AT231533B - Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung - Google Patents

Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung

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AT231533B
AT231533B AT550662A AT550662A AT231533B AT 231533 B AT231533 B AT 231533B AT 550662 A AT550662 A AT 550662A AT 550662 A AT550662 A AT 550662A AT 231533 B AT231533 B AT 231533B
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Description


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  Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung 
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung, beson- ders eines Tonsignals, bei der das Signal über ein regelbares Verstärkerelement dem Ausgang zugeführt wird und dem Ausgang Schwingungen entnommen werden, aus denen durch Gleichrichtung die Regelspan- nung für das Verstärkerelement gewonnen wird. 



   Eine solche Anordnung ist besonders wichtig bei Fernsehempfängern. Es zeigt sich nämlich, dass für eine gute Verständlichkeit der Sprache bei Fernsehsendungen im allgemeinen eine erheblich höhere Min- destlautstärke erwünscht ist als bei rein akustischen Sendungen. Das geht möglicherweise darauf zurück, dass die Aufnahmefähigkeit der Zuschauer für akustische Signale vermindert ist, wenn gleichzeitig Bilder (optische Signale) aufmerksam betrachtet werden. Gegebenenfalls werden die Zuschauer durch die akusti- sche Ausstrahlung der Zeilenfrequenz beeinflusst. Wenn die Mindestlautstärke höher eingestellt   ist : so er-   gibt sich auch eine entsprechend höhere Lautstärke für diejenigen akustischen Signale, die ohnehin mit höherer Amplitude übertragen werden. Besonders ist dies häufig der Fall beim Übergang von Sprache auf
Musik. 



   Diese Lautstärkenunterschiede können in bekannter Weise durch eine Dynamikregelung (Dynamikkom- pression) ausgeglichen werden. Mit einer solchen Schaltungsanordnung wird im allgemeinen erreicht, dass durch die Regelspannung die Verstärkung bei grösserer Lautstärke des ursprünglichen Signals herabgesetzt wird, so dass die Lautstärke des Ausgangssignals wesentlich weniger zunimmt. Ist der Grad der Dynamikkompressioneinstellbar, so ergibt sich, dass auch die mittlere Lautstärke mit zunehmender Dynamikkompression kleiner wird, besonders da man durch Bemessung der Schaltung und Einstellung der Eingangsamplitude die Anordnung vorzugsweise so auslegt, dass die zu erwartenden leisesten Signale der im Hinblick auf das Umgebungsgeräusch oder mit Rücksicht auf die Verständlichkeit erwünschten minimalen Wiedergabelautstärke entsprechen.

   Durch die Einstellung des Grades der Dynamikkompression kann man somit praktisch auch eine Einstellung der empfundenen Lautstärke erreichen. 



   Normalerweise kann jedoch die auftretende Mindestlautstärke selbst nicht beeinflusst werden. 



   Die Erfindung befasst sich mit der neuen Aufgabe, eine Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikkompression derart auszubilden, dass mit dem Regler, durch den der Grad der Dynamikkompression eingestellt werden kann, auch eine wenigstens nahezu vollständige Herabregelung der Ausgangssignalstärke möglich ist. Dies ist besonders von Bedeutung für Fernsehempfänger, bei denen eine Dynamikregelung sehr erwünscht ist ; ausserdem werden die Regler vielfach als Fernregler ausgebildet, die natürlich   einen höheren   Aufwand bedingen. Es bedeutet daher eine beträchtliche Ersparnis, wenn die Regelungen für Dynamik und Mindestlautstarke kombiniert werden können. 



   Bei einer Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung, besonders eines Tonsignals, bei der das Nutzsignal über ein regelbares Verstärkerelement dem Ausgang zugeführt wird und dem Ausgang Schwingungen entnommen werden, aus denen durch Gleichrichtung die Regelspannung für das Verstärkerelement gewonnen wird, wird dies erreicht, wenn gemäss der Erfindung zwischen dem Nutzsignalausgang und dem Gleichrichter ein einstellbarer Spannungsteiler angeordnet ist, und dem Regelkanal zusammen mit den Signalschwingungen ein, vorzugsweise ausserhalb des Nutzfrequenzbereiches liegendes, Hilfssignal hinter der Regelstufe zugeführt wird. 

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   Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform, bei der ein Wechselstrom-Hilfssignal verwendet wird, während bei der Abänderung nach Fig. 2 ein Gleichstrom-Hilfssignal Anwendung findet. 



   In Fig. 1 werden von einem nicht näher dargestellten Ton-Demodulator die empfangenen Tonsignale über eine Klemme 1 über einen Koppelkondensator 2 einem Potentiometer 3 von   z. B. 1 MQ   zugeführt, dessen anderes Ende über einen Kondensator 4 von z. B. 1   uFmit   Erde (Masse) verbunden ist. Der einstell- bare Abgriff des Potentiometers 3 ist mit dem Steuergitter einer Regelröhre 5 verbunden, deren Kathode an Masse liegt und deren Schirmgitter über einen Widerstand 6 von   z. B.   560 Ko mit dem positiven Pol der Speisequelle von   z. B.   200 V verbunden ist. Über einen Kondensator 7   vonz. B. 56nF istdasSchirm-   gitter an Masse gelegt. Die Anode der Röhre 5 ist über einen Arbeitswiderstand 8 von   z.

   B.   120   KQ   an den positiven Pol der Speisequelle angeschlossen und über einen Trennkondensator 9 von z. B. 47 nF mit dem Steuergitter einer Ton-Endröhre 10 verbunden, das anderseits über einen Widerstand 11 von   z. B.   



   1   MQ   an Masse liegt. Im Kathodenzweig der Röhre 10 liegt ein Widerstand 12 von   z. B.   390 Q, der durch einen Kondensator 13 von   z. B.   50   g F überbrückt   ist. Das Schirmgitter der Röhre 10 ist direkt an den positiven Pol der Speisequelle angeschlossen ; im Anodenzweig dieser Röhre ist ein Ausgangstransformator 14 eingeschaltet, dessen Sekundärwicklung   z. B.   mit einem oder mehreren Lautsprecher verbunden sein kann. 



   Dieander Anode der Endröhre 10 auftretenden Schwingungen werden über einen Trennkondensator 16 von   z. B.   10 nF einem regelbaren Potentiometer 17 von z. B. 1 MQ zugeführt, dessen anderes Ende an
Masse gelegt ist. Der Schleifer des Potentiometers 17 ist mit einer Verstärkerröhre 18 verbunden, in de- ren Kathodenkreis ein gegebenenfalls kapazitiv überbrückter Widerstand 19, von z. B.   3, 9 KQ   liegt. Die
Röhren 10 und 18 können eine Verbundröhre,   z. B.   eine PCL 82 bzw. ECL 82, sein. 



   Zwischen der Anode der Röhre 18 und dem positiven Pol der. Speisequelle liegt ein Arbeitswiderstand
20 von z. B. 220 KQ. Die an der Anode der Röhre 18 auftretenden verstärkten Schwingungen werden über einen Trennkondensator 21 von   z. B.   18 nF der Kathode eines Halbleitergleichrichters 22, vom Typ
OA 202, zugeführt, deren Anode mit der nicht geerdeten Elektrode des Kondensators 4 verbunden ist. Die
Kathode der Diode 22 ist über einen Widerstand 23 von   z. B. 1 MQ   mit Erde verbunden ; dem Widerstand
23 kann gegebenenfalls ein Kondensator 24 von z. B. 500 pF parallelgeschaltet sein. Um eine Entladung des Kondensators 4 zu ermöglichen, ist diesem ein Widerstand 25 von   z. B.   50   MQ   parallelgeschaltet. 



   Dieser Widerstand kann besonders dann entbehrt werden, wenn der Widerstand der Diode 22 in Sperrich- tung eine geeignete Grösse aufweist. 



   Die vom Demodulator kommenden Ton-Signalschwingungen werden mit Hilfe des Potentiometers 3 auf eine Amplitude herabgesetzt, bei der Verzerrungen in der folgenden Regelröhre 5 nicht zu befürch- ten sind. Als Regelröhre kann eine PF 86 bzw. EF 86 verwendet werden. Diese Röhren sind zwar keine
Regelröhren, wie sie in   Hochfrequenzverstärkern   verwendet werden, wo ausserordentlich grosse Signalän- derungen verarbeitetwerden müssen. Da aber die Dynamik eines Tonsignals demgegenüber erheblich klei- ner ist, braucht der Regelbereich an sich nicht so gross zu sein. Anderseits steht im allgemeinen nur eine
Regelstufe zur Verfügung, und auch die Regel-Gleichspannunghat nur einen beschränkten Änderungsbe- reich.

   Es hat sich ergeben, dass eine Röhre mit verhältnismässig grosser maximaler Steilheit und mit einem verhältnismässig stark ausgeprägten Knick sich als Regelröhr für diesen Zweck gut eignet, wenn man darauf achtet, dass die Eingangsamplitude genügend klein gehalten wird, wie dies mittels des Potentiome- ters 3 möglich ist. Die in der Röhre 5 verstärkten Schwingungen steuern die Endröhre und über den Aus- gangstransformator 14 den bzw. die Lautsprecher. 



   Die an der Ausgangsimpedanz (Transformator 14) auftretenden Tonschwingungen werden über das Po- tentiometer 17 der Hilfsverstärkerröhre 18 zugeführt und dann mittels der Diode 22 gleichgerichtet ; be- sonders bei starken Signalen entsteht daher am Kondensator 4 eine das Gitter der Röhre 5 negativ vorspan- nende Regelspannung, wodurch deren Verstärkung herabgesetzt und somit die Amplituden lauter Partien der Darbietung herabgesetzt werden. Durch die Einstellung des Potentiometers 17 kann der Grad der Dy- namikkompression verändert werden ; steht der Schleifer am unteren Ende, so erhalten die Röhre 18 und damit die Diode. 22 keine Ton-Signalspannungen, so dass die Dynamik des Eingangssignals unverändert übertragen wird.

   Je weiter der Schleifer am Potentiometer 17 nach oben geschoben wird, umso stärker ist die Einflussnahme auf grosse Amplituden des Eingangssignals und damit die erzielte Dynamikkompression. 



   Nach der Erfindung wird dem Regelsignal ein vorzugsweise ausserhalb des Nutzfrequenzbereiches lie-   gendes-Hilfssignal   hinter der Regelstufe zugeführt. Dies geschieht beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 dadurch, dass Impulse aus dem Zeilenablenkgerät über einen Koppelkondensator 26 der Anode der Röhre 5 zugeführt   werden. Diese Hilfsschwingüngen   haben eine so geringe Amplitude, dass ihre Anwesenheit keine 

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 Übersteuerung und damit Verzerrung hervorrufen kann. Ihre Frequenz ist so hoch, dass sie ausserhalb des zu übertragenden Tonfrequenzbereiches liegt. Diese Hilfsschwingungen werden in der Röhre 10 und in der Röhre 18   mitverstärht   und gelangen an den Gleichrichter 22.

   Ihre Amplitude ist so bemessen, dass dann, wenn der Schleifer des Potentiometers 17 am oberen Ende steht, die Amplitude der Hilfsschwingungen an   der RÖhre 18 so gross ist,   dass mittels des Gleichrichters 22 eine Regelspannung erhalten wird, durch die die   Verstärkung der Regelstufe   mit der Röhre 5 wenigstens annähernd auf Null herabgesetzt wird. Daraus ergibt sich folgende Wirkung. 



   Steht der Schleifer des Potentiometers 17 am unteren Ende, so haben am Gitter der Röhre 18 sowohl die Signalschwingungen als auch die Hilfsschwingungen die Amplitude Null und eine Regelspannung und damit eine Dynamikkompression tritt nicht auf. Wird der Schleifer nach oben geschoben, so vergrössert sich die Signalamplitude ; da in diesem Zustand die Regelstufe mit der Röhre 5 wenigstens nahezu volle Verstärkung zeigt, ist die Amplitude des Signals an der Ausgangsimpedanz 14 und damit auch an der Röhre 18 wesentlich grösser als die der Hilfsschwingungen, so dass lediglich eine Dynamikkompression erhalten wird. Wird der Schleifer des Potentiometers 17 noch weiter nach oben geschoben, so ergibt sich schon bei kleinen Eingangssignalen eine verhältnismässig starke Regelspannung, durch die die Verstärkung der Röhre 5 vermindert wird.

   Die Hilfsschwingungen, deren Amplitude an der Ausgangsimpedanz 14 und damit am Potentiometer 17 unverändert bleibt, haben dann am Gitter der Röhre 18 zwar eine grosse Ampli-   tude,   sind jedoch immer noch klein gegenüber den Signalschwingungen. Wird der Schleifer am Potentiometer 17 noch weiter nach oben geschoben, so wird schliesslich ein merklicher Teil der Regelspannung 
 EMI3.1 
 des Potentiometers 17, so erhält sein Schleifer schliesslich allein aus den Hilfsschwingungen eine so grosse
Spannung, dass sich eine Regelgleichspannung ergibt, durch die die Regelstufe praktisch gesperrt wird. 



  Die Tonsignale sind dann praktisch unterdrückt. 



   Man erhält somit tatsächlich die gewünschte Wirkung, dass bei Betätigung eines Potentiometers 17 zunächst eine zunehmende Dynamikkompression und schliesslich eine Verminderung der Lautstärke bis auf Null erreicht wird. 



   Bekanntlich treten in einem Fernsehempfänger die Schwingungen der Zeilenfrequenz mit sehr hoher Amplitude auf, so dass es im allgemeinen notwendig ist, die andern Apparateteile durch eine sorgfältige Abschirmung zu schützen. Für eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung wird aber gerade eine Hilfsschwingung der Zeilenfrequenz gewünscht. Man kann diese daher statt über einen Koppelkondensator 26 auch dadurch zuführen, dass eine unvollständige Abschirmung verwendet wird. 



   Da es darauf ankommt, dass de Amplitude der Hilfssignale mit der Verstellung des Potentiometers 17 wächst, ist es nicht erforderlich, dass die Hilfssignale auch den Teil der Verstärkeranordnung durchlaufen, der vor dem Signalausgang liegt. Die Hilfsschwingungen können daher auch über einen Trennkondensator 27 dem Potentiometer 17 direkt zugeführt werden, wobei zwischen diesem Zuführungspunkt und dem Signalausgang gewünschtenfalls eine Sperre für die Hilfsschwingungen eingeschaltet werden kann, wie dies durch eine Drossel 28 angedeutet ist. 



   Zur Einstellung der Klangcharakteristik (Tonblende) kann eine Gegenkopplung eingeschaltet sein, die   z. B.   aus der Reihenschaltung eines einstellbaren Widerstandes 30 von   z. B.   500   Kss   und eines Kondensators 31 von z. B. 1 nF zwischen der Anode und dem Gitter der Röhre 10 besteht, wobei der Verbindungspunkt des Widerstandes 30 und des Kondensators 31 über einen Querkondensator 32 von z. B. 1 nF an Masse gelegt ist. Es kann auch zweckmässig sein, eine Gegenkopplung auf eine Eingangselektrode der Röhre 5, z. B. auf das Gitter oder die Kathode, zu schalten, damit auch etwaige in der Röhre 5 entstehende Vererrungen mit ausgeglichen werden. 



   Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe kann auch dadurch gelöst werden, dass als Hilfssignal nicht eine Wechselspannung bzw. ein Wechselstrom dient, sondern dass eine Gleichstromgrösse verwendet wird. Dazu kann das Potentiometer 17 durch einen vor dem Gitter der Röhre 18 angeordneten Kondensator gleichstrommässig abgetrennt und mit Gleichspannung beaufschlagt werden, derart, dass sich am Schleifer eine veränderbare Gleichspannung ergibt. Diese könnte z.

   B. als Vorspannung der Diode 22 oder direkt   dem Gitter der Röhre 5   zugeführt werden, wobei sich bei geeigneter Bemessung wieder erreichen lässt, dass bei einer Verschiebung des Schleifers am unteren Teil des Potentiometers 17 eine Änderung der Dynamikkompression und bei einer Verschiebung zum oberen Ende hin eine Verminderung auch der Minimal-Lautstärke und schliesslich eine vollständige Unterdrückung der Signalübertragung erreicht werden kann. Dabei kann es zweckmässig sein, in den Kanal des Hilfssignals hinter dem Schleifer des Potentiometers 17 eine Schwellwertanordnung, z. B. mittels einer vorgespannten Diode, einzuschalten. 

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   Der Spannungsteiler 17 kann natürlich auch durch eine andere ähnlich wirkende Anordnung ersetzt sein, z. B. durch die Reihenschaltung eines Festwiderstandes und eines veränderlichen Widerstandes. Die gewünschte Änderung des Ausgangssignals der Hilfsverstärkerstufe kann auch dadurch erreicht werden, dass die Verstärkung der Röhre 18 durch eine veränderbare Vorspannung geändert wird. Dies zeigt beispiels-   i weise Fig. 2,   in der diejenigen Teile der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 dargestellt sind, die dazu ver- ändert sind. 



   Auch bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 werden die demodulierten Niederfrequenzschwingun- gen in der gleichen Weise der Röhre 5 zugeführt und steuern von deren Anode die (hier nicht dargestellte)   Endstufe10,   von der das Ausgangssignal über den Kondensator 16 dem Gitter der Röhre 18 zugeführt wird. 



  An diesem Gitter ist kein Spannungsteiler für die Wechselspannungen eingeschaltet, sondern es ist über einenAbleitwiderstand 30 von   z. B. l MH   und einem Kondensator 31 von   z. B. 1JlF   mit Masse verbunden. 



   Zwischen dem positiven Pol der Speisequelle und Masse ist ein Spannungsteiler eingeschaltet, der aus den Widerständen 31 und 32 besteht. An den Anzapfpunkt dieses Spannungsteilers ist die Kathode der
Hilfsverstärkerröhre 18 angeschlossen. Der Gitterableitwiderstand 30 ist über einen einstellbaren Schleifèr an den Widerstand 32 angeschlossen. Durch Verschieben dieses Schleifers kann daher die Gittervor- spannung der Röhre 18 und damit ihre Verstärkung geändert werden. Der Spannungsteiler 31,32 ist so bemessen, dass, wenn der Schleifer am masseseitigen Ende des Widerstandes 32 steht, die Röhre 18 prak- tisch gesperrt ist. 



   Andie   Kathodenspannungder Röhre   18 ist über einen Spannungsteiler aus den Widerständen 33 und 34 
 EMI4.1 
    di & KathodederRegelröhreSbeitspunkt der Röhre 5   auf den für den normalen Betrieb zur Dynamikkompression erforderlichen Wert ein- gestellt wird. Dabei sind die Querströme der Spannungsteiler so bemessen, dass Änderungen der   Katho -     denströme der Röhren 5   und 18 wenigstens nahezu keinen störenden Einfluss auf die eingestellten   Vorspan -   nungenhaben.

   Solltees bei   Verwend. brig   anderer   Verstärkerelemente   erforderlich sein, der Regelstufe eine höhere (positive) Vorspannung zuzuführen als der   Hilfsverstärkerstufe,   so wäre in diesem Fall der Widerstand 31 bei entsprechender Bemessung der Widerstandswerte an den Verbindungspunkt der Widerstände 33 und 34 oder an einem andern Punkt der Schaltung anzuschliessen. Zur   Vermeid-mg   einer WechselstromGegenkopplung sind im übrigen die Widerstände 32 und 34 durch Kondensatoren 35 und 36, vorzugsweise in der Grössenordnung von 10 bis   100 uF,   überbrückt. 



   Wie bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 wird die Ausgangs-Wechselspannung der Röhre 18 mittels der Diode 22 gleichgerichtet und steuert zur Dynamikregelung die Röhre 5. Durch Verstellen des Schleifers des Widerstandes 32 wird die   Verstärkung der Röhre   18 und damit das Mass der Dynamikkompression verändert. Gleichzeitig ändert sich auch die Anodenspannung der Röhre 18 wegen des dem Anodenstrom proportionalen Spannungsabfalles am Widerstand 20, u. zw. derart,   dass bei zunehmender Dy-.   namikkompression die Anodenspannung stärker absinkt. Über einen Widerstand 37 ist die Anode der Röhre 18   gleichstrdmmässig   mit dem Schirmgitter der Röhre 5 verbunden.

   Wenn nun bei starker Dynamikkompression die Anodenspannung der Röhre 18 stark abgesunken ist, wird auch die Schirmgitterspannung der Röhre 5 merklich kleiner. Diese Abnahme der Schirmgitterspannung ist zusammen mit der Vorspannung durch den Kathodenwiderstand 34 so gewählt, dass dann die Röhre 5 gesperrt wird. 



   Auch hiebei ergibt sich also, dass bei Verstellung des Reglers-32 zunächst eine zunehmende Dynamikkompression und schliesslich eine Verminderung der Lautstärke bis auf Null herab erreicht wird, wobei die Regelspannung für die Dynamikkompression und die Regelspannung für die Sperrung der Röhre 5 verschiedenen Elektroden zugeführt werden. 



   Da bekanntlich bei einer Röhre die Steilheitsänderung bei niedrigen Werten des   Anodenstromes - in   der Nähe des   Kennlinienknickes - am   grössten ist, während bei weiterer Abnahme der negativen Gitter-   vorspannung schliesslich die   Steilheit weitgehend unverändert bleibt, der Anodenstrom aber stark ansteigt, ergibt sich, dass bei der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 von einer gewissen Einstellung des Schleifers des Potentiometers 32 ab die Dynamikkompression nicht mehr geändert wird, jedoch ein starker Einfluss auf den Anodenstrom und damit auf die Anodenspannung sich bemerkbar macht. 



   Falls in dem Bereich, in dem ausschliesslich eine Änderung der Dynamikkompression erfolgen soll, eine Stabilisierung des Arbeitspunktes der Röhre 5, besonders ihrer Schirmgitterspannung, erwünscht ist, kann ein Gleichrichter 38 zwischen diesem Schirmgitter und einem Punkt des Widerstandes 31 eingeschal-   tetwerden. Dadurch   kann die Schirmgitterspannung der Röhre 5 auf einen niedrigeren Wert von   z. B.   100 V gehalten werden, während die Anodenspannung der Röhre 18 sich von nahezu dem vollen Batteriespannungswert von z. B. 200 V auf 100 V ändert. Erst bei einem weiteren Stromanstieg und damit Spannungsabfall am Widerstand 20 überträgt sich dann die Spannungsänderung von der Anode 18 auf das Schirmgitter der Röhre 5. 

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   Selbstverständlich kann eine Schaltungsanordnung nach der Erfindung auch mit andern Verstärkerele- menten,   z. B.   mit Transistoren, ausgerüstet sein. 



   Eine Einstellung der Lautstärke, besonders der Wiedergabelautstärke von Darbietungen, die mit nie- drigerem Signalpegel übertragen werden, kann bei einer Schaltungsanordnung nach der Erfindung mit Hil- fe des Regelpotentiometers 3 oder an einer beliebigen andern Stelle des   Nutzsignalkánals   vorgenommen werden ; es ist allerdings zu beachten, dass gegebenenfalls auch eine Beeinflussung des Hilfssignals und da- mit der Einstellung für eine vollständige Unterdrückung des Nutzsignals erfolgt. Eine etwa zusätzliche
Einstellung der Nutzsignalamplitude soll daher zweckmässig ausserhalb des Teiles vorgenommen werden, der auch das Hilfssignal überträgt,   z. B.   vor der Anode der Röhre 5 oder im Lautsprecherkreis. 



   Bei der Übertragung von Tonsignalen soll die Aufladezeitkonstante der Regelspannung am Kondensa- tor 4 etwa   0,   05-0, 4 sec, vorzugsweise 0, 2 sec, betragen, während für die Entladezeitkonstante etwa
3 - 30 sec, vorzugsweise   7 - 15   sec, zweckmässig sind. 



   Das der Erfindung zugrunde liegende Prinzip der Verbindung von zunehmender Dynamikkompression und anschliessender Herabregelung der Lautstärke auf den Nullwert kann grundsätzlich auch dadurch ver- wirklicht werden, dass zwei getrennte Regler,   z. B.   die Potentiometer 3 und 17 in Fig. 1 gekuppelt werden. Die oben beschriebenen Lösungen werden jedoch in vielen Fällen zu einem geringeren Auf- wand führen und besonders für Fernbedienung geeigneter sein. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung, besonders eines Tonsignals, bei der das
Nutzsignal über ein regelbares   Verstärkerelement   dem Ausgang zugeführt wird und dem Ausgang Schwin-   gungen entnommen   werden, aus denen durch Gleichrichtung die Regelspannung für das Verstärkerelement gewonnen wird, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Nutzsignalausgang und dem Gleichrichter ein einstellbarer Spannungsteiler angeordnet ist, und dass dem Regelkanal zusammen mit den Signalschwingungen ein, vorzugsweise ausserhalb des Nutzfrequenzbereiches liegendes, Hilfssignal hinter der Regelstufe zugeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hinter der Regelstufe noch wenigstens eine Nutzsignalverstärkerstufe angeordnet ist.
    3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Nutzsignalausgang und vor dem Gleichrichter wenigstens eine Hilfsverstärkerstufe angeordnet ist.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsverstärkerstufe hinter dem einstellbaren Spannungsteiler angeordnet ist.
    5. Schaltungsanordnungnacheinemdervorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude des Hilfssignals so gross ist, dass bei voller Übertragungsfähigkeit eines etwa vorhandenen Spannungsteilers eine Regelspannung erzeugt wird, durch die die Regelstufe wenigstens nahezu gesperrt wird.
    6. Schaltungsanordnungnacheinemdervorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalamplitudevor dem Eingang der Regelstufe vermindert ist, vorzugsweise auf eine solche Grösse, dass in der Regelstufe auch bei den grösseren Signalen störende Verzerrungen nicht entstehen.
    7. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Regelstufeund/oder wenigstens einer der Nutzsignalverstärkerstufen, eine Gegenkopplung wirksam ist, vorzugsweise auf eine Eingangselektrode des geregelten Verstärkerelementes.
    8. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfssignal eine Wechselstromgrösse dient.
    9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8 in einem Fernsehempfänger, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfssignal die Zeilenablenkschwingungen dienen.
    10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungen durch unvollständige Abschirmung zwischen der Zeilenablenkstufe und der Regelanordnung zugeführt werden.
    11. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Hilfssignal eine Gleichstromgrsse dient.
    12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem einstellbaren Spannungsteiler auch eine veränderbare Gleichspannung erhalten wird, die der Regelstufe, vorzugsweise dem Gitter der Regelverstärkerröhre zugeführt wird derart, dass mit zunehmender Dynamikkompression diese Verstärkerstufe gesperrt wird.
    13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kanal des <Desc/Clms Page number 6> Gleichstrom-Hilfssignals hinter dem Schleifer des einstellbaren Spannungsteilers eine Schwellwertanordnung, z. B. mittels einer vorgespannten Diode, angebracht ist. - 14. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleichstromgrösse einer Hilfsverstärkerstufe zugeführt und dass deren Ausgang, vorzugsweise der Anode, eine verstärkte Gleichstromgrösse entnommen und der Regelstufe zugeführt wird.
    15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Gleichstromgrösse auch die Verstärkung der Hilfsverstärkerstufe und damit die Dynamikkompression geregelt wird.
    16. Schaltungsanordnungnach den Ansprüchen 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektro- EMI6.1 B.Hilfsverstärkerelemenres verbunden ist.
    17. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, zur Dynamikkompression von Tonsignalen, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufladezeitkonstante für Dynamik-Regelspannung etwa 0, 05- 0, 4sec, vorzugsweise 0, 2 sec, beträgt, und dass die Entladezeitkonstante etwa 3 - 30 sec, vorzugsweise 7 - 15 sec, beträgt.
AT550662A 1961-07-10 1962-07-09 Schaltungsanordnung zur einstellbaren Dynamikregelung AT231533B (de)

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