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Verfahren und Einrichtung zum Reinigen der Siebfläche von hohlen Siebkörpern
Bekannte Anlagen zur Extraktion pflanzlicher Stoffe, z. B. von Zuckerrübenschnitzeln, bestehen aus einem aufrecht stehenden Behälter, durch den das zu behandelnde Gut mittels Fördermittel bewegt wird.
Durch mehrere radial von der Behälterwand in den Innenraum hineinragende rotierende, kre1azylindri- scneSiebkörper wird die Flüssigkeit vom Behandlungsgut getrennt und durch in den Siebkörpern vorgesehe- ne rohrartige mit Öffnungen versehene Leitungen. welche bis nahe an die Abschlusswände der Siebkörper reichen können, abgezogen.
Es hat sich gezeigt, dass diese Siebkörper störanfällig sind. weil Fremdkörper. z. B. kleinere Steine oder zerdrücktes Extraktionsgut, die Siebflächen dieser Körper verstopfen, so dass zumindest vorüber- gehende Störungen des Extraktionsvorganges bis zur Reinigung der Siebe unvermeidbar sind. Man hat be- reits eine äussereReinigung derSiebflächendieser rotierendensiebkörper durchAnordnung von feststehen- den Abstreifern vorgenommen, jedoch reichen diese nicht aus, die Siebflächen einwandfrei sauber zu halten. Dies ergibt sich vor allem dann. wenn die Sieböffnungen durch zerdrücktes Extraktionsgut ver- schlossen sind. Hiedurch wird die freie Siebfläche erheblich verkleinert. und es tritt dadurch auch noch eine Beeinträchtigung des Saftabzuges ein.
Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, besteht darin, die geschilderten Nachteile zu vermeiden. Dies ist auf einfache und fortschrittliche Weise dadurch er- reicht, dass durch die in denSiebkörpern vorgesehenenrohrartigenLeitungen erfindungsgemäss dieFlüMig- keit zur Reinigung der Siebfläche unter Druck eingeführt bzw. eingespritzt wird.
Ausser der bisher bekannten äusseren Reinigung der Siebflächen der Siebkörper mittels feststehender Abstreifer wird nunmehr auch von innen heraus die Siebfläche der Siebkörper gereinigt und dadurch die Siebfläche offen gehalten, so dass irgendwelche Verstopfungen nicht mehr eintreten können.
Als Reinigungsmittel dient vornehmlich Wasser. Die Abschlusswände, bis zu denen die Rohre zweckmässig geführt sind, begrenzen die Länge der gesamten Siebfläche der Siebkörper in Richtung auf den Innenraum des Auslaugebehälters. Durch die Rohre können während der Betriebsdauer in bestimmten Zeitabständen Flüssigkeitsstrahle auf die inneren Siebflächen gerichtet werden, so dass nunmehr auch von innen heraus die Fremdkörper, wie z. B. zerdrücktes Extraktionsgut, aus den Sieböffnungen herausgeschwemmt werden. Auf diese Weise lassen sich die Sieböffnungen der Siebflächen stetig frei von Fremdstoffen halten, so dass ein ständiger. in gewünschter Menge einstellbarer Flüssigkeitsabzug gewährleiMetitt.
Bei einer Anlage, bei der in das Innere von kreiszylindrischen Siebkörpern Saftabzugsleitungen führen, werden erfindungsgemäss zusätzliche Leitungsrohr vorgesehen, die zweckmässig innerhalb der Saftabzugsleitungen angeordnet sind und zur Zuführung der Reinigungsflüssigkeit dienen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht, teilweise im Längsschnitt.
Der aufrecht stehende Auslaugebehälter 1 ist von einer Behälterwand 2 umgeben. Im Innenraum 3 dieses Behälters befindet sich seitlich angeordnet die Turmwelle 4 mit den Fördermitteln 5 für das Be-
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handlungsgut. Von der Behälterwand 2 her ragen radial angeordnet mehrere rotierende kreiszylindrische Siebkörper 6 in den Innenraum 3 des Behälters 1 hinein. Diese Siebkörper 6 trennen die Flüssigkeit vom Behandlungsgut.
Die Befestigung der Siebkörper 6 erfolgt - wie ebenfalls bekannt-mit dem zugehörigen Leitblech 7 und dem Flansch 8 über die Bolzen 9 an der Behälterwand 2. Ein Antriebs-Aggregat 10 überträgt durch ein Triebwerk 11 die rotierende Bewegung auf den Siebkörper 6. Das Antriebs-Aggregat 10 ist über einen Unterstützungsbock 12 an der Behälterwand 2 befestigt. Zur äusseren Reinigung der Siebfläche 13 des Siebkörpers 6 dienen in bekannter Weise ein oder mehrere Abstreifer 14, die an einem Ständer 15 in Verbindung mit dem Leitblech 7 befestigt sind.
Für die Reinigung der inneren Siebfläche 19 wird nunmehr eine Flüssigkeit benutzt, die über ein mit Endöffnungen versehenes Leitrohr 17 in den Hohlraum 20 des Siebkörpers 6 unter Druck eingespritzt wird. Das Rohr 17 ist durch und entlang der hohl ausgebildeten Saftabzugsleitung 16 geführt und an derselben durch an sich bekannte Rohrverschraubungen befestigt. Um den Flüssigkeitsstrahl auf die gesamte innere Siebfläche 19 gut zu verteilen, ist das Rohr 17 bis nahe an die Abschlusswand 18 des Siebkörpers 6 herangeführt. Mit A ist der-Verlauf des Flüssigkeitsabzuges aus dem Behälter 1 und mit B der Verlauf der Spülflüssigkeit im Hohlraum 20 des Siebkörpers 6 bezeichnet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Reinigen der Siebfläche von hohlen Siebkörpern, die innerhalb einer Extraktionsanlage liegen und in denen rohrartige, mit Öffnungen versehene Leitungen vorgesehen sind, welche zweckmässig bis nahe an die Abschlusswände der Siebkörper reichen, insbesondere für turmartige Anlagen zum Auslaugen von Zuckerrübenschnitzel, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Leitungen Flüssigkeit zur Reinigung der Siebfläche unter Druck eingeführt bzw. eingespritzt wird.