AT230971B - Zugausgleichsvorrichtung in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungsfreileitungen mit Dreier-Bündelleiter - Google Patents

Zugausgleichsvorrichtung in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungsfreileitungen mit Dreier-Bündelleiter

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AT230971B
AT230971B AT516062A AT516062A AT230971B AT 230971 B AT230971 B AT 230971B AT 516062 A AT516062 A AT 516062A AT 516062 A AT516062 A AT 516062A AT 230971 B AT230971 B AT 230971B
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Bayerische Schrauben Und Feder
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Description


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   Zugausgleichsvorrichtung in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungsfreileitungen   mitDreier-Bündelleiter   
Die Erfindung betrifft eine Zugausgleichvorrichtung in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungs- freileitungen   mit Dreier-Bündelleiter, deren Leiter nicht   in einer Ebene, sondern auf den Eckpunkten eines gedachten, senkrecht zur Leiterrichtung stehenden Dreieckes liegen. 



   Ein besonderer Vorzug der   Dreier-Bündelleitung   ist, dass bei entsprechender Projektierung der Anlage diese auf Zuwachs gebaut werden kann, ohne dass grosse Änderungen an den Abspannmasten   od. dgl.   vorgenommen werden müssen. Es wird demnach zunächst ein Leiter, dann zwei und schliesslich die DreierBündelleitung verlegt. 



   Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, eine Zugausgleichsvorrichtung in einer Abspanneinrichtung zu schaffen, bei der durch Erweiterung ohne Änderung ein, zwei oder drei Leiter abgespannt werden können und bei der, wenn mehrere Leiter angehängt sind, ein Zugausgleich erfolgt, wenn ein Leiter reisst oder wenn die Leiter durch Rauhreifbehang verschiedenes Gewicht annehmen. 



   Die Erfindung vereinigt in sich also zwei Vorteile : einmal Ausgleich des Zuges der Leiter im Bündel wenn ein Leiter reisst, zum andern Erweiterungsmöglichkeit ohne Änderung, wenn die Leiterzahl erhöht wird. 



   Die Zugausgleichsvorrichtung nach der Erfindung wird in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungsfreileitungen mit Dreier-Bündelleiter eingesetzt, bei der die drei Leiter auf den Eckpunkten eines gedachten, senkrecht zur Leiterrichtung stehenden Dreieckes liegen und über Aufhängelaschen abgespannt werden. In der Zugausgleichsvorrichtung sind zwei Aufhängelaschen schwenkbar an einem als Waagebalken ausgebildeten ersten Abstandhalter befestigt, der seinerseits über eine an ihren beiden Enden schwenkbar gelagerte Zuglasche an einem zweiten, ebenfalls als Waagebalken ausgebildeten und senkrecht zum ersten Abstandhalter liegenden Abstandhalter aufgehängt ist. An diesem zweiten Abstandhalter ist ausserdem   eine Aufhängelasche für den dritten Leiter   und eine die gesamte Zugausgleichsvorrichtung tragende Hauptzuglasche schwenkbar befestigt. 



   Die Schwenkachsen der Laschen im zweiten Abstandhalter liegen auf den Eckpunkten eines ungleich-   schenkeligen Dreieckes. Der Abstand   zwischen der Schwenkachse für die Hauptzuglasche und der Schwenkachse der Aufhängelasche für den dritten Leiter ist grösser als der Abstand zwischen der Achse der Hauptzuglasche und der Achse der Zuglasche für den ersten Abstandhalter. Ausserdem liegt bei ausgeglichener Lage der Abstandhalter,   d. h.   bei gleichem Zug der drei Leiter, die Schwenkachse der Hauptzuglasche auf einer Linie, die senkrecht durch die kürzeste Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der Aufhängelage für die Zuglasche für den ersten Abstandhalter und die Aufhängelasche für den dritten Leiter gehend diese Verbindungslinie im Verhältnis   1 : 2   teilt. 



   Im ersten Abstandhalter liegen die Schwenkachsen der Zuglasche und der Aufhängelaschen auf einem gleichseitigen Dreieck. 



   Während die beiden Aufhängelaschen am ersten Abstandhalter gleich lang sind, ist die Länge der Aufhängelasche für den dritten Leiter etwa gleich der Summe der Längen der Zuglasche und einer Aufhängelasche am ersten Abstandhalter. 



   Die Abstandhalter   bestehen zweckmässigerweise   aus je zwei dreieckigen Platten, die durch mindestens 

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 zwei Nieten. um die zwischen den Platten Abstandringe liegen, zusammengehalten werden. 



   An Hand eines Ausführungsbeispieles soll die Erfindung beschrieben werden. Es zeigen :   Fig. 1   die gesamte Zugausgleichsvorrichtung in perspektivischer Ansicht, Fig. 2 eine schematische
Darstellung der Zugausgleichsvorrichtung, wenn ein Leiter am ersten Abstandhalter gerissen ist, Fig. 3 eine schematische Darstellung wie in Fig. 2,'nur in einer dazu senkrechten Ebene und wenn ein Leiter am zweiten Abstandhalter gerissen ist, und Fig. 4 eine Seitenansicht der Zugausgleichsvorrichtung. 



   In der Fig. 1 sind bei 1, 2 und 3 die drei Leiter eines Bündels angehängt. Für die Leiter 1 und 2 sind die beiden Aufhängelaschen 4 und 5 schwenkbar um die Schwenkachse der Bolzen 6 und 7 in dem ersten
Abstandhalter 8 gelagert. 



   In dem gleichen Abstandhalter 8 befindet sich ferner eine Schwenkachse des Bolzens 9, um den schwenkbar die Zuglasche 10 befestigt ist, die auf ihrem andern Ende ebenfalls schwenkbar ist, u. zw. um die Schwenkachse-des Bolzens 11 im zweiten Abstandhalter 12. Auf die gleiche Weise sind im zweiten Abstandhalter 12 bei 13 die Hauptzuglasche 14, mit welcher die Verbindung mit der Isolatorenkette hergestellt wird und bei 15 die Aufhängelasche 16 für den dritten Leiter schwenkbar befestigt. Die beiden Abstandhalter 8 und 12 stehen senkrecht zueinander in verschiedenen Ebenen und bestehen aus drei-   eckfrmigen Platten   17,18 bzw. 19, 20, die durch die festen Niete 21,22 bzw. 23,24 zusammengehalten werden. 



   Die Fig. 1 zeigt den Zustand, in dem an der Zugausgleichsvorrichtung drei Leiter angehängt sind. 



  Es herrscht gleicher Zug der drei Leiter. Die Zugausgleichsvorrichtung befindet sich in einer ausgeglichenen Lage. 



   Die Schwenkachsen der Bolzen 11,13 und 15 im zweiten Abstandhalter 12 sind entsprechend den Zugkräften, die über die Laschen ausgeübt werden, in dem Abstandhalter 12 angeordnet, d. h., da über die Zuglasche. 10 die doppelte Zugkraft wie über die Aufhängelasche 16 ausgeübt wird, vorausgesetzt, dass drei Leiter angehängt sind und gleichen Zug ausüben, ist die Schwenkachse 13 für die Hauptzuglasche 14 auf einer gedachten Linie angeordnet, die durch den Punkt 13 gehend senkrecht die kürzeste Verbindungslinie zwischen den Schwenkachsen 11 und 15 im Verhältnis 1 : 2 schneidet, wobei der kürzere Abstand zur Schwenkachse 11 hin führt, entsprechend der Zugkräfteverteilung. Im gezeigten Beispiel ist der Abstand von der Schwenkachse 11 nach 23 genau halb so gross wie von 23 zur Schwenkachse 15. 



   In der Fig. 2 ist die   Zugausgleichsvorrichtung schematisch   in einer Ansicht von oben gezeigt. Der Leiter 2 ist gerissen und die Figur zeigt, welche Lage der erste Abstandhalter 8 einnimmt. Die beiden Bolzen und zugleich Schwenkachsen 6 und 9 liegen in einer Ebene mit dem zweiten Abstandhalter 12 bzw. mit den beiden Leitern 1 und 3, deren Lage durch die zwei Pfeile angedeutet ist. 



   In der Fig. 3 ist schematisch die Seitenansicht der Zugausgleichsvorrichtung für den Fall gezeigt, dass der Leiter 3 gerissen ist. In diesem Fall schwenkt der zweite Abstandhalter 12 so ein, dass die beiden Bolzen und zugleich Schwenkachsen 11 und 13 in derselben Ebene wie der erste Abstandhalter 8 bzw. die beiden Leiter 1 und 2 liegen. 



   Ein dritter Fall, z. B. Leiter 2 und 3 gerissen, ist nicht gezeigt. Er wäre eine Kombination der Fig. 2 und 3, d. h. der erste Abstandhalter 8 würde die Stellung nach Fig. 2 einnehmen und der zweite Abstandhalter 12 die nach der Fig. 3. 



   Die gleiche Lage der Abstandhalter liegt vor, wenn die Leitung auf Zuwachs gebaut wird. Der erste Leiter wird bei   1,   der zweite später bei 2 und der dritte schliesslich bei 3 angehängt. Die einzelnen Aufhängelaschen und die Bolzen werden erst   dann zusätzlich andenAbstandhaltern   angebracht, wenn die entsprechenden Leiter verlegt werden. 



   Die Fig. 4 zeigt eine Ansicht der Zugausgleichsvorrichtung von der Seite aus, an der die Leiter befestigt sind. Es ist zu erkennen, dass die Niete 21,22 sowie 23, 24 die Plattenteile 17,18 sowie 19 und 20 fest   zusammenhalten. Zur erforderlichen Abstandhaltung der Platten   ist jeder Niet durch einen Abstandring 25 geführt. 



   Die Bolzen 6,7, 9,11 und 15 sind, wie die Fig. 4 zeigt, lösbar in den Abstandhaltern 8 und 12 befestigt. Die lösbare Befestigung besteht z. B. aus einer Unterlegscheibe 27 und einem Splint 26. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Zugausgleichsvorrichtung in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungsfreileitungen mit Dreier- Bündelleitei, bei dem die drei Leiter auf den Eckpunkten eines gedachten, senkrecht zur Leiterrichtung stehenden Dreieckes liegen und über Aufhängelaschen abgespannt sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Aufhängelaschen (4, 5) für zwei Leiter (1, 2) schwenkbar an einem als Waagebalken ausgebildeten ersten <Desc/Clms Page number 3> Abstandhalter (8) befestigt sind, der seinerseits über eine an ihren beiden Enden (9,11) schwenkbar gelagerte Zuglasche (10) an einem zweiten, ebenfalls als Waagebalken ausgebildeten und senkrecht zum ersten Abstandhalter (8) liegenden Abstandhalter (12) aufgehängt ist und an diesem zweiten Abstandhalter (12) ausserdem eine Aufhängelasche (16) für den dritten Leiter (3)
    und eine die gesamte Zugausgleichsvorrichtung tragende Hauptzuglasche (14) schwenkbar befestigt sind.
    2. Zugausgleichsvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachsen (11,13, 15) der Laschen (10,14, 16) im zweiten Abstandhalter (12) auf den Eckpunkten eines ungleichschenkeligen Dreieckes liegen.
    3. Zugausgleichsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und bzw. oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im zweiten Abstandhalter (12) der Abstand zwischen der Schwenkachse der Hauptzuglasche (14) und der Schwenkachse für die Aufhängelasche (16) für den dritten Leiter grösser ist als der Abstand zwischen der Schwenkachse der Hauptzuglasche (14) und der Achse der Zuglasche (10) für den ersten Abstandhalter (8).
    4. Zugausgleichsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei ausgeglichener Lage der Abstandhalter, d. h. bei gleichem Zug der drei Leiter, die Schwenkachse (13) der Hauptzuglasche (14) auf einer Linie liegt, die senkrecht durch die kürzeste Verbindungslinie zwischen den Mittelpunkten der Aufhängelager für die Zuglasche (10) und der Aufhängelasche (16) für den dritten Leiter gehend diese Verbindungslinie im Verhältnis l : 2 teilt.
    5. Zugausgleichsvorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Abstandhalter (8) die Schwenkachsen (6, 7, 9) der Zug- und Aufhänge laschen (4, 5,10) auf einem gleichseitigen Dreieck liegen.
    6. Zugausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aufhängelaschen (4,5) am ersten Abstandhalter (8) gleich lang sind.
    7. Zugausgleichsvorrichtung nach den Ansprüchen lund einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Aufhängelasche (16) für den dritten Leiter etwa der Summe der Längen der Zuglasche (10) und einer Aufhängelasche (4,5) am ersten Abstandhalter (8) ist.
    8. Zugausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (8,12) dreieckige Form besitzen.
    H. Zugausgleichsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandhalter (M, 12) aus zwei dreieckigen Platten (17,18 sowie 19,20) bestehen, die durch mindestens zwei Niete (21,22 bzw. 23, 24), um die zwischen den Platten Abstandringe (25) liegen, zusammengehalten sind.
AT516062A 1961-08-05 1962-06-27 Zugausgleichsvorrichtung in einer Abspanneinrichtung für Hochspannungsfreileitungen mit Dreier-Bündelleiter AT230971B (de)

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