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Verfahren und Einrichtung zum Betrieb von Schwerölfeuerungen, insbesondere für keramische Öfen
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Hilfstank gespeiste Ringleitung zugeführt wird, zu gewahrleisten,tung bewegten Kolben mit einstellbarem Hub besitzt sowie je ein durch die Bewegung des Kolbens ge- steuertes Einlass-und Auslassventil.
Die Einschaltfrequenz der Einspritzpumpe kann dabei durch einen elektrischen Impulsgeber gesteuert werden, der mit einem in der Ölversorgungsleitung der Brenner angeordneten Kontaktmanometer verbun- den ist.
Das Verfahren nach der Erfindung hat nicht nur den Vorteil, bei Anlagen, deren Betrieb mit Schwer - öl Schwierigkeiten macht, die erheblichen Kosten für eine Zusatzheizung oder für einen dauernden Be- trieb mit Mittelöl zu sparen, sie ermöglicht auch einen wesentlich vorteilhafteren und wirtschaftlicheren
Betrieb des Ofens. Durch Einschalten und entsprechende Dosierung der Leichtölzugabe lässt sich in kürze- ster Zeit die Betriebsweise des Ofens korrigieren, und die Zündung des Öls in den einzelnen Brennern er- folgt wesentlich eleganter. Vor allem aber hat sich gezeigt, dass die bisher zum Betrieb mit Schweröl als erforderlich erachteten Temperaturen von über 1000C erheblich gesenkt werden können, u. zw. auf et- wa 800C.
Stockungen des Öles können trotz der niedrigen Arbeitstemperatur nicht auftreten, da sie so- fort durch kürzere oder längere Zugabe einer entsprechenden Leichtölmenge ausgeglichen werden können.
Dies lässt-sich selbsttätig ohne Inanspruchnahme des Bedienungspersonals bewerkstelligen, indem bei- spielsweise der bei dicker werdendem Schweröl in der Leitung steigende Druck mittels eines Kontaktma- nometers den elektrischen Impulsgeber für die Steuerung der Einspritzpumpe für das Leichtöl in Gang setzt und bei Wiedererreichen des der gewünschten Arbeitstemperatur entsprechenden Normaldruckes wieder ausschaltet. Hiedurch wird eine stets gleichbleibende günstigste Ölviskosität gewährleistet.
Die von der Erfindung vorgeschlagene dosierte Zugabe geringer Leichtölmengen hat sich ferner zur Erzielung einer gleichmässigen Temperaturverteilung besonders innerhalb von Tunnelöfen als sehr nützlich erwiesen. Hier treten leicht insofern Schwierigkeiten auf, als bei dicker werdendem Heizöl dieses später zündet und dadurch das Feuer nach der Ofensohle zu wandert. Umgekehrt erfolgt die Zündung bei dünner werdendem Öl bzw. bei Leichtölzusatz je nach dessen Menge früher, also nach dem Gewölbe zu. Bei richtiger Dosierung des Leichtölzusatzes hat man es daher auf einfache Weise in der Hand, eine inder
Senkrechten vom Gewölbe bis zur Sohle des Ofens völlig gleichmässige Feuer- und Temperaturverteilung zu erzielen.
Dies kann nun selbsttätig in der Weise verwirklicht werden, dass nach Einbau von je einem
Thermometer im unteren und im oberen Ofenteil laufend überwacht wird, ob sich die Brenntemperaturen oben und unten im Ofen gleichmässig entwickeln oder voneinander entfernen. Ungleiche Thermometer- einstellungen veranlassen und steuern dabei die Zugabe von Leichtöl, je tiefer das Feuer liegt, d. h. je grösser die Sohlentemperatur gegenüber der Deckentemperatur wird, umso mehr Leichtöl wird zugege- ben, bis der Ausgleich herbeigeführt ist. Die praktische Ausführung kann so erfolgen, dass zwei Thermo- elemente über einen Verstärker den Impulsgeber, der die Leichtöleinspritzpumpe steuert, einschalten oder dessen Frequenz verändern. Damit entfallen alle mechanischen Kontakte und Regelvorrichtungen, und es ergibt sich eine sehr sichere Arbeitsweise.
In einfachen Anlagen kann die Dosierung vom Schaltpultwär- ter auf Grund der Ablesung der beiden Thermometer von Hand geändert werden.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l eine sche- matische Darstellung einer Schwerölanlage für einen keramischen Ofen, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch eine elektromagnetische Dosierpumpe für Leichtölzusatz, Fig. 3 ein Blockschema zur Steuerung der Temperaturverteilung.
Bei der Anlageder Zeichnung wird ein von einem Haupttank 1 über die Versorgungsleitung 2 auf konstantem Niveau gehaltener Hilfstank 3 verwendet, in dem das Schweröl auf die für den Betrieb der Brenner erforderliche Temperatur und Viskosität gebracht wird. Vom Hilfstank 3 wird eine Ringspeiseleitung 4 gespeist, die teilweise im Ofen 5 verlegt ist und an die die an den einzelnen Feuerstelle des Ofens eingebauten Brennstoffeinspritzvorrichtungen 6 angeschlossen sind. Der Öltransport in der Versorgungsleitung 2 und in der Ringleitung 4 erfolgt durch Förderpumpen 7 bzw. 8
Die Versorgungsleitung 2 ist vorder Einmündung in den Hilfstank mit mehreren Windungen 9 im Ofen 5 verlegt, um die Ofenwärme für die Aufheizung des Schweröles auszunützen und einen guten Wärmewir- kungsgrad zu ermöglichen.
Um ein dauerndes oder vorübergehendes Wärmedefizit bei der Ölvorwärmung umgehend und wirtschaftlich auszugleichen und stets die für einen einwandfreien Betrieb der Brenner benötigte gleichbleibende Viskosität des Heizöles gewährleisten zu können, werden nach der Erfindung dosierte Leichtölmengen zugegeben, was am zweckmässigsten in die Ringspeiseleitung 4 für die Brenner 6 mittels einer mit einem Leichtöltank 10 verbundenen Dosierpumpe 11 erfolgt. In geeigneten Fällen kann die Dosierpumpe auch in der Versorgungsleitung 2 zwischen Haupttank 1 und Hilfstank 3 vorgesehen werden. wie dies durch die punktiert gezeichnete Dosierpumpe 11 angedeutet ist.
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