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Transporteinrichtung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transporteinrichtung mit mindestens einer festen Laufschiene, einer mit Rollen versehenen, auf der Laufschiene abrollenden Laufkatze und einem in Rollrichtung pen- delnd an der Laufkatze gelagerten Gehänge.
Es sind Transporteinrichtungen bekannt, deren Laufkatze ein pendelnd aufgehängtes Gehänge aufweist, welches bei an- und absteigenden Laufschienen stets infolge seines Eigengewichtes in vertikaler Stellung verbleibt.
Für Behandlungsanlagen z. B. Gussputzvorrichtungen werden solche Transporteinrichtungen verwendet.
In diesen Anlagen ist es erforderlich, nebst der translatorischen Bewegung des Gehänges bzw. der daran aufgehängten Gussstücke auch eine Rotationsbewegung derselben auszuführen. Während dieser Doppelbewe- gung muss das Gehänge derart geführt werden, dass keine Pendelbewegung der Gussstücke erfolgt um eine gegenseitige Behinderung auszuschalten.
Bekannte Einrichtungen entsprechen diesem Erfordernis nur ungenügend z. B. mittels zweiarmigem
Hebel, welcher zu Verklemmungenführen kann, da eine solche Führung statisch unbestimmt ist. Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Führung eines Gehänges und eines drehbaren Traghakens zur Verhinderung der Pendelung derselben in einfacher Ausführungsform. Die Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gehänge einen einarmigen Hebel aufweist, welcher sich in Rollrichtung erstreckt und am Ende Führungsorgane aufweist, dass ferner im Gehänge ein Traghaken drehbar gelagert ist, wobei die Drehachse des Traghakens in einem Winkel von 900 zur Pendelachse des Gehäuses angeordnet ist.
In'der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt.
An einer Laufschiene 1 ist eine Laufkatze 2 mittels Rollen 3 aufgehängt. Die Laufkatze 2 ist beispielsweise mit einer Zugvorrichtung mittels Ketten 4 verbunden, zwecks Bewegung der Laufkatze 2 längs der Laufschiene 1. An einem Gelenkzapfen 5 der Laufkatze 2 ist ein Gehänge 6 pendelnd aufgehängt. Die Pendelbewegung erfolgt in einer senkrechten, parallel zur Rollrichtung liegenden Ebene. Im Gehänge 6 ist drehbar ein Traghaken 7 gelagert. Die Drehachse des Traghakens 7 steht in einem Winkel von 900 zur Pendelachse des Gehänges 6 bzw. zur Achse des Gelenkzapfens 5.
Am Gehänge 6 ist ein einarmiger Hebel 8 befestigt, der an seinem Ende eine Rolle 9 als Führungsor- gan aufweist.
Der Traghaken 7 trägt ein Zahnrad 10, welches sich während der Rollbewegung der Laufkatze 2 längs der Laufschiene 1, beispielsweise auf einer fest angeordneten Zahnstange 11 in bekannter Weise abwälzt und dem Traghaken 7 eine Rotationsbewegung erteilt. An Stelle des Zahnrades und der Zahnstange könnte auch die Rotationsbewegung mittels eines Scheibenrades und einem endlosen, angetriebenen Band in bekannter Weise erfolgen.
In nicht näher dargestellter Weise sind zwei Gleitschienen 12 fest angebracht, zwischen welchen das Führungsorgan 9 während dem Transport eingeführt wird. Durch diese Führung erhält das Gehänge 6 und damit auch der Traghaken 7 eine bestimmte Lage. Dies ist erforderlich um eine Präzessionsbewegung des Traghakens 7 bei Rotation desselben durch den Eingriff des Zahnrades 10 mit der Zahnstange 11 zu verhindern.
An Stelle des fest mit dem Gehänge 6 verbundenen Hebels 8 könnte derselbe auch beweglich angeordnet sein, wobei Mittel zur Dämpfung der Hebelbewegung vorgesehen werden, die ebenfalls eine Prä-
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zessionsbewegung verunmöglichen.
Ebenfalls könnten Mittel beim Gelenkzapfen 5 vorgesehen werden, welche die Pendelbewegung des
Gehänges 6 dämpfen.
Die vorliegende Transporteinrichtung kann für Kreisförderanlagen verwendet werden, welche insbe- sondere an-und absteigende Laufschienen aufweisen. So z. B. werden Kreisförderanlagen für Giessereibe- triebe verwendet um die Gussstücke von der Abgiessstelle zur Gussputzeinrichtung und von derselben weg zu transportieren. In den bekannten,'z. B. mittels Schleuderrädern ausgerüsteten, Gussputzeinrichtungen werden die Gussstücke im Strahl des aufgeschleuderten Putzmittels gedreht.
Die Transporteinrichtung nach vorliegender Erfindung eignet sich insbesondere für solche Zwecke, wobei eine Mehrzahl von hintereinan- derfolgenden Laufkatzen durch eine Gussputzeinrichtung gefördert werden. pamit die sich drehenden Trag- haken und die daran aufgehängten Gussstücke sich während der Rotation und Translation nicht gegenseitig berühren, infolge Präzessionsbewegungen, ist eine Führung nach beschriebener Art notwendig.
Die Gleitschienen 12 können an mehreren Stellen längs den Laufschienen 1 angeordnet werden. Die
Länge der Gleitschienen ist unbeschränkt und kann jeweils den erforderlichen Verhältnissen angepasst werden. Durch die Wahl nur eines Hebels 8 am Gehänge 6 ist die Lage des Gehänges 6 eindeutig statisch be- stimmt, so dass keine Klemmwirkungen auftreten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Transporteinrichtung mit mindestens einer festen Laufschiene, einer mit Rollen versehenen, auf der'Laufschiene abrollenden Laufkatze und einem in Rollrichtung pendelnd an der Laufkatze gelagerten
Gehänge, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehänge (6) einen einarmigen Hebel aufweist, welcher sich in Rollrichtung erstreckt und am Ende Führungsorgane (9) aufweist, und ferner im Gehänge (6) ein Trag- haken (7) drehbar gelagert ist, wobei die Drehachse des Traghakens in einem Winkel von 90 zur Pendel- achse des Gehänges (6) angeordnet ist.