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Vorrichtung zum Erwärmen von metallenen Knüppeln, Stangen od. dgl. durch direkten Stromdurchgang
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Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung mit einem Schnitt durch das Fundament.
Fig. 2 stellt einen Querschnitt durch die Vorrichtung nach der Linie A-A der Fig. l dar.
Mit 1 ist das zu erwärmende Gut, z. B. ein langer Walzknüppel bezeichnet. Ein Abspanntransformator 2, der den erforderlichen hohen Strom bei niedriger Spannung erzeugt, ist im unteren Teil der Vorrichtung angeordnet. Rohrförmige, gegebenenfalls wassergekühlte Leiter 3 stellen zusammen mit flexiblen Leitern 13, die der Übersichtlichkeit halber zum Teil nur abgebrochen gezeichnet sind, die Stromverbindung zu den Elektroden bzw. zu den Elektrodenträgern 4 und 5 her. Dabei ist die Anordnung dieser Leiter 3 so getroffen, dass sie im wesentlichen parallel zu dem eingebrachten Knüppel und im gleichen Abstand von diesem verlaufen, wie dies aus der Fig. 2 hervorgeht.
Hiedurch wird eine gleichmässige Stromverteilung in den Leitern bei kleiner Induktivität der Stromschleifen erreicht.
Die Elektroden sind in Gestellen 6 und 7 geführt, von denen wenigstens das Letztere zum Ausgleich der Wärmedehnung des Knüppels vermittels der Rollen 9 auf Schienen 8 verfahrbar ist. Zur Längsverschiebung des Gestelles 7 können nicht dargestellte Vorrichtungen wie Schraubspindeln, Zahnstangen oder hydraulische Druckzylinder dienen. Durch dieVerfahrbarkeit des Gestelles 7 kann die Vorrichtung auch verschiedenen Längen der Knüppel angepresst werden, wobei auch Verschiebungen der Anschlüsse der flexiblen Leiter 13 an die festen Rohrleiter 3 vorgenommen werden können. Die Elektroden bzw. deren Haltevorrichtungen 5 sind auf feststehenden Schienen 15, beispielsweise mittels einer Schwalbenschwanzführung, schräg nach unten verschiebbar. Zur Durchführung dieser Verschiebungen dienen seitlich angeordnete hydraulische Antriebe 10.
Durch eine Verschiebung der Elektroden schräg nach unten wird der Transport des Walzknüppels 1 in Längsrichtung ohne eine Bewegung des Knüppels nach oben oder in seitlicher Richtung möglich ; durch eine Aufwärtsbewegung der Elektroden 5 werden diese gleichzeitig an die Stirnseiten des Knüppels herangebracht und an diese angepresst. Es kann auch noch die Möglichkeit einer Längsverschiebung der eigentlichen Kontaktkörper 16 innerhalb der Haltevorrichtung 5 der Elektroden vorgesehen sein.
Die seitlich anpressbaren Elektroden 4 können in bekannter Weise durch nicht dargestellte Vorrich-
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trisch isoliert sein. Dies kann z. B. in der Weise durchgeführt sein, dass die Mäntel der Rollen durch keramisches Material gegen ihre Achsen abgestützt sind. Die Vorrichtung ist in einer Grube 14 so angeordnet, dass die Bewegung der Walzknüppel und die Erwärmung derselben in einer Ebene erfolgt, die nur wenig über dem Hüttenflur liegt.
Die Erfindung ist nicht an das dargestellte Ausführungsbeispiel gebunden, sondern kann in mancherlei Weise abgeändert werden. Zum Beispiel kann statt der Vorrichtung zur Bewegung der Elektroden 5 in schräger Richtung auch ein seitlich ausschwenkbarer Elektrodenträger vorgesehen sein, in welchem die Elektroden in axialer Richtung, beispielsweise durch Druckzylinder, verschiebbar sind. Die Anordnung der Stromzuführungen zu den Elektroden kann anders gewählt sein, als in dem Beispiel dargestellt ist. Es ist auch nicht unbedingt erforderlich, dass der Transformator 2 unterhalb des Walzknüppels und der Roll- gangsrollenll angeordnet ist. Je nach den örtlichen Verhältnissen und dem vorhandenen Platz kann auch eine andere Anordnung des Transformators, z. B. neben dem Rollgang, zweckmässig sein.
Die in dem Beispiel vorgesehenen hydraulischen Antriebe können auch durch pneumatische Antriebe oder durch motorisch betätigte Vorrichtungen ersetzt sein.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann so eingerichtet werden, dass die Werkstücke nach der Erwärmung in der gleichen Richtung weiterbefördert werden, in der sie eingebracht wurden, oder auch so, dass sie in umgekehrter Richtung aus der Vorrichtung herausbewegt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Erwärmen von metallenen Knüppeln, Stangen od. dgl. durch direkten Stromdurchgang, mittels stirnseitig anpressbaren Elektroden, in welche die Werkstücke in ihrer Längsrichtung durch einen Rollgang oder eine ähnliche Transporteinrichtung eingebracht und aus derselben ausgebracht werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden in Haltevorrichtungen angeordnet sind, die auf Schienen schräg nach unten verschiebbar sind.