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Magnet- oder Nadeltongerät mit elektromotorisch angetriebenem Tonträger Magnet- und Nadeltongeräte, insbesondere Tonbandgeräte bzw. Plattenspieler, werden in zuneh- mendem Ausmass als transportable, batteriegespeiste Geräte gebaut. Dabei geht natürlich das Bestreben dahin, die erforderliche Batterieleistung so niedrig wie möglich zu halten und den Gleichstrommotor so klein und leicht wie möglich zu bemessen. Das hat zur Folge, dass der Motor einerseits stark beansprucht wird, anderseits aber wegen der geforderten kleinen Abmessungen mechanisch und elektrisch knapp di- mensioniert werden muss, so dass er eine relativ beschränkte Lebensdauer hat. Für Gleichstrommotoren der in Betracht kommenden Art und Grösse wird deshalb von den Lieferfirmen durchschnittlich eine Lebensdauer von nur etwa 1000 Stunden garantiert.
Aus diesen Gründen können batteriegespeiste Geräte der einleitend angegebenen Art schon nach relativ kurzer Betriebszeit reparaturanfällig werden.
Die Erfindung befasst sich nun mit der Aufgabe, diesen Mangel nach Möglichkeit zu beheben. Sie geht dabei von der Überlegung aus, dass batteriegespeiste Magnet- und Nadeltongeräte in der Regel während des überwiegenden Teiles ihrer gesamten Gebrauchszeit an Orten (Wohnräumen) betrieben werden, wo ein Netzanschluss zur Verfügung steht, so dass die Verwendung eines batteriegespeisten Motors an sich nicht erforderlich wäre, der Antrieb vielmehr mit einem wesentlich robusteren netzgespeisten Wechselstrommotor erfolgen könnte. Abgesehen von der geschilderten Aufgabenstellung der Erfindung hat es sich beitragbaren batteriegespeisten Geräten der einleitend angegebenen Art schon früher als wünschenswert erwiesen, auch einen gegebenenfalls zur Verfügung stehenden Netzanschluss ausnützen zu können, um so die relativ teuren Batterien zu schonen.
Insbesondere ist es bekannt, bei einem tragbaren Gerät für Rundfunkempfang und... Schallplattenwiedergabe zu diesem Zweck die Spannungsquellen für Rundfunkempfang und Schallplattenwiedergabe zu einer baulichen Einheit zusammenzufassen, die in einem von aussen zugänglichen Einbauraum des Gerätes untergebracht und gegen einen Netzanschlussteil austauschbar ist. Auf diese Weise wird zwar eine Schonung der Batterie, nicht aber auch die mit der Erfindung bezweckte Schonung des Gleichstrommotors für den Batteriebetrieb ermöglicht.
Bei einem auch diese weitere Aufgabe lösenden, gemäss der Erfindung ausgebildeten Magnet- oder Nadeltongerät mit elektromotorisch angetriebenem Tonträger ist ebenfalls ein von aussen zugänglicher Einbauraum für den wahlweisen Einsatz einer Batterieeinheit oder eines Netzanschlussteiles für den Betrieb des Gerätes vorgesehen, doch ist erfindungsgemäss die Batterieeinheit mit einem Gleichstrommotor bzw. der Netzanschlussteil mit einem Wechselstrommotor zu einer austauschbaren Antriebs- und Stromversorgungseinheit kombiniert.
Durch den Erfindungsgedanken, auch den Motor beim Übergang von Batteriebetrieb auf Netzbetrieb auszutauschen, wird erreicht, dass bei jeder Stromat der ihr angemessene Motor verwendet wird. Insbesondere wird also-der empfindliche Gleichstrommotor zwangsläufig nur bei Batterieantrieb in Anspruch genommen, d. h. bei sinngemässer Verwendung des Gerätes nur dort, wo kein Netzanschluss verfügbar ist.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil, der mit der Erfindung erzielt wird, liegt darin, dass nunmehr für batteriegespeiste und netzgespeiste Geräte ein und dieselbe Type gebaut werden kann. Es ist bekannt,
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ein Wechselstrommotor 16a (Asynchronmotor) sowie ein Netzanschlussteil mit einem Transformator 20 und einem Gleichrichter 21 montiert. Der Motor 16a liegt an der Primärseite des Transformators, und im Motorstromkreis befindet sich der Steckkontakt 18, welcher zum Hauptschalter 12 des Gerätes führt.
Der auf der Sekundärseite des Transformators liegende Gleichrichter 21 ist mit dem Steckkontakt 19 verbunden, der zur Stromversorgung des Verstärkers dient.
Um das Auswechseln der Einheiten 13 und 13a zu erleichtern und zugleich eine erhöhte Sicherheit gegen Spannungsberührung zu erzielen, ist es zweckmässig, mit dem Hauptschalter 12 des Gerätes eine mechanische Verriegelungseinrichtung für die jeweils eingesetzte Einheit zu kuppeln, welche diese Einheit nur in der Ausschaltstellung des Hauptschalters freigibt, und ferner eine mit dem Hauptschalter gekuppelte Abhebeeinrichtung für die mit der Motorwelle der jeweils eingesetzten Einheit in Eingriff stehenden Geräteteile, im dargestellten Beispiel also für die Zwischenrollen 4 und 9, vorzusehen. Es ist dann die jeweils eingesetzte Einheit in der Ausschaltstellung des Motors (und nur in dieser) leicht herausnehmbar und ebenso leicht durch eine andere Einheit ersetzbar.
Die konstruktiven Mittel zur Verriegelung eines Bauteiles bzw. zum Abheben von Bauteilen in Abhängigkeit von der Betätigung eines Schalters sind an sich bekannt und bedürfen daher keiner detaillierten Beschreibung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Magnet- oder Nadeltongerät mit elektromotorisch angetriebenem Tonträger, in dem ein von aussen zugänglicher Einbauraum für den wahlweisen Einsatz einer Batterieeinheit oder eines Netzanschlussteiles für den Betrieb des Gerätes vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterieeinheit (17) mit einem Gleichstrommotor (16) bzw. der Netzanschlussteil (20,21) mit einem Wechselstrommotor (16a) zu einer austauschbaren Antriebs- und Stromversorgungseinheit (13, 13a) kombiniert ist.