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Steuertrommel für die Programmsteuerung automatischer Funktionen von Maschinen
Die Erfindung betrifft die Weiterbildung einer Steuertrommel für die Programmsteuerung automati- scher Funktionen von Maschinen, z. B. der Schaftmaschinen bei Webstühlen.
Zur Programmsteuerung automatisch arbeitender Maschinen hat man bereits Stiftkarten, ferner Pa- pier-oder Metall-Lochkarten sowie Rollen-oder Kugelsysteme verwendet. Diese Steuerungselemente sind entweder zu einer Kette oder zu einem Band 111 veranderlicher Zahl und Folge aneinandergereiht, so dass ein weitgehend veränderbares Steuerungssystem entsteht. Man hat auch schon vorgeschlagen (österr. Pa- tent Nr. 208311) als Steuerungselemente Walzen zu verwenden, die teils vollzylindrisch, teils genutet ausgebildet und in wechselnder Folge in die Umfangsnuten von drehbaren Steuertrommeln eingesetzt sind. Diese Walzen wirken in entsprechender Folge auf Fühlhebel, die ausschwingen und ihre Bewegung auf die Schaftplatinen übertragen.
Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung letztgenannter Programmsteuerungen und besteht im wesentlichen darin, dass die Oberfläche der Steuertrommel mit Systemen einander schneidender Nuten versehen ist, wobei die von den einander schneidenden Nuten gebildeten Kanten Räume zum Einlegen von Steuerelementen bilden. Die von den einander schneidenden Nutensystemen gebildeten Räume umschlie- ssen jedes einzelne Steuerelement von allen Seiten und haben gegenüber den bekannten, mit Umfangsnuten versehenen Steuertrommeln den Vorteil. dass die Steuerelemente besonders leicht austauschbar sind, da jedes derselben für sich gelagert ist.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Fig. 1 zeigt die Steuertrommel im Aufriss, teilweise geschnitten, und Fig. 2 die einander schneidenden Nuten der Trommel mit eingelegten Steuerelementen.
Die Steuertrommel ist ein drehbar gelagerter Zylinder 1, der mit einander schneidenden Nutensystemen 2 und 3 (Fig. 2) versehen ist. In den von je vier radialen Kanten 12,13, 14,15 begrenzten Räumen 11, einander schneidender Nutensysteme sind die Steuerelemente, z. B. Kugeln 4, angeordnet, u. zw. erfolgt die Besetzung der Räume 11 mit Kugeln nach einem vorbestimmten Programm. Wird die Steuertrommel gedreht. so wirkt sie auf den Abtasthebel 6 ein, der frei drehbar am Zapfen 7 des Maschinenrahmens 17 gelagert und mit einem Daumen 8 versehen ist. Die Feder 9 drückt den Abtasthebel 6 ständig gegen die Mantelfläche der Trommel 1.
Je nachdem, ob sich im Raum 11 ein Steuerelement 4 befindet oder nicht, gegebenenfalls auch je nach der Höhe dieser Elemente, leitet die Bewegung des Hebels 6 über die Zugstange 10 Impulse in der gewünschten Reihenfolge zu einer nicht dargestellten bekannten Steuerungseinrichtung beliebiger Art weiter. Die Steuertrommel kann dabei z. B. intermittierend etwa mittels eines bekannten Klinkenrad-Sperrklinkenmechanismus 16 gedreht werden.
An Stelle von Kugeln kann man auch anders geformte Elemente für die Impulssteuerung verwenden, z. B. Rollen, deren verschieden bemessene Höhe eine Differenzierung der Impulsarten ermöglicht. Die Steuerelemente 4 können in den Räumen 11 in radialer Richtung entweder magnetisch, z. B. dadurch gesichert werden, dass man magnetisierte Kugeln (Rollen) verwendet, oder man sichert sie durch eine abnehmbare Verkleidung 5 der Trommeloberflache, wie in Fig. 1 dargestellt.
Die Räume 11 der Steuertrommel werden bei abgenommener Trommelverkleidung 5 durch einfaches Einlegen der Steuerkugeln 4 besetzt. Zum Herausnehmen der Steuerkugeln dient eine gebogene Nadel.
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Die Herstellung der ganzen Anordnung ist billig, da die Nuten nicht besonders genau bearbeitet werden müssen, sie ist betriebssicher und ihre Bedienung sehr einfach.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuertrommel für die Programmsteuerung automatischer Funktionen von Maschinen, z. B. der Schaftmaschinen bei Webstühlen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Steuertrommel (1) mit Systemen einander schneidender Nuten (2,3) versehen ist, wobei die von den einander schneidenden Nuten gebildeten Kanten Räume zum Einlegen von Steuerelementen (4) bilden.