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Durchlauf-Mischventil mit thermischer Regelung
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Mischventile mit Thermostaten gemäss dem Patent
Nr. 219507, bei dem ein doppelseitig wirkender Ventilkörper für Kalt- und Warmwasser durch zwei gegensinnig wirkende Federn gehalten ist, wobei die Federkraft der einen Feder zur Regelung der Temperatur willkürlich einstellbar ist und bei dem das Bodenstück der Mischkammer zwei konzentrische Kammeraustritte für Kalt- und Warmwasser hat, wobei der rohrförmig ausgebildete Ventilkörper mit einem Ende im inneren Kammeraustritt dichtend geführt ist, mit einer zweiten Abdichtung den äusseren Kammeraustritt abschliesst und mit seinem andern Ende auf einen mit einer Spindel od. dgl.
verschiebbaren Sitz aufruht, der den durch den rohrförmigen Ventilkörper verlängerten inneren Kammeraustritt abschliesst, die eine Druckfeder sich gegen den verstellbaren Sitz abstützt, die andere in ihrer Federkraft willkürlich einstellbare Feder als im Mischwasserstrom liegende Bimetallfeder ausgebildet ist und die Federkonstante beider Federn gleich gross gewählt ist.
Gemäss der Erfindung wird die Anordnung gemäss dem Stammpatent angewendet für ein Durchlaufmischventil, bei welchem also nach einmaliger Einstellung der Mischwasserhöchstmenge die laufende Einregelung des zur Entnahmestelle, z. B. dem Hahn, durchlaufenden Mischwassers auf eine gewünschte Temperatur stattfindet. Durch die erfindungsgemässe Anwendung von Bimetall-Tellerfedern als Wärmefühler lassen sich sämtliche Teile zentralsymmetrisch zur stehenden Einstellspindel anordnen, so dass das Ventil einen sehr geringen Raumbedarf hat. Der besondere Vorteil dieser stehenden Anordnungen im Gegensatz zu der allgemein angewendeten liegenden Anordnung der Steuerventile ist dabei, dass das neue Ventil ohne besondere Adaptierung als Unterputzventil angewendet werden kann, dessen Grössenmasse kaum von denen eines Normal-Unterputzventiles abweichen.
Ferner begünstigt die zentralsymmetrische Anordnung aller Steuerorgane die leichte Wechselmög1ichkeit bzw. Ein- und Ausbau sowie den raumsparenden Einbau von Rückschlagventilen für Kalt- und Warmwasserzulauf.
Die Fig. 1-3 zeigen das Ventil nach der Erfindung in dieser Ausführung als Unterputzventil im Schnitt, wobei die Fig. 2 und 3 zur besseren Verständlichkeit je die obere und untere Hälfte in grösserem Massstabe zeigen.
Das Ventilgehäuse 1 besitzt zwei Zuläufe 2 und 3 sowie einen Ausgang 4. Das Gehäuse 1 besteht aus einem einzigen Hohlkörper, in dem alle Organe zentrisch angeordnet sind. Im unteren Teil der Bohrung des Ventilgehäuses 1 ist ein Teil 5 eingeschraubt. Der Teil 5 ist der Träger der beiden Rückschlagventile 6 und 7. Das Rückschlagventil 7, das durch eine einfache Gummimembrane gebildet wird, ist durch Teil 8 mit dem Körper 5 verschraubt. Teil 8 besitzt zur Abdichtung einen Rundgummiring 9 und lässt sich mit Teil 5 in das Gehäuse ein-und ausschrauben. Teil 5 und 8 besitzen eine Bohrung 10 zur Aufnahme des doppelseitigen hohlen Ventilkörpers 11. Die obere Kante dieser Bohrung 10 im Teil 8 bildet die Steuer- kante für den Zulauf des warmen Wassers.
Innerhalb des hohlen Ventilkörpers 11 befindet sich die Druckfeder 13, die sich mit dem einen Ende in Teil 5 abstützt. Der Ventilkörper 11 besitzt eine trichterförmi- ge Ausweitung, die eine zylindrische Verlängerung besitzt. In diesem zylindrischen Teil des Venúlkör- pers 11 sind Durchflussbohrungen 27 angebracht. Das zylindrische Ende des Ventilkörpers 11 bildet zusammen mit der Deckscheibe 14 einen Hohlraum, in den die Mengenregulierspindel 15 hineinragt. Am Ende der Mengenregulierspindel 15 befindet sich die Scheibe 16, deren untere Kante die Steuerkante für den
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zweiten Zufluss (für Kaltwasser) bildet.
Um ein vollkommen druckentlastetes Ventilsystem zu erreichen, muss der Durchmesser der unteren Kante der Scheibe 16 sowie die obere Steuerkante von Teil 8 mit dem unteren Bund von dem Ventilkörper 11 genau übereinstimmen. Hiedurch wird erreicht, dass die Druckbeaufschlagung des Ventilkörpers 11 nach beiden Richtungen vollkommen ausgeglichen ist und Druckunterschiede in den beiden Zuleitungen sich nicht auswirken können. Das Thermoelement besteht aus BimetallTellerfedern 17, die von der Mengenregulierspindel 15 in zentrischen Bohrungen durchsetzt sind. Dieses aus Tellerfedern 17 bestehende Thermoelement liegt einerseits an der Deckscheibe 14 und am ändern Ende an dem Druckstück 18 an. Das Druckstück 18 ist z.
B. durch eine Keilwellen-Verbindung mit der Spin- del 19 kraftschlüssig verbunden. Die Mengenregulierspindel 15 ist in die Spindel 19 eingeschraubt und mit einem Rundgummiring nach aussenhin abgedichtet. Der Betätigungsknopf 20 ist mit der Schraube 21 auf Spindel 19 befestigt. Der Skalenring 22 ist durch eine Verriffelung am Oberteil 23 befestigt. Innerhalb des Skalenringes 22 befindet sich ein Anschlag 24, der zur Temperaturbegrenzung dient. Der Gegenanschlag wird durch eine Stiftschraube 25 gebildet, die wieder mit dem federbelasteten Druckknopf 26 verschraubt ist. Dadurch wird die Möglichkeit gegeben, wenn bewusst höhere Temperaturen gewünscht werden, durch Eindrücken des Druckknopfes 26'die Wirksamkeit des Anschlages 25 auszuschalten.
Der Einlauf des Wassers geht wie folgt vor sich :
Das kalte Wasser strömt bei 2 in das Ventilgehäuse ein, durchströmt das Rückschlagventil 6, fliesst durch den hohlen Ventilkörper 11, passiert die Steuer kante 16 und gelangt über die Bohrungen 27 in den Mischraum 28. Das warme Wasser tritt bei 3 ein, passiert das Rückschlagventil 7 und fliesst über die Steuerkante von Teil 8 in den Mischraum 28. Um eine innige Berührung des Mischwassers mit den Bimetallscheiben zu erzwingen, ist ein Wasserfiihrungsrohr 29 vorgesehen. Die Gesamt-Durchflussmenge wird durch die Stellung der Scheibe 16 bestimmt. Die Stellung der Scheibe 16 kann nach Entfernen der Befestigungsschraube 21 durch die Mengenregulierspindel 15 verändert werden.
Die Temperaturregelung geht wie folgt vor sich :
Durch den Betätigungsknopf 20 wird das Druckstück 18 in die der gewünschten'Temperatur entsprechende Stellung gebracht. Sobald nun das einfliessende Mischwasser die Bimetall-Tellerfedern 17 überströmt, wird durch die entsprechende Ausbiegung des Bimetalles der Ventilkörper 11 in die entsprechende Stellung gedrückt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mischventil mit einem Thermostaten gemäss Patent Nr. 219507, bei dem ein doppelseitig wirkender Ventilkörper für Kalt- und Warmwasser durch zwei gegensinnig wirkende Federn gehalten ist, wobei die Federkraft der einen Feder zur Regelung der Temperatur willkürlich einstellbar ist und bei dem das Bodenstück der Mischkammer zwei konzentrische Kammeraustritte für Kalt- und Warmwasser hat, wobei der rohrförmig ausgebildete Ventilkörper mit einem Ende im inneren Kammeraustritt dichtend geführt ist, mit einer zweiten Abdichtung den äusseren Kammeraustritt abschliesst und mit seinem andern Ende auf einen mit einer Spindel od. dgl.
verschiebbaren Sitz aufruht, der den durch den rohrförmigen Ventilkörper verlängerten inneren Kammeraustritt abschliesst, die eine Druckfeder sich gegen den verstellbaren Sitz abstützt, die andere in ihrer Federkraft willkürlich einstellbare Feder als im Mischwasserstrom liegende Bimetallfeder ausgebildet ist und die Federkonstante beider Federn gleich gross gewählt ist, dadurch gekennzeichnet, dass alle Steuerteile einschliesslich der Wärmefühlerfeder zentralsymmetrisch in einem
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(2, 3) und den Ablauf (4) hat.