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Schwimmkörper nach Art eines Rettungsringes, einer Schwimmweste od. dgl.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schwimmkörper nach Art eines Rettungsringes, einer
Schwimmweste od. dgl., bestehend aus mit einer Kunststoffumhüllung versehenen Körpern aus wasserab- stossendem Schaumkunststoff. Der vorliegende Schwimmkörper ist dadurch gekennzeichnet, dass die die
Tragfähigkeit begründenden Teile in Schnitzel- oder Flockenform vorliegen und dass die Kunststoffhui- len aus textilverstärkten Kunststoffolien bestehen, vorzugsweise aus einem Material, das aus einem weit- maschigen, aus Superpolyamidfäden bestehenden Gewebe mit beidseitigen Auflagen aus einem thermo- plastischen Kunststoff gebildet ist.
Rettungsringe bestehen meist aus Formkörpern, die aus Korkmehl gepresst oder als Korkschrot vorlie- gen und in Leinwand eingehUllt sind, wobei der Formkörper versteifende Einlagen erhalten muss, die meist aus Draht bestehen. Ein solcher Rettungsring ist relativ schwer. Da ein Rettungsring dazu bestimmt ist, der zu rettenden Person zugeworfen zu werden, besteht die Gefahr, dass der Ring, der immerhin ein Gewicht von mehreren Kilogramm hat, die Person trifft, was bedenkliche Folgen haben kann.
Es sind auch Schwimmwesten bekannt, die aus einer Mehrzahl von miteinander verbundenen Schwimmkörpern aus Stücken weichen Schaumkunststoffs bestehen, wobei sämtliche oder einzelne der Schwimmkörper von HUllen aus wasserdichter thermoplastischer, mittels Schweissnähten verschlossener Kunststoffolie umgeben und durch Gurte miteinander verbunden sind. Diese Schwimmweste macht von grösseren Schwimmkörpern Gebrauch, die z. B. aus Platten geschnitten und von dicht verschlossenen Kunststoffolien eingehüllt sein können.
Die Vorteile der Verwendung von Schaumstoffflockenoder-schnitzel, worin ein wesentlicher Punkt der Erfindung gelegen ist, sind zunächst darin zu sehen, dass die mit ihnen erzeugten Schwimmkörper, auch wenn der Schaumstoff in grösseren Blöcken hart ist, keine starren Körper mit harter Oberfläche, sondern nachgiebige Körper sind. Ein grosser Vorteil wirtschaftlicher Art ist nun darin gelegen. dass man vorliegendenfalls bislang wertlos gewesene Abfälle der Kunststoffindustrie verwenden kann. Ein Schaumstoff, wie er im Rahmen der Erfindung verwendet werden kann, sind vorzugsweise "Styropor" -Abfälle, wie sie beim Bearbeiten von grossformatigen Schaumstoffblöcken anfallen.
Dieser Werkstoff liefert in Schnitzelform, obgleich er in grossen Formaten undeformierbare Blöcke bildet, zusammendrückbare. elastische Körper, die gegen Wasser und atmosphärische Einflüsse, technische Öle und sonst bei der praktischen Verwendung solcher Schwimmkörper auftretende Flüssigkeiten beständig sind. Er lässt sich in Taschen, Säcke oder sonstige nachgiebige Behältnisse gut stopfen und füllt diese Behälter elastisch aus.
Infolge seiner ausserordentlich grossen Tragfähigkeit kann ein Rettungsring viel kleiner als bisher ausge- fahrt werden, und auch sonstige Schwimmkörper bleiben weit unter der für sie gewohnten Form. Infolge seiner Unfähigkeit Wasser aufzunehmen, spielt es keine Rolle, wenn das Rettungsgerät od. dgl. durchlöchert wird ; es wird alsdann aus dem Behälter Luft entweichen, aber seine Tragfähigkeit wird dadurch kaum verschlechtert.
Es ist ein wesentlicher Zug der vorliegenden Erfindung, dass sie den Schaumstoff in Form von Schnitzeln oder Flocken verwendet und nicht etwa in Form grosser Formstücke, denn diese sind brüchig, und unter Druck brechen sie oder deformieren sich bleibend, was nicht erwUnscht ist.
Im Sinne eines weiteren Erfindungsmerkmales werden die für die Tragfähigkeit des Geräteshauptschlich massgeblichen Schaumstoffschnitzel oder-flocken in eine Huile besonderer Art eingeschlossen, u. zw. aus einem Material, das aus einem besonders reissfesten, weitmaschigen Gewebe mit beidseitig
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aufgebrachten thermoplastischen Abdeckfolie, zweckmässig aus Polyäthylen, besteht. Das Gewebe kann aus Superpolyamidfäden oder einem Gewebe von ähnlich grosser Reissfestigkeit, das mit haftungsverbes- serndeiiûberziigeii versehen ist, bestehen. Die durch die grosse Reissfestigkeit solcher Fäden erzielte Weitmaschigkeit erlaubt es, die beidseitig aufgebrachten Abdeckfolien innerhalb der Gewebelücken miteinander zu verschweissen.
Ein solches Material lässt sich, der Gewebeeinlage wegen, gut nähen, ohne dass die Gefahr des Wei- terreissens besteht. Es lässt sich auch, was filr die Herstellung dichter Hüllen immerhin erwünscht ist, gut thermoplastisch verschweissen. Solche Überzugsstoffe, bestehend aus einem kunststoffbeschichteten Chemiefasergewebe, haben ein gewisses Gewicht bei grosser Festigkeit und hinreichender Geschmeidigkeit. Dieses Gewicht ist günstig, weil die Schwimmkörper dadurch die nötige Wurfweite gewährleisten, ohne vom Wind vertragen zu werden.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, in das Innere solcher gestopfter Körper beschwerende Einlagen aus Metall, Stein, Porzellan od. dgl., einzulegen. Gegenüber Rettungsringen aus formgepresstem Korkmehl bleibt dann noch der Vorteil bestehen, dass die vorliegenden Schwimmkörper wenigstens eine nachgiebige Aussenfläche besitzen oder mit einer solchen hergestellt werden können.
Grundsätzlich eignen sich im Rahmen der Erfindung besonders Schaumstoffe mit geschlossenen Poren oder einem grösseren Anteil an solchen. Die einschlägige Industrie bietet übrigens eine grosse Zahl von im vorliegenden Zusammenhang brauchbaren Schaumstoffen an, so dass die Auswahl dem Fachmann überlassen bleiben kann.
Was die Formgebung der erfindungsgemässen Schwimmkörper anbelangt, so richtet sich diese weitestgehend nach dem Verwendungszweck. Beispielsweise empfiehlt sich für einen Schwimmgürtel die übliche Form eines aus Korkplatten bestehenden Gürtels, nur dass die Hülle der einzelnen mit Schwimm-
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Abstepp-nähte und/oder thermoplastische Verschweissungen voneinander gesondert sind. In einer Schwimmweste wird wie bisher der Kragen, allenfalls auch der Brustteil mit ebenfalls durch Absteppungen unterteilten Einzelschwimmkörpern versehen. Halte- und Bindetaue, Bänder, Schnallen u. dgl. werden, soweit erforderlich, zweckmässig ebenfalls im Wege der thermoplastischen Verschweissung an den Schwimmkör- pern befestigt, um eine insgesamt kostensparende Erzeugung zu ermöglichen.