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Rohrtrennfräsmas chine
Die Erfindung bezieht sich auf eine Rohrtrennfräsmaschine, welche aus einem in Achsrichtung des zu bearbeitenden Rohres verschiebbaren Wagen besteht, an dem ein Gehäuse befestigt ist, das zur Aufnahme eines um das Rohr rotierenden, im Gehäuse drehbar gelagerten, das Fräswerkzeug tragenden Lagerkörpers dient.
Die bekannten Maschinen dieser Art hatten den Nachteil, dass sie die Verwendung von hartmetallbe- stückten Fräswerkzeugen nicht zuliessen, da sie nur auf einer Seite mit einer Spanneinrichtung versehen waren.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, diesen Nachteil zu beseitigen und eine Fräsmaschine der oben angeführten Art zu schaffen, mit der auch bei grosser Vorschubgeschwindigkeit des Fräswerkzeuges ein einwandfreier, ratterfreier Schnitt erzielt wird. Dies wird gemäss der Erfindung vor allem dadurch er- reicht, dass zu beiden Seiten der Schnittebene am Gehäuse Einspannvorrichtungen für das Rohr befe- stigt sind.
Um einen gleichmässigen, örtliche Überbeanspruchungen des Rohres verhindernden Anpressdruck zu erzielen, besitzt gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung jede Einspannvorrichtung mindestens zwei kreisbogenförmige Spannbacken, die in bezug auf die Rohrachse symmetrisch angeordnet sind.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l die Fräsmaschine im schematischen Längsschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht auf die
Einspannvorrichtung der Fräsmaschine.
Die Fräsmaschine besitzt einen Wagen 27, der mit Rädern 28 auf Schienen 29 verfahren werden kann. Auf dem Wagen 27 ist ein Gehäuse 1 befestigt, in dem ein Lagerkörper 2 drehbar gelagert ist.
Der Lagerkörper 2 besitzt eine zentrale Ausnehmung, die von dem zu trennenden Rohr 35 durchsetzt wird. Am Lagerkörper 2 ist ein Fräsgerät 4 mit Fräser 5 radial verstellbar gelagert. Das Fräsgerät 4 steht unter dem Einfluss einer Anpresskraft. beispielsweise der eines Druckmediums, die es gegen das zu trennende Rohr 35 drückt. Zur Einstellung der Schnittiefe des Fräsers ist am Fräsgerät 4 eine Rolle 6 angeordnet, die während des Trennvorganges am Rohr 35 anliegt. Der Lagerkörper 2 wird durch einen nicht dargestellten Elektromotor über ein Getriebe 16,17 in Drehung versetzt.
Das Gehäuse 1 trägt an beiden Seiten Lagerschilde 21, an denen Einspannvorrichtungen 22 befe- stigt sind. Jede Einspannvorrichtung 22 besitzt mindestens zwei kreisbogenförmige Spannbacken 24, die an ihrer dem Rohre 35 zugewendeten Fläche mit auswechselbaren Spannschalen 25 versehen sind. Die
Spannbacken 24 sitzen an Kolbenstangen von nicht dargestellten Kolben, welche in Zylindern 23 ver- schiebbar geführt sind und durch eine Druckflüssigkeit beaufschlagt werden. Um die Einspannung des
Rohres 35 möglichst nahe der Schnittstelle erfolgen zu lassen, ist es möglich, zumindest einen Teil der
Spannbacken 24 in die zentrale Ausnehmung des Lagerkorpers hineinragen zu lassen.
Unterhalb des Rohres 35 ist eine Kippeinrichtung angeordnet. Diese besitzt zwei in V-Form ange- ordnete Walzen 42, die in einem Rahmen 41 gelagert sind. Dieser Rahmen kann mit Hilfe eines hy- draulisch angetriebenen Kolbens 44 gehoben und gesenkt werden, um die Auflagehöhe des Rohres ver- schiedenen Rohrdurchmessern anpassen zu können. Der Kolben 44 gleitet in einem Zylinder 46, der an seinem oberen Ende einen horizontalen Arm 43 besitzt. Am Ende dieses Armes 43 ist ein Gelenkbolzen
48 für den Rahmen 41 angebracht. Das gegenüberliegende Ende des Rahmens 41 besitzt gleichfalls einen nicht näher bezeichneten Gelenkbolzen, an dem eine Kolbenstange befestigt ist, deren Kolben in einem an eine Druckflüssigkeitsleitung angeschlossenen Zylinder 47, der am Zylinder 46 befestigt ist, geführt ist.
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Soll nun ein Rohrstrang getrennt werden, so wird zunächst der Wagen 27 an die Schnittstelle verfahren. Hierauf wird das Rohr mittels der Spannvorrichtungen 22 gegenüber dem Wagen 27 festgespannt. Danach wird der Antrieb für das Fräsgerät 4 eingeschaltet, der Fräser radial zugestellt und der Elektromotor, der mit dem Getriebe 16,17 gekuppelt ist, gleichfalls eingeschaltet, wodurch der Fräser 5 längs des Rohrumfanges um das Rohr 35 herumgeführt wird. Ist der Trennvorgang beendet, so geht das Fräsgerät in seine Ausgangslage zurück und sein Antrieb und der des Getriebes 16,17 werden abgeschaltet.
Die Spannvorrichtungen 22 geben hierauf das Rohr 35 frei, und der Wagen 27 kann in eine neue Stellung verfahren werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohrtrennfräsmaschine, bestehend aus einem in Achsrichtung des zu bearbeitenden Rohres verschiebbaren Wagen, an dem ein Gehäuse befestigt ist, das zur Aufnahme eines um das Rohr rotierenden, im Gehäuse drehbar gelagerten, das Fräsgerät tragenden Lagerkörpers dient, dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der Schnittebene am Gehäuse befestigte Einspannvorrichtungen für das Rohr am Wagen vorgesehen sind.