<Desc/Clms Page number 1>
Zerstäuberkopf für Parfümzerstäuber od. dgl.
Die Erfindung betrifft einen Zerstäuberkopf für Parfümzerstäuber od. dgl., vorzugsweise aus spritz-, preys-odeur giessfähigem Werkstoff, z. B. Kunststoff.
Bisher werden die im allgemeinen nach dem Injektorprinzip arbeitenden Zerstäuberköpfe in der Regel aus Buntmetallen, insbesondere Messing, hergestellt, wobei die Saugleitung und die Luftdruckleitung zu einem einen Luftstrom erzeugenden Gummiball geführt werden. Diese Bohrungen haben meist einen Durchmesser von 0, 9 bzw. 0, 6 Millimeter. Es ist ferner bekannt, die Saugleitung grösser auszubilden und in eine in den Zerstäuberkopf einschraubbare Metalldüse mit im Durchmesser kleinen Austrittsöffnungen von zirka 0, 9 bzw. 0, 6 mm einmünden zu lassen. Aber auch hier müssen diese im Durchmesser verhältnismässig kleinen Leitungen gebohrt werden.
Diese erhebliches Geschick und lange Anlernzeiten für den Arbeiter erfordernde, zeitraubende Arbeitsmethode erfordert einen hohen Bohrerverbrauch, wobei das Bohren insbesondere auch dadurch, dass die Bohrungen in der Regel im Winkel von beispielsweise 45 zueinander verlaufen, erschwert ist.
Ausserdem ist es bekannt, einen Zerstäuberkopf aus Kunststoff zu spritzen oder zu pressen. Hiefür sind aber komplizierte und teure Spritzformen erforderlich. Sie bedingen z. B. mehrere lange Ziehkerne für die in der lichten Weite kleine Luftdruck-, Saug- und Belüftungsleitung. Deshalb sind derartige Spritzformen äusserst störanfällig und führen oft zu Produktionsausfällen, wodurch sich verhältnismässig hohe Herstellungskosten ergeben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zerstäuberkopf für Parfümzerstäuber od. dgl. zu schaffen, der sich einfacher und billiger als bekannte Ausführungsformen herstellen lässt. Hiebei wird von einem Zerstäuberkopf jener Art ausgegangen, die eine den Kopf quer durchsetzende Ausnehmung aufweist, in der ein zum Düsenmundstück hin sich verjüngender Düsenkörper mit axialer Bohrung für die Druckgasleitung gelagert ist. Der Düsenkörper ist in den Wandungen mindestens teilweise von in axialer Erstreckung zum Düsenmundstück verlaufenden Kanälen durchzogen, in welche die Flüssigkeitsleitung mündet.
Gemäss der Erfindung besteht der Düsenkörper aus zwei ineinandergesteckten, topfförmigen Teilen, nämlich einer Kappe und einem Einsteckteil, und ist von der Düsenmundstückseite her in die der Form des Düsenkörpers angepasste Ausnehmung im Zerstäuberkopf einführbar. Diametral angeordnete Kanäle bzw. eine axiale Bohrung in den einander anliegenden Bodenteilen bilden zur Düsenmündung hin die Austrittsdüse und die die Flüssigkeitsleitung mit dem Düsenraum verbindenden Kanäle bestehen aus Nuten in den sich berührenden Wandteilen der beiden topfförmigen Teile.
Zweckmässig sind die topfförmigen Teile im Querschnitt im wesentlichen kreisförmig ausgebildet.
Durch diese Massnahmen kann die erfindungsgemäss ausgebildete Düse einschliesslich des Druckluftund Saugkanals mittels einfacher zweiteiliger Spritz- oder Press- oder Giessformen erstellt werden. Ferner ermöglicht der erfindungsgemässe Zerstäuberkopf einen grösseren Sprühkegel als bekannte Ausführungsformen.
Infolge der Verwendung von Kunststoff sind Verstopfungen der Leitungen, die sich bei bisher bekannten metallischen Düsen durch Korrosion der Leitungswände ergaben, ausgeschlossen. Überdies kann nunmehr die Düse ohne wesentliche Mehrkosten auch entsprechend eingefärbt werden.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die Höhlung der Kappe zum Boden hin kegelförmig od. ähnl. und der Einsteckteil entsprechend ausgebildet ist und die Nuten der Innenwandung der Kappe folgen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung einer Einzelheit besteht darin, dass sich die Nuten zum Boden der Kappe hin im Querschnitt vermindern.
Diese Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ergibt günstige Strömungseigenschaften und hohe Strömungsgeschwindigkeiten in den z. B. als Saugkanal dienenden Nuten, die eine feinere Verteilung der zu zerstäubenden Flüssigkeit als bisher ermöglichen. Ferner wird auch dadurch der Sprühkegel erweitert. Eine weitere Einzelheit ist dadurch gekennzeichnet, dass der montierte Einsteckteil die Kappe an dem dem Kappenboden entgegengesetzten Ende überragt.
<Desc/Clms Page number 2>
Schliesslich kann die Austrittsbohrung im Kappenboden auf der Aussenseite in an sich bekannter Weise versenkt ausgebildet sein.
Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemässen Zerstäuberkopfes ist ferner dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten in der Innenwandung der Kappe schraubenförmig angeordnet sind. Durch diese Massnahme wird die Streuwirkung um ein beträchtliches Mass weiterhin erhöht, so dass z. B. beim Einsatz des Erfindungsgegenstandes in Druckgaszerstäubern, die bisher mit zirka 70% Druckgas ("Frigen") und zirka 30% zu zerstäubender Flüssigkeit gefüllt sind, der Anteil an Druckgas mindestens um die Hälfte gesenkt werden kann.
Nachstehend werden an Hand der Zeichnung Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Zerstäuberkopf im Längsschnitt und Fig. 2 eine Einzelheit im Schnitt entsprechend der Linie A-B in Fig. 1. Fig. 3 veranschaulicht eine Variante einer Einzelheit im Längsschnitt, Fig. 4 desgleichen im Schnitt entsprechend der Linie C-D der Fig. 3.
In den mit einer Bohrung 1 zum Anschluss eines Saugrohres und einer Bohrung 2 mit Innengewinde 3 zum Anschluss eines Druckluft erzeugenden Gummiballes versehenen, nach dem Injektorprinzip arbeitenden Zerstäuberkopf 4 ist in eine Bohrung 5 eine Düse dicht eingesetzt. Letztere besteht aus einer Kappe 6 mit einem in einer entsprechenden Ausnehmung des Zerstäuberkopfes 4 einliegenden Flansch 7 und einem
EMI2.1
und in der Innenwandung zwei diametral angeordnete Nuten 11 auf, die in Verbindung mit dem formschlüssig in die Höhlung der Kappe 6 angeordneten Einsteckstück 8 die Saugkanäle bilden. Das Einsteckstück 8 hingegen, dessen freies, die Kappe 6 überragendes Ende 12 in die Bohrung 2 dicht eingreift, besitzt im Boden 13 eine zentrische Bohrung 14 als Druckluftkanal. Als Werkstoff dient sowohl für die Kappe 6 als auch der Einsteckteil 8 einfärbbarer Kunststoff.
Unter Umständen ist es auch möglich, die Kappe 6 in den Zerstäuberkopf einzusprengen.
Bei der Kappe 61 der Fig. 3 und 4 sind die Nuten 11'schraubenförmig angeordnet, wodurch die darin durch den Druckluftstrahl angesaugte Flüssigkeit beim Austritt aus der Bohrung 10 in noch weit grösserem Masse als bisher in einem breiten Kegel äusserst fein zerstäubt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zerstäuberkopf für Parfümzerstäuber od. dgl., vorzugsweise aus spritz-, preys-odeur giessfähigem Werkstoff, z. B. Kunststoff, der im wesentlichen eine den Kopf quer durchsetzende Ausnehmung aufweist, in der ein zum Düsenmundstück hin sich verjüngender Düsenkörper mit axialer Bohrung für die Druckgasleitung gelagert ist, der in den Wandungen mindestens teilweise von in axialer Erstreckung zum Düsenmundstück verlaufenden Kanälen durchzogen ist, in welche die Flüssigkeitsleitung mündet, dadurch gekennzeichnet, dass der Düsenkörper aus zwei ineinandergesteckten, topfförmigen Teilen, nämlich einer
EMI2.2
des Düsenkörpers angepasste Ausnehmung (2, 5) im Zerstäuberkopf (4) einführbar ist, wobei diametral angeordnete Kanäle (11, 14) bzw.
eine axiale Bohrung (14) in den aneinander anliegenden Bodenteilen
EMI2.3