DE2432009C3 - Spritzgießform zum Herstellen von Gummigegenständen - Google Patents
Spritzgießform zum Herstellen von GummigegenständenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spritzgießform zum Herstellen von Gummigegenständen, mit einem oberen
und einem unteren Formteil, die der Gestalt der Gummigegenstände entsprechende Formhöhlungen
aufweisen, wobei in einen der beiden Formteile auswechselbar eine Einspritzhülse eingesetzt ist, deren
Durchgangsbohrung im zentralen Bereich der Form in der Trennebene der beiden Formteile in zu den
Formteilen führende Kanäle mündet.
Eine derartige Spritzgießform ist aus DT-OS 2108 971 bekannt. Hierbei ist der Einspritzkanal als
Rohr ausgebildet und zweimal räumlich verwunden und geht in einen Angußkanal über, an dessen Ende
rechtwinklig Verteilerkanäle abgehen. Diese Gestaltung ist strömungstechnisch sehr ungünstig, da das Sprilzmatcrial
auf dem Weg in die eigentlichen rormhöhlungen zweimal unter einem Winkel umgelenkt wird, einmal
beim Übergang aus den räumlich verwundenen Einspritzkanal in den weagerecht angeordneten Angußkanal
und zum zweiten Mal am Ende des Angußkanals in die rechtwinklig dazu verlaufenden Verteilerkanäle,
so daß Rückstaus entstehen, die einen erhöhten Einspritzdruck erfordern und die Gefahr der Verstopfung
mit sich bringen. Durch die krummlinige Form wird zudem viel mehr unproduktive Spritzmasse
verbraucht, auch ergeben sich Schwierigkeiten bei der Reinigung.
Aus der DT-AS 17 29 570 is', eine zweiteilige
Spritzgießform bekannt, die einen Einsatzkörper mit einer durchgehenden Bohrung aufweist, die ihre
Fortsetzung in einer Bohrung zwischen den beiden Formteilen findet, wobei am Ende dieser Bohrung
rechtwinklig Seitenkanäle abgehen, die in den Formhöhlungen der Formen münden, so daß die gleichen
Probleme, wie oben dargelegt, auftreten. Außerdem muß die Verbindung zwischen dem Einsatzstück und
den beiden Formhälflen äußerst exakt hergestellt werden und nach jedem Gebrauch nach der Reinigung
auch jedes Mal exakt zusammengesetzt werden, v/as fertigungstechnisch sehr aufwendig und andererseits
auch zeitaufwendig ist. Wird dies nicht sorgfältig gemacht, gelangt Spritzmasse zwischen das Einsatzstück
und die Formhälften, wodurch Störungen beim Einspritzen auftreten können, die beispielsweise dazu
führen können, daß die Formkörper nicht vollständig mit Spritzmasse gefüllt werden, so daß Ausschuß
hergestellt wird. Die Störungen können auch dazu führen daß der Einspritzkana! verengt wird, wodurch
sich die Einspritzdauer verlängert bzw. sogar im Extremfall der Einspritzkanal verstopft, so daß überhaupt
die Form nicht gefüllt werden kann.
Beim Durchfluß einer Kautschukmischung durch einen zylindrischen Einspritzkanal erfolgt eine Volumenzunahme
der eingespritzten Kautschukmischung ,ο eine natürliche Eigenschaft von vulkanisierbarem
Kautschuk bei erhöhter Temperatur - was unerwünschte Folgen nach sich zieht und zwar: Ein
Hineindrücken des Kautschuks zwischen die Kontaktflächen beider Formhälften und die Bildung eines
.< unnötigen Ausflusses auf der ganzen Länge des Einspritzkanals und dessen Verzweigungen, das Auftreten
von großen die Form zerstörenden hydrodynamischen Widerständen sowie eine Erhöhung der Durchffußgeschwindigkeit
der Kautschukmischung, welche das Entstehen von Luftblasen im Inneren des zu
formenden Gummigegenstands fördert
Aus der Zeitschrift »Kautschuk und Gummi-Kunststoffe« 18. Jahrgang, 1965, Heft 12, S. 809 f. isi eine
Spiralform zur Messung des Fließweges von Kau- « tschukmischungen mit einem divergierenden Anguß
bekannt die einen Formkanal mit quadratischen Querschnitt aufweist, der sich in Flußrichlung verjüngt.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spritzgießform zum Herstellen von Gummigegenständen anzugeben,
-,ο die einfach herstellbar ist und die es ermöglicht, die
Verluste an Kautschukmischung insbesondere auch durch Verminderung der Ausflußbildungen zu verringern
sowie die auftretenden hydrodynamischen Widerstände gering zu halten, so daß eine Zerstörung der
Form ausgeschlossen ist sowie eine größere Steigerung der Durchflußgeschwindigkeit verhindert, so daß
blasenireie Erzeugn sse gewonnen werden können und die einfach zu reinigen und zusammenzubauen ist.
Die Aufgabe wird nach der Erfindung bei einer Spritzgießform zum Herstellen von Gummigegenständen
dei eingangs erwähnten Art dadurch erreicht, daß die Durdigangsbohrung der Einspritzhülse geradlinig
verläuft und in Einspritzrichtung um 1 bis 3 Grad, vorzugsweise 3 Grad, divergiert.
Es ist vorteilhaft, daß die Einspritzhülse in der Trennebene der Formteile angeordnet ist.
Auf Grund der erfindungsgemäß geradlinig verlaufenden und divergierenden Durchgangsbohrung der
Einspritzhülse werden die sich nachteilig auswirkenden ,ο Erscheinungen wie eine Volumenzunahme der eingespritzten
Kautschukmischung, die Form zerstörende und/oder das Einspritzen nachteilig beeinflussende
hydrodynamische Widerstände und eine Steigerung der Durchflußgeschwindigkeit der Kautschukmischung auf
ein Minimum reduziert. Die Spritzgießform ist außerdem leicht zu reinigen und leicht zusammenzusetzen, so
daß sie insgesamt wirtschaftlicher ist als die bekannten Formen.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand von to Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
Fi g. 1 einen Längsschnitt durch eine Form, in der im
unteren Formteil eine zweistufige zylindrische Durchgangsbohrung ausgeführt ist,
F i g. 2 eine Draufsicht auf den unteren Formteil nach
Fig.l,
Fig.3 einen Längsschnitt durch eine Form mit im
oberen und unteren Formteil ausgeführter zylindrischer
Durchgangsbohrung, deren Achse in der Trennebene der Form liegt.
Em?. Spritzgießform besteht aus einem oberen
Formteil 1 und einem unleren Formteil 2 mit darin ausgeführten Formhöhlungen 3, wobei in der Seitenwand
des unteren Formteils 2 eine zweistufige zylindrische Durchgangsbohrung 4 mit auf die Trennebene
der Formteile 1, 2 gerichtetem Ausgang ausgeführt ist. In die Durchgangsbohrung 4 is; eine
austauschbare eine Durchgangsbohrung 7 aufweisende Einspritzhülse 5 iiiit einem Mundstück β eingesetzt. Die
Duichgangsbohrung 7 bildet den gegen die Trennebene der Formteile 1, 2 divergierenden Einspritzkanal und
weist einen runden Querschnitt auf, wobei der Divergenzwinkel der Durchgangsbohrung 7 3 betragt.
Eine andere in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform unterscheidet sich von der in den F i g. 1 und 2 gezeigten
Ausführungsform durch die Anordnung der austauschbaren Einspritzhülse 5 mit dem Mundstück 6 und damit
auch der Durchgangsbohrung 7, die hier in der Trennebene der Formteile 1, 2 angeordnet sind, wobei
die hier einen ovalen Querschnitt aufwei'.ende Durchgangsbohrung 7 den gegen die Trennebene der
Formteile 1, 2 unter einem Winkel von Γ divergierenden Einspritzkanal bildet. Die Einspritzhülse 5 ist
austauschbar am unleren Formteil 2 befestigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:Spritzgießform zum Herstellen von Gummigegenständen, mit einem oberen und einem unteren Formteil, die der Gestalt der Gummigegenstände entsprechende Formhöhlungen aufweisen, wobei in einen der beiden Formteile auswechselbar eine Einspritzhülse eingesetzt ist, deren Durchgangsbohrung im zentralen Bereich der Form in der Trennebene der beiden Formteile in zu den Formierten führende Kanäle mündet, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangsbohrung (7) der Einspritzhülse (5) geradlinig verläuft und in Einspritzricntung um 1 bis 3 Grad, vorzugsweise 3 Grad, divergiert.
- 2. Spritzgießform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspritzhülse (5) in der Trennebene der Formteile (1,2) angeordnet ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PL16389273 | 1973-07-07 | ||
| PL16389273A PL88398B1 (de) | 1973-07-07 | 1973-07-07 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2432009A1 DE2432009A1 (de) | 1975-01-23 |
| DE2432009B2 DE2432009B2 (de) | 1976-09-30 |
| DE2432009C3 true DE2432009C3 (de) | 1977-05-12 |
Family
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