die Siebfraktion von etwa 5 bis   13u   wird wieder benutzt. Beim Vermischen mit kleinen Glaskügelchen ladt er sich negativ auf. 



   5   Gew.-Teile   von jedem der vorgenannten Toner werden zusammen mit 200   Gew.-Teilen   Glaskugeln von etwa   200fi   Durchmesser gemischt. Ein photoleitfahiges Material, das   Zinkoxyd enthält,   wird mittels einer negativen Coronaentladung aufgeladen und unter einer positiven Vorlage belichtet. Nach dem Entwickeln mit dem Toner werden, wie oben beschrieben, Bilder   erhalten, deren bildfreie Stellen eine   starke Fluoreszenz bei Belichtung mit ultraviolettem Licht aufweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Entwickler für elektrophotographische Zwecke, bestehend aus Tonerpulver und Trägerpartikeln, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens einen Toner, der sich gegenüber den Trägerpartikeln positiv auflädt, und mindestens einen Toner, der sich gegenüber den Trägerpartikeln negativ auflädt, enthält, wobei sich die Toner zur Erzeugung zweier optisch unterscheidbarer Arten Flächenelementen des Bildes ausser in ihrem Ladungssinn noch durch weitere physikalische und bzw. oder chemische Eigenschaften, z. B. Farbe, Korngrösse, Fluoreszenz, Oberflächenbeschaffenheit nach dem Fixieren voneinander unterscheiden.
AT606760A 1959-08-17 1960-08-08 Entwickler für elektrophotographische Zwecke AT232378B (de)

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