AT229384B - Verfahren zur Erhöhung des Widerstandes eines Hohlglasgegenstandes, besonders einer Fernsehbildwiedergaberöhre - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung des Widerstandes eines Hohlglasgegenstandes, besonders einer Fernsehbildwiedergaberöhre

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AT229384B
AT229384B AT144162A AT144162A AT229384B AT 229384 B AT229384 B AT 229384B AT 144162 A AT144162 A AT 144162A AT 144162 A AT144162 A AT 144162A AT 229384 B AT229384 B AT 229384B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erhöhung des Widerstandes von Hohlglasgegenstän- den, wie Fernsehbildwiedergaberöhren, gegen mechanische Beschädigungen, besonders gegen Quetschen durch einen Schlag oder Stoss. 



   Es ist bekannt, dass geblasene oder gezogene Glasgegenstände beträchtlich verstärkt werden können, wenn das Glas im heissen Zustand vor der Formgebung mit einer Schicht einer andern Glassorte überdeckt wird, die einen kleineren Wärmeausdehnungskoeffizienten als der des Glasgegenstandes aufweist. Beim
Abkühlen schwindet das Glas des Gegenstandes stärker als die aufgebrachte Glasschicht, so dass letztere unter Druckspannung zu stehen kommt. Auch kann bei einem fertiggestellten Glasgegenstand der Aussenschicht des Glases durch eine chemische Behandlung mit einem geschmolzenen Salz ein niedrigerer Aus- dehnungskoeffizient gegeben werden, so dass die Aussenschicht nach erfolgter Abkühlung gleichfalls unter Druckspannung zu stehen kommt. 



   Es hat sich ergeben, dass solche unter Druckspannung stehenden Glasoberflächen bei Beschädigung durch Scheuern oder Kratzen keine Alterungserscheinungen aufweisen. 



   Es wurde aber festgestellt, dass auf diese Weise behandelte Glasgegenstände zwar gegen mechanische Beschädigungen, wie Scheuern oder Kratzen, viel besser beständig sind, jedoch ihr Widerstand gegen Quetschen durch Schlag oder Stoss in unzulänglichem Masse zugenommen hat. 



   Nach der Erfindung wird besonders der Widerstand gegen Quetschen durch Schlag oder Stoss dadurch beträchtlich erhöht, dass der Glasgegenstand mit einer durch Aufspritzen in flüssigem Zustand (Schoopieren) erzielten Metallschicht bedeckt wird. Diese Schicht kann aus reinem Metall oder aus einer Metalllegierung bestehen. Vorzugsweise wird ein   verhältnismässig   weiches Metall, wie Aluminium, verwendet, obwohl auch andere Metalle, wie Eisen, Blei, Zinn, Zink, Kupfer, Silber und Gold denselben Effekt ergeben können, wenn dafür gesorgt wird, dass die Schicht in hinreichendem Masse am Glas haftet. Bei gewissen Metallen ist es dazu erwünscht, die Glaswand während des Aufspritzens des Metalls aufzuheizen. 



  Durch das Schoopieren entsteht eine rauhe Schicht, so dass die Kraft eines Schlages oder Stosses nicht unmittelbar auf die Glaswand übertragen, sondern mehr oder weniger in der Schicht aufgefangen wird. 



  Ausserdem wird diese Kraft noch durch plastische Verformung der rauhen Metallschicht teilweise absorbiert. Die Metallschicht kann gleichzeitig als leitender Aussenbelag des Kolbens dienen. 



   Auf die Glaswand kann vorher eine dünne Schicht einer bei niedrigeren Temperaturen schmelzenden Glassorte, im Nachstehenden als Glasur bezeichnet, mit einem kleineren Ausdehnungskoeffizienten als der des Glasgegenstandes aufgebracht werden. Die Schicht kann durch Aufspritzen einer pulverförmigen Glasur und Erhitzung des Gegenstandes bis zum Schmelzen der Glasur aufgebracht werden, so dass die Schicht nach   erfolgter Abkühlung unter Druckspannung   kommt und daher für Beschädigung durch Scheuem oder Kratzen weniger empfindlich wird. Durch Verwendung einer   leichtkristallisierenden   Glasur kann ein grösserer Widerstand gegen diese Beschädigungen erzielt werden. 



   Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Fig. l zeigt eine Bildwiedergaberöhre nach der Erfindung, und Fig. 2 ein Detail einer weiteren Ausführungsform einer solchen Röhre. 



   In Fig. l ist die Glaswand 1 einer Fernsehbildröhre über die Zone 2, in der gefährliche Spannungen auftreten können, mit einer durch Schoopieren erzielten Aluminiumschicht 3 überdeckt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   In Fig. 2 wurde vorher auf der Glaswand einer Glasurschicht 4 aufgeschmolzen. Die Glasur der Schicht 4 hat einen niedrigeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als der des Glases der Wand 1. Die Schicht 3 kann, falls sie aus Aluminium besteht, eine Stärke von z. B. 200   haben, wodurch die Schlagfestigkeit etwa um einen Faktor 3-5 verbessert wird. Die Glasurschicht 4 hat eine Stärke von z. B. 100   g.   



   Die Glasur kann folgende Zusammensetzung haben : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 15 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> SiO2,
<tb> 18 <SEP> " <SEP> B2O3,
<tb> 8 <SEP> " <SEP> ZnO,
<tb> 56 <SEP> " <SEP> PbO,
<tb> 3 <SEP> " <SEP> Al2O3.
<tb> 
 



  Ihr mittlerer Ausdehnungskoeffizient im Temperaturbereich von 30 bis   300 C   beträgt 65 X   zu   Jedoch auch eine leicht kristallisierende Glasur, z. B. folgender Zusammensetzung, ist verwendbar : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 22,7 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> B2O3,
<tb> 68, <SEP> 2"ZnO,
<tb> 9, <SEP> 1 <SEP> P, <SEP> 0s. <SEP> 
<tb> 
 mit einem mittleren Ausdehnungskoeffizienten, zwischen 30 und   300oC,   von 45 x 10. Diese Glasur ist nach Abkühlung in nachweisbarem Masse kristallisiert. 



   Das Glas der Wand 1 besteht z. B. aus : 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 70,3 <SEP> Gew. <SEP> -% <SEP> SiO2,
<tb> 0,5 <SEP> " <SEP> Li2O,
<tb> 7,8 <SEP> " <SEP> Na2O,
<tb> 7,5 <SEP> " <SEP> K2O,
<tb> 11,1 <SEP> " <SEP> BaO,
<tb> 2,5 <SEP> " <SEP> Al2O3,
<tb> 0,3 <SEP> " <SEP> Sb2O3,
<tb> 
 Sein mittlerer Ausdehnungskoeffizient im Temperaturbereich von 30 bis 3000C beträgt 95 x   10'.   



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Erhöhung des Widerstandes eines Hohlglasgegenstandes, besonders einer Fernseh-   bildwiedergaberöhre,   gegen Quetschen durch Schlag oder Stoss, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben wenigstens teilweise mit einer durch Aufspritzen in flüssigem Zustand erzielten Metallschicht überdeckt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallschicht aus Aluminium, Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Zinn, Gold oder Silber bzw. einer Metallegierung besteht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Glaswand vorher wenigstens teilweise mit einer aufgeschmolzenen Schicht einer Glasur überdeckt ist, die einen niedrigeren Ausdehnungskoeffizienten aufweist als das Glas der Wand.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine leicht kristallisierbare Glasur verwendet wird, die nach Abkühlung in nachweisbarem'Masse kristallisiert ist, bevor die Metallschicht aufgespritzt wird.
AT144162A 1961-02-24 1962-02-21 Verfahren zur Erhöhung des Widerstandes eines Hohlglasgegenstandes, besonders einer Fernsehbildwiedergaberöhre AT229384B (de)

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