AT230830B - Verfahren zum Walzplattieren - Google Patents

Verfahren zum Walzplattieren

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AT230830B
AT230830B AT781461A AT781461A AT230830B AT 230830 B AT230830 B AT 230830B AT 781461 A AT781461 A AT 781461A AT 781461 A AT781461 A AT 781461A AT 230830 B AT230830 B AT 230830B
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AT
Austria
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cartridge
bore
sleeve
frame
reducing agent
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Application number
AT781461A
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English (en)
Inventor
Hans Dipl Ing Paulitsch
Original Assignee
Voest Ag
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  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Walzplattieren 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Walzplattieren unter inerter oder reduzierender Atmosphäre, wobei der Spalt zwischen den Platinen des Walzpaketes durch einen Rahmen nach aussen abgeschlossen wird. 
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 mung nach aussen entweichen kann, weil sonst die Ausdehnung der Luft zu einem Aufreissen des Rahmens führen kann. Ausserdem ist Vorsorge zu treffen, dass eindringende oxydierende Ofengase unschädlich gemacht werden. 



   Es wurde bereits vorgeschlagen, in die Abstandhalter zwischen den Platinen bzw. in den Rahmen des Walzpaketes eine Druckausgleicheinricntung, wie Dochte aus feuerfestem Material, z. B. Asbest, einzusetzen, um die Luft entweichen zu lassen. Dlese Anordnung verhindert jedoch nicht das Eindringen von oxydierenden Ofengasen während des Walzens, aus   we1chemGrund   die Güte der Bindung oft mangelhaft ist. Man hat zur Verhinderung der Oxydation versucht, Zink-, Aluminium-oder Magnesiumpulver, suspendiert in einem organischen Bindemittel, in dünner Schicht zwischen die zu verschweissenden Flächen aufzutragen, jedoch ist auch dies nur eine Behelfslösung, die wegen der unvermeidlichen Verunreinigung mit fremden Bestandteilen Nachteile mit sich bringt. 



   Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der geschilderten Schwierigkeiten und zielt insbesondere darauf ab, mit einfachen Mitteln sowohl das Entweichen der eingeschlossenen Luft zu ermöglichen als auch die Oxydation durch eindringende Ofengase zu verhindern. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass als Druckausgleicheinrichtung im Rahmen des Walzpaketes eine mit einem Reduktionsmittel gefüllte poröse Patrone verwendet wird, welche bei Walztemperatur durchtretende Gase durch Überführen ihrer oxydierenden Bestandteile in inerte Reaktionsprodukte reduziert. 



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird der Rahmen des Walzpaketes, vorzugsweise an gegenüberliegenden Stellen, mit Bohrungen versehen ; in eine Bohrung wird eine poröse, mit Reduktionsmitteln gefüllte Patrone eingesetzt, und durch die gegenüberliegende Bohrung wird ein inertes Gas, wie Stickstoff, eingeleitet, um die Luft zwischen dem Rahmen und den Platinen zu verdrängen. 



  Darauf wird die Bohrung verschlossen und das Paket auf Walztemperatur erhitzt. 



   Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Patrone zur Durchführung des Verfahrens, die im wesentlichen gekennzeichnet ist durch einen hülsenförmigen Teil; der mit einem porösen Reduktionsmittel gefüllt ist, und einen in den hülsenförmigen Teil schraubbaren Kopfteil, wobei der Kopfteil und der Boden des Hülsenteils der Patrone je eine Längsbohrung aufweisen. 



   In der Zeichnung ist das Verfahren gemäss der Erfindung und eine Patrone zur Durchführung des Verfahrens näher erläutert. 



   Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch ein aus zwei Platinen bestehendes Walzpaket, das in einem Rahmen eingeschlossen ist, Fig. 2 veranschaulicht einen Querschnitt eines Walzpaketes aus vier Platinen, die paarweise - Kopf an Kopf zueinander-angeordnet sind. Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine Patrone. 



   In Fig. 1 sind die miteinander zu verbindenden Platinen mit 1 und 2 bezeichnet. Diese Platinen werden in üblicher Weise in dem rundumlaufenden Rahmen 3 zum Walzplattieren vorbereitet. An gegen- überliegenden Stellen 4 und   4'des   Rahmens werden konische Bohrungen 5 und 6 eingearbeitet. Die eine 

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Bohrung 5 wird mit einer konischen Reibahle geglättet, und sodann wird die in Fig. 3 dargestellte Patro- ne 7 in die Bohrung 5 eingesetzt. Anschliessend wird der Ringspalt 8 zwischen Bohrung 5 und Patrone 7 luftdicht nach aussen verschweisst. Durch die gegenüberliegende Bohrung 6 wird etwa eine Minute lang
Stickstoff eingeblasen, um die im Paket vorhandene Luft auszutreiben. Dann wird in das Loch 6 ein Stift
9 geschlagen und ebenfalls nach aussen luftdicht verschweisst.

   Beim Erwärmen des Paketes auf Walztem- peratur kann nun-einerseits Gas durch die Längsbohrung und die poröse Füllung der Patrone 7 entweichen, anderseits werden eindringende Ofengase durch   diefüllung   der Patrone reduziert. Eine Oxydation der ge- schliffenen Flächen im Innern des Paketes wird zuverlässig vermieden und eine gute Bindung der Plattie- rung ermöglicht. 



   Bei der   abgeändertenAusführungsform   nach Fig. 2 sind die miteinander zu verschweissenden Platinen mit 1,2 bzw.   1',   2'bezeichnet. Es werden also hier gleichzeitig zwei Plattierungen der Kopf an Kopf aneinanderliegenden "Sandwiches" erreicht. Zwischen die   Deckplatinen   2 und   2'wird   ein Trennmittel 10 eingebracht. Der Rahmen, der den Spalt zwischen den Platinen nach aussen abschliesst, wird bei dieser   Ausführungsform durch rundumlaufende   Abstandhalter 11 gebildet. In gleicher Weise, wie bei Fig. 1 be- schrieben, werden an gegenüberliegenden Stellen der Abstandhalter konische Löcher 12 und 13 gebohrt, eines davon mit einer Reibahle geglättet und dann die mit einem Reduktionsmittel gefüllte Patrone 7 ein- gesetzt.

   Durch das gegenüberliegende Loch 13 wird wieder Stickstoff eingeblasen, um die Luft auszutrei- ben, das Loch verschlossen und das Paket auf Walztemperatur erhitzt. 



   In Fig. 3 ist die verwendete Patrone genauer veranschaulicht. Die Patrone 7 besteht aus einem hül- senförmigen Teil 14, der mit einem körnigen Reduktionsmittel15 gefüllt ist, so dass Gas durchströmen kann. Mit Vorteil wird als Reduktionsmittel ein Gemisch aus Tonerde und Kohlenstaub im Verhältnis 1 : 1 verwendet. In den hülsenförmigen Teil 14 ist mittels eines Gewindes 16 der Kopfteil 17 eingeschraubt.
Der Kopfteil 17 und der Bodenteil 18 der Hülse weisen Längsbohrungen 19 auf, die einen gasleitenden
Weg zwischen der Aussenatmosphäre und dem Inneren des Walzpaketes herstellen. Wie früher erwähnt, kann in der Richtung von innen nach aussen eingeschlossener Stickstoff, der sich beim Erhitzen ausdehnt, entweichen, während in der umgekehrten Richtung etwa eindringende Ofengase durch die Füllung der Pa- trone reduziert und unschädlich gemacht werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Walzplattieren durch Walzen eines Paketes von in einen Rahmen eingeschlossenen
Platinen, wobei im Rahmen des Walzpaketes eine gasdurchlässige Druckausgleicheinrichtung,   z. B.   eine poröse Patrone vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass als Druckausgleicheinrichtung eine mit einem
Reduktionsmittel gefüllte poröse Patrone verwendet wird, welche bei Walztemperatur durchtretende Gase durch Überführen ihrer oxydierenden Bestandteile in inerte Reaktionsprodukte reduziert.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l. dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen des Walzpaketes, vorzug- weise an gegenüberliegenden Stellen, mit Bohrungen versehen wird, dass in eine Bohrung eine poröse, mit Reduktionsmittel gefüllte Patrone eingesetzt und durch eine andere Bohrung ein inertes Gas, wie Stick- stoff, eingeleitet wird, um die Luft zwischen dem Rahmen und den Platinen zu verdrängen, worauf die Bohrung verschlossen und das Paket auf Walztemperatur erhitzt wird.
    3. Patrone zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen hülsenförmigen Teil (14), der mit einem porösen Reduktionsmittel gefüllt ist, und einen in den hülsenförmigen Teil schraubbaren Kopfteil (17), wobei der Kopfteil und der Boden des Hülsenteils der Patrone je eine Längsbohrung (19) aufweisen.
AT781461A 1961-10-17 1961-10-17 Verfahren zum Walzplattieren AT230830B (de)

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