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Anordnung zur Regelung der Transportgeschwindigkeit
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Mit 1 ist das letzte Gerüst einer Feineisenstrasse angedeutet, aus dem das Walzgut 2 mit einer Aus- trittsgeschwindigkeit v in Pfeilrichtung austritt, eine in der Zeichnung nicht dargestellte Schere zur Un- terteilung in Kühlbettlängen passiert und schliesslich über einem Auflaufrollgang, von lern nur die ein- zelnen Teilmotoren 3 in der Zeichnung dargestellt sind, auf dem nicht dargestellten Kühlbett abgelegt wird. Das Walzgerüst 1 wird in an sich bekannter Weise durch einen Walzmotor 4 angetrieben. Mit die- sem ist eine Tachometermaschine 5 gekuppelt, die eine der Walz- bzw. Austrittsgeschwindigkeit pro- portionale Grösse, z. B. eine Spannung, abgibt.
Die Rollgangsmotoren 3 werden von einem Synchrongenerator 6 gespeist, der wieder von einem
Gleichstrommotor 7 angetrieben wird, Der Motor 7 besitzt einen Drehzahlregler 8, der den Motor 7 über eine Verstärkereinrichtung 9 in der Drehzahl in Abhängigkeit von der Walzgeschwindigkeit beeinflusst.
Der Istwert der Drehzahl wird mit Hilfe einer Tachometermaschine 10 gewonnen und in dem Drehzahl- regler bei 11 eingeführt. Bei den bekannten Ausführungen wird als Sollwert für den Drehzahlregler 8 die
Spannung der Tachometermaschine 5 verwendet. Hiedurch ergeben sich aber die eingangs beschriebenen
Nachteile einer mangelhaften Stabgleichlage infolge wechselnder Auflaufgeschwindigkeit.
Gemäss der Erfindung wird daher der Sollwert für den Drehzahlregler 8 aus der der Austrittsgeschwin- digkeit proportionalen Grösse gebildet. Zu diesem Zwecke ist ein Potentiometer 12 vorgesehen, das mit seinen Klemmen 13,14 an einer Konstantspannung liegt. Der Abgriff 15 des Potentiometers kann mit einem Stellmotor 16 nachgeführt werden. Der Stellmotor 16 wird über ein Zeitglied 18 von einem Schalt- glied 17 mit Dreipunktverhalten beeinflusst. Das Schaltglied 17 ist vorzugsweise aus zwei Kippstufen auf- gebaut. Die Kippgrenzen der beiden Kippstufen liegen in einem einstellbaren Abstand von Null, während die Rückkippgrenzen näher bei Null liegen. Durch die Einschaltung des Zeitgliedes 18 wird bezweckt, dass der Stellmotor beim Überschreiten der Kippgrenzen der Schaltstufe 17 nicht unmittelbar, sondern erst nach Ablauf der eingestellten Zeit eingeschaltet wird.
Die Zeiteinstellung kann hiebei unabhängig oder abhängig von der Dauer der Überschreitung des Ansprechwertes eingestellt werden.
In dem Schaltglied 17 findet ein Vergleich der dem Regler 8 zur Verfügung gestellten, mit dem Abgriff 15 abgenommenen Sollspannung und der von der Tachomaschine 5 gelieferten Spannung statt. Das Schaltglied 17 spricht also bei Abweichungen, die die Kippgrenzen überschreiten, an. Das Zeitglied kann so ausgebildet sein, dass die Abweichungen über eine bestimmte Zeit, z. B. über eine Knüppellänge, inte- griert werden, wobei die Abweichungen nach den verschiedenen Richtungen jeweils für sich oder auch unter Berücksichtigung ihres. Vorzeichens gemeinsam verarbeitet werden. Dies lässt sich in einfacher und bekannter Weise durch RC-Glieder und Dioden verwirklichen.
In Fig. 2 sind die Geschwindigkeiten und die Ansprechgrenzen der Kippstufe 17 über die Zeit aufgetragen. Die Linie a stellt die Rollgangsgeschwindigkeit und die Linie d die mittlere Walz- oder Austrittsgeschwindigkeit dar. Wie ersichtlich, liegt die Rollgangsgeschwindigkeit über der mittleren Walzgeschwindigkeit. Zu beiden Seiten der Linie d befinden sich die Linien c und e, die die obere bzw. untere Ansprechgrenze der Schaltstufe 17 angeben. Ändert sich also die Walzgeschwindigkeit innerhalb des schraffierten Bereiches, spricht das Schaltglied 17 nicht an. Überschreitet hingegen die Walzgeschwindigkeit die obere oder untere Grenze c-bzw. e, z.
B. bei Programmwechsel oder beim Einsetzen der Schlingenregelung, so wird das Zeitglied 18 eingeschaltet, das nach Ablauf der vorgegebenen Zeit eine Korrektur des Sollwertes durch Verstellen. des Abgriffes 15 vornimmt.
In der Schaltung gemäss Fig. 1 ist noch eine weitere Kippstufe 19 vorgesehen, die aber nur im oberen Bereich anspricht. Die Ansprechgrenze dieser Kippstufe ist in Fig. 2 mit b eingetragen. Von der Kippstufe 19 werden Schalteinrichtungen 20 und 21 betätigt. Wird beim Walzen, vor allem bei den ersten Stichen, infolge nicht genauer Einstellung der Walzgeschwindigkeit die Walzmotordrehzahl beispielsweise durch die Schlingenregelung so stark erhöht, dass die Walzgeschwindigkeit in die Nähe der Röllgangsgeschwindigkeit kommt, so spricht bei einer Geschwindigkeit b die Kippstufe 19 an und bewirkt eine Überbrückung des Zeitgliedes 18 durch die Schalteinrichtung 21 und damit eine unverzügliche Nachstellung des Sollwertes. Gleichzeitig wird die Führungsgrösse unmittelbar auf den Regler geschaltet.
Der Regler spricht über eine bekannte Überlaufschaltung nur auf diesen Wert an. Der Rollgang wird dann über die Drehzahlregelung unverzogert hochgeregelt, um so mit Sicherheit zu verhindern, dass das Walzgut schneller als der Rollgang ist. Sinkt die Walzgeschwindigkeit wieder unter die Kippgrenze c der Schaltstufe 17, so kippt auch die Kippstufe 19 zurück. Der. Sollwertsteller 12 wird nur weiter verstellt, wenn der Ausgangsbefehl von der Kippstufe 17 inzwischen über die Zeitstufe 18 wirksam wurde.
Unter Umständen kann die Schalteinrichtung 21 in Wegfall kommen. Dadurch ist zwar der Sollwert von der Tachomaschine 5 länger wirksam und damit auch der Einfluss der Walzgeschwindigkeitsschwan-
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kungen auf den Rollgang, aber bei nicht zu langen Störungen wird der Sollwertsteller nicht verstellt, was unter Umständen von Vorteil sein kann. Durch die Kippstufe 19 sollen also Störungen im Stablauf bei rasch auftretenden grösseren Geschwindigkeitsanstiegen mit Sicherheit verhindert werden.
Vorzugsweise wird die erfindungsgemässe Regelanordnung aus kontaktlosen logischen Elementen aufgebaut. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, die analoge Nachbildung des Sollwertes durch eine di-
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den dann mit den entsprechenden Eingängen des Zählwerkes in Verbindung stehen, welches dann bei einem Signal an einem der Eingänge die von einem Frequenzgenerator kommenden Zählimpulse wirksam werden lässt, um den digitalen Sollwert entsprechend nachzuführen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Regelung der Transportgeschwindigkeit des zwischen dem letzten Walzgerüst und dem Kühlbett angeordneten Auflaufrollganges in Abhängigkeit von der Walzgeschwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer der Austrittsgeschwindigkeit des Walzgutes aus dem letzten Gerüst proportionalen Grösse mit Hilfe einer Nachführeinrichtung ein der mittleren Austrittsgeschwindigkeit entsprechender Sollwert für den Drehzahlregler des Auflaufrollganges gebildet wird, der bei einer Änderung der Austrittsgeschwindigkeit nur dann nachgeführt wird, wenn die Austrittsgeschwindigkeit sich über eine bestimmte Zeit oder sich mit bestimmter Häufigkeit pro Zeiteinheit um einen vorgegebenen Wert ändert.
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