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Einrichtung zum gesteuerten Vorschieben beim Vereinzeln von gestapelten flachen Gegenständen
Zum Vereinzeln von gestapelten Gegenständen ist es bekannt, pneumatische Sauger oder eine Rol- len-bzw. Bandabzugvorrichtung zu verwenden und den Stapel in Abhängigkeit der Entnahme gleichmä- ssig langsam zu heben, so dass ein pneumatischer Sauger immer ungefähr den gleichen Weg zurücklegt oder eine Rollenabzugsvorrichtung dauernd mit dem Stapel in Berührung bleibt.
Ein kontinuierlicher Vorschub des Stapels ist aber nur möglich, wenn die gestapelten Gegenstände gleichmässig stark sind. Weisen sie hingegen verschiedene Stärken auf, wie es z. B. bei Briefen der Fall ist, dann nimmt die Stapelhöhe jeweils beim Abziehen eines Gegenstandes nicht immer um den gleichen
Betrag ab, so dass ein mit kontinuierlicher Geschwindigkeit gehobener Stapel bei der nächsten Arbeitspha- se des Vereinzelners zu hoch oder zu niedrig steht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine Einrichtung zum gesteuerten
Vorschieben von gestapelten flachen Gegenständen, z. B. Briefen, zu schaffen, die in der Regel nicht gleichmässig stark sind. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine von unten nach oben laufende Transporteinrichtung, z. B. eine Transportkette, mit Konsolen vorgesehen ist, die die auf den Konsolen gestapelten Gegenstände einem Vereinzelner zuführt, und dass eine lichtelektrische Steuerung angeordnet ist, die die Transporteinrichtung in Abhängigkeit der Entnahme der sich auf einer Konsole zu vereinzelnden Gegenstände weiterschaltet. Die lichtelektrische Steuerung besteht aus zwei Lichtschleusen in Höhe des Vereinzelners.
Ein Nockenkontakt auf der Antriebswelle des Vereinzelners sorgt dafür, dass der Vor- sel ut immer nur dann erfolgen kann, wenn der Vereinzelner eine hiefür günstige Stellung erreicht hat.
Eine derartige Einrichtung hat den Vorteil, dass sich vertikal gestapelte Briefe besonders gut durch Abheben des jeweils oben liegenden Briefes vereinzeln lassen, da die darunter liegenden Briefe durch ihre Schwerkraft zurückgehalten werden und während des Vereinzelungsvorganges kein Gleiten der Briefe aufeinander erfolgt.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung spricht eine der Lichtschleusen auf den obersten Gegenstand des Stapels auf einer Konsole an, während die untere Lichtschleuse die vollständige Entleerung der Konsole überwacht. Im Stromkreis der Lichtschleusen ist ein Magnet vorgesehen, der über eine Start-StopKupplung die Transportkette mit dem Antrieb kuppelt, wenn der Lichtstrahl der oberen oder unteren Lichtschleuse auf die zugeordnete Fotodiode fällt. Durch die obere Lichtschleuse wird der Antrieb dem jeweiligen Bedarf entsprechend gesteuert und der Stapel bei jedem Ansprechen dieser Lichtschleuse so weit nachgeschoben, bis der Lichtstrahl unterbrochen wird. Auf diese Weise ist auch bei ungleichmässig starken Briefen Vorsorge getroffen, dass der Stapel immer die richtige Höhe hat, so dass der Vereinzelungsvorgang fortlaufend erfolgen kann.
Die untere Lichtschleuse überwacht, ob sich noch ein Brief auf der unter dem Vereinzelner stehenden Konsole befindet. Sobald der letzte Brief abgezogen ist, fällt der untere Lichtstrahl auf seine Fotodiode und bewegt die leere Konsole weiter. Dieser Lichtstrahl verläuft so, dass er durch die vorbeifahrende-leere Konsole nicht unterbrochen wird. Ferner wird beim Vorbeifahren der leeren Konsole ein Nockenkontakt betätigt, der für die Zeit des Vorbeifahren einen ununterbrochenen Vorschub bewirkt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der dazu gehörenden Zeichnung, u. zw. zeigt Fig. l eine Vereinzelungsvorrichtung nach der Erfindung für Briefe und
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In Fig. 1 ist eine Einrichtung nach der Erfindung in einem Gestell 1 mit der Verkleidung 2 untergebracht. Wenn eine Vereinzelungsvorrichtung den Bedarf an vereinzelten Gegenständen, z. B. Briefen, nicht decken kann, können zwei parallel arbeitende Vereinzelner in einem Gestell vorgesehen werden. Eine Einrichtung besteht aus einem Briefaufzug 3, der aus zwei endlosen Ketten 4 mit in regelmässigen Abständen angeordneten Konsolen 5 zusammengesetzt ist. Die Ketten laufen um Kettenräder 6, von denen nur das obere, auf der welle 7 gelagerte dargestellt ist. Der Antrieb der Transportketten erfolgt von einem Motor 8 über einen Riemen 9, eine Riemenscheibe 10, eine Welle 11, eine Start-Stop-Kupplung 12 und die Schraubenräder 13.
Auf der Konsole 5 befindet sich ein Briefstapel 14, auf dessen Oberseite ein Sauger 15 eines Vereinzelners aufliegt, der über einen Schlauch 16 mit einer nicht dargestellten Vakuumpumpe verbunden ist. Zur Bewegung des Saugers dient ein Scherengetriebe 17, das über Nokken 18,19 und eine feststehende Kurve 20 gesteuert wird. Zur Führung der Schere, die ein nicht dargestellter Motor bewegt, sind Hebel 21, 22 angeordnet. Vor dem Briefstapel sind in der Höhe der obersten Sendung zwei Rollen 23,24 vorgesehen, von denen die eine fest und die andere schwenkbar gelagert ist.
Ein Förderband 25, von dem nur ein Abschnitt angedeutet ist, weist gegenüber den Rollen 23,24 eine keilförmige Einführung 26 auf.
Die zu vereinzelnden Briefstapel werden auf die in der Briefführungsrinne laufenden und an endlosen Ketten 4 befestigten Konsolen 5 aufgelegt. Die durch den Motor 8 angetriebenen Ketten fördern die ) 3riefstapel zum Sauger 15, der über den Schlauch 16 von der Vakuumpumpe Saugluft erhält und die Briefe nacheinander absaugt. Der Sauger führt dabei eine Hubbewegung aus, die gross genug ist, um auch Briefe zu erfassen, deren Lage geringfügig in beliebiger Richtung von der Sollage abweicht. Die abgezogenen Briefe werden mit dem Scherengetriebe 17 zwischen die Rollen 23, 24 geschoben und durch das Band 25 abtransportiert. Sobald der Sauger 15 mit einem Brief die Mitte der Rollen 23,24 erreicht hat, schliessen sich diese und reissen den Brief vom Sauger ab.
Durch die Drehung der Rollen wird der Brief in das Förderband 25 über die keilförmige Einführung 26 eingeschoben. Durch das Förderband werden die vereinzelten Briefe, z. B. in waagrechte Rinnen gebracht, die zu einem Code-bzw. Briefmarkenabtaster fahren können.
Die Nocken, von denen nur die Nocken 18,19 zu sehen sind, bewegen den Sauger 15 über das Sche- rcngetriebe 17 in horizontaler und vertikaler Richtung. Damit der Sauger den obersten Brief des Briefstapels senkrecht von oben trifft, ist das Scherengetriebe an einem Parallelogramm befestigt, das von den
Hebeln 21 und 22 gebildet wird. Um die durch das Schwenken des Parallelogramms hervorgerufene hori- zontale Bewegung der Sauger zu vermeiden, wird das Scherengetriebe während der vertikalen Bewegung von der feststehenden Kurve 20 entsprechend geführt.
Das Nachschieben der Briefstapel 14 zum Sauger 15 und das beschleunigte Weiterbewegen einer entleerten Konsole regelt die in den Fig. 2 und 4 dargestellte lichtelektrische Steuereinrichtung. Diese Steuereinrichtung besteht aus den Lichtschleusen 27 und 28, einer Lampe 29, den Spiegeln 30 und den Fotodioden 31. Im Stromkreis der Lichtschleusen ist ein Kupplungsmagnet 32 vorgesehen, der mit seinem Anker 33 die Start-Stop-Kupplung 12 auf der Welle 11 beeinflusst. Zur Steuerung dient des weiteren eine auf der Vereinzelnerwelle befestigte Nocke 34, die einen Kontakt 35 betätigt. Auf der Kettenradwelle 7 sind die Nocken 36, 37 vorgesehen, denen die Kontakte 38, 39 gegenüberstehen.
Den Stromauf dieser Steuereinrichtung zeigt Figez
Wenn der oberste Brief eines Briefstapels den Lichtstrahl der Lichtschleuse 27 unterbricht, dann wird der Stromkreis des Kupplungsmagneten 32 unterbrochen. Sein Anker 33 fällt ab und entkuppelt den Antrieb der endlosen Ketten 4 mit den darauf befestigten Konsolen 5 über die Start-Stop-Kupplung 12 und die Schraubenräder 13. Die Schraubenräder sind selbstsperrend, damit der Aufzug bei entkuppeltem Antrieb durch das Gewicht der Briefstapel nicht zurücklaufen kann. Sobald der Lichtstrahl der Lichtschleuse 27 nach Absaugen einiger Briefe wieder auf die ihm zugeordnete Fotodiode fällt, zieht der Kupplungmagnet 12 seinen Anker an und gibt den Antrieb über die Start-Stop-Kupplung 12 die Í\ elle 11 kurzzeitig frei, so dass die Welle z.
B. eine halbe Umdrehung machen kann. Dadurch wird die Konsole so weit angehoben, dass der Lichtstrahl der Lichtschleuse 27 wieder unterbrochen wird und sich die obersten Briefe in der richtigen Höhe für den Sauger 15 befinden. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis die Konsole fast vollständig von den Briefen entleert ist.
Das schrittweise Weiterschalten der Briefstapel erfolgt nicht direkt vom Lichtstrahl der Lichtschleuse 27, sondern es wird dadurch nur vorbereitet. Erst die auf der Vereinzelnerwelle angeordnete Nocke 34 schliesst und öffnet über den Kontakt 35 den Stromkreis des Kupplungsmagneten 32. Diese Nocke ist so be-
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messen und ausgebildet, dass sie den Fortschaltestrom für den Kupplungsmagneten zeitlich begrenzt und den auf die Fotodiode 31 fallenden Lichtstrahl nur dann auswertet, wenn der Sauger 15 den Briefstapel verlassen hat, Würde die Fortschaltung während des Aufliegens des Saugers auf den Stapel erfolgen, dann könnte das Briefniveau durch das Zurückfedern der Briefe beim Abheben des Saugers höher steigen als für einwandfreies Arbeiten des Vereinzelners zulässig ist.
Die einzelnen Abschnitte beim Vorschub innerhalb einer Konsole sind so gewählt, dass bei der tief- sten Saugerstellung die Unterkanten des Saugers beim Absaugen des letzten Briefes mit der Grundfläche der Konsole übereinstimmen. Dadurch wird gewährleistet, dass der letzte Brief von jeder Konsole ein- wandfrei abgesaugt und nicht in die darunter liegende Konsolöffnung gedrückt wird.
Vor dem Vereinzeln der letzten Briefe, d. h. vor dem letzten Vorschub der betreffenden Konsole legt die auf der Kettenradwelle 11 angeordnete Nocke 36 den Kontakt 38 um und schaltet auf diese Weise die Lichtschleuse 28 in den Stromkreis des Kupplungsmagneten 32 ein. Weitere Vorschübe können dadurch erst erfolgen, wenn der Lichtstrahl der I ichtschleuse 28 die ihm zugeordnete Fotodiode 31 trifft. Das ist der Fall, wenn der letzte Brief von der Konsole abgesaugt ist. Die nächste Fortschaltung erfolgt noch durch 'die Steuerung der Nockenscheibe 34 über den Kontakt 35. Bei der anschliessenden Periode schliesst die
Nocke 37 den Kontakt 39, über den der Kupplungsmagnet 32 daraufhin Strom erhält.
Der angezogene An- ker 33 gibt die Start-Stop- Kupplung 12 frei, die den Antrieb so lange mit der Transportkette kuppelt, bis die entleerte Konsole weggedreht und ein neuer Briefstapel in den Bereich des Saugers 15 gekommen ist.
Durch diese Massnahme wird die Verlustzeit beim Konsolenwechsel verkürzt. Danach erfolgt die Steuerung wieder über die durch den Kontakt 34 erneut eingeschaltete Lichtschleuse 27, durch die ein schrittweises
Weiterschalten erzielt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum gesteuerten Vorschieben beim Vereinzeln von gestapelten flachen Gegenständen wie Briefen, Karten usw., dadurch gekennzeichnet, dass eine von unten nach oben laufende Transporten- richtung, z. B. eine Transportkette (4), mit Konsolen (5) vorgesehen ist, die die auf den Konsolen gestapelten Gegenstände (14) einem Vereinzelner (15) zuführt, und eine lichtelektrische Steuerung angeordnet ist, die die Transporteinrichtung in Abhängigkeit der Entnahme der sich auf einer Konsole zu vereinzelnden Gegenstände-weiterschaltet.