AT22854B - Elektrische Bogenlampe mit Rauchgasabführung. - Google Patents

Elektrische Bogenlampe mit Rauchgasabführung.

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AT22854B
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Andre Blondel
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  Elektrische Bogenlampe mit Rauchgasabführung. 



   Zusatz-Patent zum Patente Nr. 19529. 



     Die Ertindung betritt eine Ausführungsform   der durch Patent Nr. 19529 geschützten Rauchgasabführung für Bogenlampen mit mineralisierten Kohlen. Bei bisher bekannten, demsolben Zweck dienenden Rauchgasabführungen war für gewöhnlich ein sogenannter Sparer vorgesehen, welcher den gebildeten Rauch bezw. die Dämpfe mit Hilfe von Schutzhüllen zurückhielt. Trotz dieser Einrichtung gelangten aber die heissen Gase meist zu schnell ins Freie, so dass jene Dämpfe sich nur unvollkommen kondensierten und infolgedessen den die Lampe umgebenden Raum in störender Weise ausfüllten bezw. sich später in demselben als   weisser Staub   niederschlugen.

   Zweck vorliegender Erfindung ist ein Kondensationssystem von grösserer Yollkommonheit und   Bequemlichkeit   zu schaffen, durch welches die Dämpfe gezwungen werden, einen langen Weg zwischen   gekühlten Wänden zurückzulegen, ehe   sie ins 
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 Kohlen und zu dem Regulierungsmechanismus der Lampe und den Eintritt der frischen Luft. 



   Die neuartige Anordnung besteht im Prinzip darin, die Lampe oberhalb der Glocke und der dieselbe verschliessenden Scheidewand mit einer doppelten Umhüllung zu umgeben, deren unter sich in passender Weise fest miteinander verbundene Wände einen Durchgang für das Gas freilassen, ohne dass dieses ins Innere der inneren Umhüllung eindringen konnte. Besondere röhrenartige Öffnungen sind quer durch die doppelten Wände vorgesehen, durch welche Frischluft zu dem oberen   Kohlentriigor bezw. Kohlenträgern und   zu dem 
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 abzukühlen. 



     Die neue   Anordnung unterscheidet sich in diesen beiden Punkten von bekannten ähnlichen Einrichtungen, z.   B.   der geteilten Umhüllung von   Hanses,   Körting und Mathiesen. 



  Bei jenen sind die Wandungen weder fest miteinander verbunden, noch mit röhrenartigen 
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   Mctallgowebo, Watte, Asbestwatto   oder dgl. anbringen, wodurch die Reinigung des Gases zu einem möglichst vollkommenen wird. 



   Dieses neue   Konstruktionsprinzip lässt sich   in der   mannigfaltigston Weise   variieren, je   nachdem   man die doppelten Wandungen mehr oder weniger hoch macht und je nachdem man sie am   Zwiscbcnzylinder   oder an der Glasglocke befestigt und die Öffnungen für den 
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In Fig. 1 ist ein fester   Doppelmantel 21,   als eine blosse Ausführungsform der durch Patent Nr. 19529 geschützten Rauchgasabführung dargestellt, welcher sich über der Glocke und der horizontalen Scheidewand 9 erhebt. Derselbe wird durchzogen von den durch die unteren Öffnungen 13 eintretenden und durch die oberen Öffnungen 23 entweichenden Rauchgasen. 

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   In Fig. 2 ist ein anderer Doppelmantel 21, 22 dargestellt, welcher abnehmbar um die Scheidewand 9 ringsherum angebracht ist, an die er sich dicht anschliesst. 



   Fig. 8 zeigt eine Kombination der beiden beschriebenen Einrichtungen. Bei derselben legt sich der Doppelmantel   21, 22   um die feste Kondensationskammer 18, 19 herum, wobei sich die Öffnungen 13 gegenüberstehen. 



   Fig. 4 ist eine Abänderung der Konstruktion nach Fig.   9,   bei welcher sich der Doppelmantel   21,   22 nur über einen Teil, der Höhe der Lampe erstreckt, und in einer einfachen Umhüllung 12 sich   einfügt.   



   Fig. 5 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der der Doppelmantel aus zwei Teilen besteht, die sich ineinanderschieben. 



   Fig. 6 ist eine Ausführungsform, bei welcher der Doppelmantel viel höher angebracht ist. Demselben werden die Rauchgase durch Rohre 24 in beliebiger Anzahl gemäss des Patentes Nr. 1952 & zugeführt, deren Unterenden in die Scheidewand 9 eingesetzt sind und deren Oberenden in den Doppelmantel 21, 22 einmünden. 



   Fig. 7 endlich zeigt dieselbe Anordnung wie in Fig.   2. angewendet   auf Lampen mit nebeneinander angeordneten Kohlen, um den sie enthaltenden Raum bezw. den den   Rc-   gulierungsmechanismus aufnehmenden mit einem Doppelmantel 21, 22 zu umschliessen, der unabhängig oder an der Glocke befestigt sein kann und der zum Ableiten der Verbrennungsgase dient. Auf   ähnliche   Weise sind die Anordnungen der Fig. 1, 3,4,5,6 anwendbar. 



   In den Figuren bezeichnen 1 und 2 die   Kohlenelektroden.   3 ist der obere Kohlenträger der mit einem Gegengewicht 4 verbunden ist. Der untere   Kohlentrltger   ist zwischen Stäben 6 in beliebiger Anzahl geführt. Einer derselben ist hohl und dient zur Aufnahme der Kette, der Schnur, des Bandes oder des Stabes, an den der untere Kohlenträger befestigt ist. 7 ist die den oberen Kohlenträger tragende Kette, Schnur, Band oder Stange. 



    S   ist ein geschlossener Kasten, welcher den bekannten Regulierungsmechanismus umschliesst. 



  9 ist eine ebene, gekrümmte oder konisch gestaltete Scheidewand der bekannten Art aus   feuerbeständigem   Material oder Metall, welches eventuell mit Emaille überzogen sein kann. 



  Dieselbe schliesst den oberen   Kohlenträger   vollständig von dem Raume ab, in dem der Lichtbogen brennt, derartig, dass der sich an letzteren entwickelnde Rauch weder zu dem   Kohlenträger   3 noch zu dem Regulierungsmechanismus gelangen kann. 



   10 ist der auf der Scheidewand   9   ruhende Sparer, der auch direkt an den Stäben 6' befestigt sein kann. 11 ist eine metallene, die obere Öffnung der Glocke umgebende Kappe. 
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 Öffnungen, durch welche die in der Glocke gebildeten Rauchgase entweichen. 14 ist ein von innen herein gegen die Glocke sich legender Ring, der entweder an dieser oder an der Wand 9 oder an den Stäben 6 befestigt sein kann und der eventuell ebenso wie die Scheidewand 9 und der Sparer 10 als Reflektor dienen kann. 15 ist die   Glocke, 16   die Öffnungen, welche die Zirkulation von Luft in der Fassung 12   ermöglichen,   17 ist der vertikale zylinderische Rand der Scheidewand 9, gegen den sich die Fassungen dicht anlegen. 



   18 ist ein an der Scheidewand 9 vorgesehener Rohrstutzen, der den Sparer 10 trägt. 



    Jf)   ist die an der Scheidewand 9 befestigte feste, doppelwandige Kondensationskammer. 



  20 sind   Pre1\- und Scheidewände,   welche das Abkühlen und Kondensieren der Dämpfe 
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 einen Doppelmantel bilden, durch den mit Hilfe der Öffnungen   28   die Rauchgase abziehen können. 25 ist eine Hilfsscheidewand, die parallel zu 9 angeordnet worden kann, um eine Kondensationskammerzubilden. 



   26 sind rohrartige Öffnungen, welche durch beide Wandungen 21, 22 des Doppel-   mantels     hindurchgefubrt   sind und durch die Frischluft ins Innere der Lampe gelangen 
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 (Fig. 2) ein Futter, welches unterhalt der festen Scheidewand über den   bowog) ichen Stab   geschoben ist, um das Eindringen von Rauchgasen zu vorhindern, die sich dann auf demselben niederschlagen. 30 sind die   Verschlussvorrichtungen,   nach irgendwelcher Art, die zum Befestigen der verschiedenen Teile der Lampe an-und untereinander dienen. 



   Wie aus den Zeichnungen deutlich erkennbar ist, besteht das wesentliche Merkmal der Erfindung in der Kombination der bekannten, horizontalen, mit einem grossen Sparer versehenen Scheidewand, mit einer doppelwandigen   Umhüllung 3.1, 22, deren   Wände unter sich fest verbunden sind, aber zwischen sich einen Weg für die Rauchgase lassen, die am Unterende eintreten, um am Oberende zu entweichen.

   Diese doppelwandige Umhüllung kann 
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 eine einfache Umhüllung   bilden'? Diese Umhüllungen können   fest sein (Fig. 1) oder unabhängig sein (Fig. 2 und 3) und mittels beliebiger geeigneter Mittel an der Glocko bezw. dem an dieselbe anschliessenden Zylinder befestigt sein ; sie kann aber ebensogut ein fllr alle M, ale mit letzteren (Fig. 6) oder mit der Glocke (Fig. 4 und    & ) fest   verbunden sein. 



   Die doppelwandige Umhüllung schliesst sich dicht an die Scheidewand 9 an, sei es direkt, sei es mit Hilfe einer biegsamen Dichtung aus Metall, Asbest etc., wie solche im Maschinenbau allgemein angewendet werden. 



     Die Höhe   ist derartig bemessen, um einen genügenden Zug für die Verbrennungsgase hervorzubringen, welcher ein genügendes Nachströmen von Frischluft in die Glocke, z. B. durch den Aschenteller und durch die Öffnungen in dem Aufsatz 12 verursacht. 



   Die für das Einströmen von Frischluft vorgesehenen Öffnungen 16 oder 26 gestatten eine energische   Abkühlung   der inneren der doppelten Wandungen ; die Dämpfe, welche letztere durchstreichen müssen, werden sich daher vollkommener niederschlagen, als bei anderen Anordnungen. Um die Kondensation zu erhöhen, können innerhalb der Doppelwandungen noch besondere Teil-oder Leitwände 20 in den Weg der Gase vorgesehen sein, die diese zu Umwegen zwingen. Unter Umständen können selbst Filter aus Metallgewebe, Asbest, Filz, Watte u. dgl. vorgesehen sein, ohne dass dadurch das Abströmen der Verbrennungsgase erschwert wird, da man ja den Zug beliebig stark machen kann. Infolge dieses starken Zuges haben die Gase nicht das Bestreben zwischen der Wand 9 und der Umhüllung 22 in den oberen Teil der Lampe hochzusteigen.

   Durch die in Fig. 1 und fi gezeigte Anordnung kann man aber diese Verbindungsstelle auch vollständig vermeiden. Bei diesen Konstruktionen kann man die Umkleidungen 22 vollständig wegfallen und den   Raum   um die obere Kohle vollständig offen lassen, ohne dass dadurch die Kondensation der Vorbrennungsgase im geringsten beeinflusst würde. 



   Ausser den beschriebenen Doppelmänteln finden in der Beschreibung noch verschiedene interessante, neue Einrichtungen Erwähnung, die sich auf die Anordnung der Schutzröhren und den Sparer beziehen. Fig.   2   zeigt das Prinzip des Schutzrohres 28. Wenn eine Lampe bewegliche Stäbe als   Kohlenträger   hat, so kann man diese durch die Scheidewände 9 mit leichter Reibung durch Öffnungen in dieser dicht hinunterführen, die eventuell mit einer nach Bedarf isolierenden Packung (von Asbest, Glimmer   etc.)   versehen sein können. Eine derartige Dichtung genügt aber nicht, denn in der Nähe des Sparers wird sich der bewegliche Stab 29 mit   Rauchniedcrschlägen   bedecken, die ein leichtes Gleiten in der Öffnung der Scheidewand unmöglich machen.

   Aus diesem Grunde umgibt der Erfinder die Stäbe auf eine gewisse Höhe, bis etwa 2 oder 3 cm unterhalb des Unterrandes des Sparers mit einer Schutzhülle aus beliebigem, eventuell isolierendem Material, welche nach Bedarf auch elektrisch von der Scheidewand und von den Stäben isoliert sein kann. Letztere bleiben infolge dieser Anordnung vollständig rein, da ein Niederschlagen der Rauchgase nur auf die festen Schutzteile stattfinden kann. 



   Was die Scheidewände und den Sparer anbetrifft, so ist ein neues Merkmal der   \ orliegenden Ernndung darin   zu erblicken, dass im Mittelpunkt der Scheidewand eine kreisförmige   Öffnung   vorgesehen ist, die von einem Rohr 18 umgeben ist, welches gewöhnlich mit der Scheidewand aus einem   Stück   besteht und in welches der scheiben-oder schalenförmige   Sparl'r 10 eingesetzt   ist. Fig. 2, 3 und 7 zeigen die einfachste Anordnung dieses   zentralen Rohres, welches   an seincm Unterondo nach innen   umgebördelt   ist, um den Sparer    zu tragen.   In der in Fig. 4 dargestellten   Ausführungsform   ist das Rohr nach unten durch einen konischen Reflektor verlängert.

   In Fig.   U   wird der Reflektor gebildet durch einen   nach   innen gerichteten Flansch des Rohres 18. In Fig. 5 ist das Rohr 18 am oberen, statt am unteren Ende nach innen umgebogen : der Sparer ruht auf diesem oberen   Toit   auf. Der Sparer besteht aus   feuerbeständigem Material.   



   Alle die beschriebenen Anordnungen lassen sich ebensogut anwenden auf nebeneinander angeordnete, mineralisierte Kohlen, wie auf übereinander angeordnete. In beiden Fällen werden die gleichen Vorteile erzielt, nämlich :
Starker Zug, schnelle Abführung der Rauchgase und vollkommene Kondensation der-   selben, Schutz des Regulierungsmechanismus,   einfache und billige Konstruktion, gute
Ventilation des   Lampeninneron   und leichte Zerlogbarkeit. 



   Um die Doppelwandungen im Inneren reinigen zu können, kann man dieselben aus mehreren Teilen zerlegbar machen und die Teile durch Schrauben oder andere Verschlüsse zusammenhalten. Auch kann man einen abnehmbaren Deckel 27 anbringen, wie z.   B.   in
Fig. 4 gezeigt. Unter Umständen genügt es, die Doppelwandungen von Zeit zu Zeit zu 
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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrische Bogenlampe mit Rauchgasabführung nach Patent Nr. 19529, dadurch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit einer zwischen dem Lichtbogen und dem oberen Kohlenträger angeordneten, eventuell mit einem zentralen Rohr versehenen Scheidewand oberhalb der Lampenglocko, ein die Lampe in beliebiger Höhe umfassender, ringförmiger, aus zwei miteinander fest verbundenen Metallwandungen bestehender Mantel vorgesehen ist, wobei letztere sowohl, als auch jene Scheidewand Öffnungen tragen in solcher Weise, dass die sich entwickelnden Gase oder Dämpfe zwischen den Wandungen geführt werden und an der Bespülung des oberen Kohlenträgers bezw. am Eintritt in den Regulator verhindert werden, sowie erst nach genügender Reinigung oder Kühlung der Gase ins Freie austreten können.
    2. Ausführungsform der Bogenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im doppelwandigen Mantel (21, 22) quer- oder schrägliegende an beiden Enden offen 0 Kanäle (26) vorgesehen sind, in solcher Weise, dass Frischluft von aussen in den Raum für den oberen Kohlenträger bezw. den Regulierungsmechanismus eintreten kann, ohne sich mit den Rauchgasen mischen zu können.
    3. Ausführungsform der Bogenlampe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im doppelwandigen Mantel (21, 22) besondere Zwischen-Teil- oder Leitwände (20) aus Metallgeweben, Asbest oder dgl. vorgesehen sind, in solcher Weise, dass der Durchgangsweg für die Dämpfe verlängert ist bezw. letztere auf diesem Wege einer Filterung unterzogen worden.
AT22854D 1902-01-13 1902-10-27 Elektrische Bogenlampe mit Rauchgasabführung. AT22854B (de)

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