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Kopierfräsmaschine
Die Erfindung betrifft eine Kopierfräsmaschine zur Herstellung von Formstücken aus Holz, wie Möbelfüsse, Schuhleisten, Holzsohlen u. dgl., bei der jedem Werkstück zwei Arbeitswerkzeuge zugeordnet sind, welche auf zwei voneinander getrennten, je eine Kopierrolle tragenden Supporten lagern und sowohl die Arbeitswerkzeuge als auch die Kopierrollen an um die Werkstückwelle bzw. die Modellwelle vorteilhaft um 1800 versetzten Stellen am Umfang des Modells und des mit dem Modell synchron angetriebenen Werkstückes angreifen.
Es sind bereits verschiedene Kopierfräsmaschinen zur Herstellung von Holzteilen, wie Möbelfüsse, Schuhleisten u. dgl., bekannt. Darunter befinden sich auch Maschinen, bei denen mit Hilfe eines Modellstückes gleichzeitig mehrere Werkstücke in einem Arbeitsgang gefräst werden. Alle diese Maschinen markieren an der Werkstückoberfläche den eingestellten Vorschub ihres Fräswerkzeuges in Richtung der Werkstückachse. Da die Arbeitsleistung einer Kopierfräsmaschine bei bestimmter Werkstückdrehzahl nur vom Vorschub des Fräswerkzeuges in Richtung der Werkstückachse abhängt und anderseits bei festgelegtem Schneidenradius (Glockenmesser) des Fräswerkzeuges die entstehende Vorschubmarkierung am Werkstück eine Qualitätsgrenze darstellt, ist eine weitere Steigerung der Arbeitsleistung in der bisherigen Form nicht mehr möglich.
Es ist nun bei Kopierfräsmaschinen auch bekannt, etwa gegenüber dem Fräswerkzeug eine supporta- tige Schleifvorrichtung vorzusehen, die von der der Fräskopierrolle gegenüberliegenden Seite des Modellstükkes über eine Kopierrolle gesteuert wird. Es ist auch bekannt, zur Steuerung der Schleifvorrichtung ein besonderes Modellstück anzuordnen, das in der Form dem Fräsmodell gegenüber abweichend ausgebildet ist. Sinn und Zweck dieser bekannten Anordnung und Steuerung der Schleifvorrichtung ist es, gleichzeitig beim Fräsen auch zu schleifen und dadurch die Arbeitszeit für einen nachträglichen Schleifgang einzusparen.
Abgesehen davon, dass die Schleifvorrichtung nur mit einem Schlichtfräser kombiniert werden kann, ergibt die Kombination Fräsen-Schleifen keine Arbeitszeiteinsparung für das Fräsen, weil das Schruppen des Rohlings hier als getrennter Arbeitsgang als selbstverständlich vorausgesetzt wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Arbeitsleistung einer Kopierfräsmaschine bei gleicher Werkstückgrösse durch den Einsatz eines in besonderer Weise angeordneten zweiten Fräswerkzeuges pro Werkstück gegenüber den bisherigen mit nur einem Fräswerkzeug pro Werkstück arbeitenden Kopierfräsmaschinen um 100 alto zu erhöhen.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch verwirklicht, dass die beiden Kopierrollen ebenso wie die beiden gleichartigen Arbeitswerkzeuge, vorzugsweise zwei gleich grosse und gleich breite Fräser, einander in der gleichen Radialebene gegenüberliegen und die in der Längsrichtung des Werkstückes erfolgende Relativbewegung zwischen Fräser und Werkstück so abgestimmt ist, dass die beiden Fräser je einen Teil des Fräsquerschnittes, vorzugsweise dessen Hälfte aus dem Werkstückumfang herausarbeiten, wodurch eine gemeinsame Vorschubmarkierung entsteht, die der Hälfte der Teilung der jeweils tatsächlichen Vorschubgrösse eines Fräsers entspricht.
Durch dieses dem üblichen Fräswerkzeug gegenüberliegende zweite Fräswerkzeug ist es möglich, bei gleicher Vorschubmarkierung an der Werkstückoberfläche den effektiven Vorschub beider Fräswerkzeuge in Richtung der Werkstückachse zu verdoppeln und so die Hälfte der bisher mit einem Fräswerkzeug aufzuwendenden Fräszeit einzusparen. Das zweite Fräswerkzeug fräst ebenfalls einen Teil des Fräsquerschnit-
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tes aus dem Werkstück aus, u. zw. dadurch, dass jedes der beiden Fräswerkzeuge um den halben Vorschub versetzt am Werkstück angreift. Durch dieüberschneidung der beiden Vorschubmarkierungen entsteht eine einheitliche, aber zweigängige Markierung in halbem Ausmass des tatsächlichen Vorschubes.
In der Zeichnung ist zur Veranschaulichung der Erfindung in Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung zweier Fräser gegenüber einem von ihnen gleichzeitig bearbeiteten Werkstück veranschaulicht. Die Fig. 2 und 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch im Aufriss und Grundriss. Fig. 4 zeigt im Aufriss eine abgeänderte Ausführung der Anordnung der Kopierrollen zu einem einzigen Modell.
Aus Fig. 1 geht hervor, dass zwei in einer Querschnittsebene des Werkstückes 1 zu dessen beiden Seiten angeordnete Fräswerkzeuge 2, 3 gleichzeitig in das Holz des Rohlings 1 eingreifen und bei einer für beide Fräswerkzeuge einheitlichen Vorschubgrösse a eine auf halbe Vorschubgrösse b reduzierte Vorschubmarkierung an der Umfangsfläche des Werkstückes erzeugen. Die Zeichnung zeigt, dass das zweite Fräswerkzeug 2 einen Teil des Fräsquerschnittes aus dem Werkstück herausarbeitet und beide Fräswerkzeuge zusammen eine zweigängige, jedoch auf das halbe Ausmass des tatsächlichen Vorschubes reduzierte Vorschubmarkierung erzeugen.
Das in den Fig. 2 und 3 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt auf einem einheitlichen Bettschlitten 4 zwei Rahmen 5, 6 als supportartige Träger, welche in einem Abstand parallel nebeneinander quer zur Bewegungsrichtung des Bettschlittens 4 in Führungen 7,8 verschiebbar sitzen. Im dargestellten Beispiel hat jeder der beiden Rahmen 5, 6 drei im Abstand übereinander in einer Vertikalebene angeordnete Fräswerkzeuge 9 bzw. 10 und je ein Fräswerkzeug eines Rahmens ist einem Werkstück 11,12 bzw. 13 zugeordnet.
Die Fräswerkzeuge 9,10 zweier Rahmen 5, 6 sind in einer Querschnittsebene eines Werkstückes so angeordnet, dass sie an zwei um 1800 versetzten Punkten am Werkstückumfang genau gegenüberliegend angreifen, so dass jeweils zwei Fräswerkzeuge 9,10 ein Werkstück 11,12 bzw. 13 gleichzeitig, jedoch an entgegengesetzten Umfangsstellen bearbeiten. Im. dargestellten Ausführungsbeispiel hat jeder der beiden Rahmen 5,6 zwei ausrückbare Kopierrollen 14,15 bzw. 16,17, welche in genau der gleichen Querschnittebene wie die Fräswerkzeuge 9,10 angeordnet sind, was aus dem in Fig. 3 dargestellten Grundriss der Maschine hervorgeht. Die oberen Kopierrollen 14,15 liegen an zwei um 1800 um die Modellachse versetzten Stellen am Schruppmodell 18 an, wogegen die unteren Kopierrollen 16,17 am Schlichtmodell 19 zur Anlage gebracht werden können.
Die Federn 20,21 bzw. 22,23 deuten die Ausrückeinrichtungen der Kopierrollen 14, 15 bzw. 16,17 an.
Die Arbeitsmethode kann mit dieser Vorrichtung nach zwei Arten ausgeführt werden. So kann für das Schruppen und für das Schlichten je ein Vorlauf des Bettschlittens 4 mit den beiden Rahmen 5,6 bei je einem leeren Rücklauf ausgeführt werden, wobei beim Schruppen die Kopierrollen 16, 17 des Schlichtmodells 19 und beim Schlichten die Kopierrollen 14,15 für das Schruppmodell 18 zurückgezogen bleiben.
Nach einer andernArbeitsmethode kann der Arbeitsgang für dasSchruppen bei ausgerückten SchlichtKopierrollen 16, 17 beim Vorgang des Bettschlittens 4 und der Arbeitsgang für das Schlichten bei ausgerückten Schruppkopierrollen 14,15 beim Rückzug des Bettschlittens 4 ausgeführt werden. Dabei kann das Ein- und Ausrücken der Kopierrollen 14, 15 bzw. 16, 17 entweder von Hand aus oder durch in der Bewegungsbahn des Bettschlittens 4 vorgesehene Steueranschläge (nicht dargestellt) vollkommen selbsttätig ausgeführt werden.
Laut Fig. 4 ist es aber auch möglich, die beiden als. supportartige Träger ausgebildeten Rahmen 5, 6 mit je einer Kopierrolle 14,15 an einem einzigen Modell 18 abzustützen, das die Fräswerkzeuge 9,10 der Rahmen 5,6 steuert. Dabei ist es erforderlich,. dass die Kopierrollen nach dem Schruppvorgang von Hand oder durch Steuerungselemente selbsttätig in radialer Richtung zur Modellachse verstellbar sind, um den darauffolgenden Schlichtvorgang zu ermöglichen.
Es ist ohne weiteres möglich, die Träger 5, 6, wenn erforderlich, im Grundriss winkelig auszubilden.
In diesem Fall sind das Werkstück und das Modell in der Vprschubrichtung des Bettschlittens gegeneinander versetzt. Trotzdem werden die Kopierrollen die Werkzeuge in gleichen Querschnittsebenen des Werkstückes und des Modells führen, weil die Kopierrollen zu den Fräswerkzeugen um den gleichen Betrag wie das Modell gegenüber dem Werkstück versetzt sind. Wesentlich ist, dass die Kopierrollen und die Fräswerkzeuge in in der Form übereinstimmendenQuerschnittsebenen des Modells und des Werkstückes liegen.
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