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Schirmglucke für die Aufzucht von Kücken
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Bei einer weiteren bekannten Schirmglucke mit kreisförmiger Grundfläche sind die Heizelemente längs eines Kreises in der Nähe des Eintrittsortes der Kaltluft, d. h. über dem Randbereich des Kückenaufent- haltsraumes angeordnet. Es wird somit bei dieser Ausführung das bekannte Raumheizprinzip - die eintre- tende Kaltluft sofort bei ihrem Eintritt zu erwärmen-angewendet. Das Zentrum der Schirmglucke wird bei dieser bekannten Konstruktion unbeheizt gelassen. Es kann daher auch mit dieser Konstruktion keine vollkommen gleichmässige Temperaturverteilung Über den gesamten Kückenaufenthaltsraum erzielt wer- den.
Ausserdem besitzt diese bekannte Schirmglucke den entscheidenden Nachteil, dass die Heizkörper, die so weit als möglich nach unten verlegt werden sollen, und auch der unbeheizte zentrale Deckenteil in relativ geringer Höhe über dem Kückenlaufboden angeordnet sind. Es steht somit den Kücken nur ein relativ geringes Luftvolumen zur Verfügung. Da die den Kücken zur Verfügung stehende Luftmenge - im
Hinblick auf die Anreicherung mit Kohlendioxyd mit einer Beimischung von Ammoniak und Schwefelwas- serstoff-einer der wichtigsten Faktoren bei deren Aufzucht darstellt, ist die bei der bekannten Konstruk- tion vorgeschlagene Lösung nicht zweckmässig. Ausserdem müssen die Heizelemente vom Kückenaufent- haltsraum durch ein Gitter getrennt werden, damit die Kücken nicht in direkte Berührung mit den Heizkörpern kommen können.
Aufgabe der Erfindung. ist es, mit einfachsten konstruktiven Mitteln eine wesentlich gleichmässigere
Temperaturverteilung über den gesamten Kückenaufenthaltsraum zu erzielen, als dies bei den bekannten
Schirmglucken der Fall ist, wobei auch die sonstigen Nachteile der bekannten Konstruktionen vermieden werden sollen.
Dies wird bei einer Schirmglucke für die ganzjährige Aufzucht von Kücken aller Geflügel- arten, bei welcher innerhalb des Schirmes Heizkörper für die Erwärmung des eigentlichen Kückenaufenthaltsraumes vorgesehen sind, wobei der Mittelteil des Kückenaufenthaltsraumes gegenüber den Heizkörpern abgeschirmt ist, um das Eindringen von direkten Wärmestrahlen in diesen Mittelteil zu verhindern, erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zur Abschirmung eine möglichst dünne, ebene Platte aus Metall, vorzugsweise Leichtmetall, Kunststoff, gefärbtem Glas, Keramik od. dgl., vorgesehen ist, die am abnehmbaren Deckel der Schirmglucke befestigt ist, wobei die Form und Grösse der Platte der geometrischen Form des Grundrisses des Gluckenschirmes und dem Volumen des zu erwärmenden Raumes angepasst ist.
Durch den erfindungsgemässen Vorschlag, den Mittelteil des Kückenaufenthaltsraumes gegenüber den Heizkörpern durch eine dünne Platte abzuschirmen, wird erreicht, dass erstens der am Rande der Schirmglucke durch den Vorhang eintretenden Kaltluft der grösste Teil der Wärmeenergie zugeführt wird und dass zweitens auch die im Zentrum des Kückenaufenthaltsraumes befindliche Luft von den weniger intensiven sekundären Strahlen, die von der Abschirmplatte ausgehen, erwärmt wird. Es werden somit die beiden Raumheizprinzipien - sofortige Erwärmung der eintretenden Kaltluft und Deckenbeheizung - in geeigneter Kombination verwendet. Auf diese Weise wird eine optimale Temperaturverteilung über den gesamten Kückenaufenthaltsraum erzielt.
Gegenüber der an erster Stelle besprochenen bekannten Schirmglucke, bei welcher die primären Wärmestrahlen erst nach Reflexion zur Wirkung gelangen, weist die erfindungsgemässe Konstruktion ausserdem noch den Vorteil eines geringeren Verbrauches an Wärmeenergie auf, da bei der letzteren die primären Wärmestrahlen direkt auf das Gebiet am Rande des Kückenlaufbodens einwirken. Gegenüber der an zweiter Stelle angeführten bekannten Schirmglucke besitzt die erfindungsgemässe Schirmglucke noch den Vorteil eines wesentlich grösseren Luftvolumens, welcher Umstand sich besonders günstig auf das Wachstum des Geflügels auswirkt.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die Schirmglucke gemäss der Erfindung und Fig. 2 den Grundriss der Abschirmplatte.
Die Schirmglucke besteht aus einem doppelwandig ausgebildeten konischen Schirm, der auf Stützen höhenverstellbar gelagert und am Rande mittels eines Vorhanges abgeschlossen ist. Die Schirmglucke besitzt ferner einen abnehmbaren, ebenfalls doppelwandig ausgebildeten Deckel. Zwischen den am abnehmbaren Deckel h befestigten Heizkörpern c, die infrarote Lampen, elektrische Heizkörper usw. sein können, und der zu erwärmenden Fläche i des Kückenlaufbodens ist eine möglichst dünne, ebene Platte a aus Metall, vorzugsweise Leichtmetall, Kunststoff, gefärbtem Glas, Keramik od. dgl., angeordnet, die am abnehmbaren Deckel h der Schirmglucke befestigt ist und die die direkten (primären) Wärmestrahlen nicht hindurchlässt.
Unter der Platte a entsteht so ein abgeschirmter Raum d über der Fläche i, der in der Luft von allen Seiten durch die direkten Wärmestrahlen e1 begrenzt ist.
Form und Grösse der Platte a sind an die geometrische Form des Grundrisses des Gluckenschirmes j und an das Volumen des zu erwärmenden Raumes angepasst. Die Platte a kann Kreisform,. wie in Fig. 2 dargestellt, besitzen, kann aber auch ein Oval, ein Quadrat oder ein Rechteck usw. sein. Die Platte a soll jedoch möglichst dünn ausgebildet sein, um jeden Wärmespeichereffekt zu vermeiden. Die direkten Wärmestrahlen ei durchdringen zusammen mit den Strahlen e, die vom Deckel h und der Wand g reflektiert
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werden, den Luftraum dl, den sie über der Fläche erwärmen, welche von den die Platte a streifenden Wär- mestrahlen el und der Innenwand g der Schirmglucke begrenzt ist.
Infolge der durchdringenden direkten Wärmestrahlen el ist die Temperatur des Luftraumes dl grösser als die Temperatur des durch die Platte a abgeschirmten Raumes d ; infolgedessen strebt ein Teil der mit Pfeil f bezeichneten erwärmten Luft in den abgeschirmten Raum d, der sich unter der Platte a befindet, wo eine Vermischung der Luftanteile mit den verschiedenen Temperaturen stattfindet. Anfangs ist diese Vermischung stärker, später, wenn sich die Lufttemperatur im Raum d und d stabilisiert, wird die Luftmischung nur mehr eine geringe sein und etwa bestehende, geringe Temperaturunterschiede werden durch sachtes Strömen uhd Mischen der Luft ausgeglichen.
Durch dieses ständige, sachte Strömen der Luft aus dem Raum d1 in den Raum d unter der Platte a ist die Einhaltung einer vollkommen gleichmässigen Temperatur im gesamten Kückenaufenthaltsraum unter dem Schirm der künstlichen Glucke, d. h. über die gesamte zu erwärmende Fläche i, gewährleistet.