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Kocher für flüssige Brennstoffe
Die Erfindung betrifft einen Kocher, dessen Brennstoffbehälter um ein am Kochergestell vorgesehenes
Scharnier gegen das Kochergestell geklappt werden kann und das Fallrohr des Brennstoffbehälters durch einen
Schraubnippelanschluss mit der im Gestell befindlichen Brennstoffzuleitung leicht lösbar verbindbar ist, so dass der in Gebrauchslage befindliche Behälter durch diesen Schraubnippelanschluss festgehalten wird, wobei der Brennstoffbehälter ein oberes Luft-und ein unteres Brennstoffventil aufweist, welche beide durch eine gemeinsame Stange zu betätigen sind (Patentschrift Nr. 135071).
Beim Tragen dieses insbesondere als Touristenkocher gedachten Gerätes hat sich herausgestellt, dass der eingeklappte, d. h. nicht in Gebrauchsstellung befindliche Flüssigkeitsbehälter häufig nicht dicht ist.
Die Ursache dafür liegt darin, dass das obere Ventil bereits geschlossen ist, wenn das Flüssigkeitsventil häufig noch nicht genügend dichtet, denn der Verschluss zweier axial hintereinander angeordneter Ventile durch eine starre Ventilstange ist eine masstechnische Überbestimmung. Daher ist es umgekehrt auch möglich, dass das Brennstoffventil zwar bereits dicht schliesst, das Luftventil jedoch noch nicht. Damit die beiden zu verschliessenden Stellen gleichzeitig dicht schliessen, ist eine sehr genaue Einhaltung von Abmessungen unerlässlich bzw. ist man gezwungen zu einem Schraubverschluss zu greifen, der eine Deformation beispielsweise des Behälters erlaubt, wozu jedoch zu bemerken ist, dass viele Personen davor zurückscheuen, die nötige Kraft anzuwenden, weil sie befürchten, den Apparat zu beschädigen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Masstoleranzen vergrössern und dennoch den Behälter ohne besondere Kraftanwendung dicht abschliessen zu können. Dies wird erfindungsgemäss bei einem Kocher der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass wenigstens jenes der beiden Ventile, das bei Verstellung der Ventilbetätigungsstange im Schliesssinn zuerst geschlossen wird, mit einer nachgiebigen Dichtungseinlage versehen ist, welche durch fortgesetztes Verstellen dieser Stange so weit deformiert werden kann, als zum Verschluss auch des zweiten Ventiles erforderlich ist.
Von gewisser Bedeutung ist es dabei, dass die nachgiebige Dichtung aus vergleichsweise hartem Material besteht. Weiches Material, z. B. gewöhnlicher Gummi, wird durch Anwendung üblicher Kräfte leicht beschädigt werden und ein sicherer Verschluss wäre nach längerer Zeit nicht mehr gewährleistet. Man müsste dann die schadhaft gewordene Dichtung erneuern, wozu ein gewisses Mass an technischem Verständnis erforderlich ist, das meist nicht vorhanden ist. Man müsste ferner dafür sorgen, dass geeignete Dichtungen, die aber erfahrungsgemäss schnell altern, erhältlich sind, was organisatorisch kaum zu lösende Schwierigkeiten verursacht.
Demgegenüber haben härtere Dichtungsstoffe den Vorteil, dass sie alterungsbeständig sind und sich hinreichend leicht deformieren lassen, wenn sie mit einer Schneide zusammenwirken, wie dies im Sinne der Ausgestaltung der Erfindung empfohlen wird.
Die Zeichnung zeigt ein ausführliches Beispiel der Erfindung. Fig. 1 zeigt, teilweise im Schnitt, einen Kocher nach der Patentschrift Nr. 135071 in Gebrauchsstellung und Fig. 2 eine Unteransicht dazu, während Fig. 3 eine erfindungsgemässe Ausführung der beiden gleichzeitig zu betätigenden Ventile zeigt.
In dem Kochergestell 1 ist das Vergaserrohr 2 gelagert, das von einer Schraubkappe 3 geschlossen und mit dem Rohransatz 4 versehen ist, der Gewinde trägt. Eine Gewindescheibe 5 legt das Rohr 2 am Gestell 1 fest. Die Seitenwand la des Gestelles ist zu Lappen 6,6a gestaltet. Ein Fortsatz 8 des Brennstoffbehälters 7 ist untel wu einem Scharnier abgebogen und mit dem Splint 9 in den Lappen 6,6a schwenkbar. Der Behälter 7 ist oben mit einer Füllöffnung 11 - gleichzeitig Luftventil - versehen. der die Verschlusskappe 21 Fig.2) trägt in welche die Spindel 12 eines Nadelventils 15 eingreift. Das Fallrohr 13 des Behälters 7 trägt den Ventilsitzkörper 14 (Fig. 3), der konisch geformt ist und gegen den sich das kegelige Ende 15 der Ventilspindel 12 anlegen kann.
Der Körper 14 weist einen Bund 16 auf, der eine Überfangsmutter 17 trägt.
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Wird der Behälter 7 in Gebrauchsstellung geklappt, so legt sich der Bund 16 gegen den Rohransatz 4 (Fig. 3), auf den die Überfangsmutter 17 geschraubt wird. Nach Lüften der Ventilspindel 12 ist der Kocher gebrauchsfertig.
Soll der Behälter 7 eingeklappt werden, so werden die Ventile 12, 15 geschlossen, die Schraubkappe 17 gelöst und der Behälter in Pfeilrichtung (Fig. l) in die Stellung gemäss Fig. 2 verschwenkt.
Aus Fig. 3 ist eine erfindungsgemässe Ausführungsform der Ventile zu ersehen. Der Ventilsatz 14, 15 ist wie üblich ausgebildet. Der dichte Abschluss der Kappe 21 wird dadurch gewährleistet, dass durch Aufschrauben der Kappe 21 auf den Ansatz 22 das scharfe Ende 22'des Ansatzes 22 in die Dichtung 20 eindringt, die in der Kappe 21 sitzt. Diese Dichtung besteht aus einem harten aber nachgiebigen Material.
Es schliesst somit zuerst das Luftventil aber durch Weiterdrehen der Kappe 21 schiebt sich dies, unter Pressung der Dichtung 20, solange unter Mitnahme der Spindel 12 weiter, bis auch das Ventil 14, 15 geschlossen ist. Umgekehrt könnte man auch 14, 15 nachgiebig ausführen und würde dann das obere Ventil als zweites schliessen. Es ist natürlich auch eine Ausführung möglich, gemäss welcher beide Ventile mit nachgiebigen Dichtungen versehen sind, aber es ist dies nicht nötig.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kocher für flüssige Brennstoffe, dessen Brennstoffbehälter um ein am Kochergestell vorgesehenes Scharnier gegen das Kochergestell geklappt werden kann und das Fallrohr des Brennstoffbehälters durch einen Schraubnippelanschluss mit der im Gestell befindlichen Brennstoffzuleitung leicht lösbar verbindbar ist, so dass der in Gebrauchslage befindliche Behälter durch diesen Schraubnippelanschluss festgehalten wird, wobei der Brennstoffbehälter ein oberes Luft- und ein unteres Brennstoffventil aufweist, welche beide durch eine gemeinsame Stange zu betätigen sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens jenes der beiden Ventile, das bei Verstellung der Ventilbetätigungsstange (12) im Schliesssinn zuerst geschlossen wird, mit einer nachgiebigen Dichtungseinlage (20) versehen ist, welche durch fortgesetztes Verstellen dieser Stange (12)
so weit deformiert werden kann, als zum Verschluss auch des zweiten Ventiles erforderlich ist.