<Desc/Clms Page number 1>
Mahlvorrichtung für Faserstoffe
Die Erfindung betrifft eine Mahlvorrichtung für Faserstoffe, die ein um seine waagrechte Welle um- laufendes sowie ein stillstehendes Mahlorgan aufweist, deren eines axial verschiebbar ist und von einem vorzugsweise hydraulischen Stellmotor gegen das andere Mahlorgan gedrückt wird, wie solche Vorrich- tungen z. B. als Raffineure der Scheiben- oder der Jordan-Bauart bekannt sind.
Bei derartigen Mahlvorrichtungen muss der Abstand zwischen beiden Mahlorganen, der sogenannte
Mahlspalt, derart regelbar sein, dass die jeweils gewünschte Qualität des Mahlproduktes erzielt wird ; die
Spaltbreite kann dabei zwischen der Grössenordnung vom Tausendstel bis zu einigen Zehntel-Millimeter und fallweise sogar bis zu etwa einem Millimeter schwanken.
Bei den bisher bekannten Mahlvorrichtungen wurde die Spaltbreite meist mit mechanischen Messvor- richtungen überwacht und angezeigt ; bei grossen Aggregaten, die mit einem Mahldruck bis zu 100 t oder mehr arbeiten können, sind Schwingungen unvermeidbar, die sich dann an den Messvorrichtungen auswirken und in diesen proportional zur Messgenauigkeit vergrössert werden, wodurch natürlich die Ablesung der Anzeigegeräte wesentlich erschwert wird ; auch bei Zeigern aus sehr leichtem Werkstoff können Eigenschwingungen auf Grund der Schwerkraft nur schwer vermieden werden.
Nach der Erfindung werden nun bei Mahlvorrichtungen der eingangs beschriebenen Bauart für Faserstoffe diese Nachteile dadurch vermieden, dass ein optisches Mikrometer vorgesehen ist, dessen durchsichtiger, quer zur optischen Achse liegender Skalenträger über einen Mitnehmer od. dgl. mit dem verschiebbarenMahlorgan mittelbar verbunden ist und dessen Axialbewegung folgt und die Weite des Spaltes zwischen beiden Mahlorganen anzeigt.
Durch diese Ausgestaltung wird die Anzeige des Messgerätes von den Schwingungen der Maschine unabhängig und kann daher leicht und einwandfrei abgelesen werden.
Diese erfindungsgemässe Ausgestaltung eignet sich insbesondere für solche Mahlvorrichtungen, deren Stellmotor für das verschiebbare Mahlorgan einen nur axial verstellbaren Kolben aufweist, welcher den Mahldruck über gleichfalls nur axial verstellbare sowie über umlaufende Glieder auf das umlaufende Mahlorgan überträgt ; bei derartigen Mahlvorrichtungen ist dann zweckmässig der die Axialbewegung des verschiebbaren Mahlorganes mitmachende Skalenträger mit einem nur axial verschiebbaren Übertragungglied des Stellmotors verbunden.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Mahlvorrichtung im vertikalen Mittelschnitt sowie in Fig. 2 die zugehörige Mikrometereinrichtung vergrössert dargestellt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Mahlvorrichtung ist im Rahmen 10 eine Welle 12 in zwei Lagern gelagert, deren eines 14 eingezeichnet ist ; diese Well 12 ist an ihrem linken Ende mit einem nicht dargestellten Antriebsmotor verbunden und trägt an ihrem rechten Ende eine Mahlscheibe 22, mit welcher sie gegenüber einer ortsfesten Mahlscheibe 24 axial verstellbar ist.
Das nahe der Mahlscheibe 22 eingesetzte Wellenlager 14 hat kegelige Rollen 26, die mit einem auf der Welle sitzenden Ring 28 sowie einem stationären Ring 30 zusammenwirken ; dieses Lager kann sowohl axiale als auch radiale Belastungen aufnehmen. Auf der Welle 12 ist zwischen dem Innenring 28 und einem Absatz 32 ein Abstandsring 34 eingesetzt. Das Lager 14 wird mittels eines zweckmässig kegeligen Axiallagers 36 ständig unter axialem Druck gehalten, welch letzteres mit einem Innenring 38 versehen ist, der auf der Welle 12 über eine ölabweisendeScheibe40 sowie mittels einer Gegenmutter 42 befestigt
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1