AT224243B - Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzanstriches - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzanstriches

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AT224243B
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corrosion protection
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film
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protection coating
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Guenter Dipl Ing Dr Schuecking
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Guenter Dipl Ing Dr Schuecking
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzanstriches 
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzes auf Metall und Beton gegen chemische und mechanische Angriffe aus einer wässerigen Emulsion auf Basis eines   Vinyl-Vinylidenehlorid-Mischpolymerisates.   



   Zur Herstellung eines chemisch beständigen und abriebfesten Korrosionsschutzes werden bekanntlich neben den verschiedenen Platten und Kunstharzen auch verschiedene Werkstoffe in Spachtelform oder Streichform oder als Kunststoff-Folien eingesetzt. 



   So werden auch wässerige Emulsionen auf Basis von Naturkautschuk oder von Kunststoffen zum Schutz gegen chemische aggressive Einwirkungen verwendet. Alle diese Korrosionsschutz-Materialien haben die Eigenschaft, dass sie entweder sehr teuer und umständlich zu verarbeiten sind oder dass sie nur einen kleinen chemischen Beständigkeitsbereich besitzen. Besonders der Korrosionsschutz mittels keramischer oder Kohlenstoffsteinen ist sehr aufwendig, hat ein grosses Volumen und ist besonders bei grossen Anlagen stossempfindlich. Wässerige Emulsionen von Kautschuk oder Kunststoff wieder haben den Nachteil, dass sie bald verspröden, auch wenn sie anfangs einen hohen Weichmachergehalt aufweisen.

   Auch werden häufig Folien aus Natur- oder synthetischem Kautschuk, aus weichgemachten PVC-Folien u. ähnl. verwendet, aber auch sie haben alle den Nachteil, dass sie aus einzelnen Folienbahnen bestehen und an den Enden verschweisst oder verklebt werden müssen, was bei thermischen und chemischen Beanspruchungen meistens eine schwache Stelle darstellt und zu Undichtigkeiten führt. 



   Besondere Schwierigkeiten bestehen beim Korrosionsschutz grösserer Anlagen, bei welchen Arbeitsoder Bewegungsfugen vorhanden sind, wie z.   B.   bei grossen Beizbehältern, wo die Überbrückung dieser Fugen mit starren harten Korrosionsschutz-Materialien unmöglich ist. 



   Um sowohl die Arbeitstechnik in der Herstellung eines Beton-und Metallschutzes zu vereinfachen als auch die Sicherheit des Schutzes zu verbessern und möglichst die Anwendungsmöglichkeiten eines bestimmten Verfahrens zu erweitern, werden laufend umfassende   Entwicklungs- und   Forschungsarbeiten betrieben, weil dieses Problem neben technischer auch volkspolitische Bedeutung besitzt. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren bietet nun eine Reihe arbeitstechnischer Vorteile und bietet eine bedeutend grosse Einsatzbreite in chemischer und mechanischer Hinsicht. Dabei besteht die Möglichkeit, selbst komplizierte Konstruktionen oder grösste Behälter oder Rohre mit einem   gleichmässigen,   vielseitig chemisch beständigen Schutz zu versehen. 



   Das hier beschriebene neue Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass damit ein Korrosionsschutz   ; ! erzielt   wird, der eine hohe Elastizität besitzt und auf Porendichtigkeit mit einem elektrischen Funkenlnduktometer geprüft werden kann. Das   erfindungsgemässe   Verfahren verläuft in folgender Reihenfolge :
Der zu schutzende Untergrund wire   gereinigt und zunächst mit   einer Losung eines Mischpolymerisates aus Polyvinylchlorid und   Polyvinylidenchlorid in bekannten Lösungsmitteln in   einer etwa   lOtgen Konzen-   tration und einer Viskosität von etwa 30-40 cP bestrichen.

   Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels folgt gegebenenfalls eine zweite Grundierung mit einer etwa   longen   Lösung eines chlorierten   Mischpolymeri-   sates auf Basis von Polyvinylchlorid oder eines Chlor-Kautschuks, welchem etwa 5-10%hochdisperse Blei-   Ttennige und5-10%   feinst gemahlene Asbestine oder Schwerspat zugesetzt wurde. Bei besonders unebenen Flächen kann darauf gegebenenfalls noch eine dritte Grundierung folgen, bestehend aus einer   20-3en   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Lösung aus einem chlorsulfoniertem Polyäthylen, dem vorher ein geeigneter Beschleuniger für die Vulkanisation zugesetzt wurde. 



   Auf diesem so. grundierten Untergrund folgt dann der Auftrag einer wässerigen Emulsion auf Basis eines chlorierten Mischpolymerisates, welchem zur Stabilisierung geringe Mengen   Bleimennige, Russ   und Graphit oder Titandioxyd zugesetzt wurden. 



   Der filmbildenden wässerigen Emulsion auf Basis eines chlorierten Mischpolymerisates wird eine   wässe-   rige Etnulsion eines niedriger polymerisierten Polyvinylchlorids mit einer Viskosität von 2 - 3000 cP und einem Chlorgehalt von 55 bis   60%   in einer Menge von 5 bis   20%, zweckmässig 10-15%,   zugesetzt. 



   Die filmbildende wässerige Emulsion besteht aus einem Mischpolymerisat von Vinyl-Vinylidenchlorid und besitzt einen Chlorgehalt von   65 - 750/0   und eine Viskosität von 500 bis 1500 cP. Nach dem Vermischen mit der niedriger polymerisierten wässerigen Emulsion von Vinylchlorid   besitzt die filmbildende   Emulsion einen Chlorgehalt von 60 bis 70% und eine Viskosität von 1800 - 2500 cP. 



   Die   Verarbeitung dieser filmbildenden wässerigen Emulsion erfolgt zweckmässig   mit einer Spritzpistole bei   10 - 25 C   in mehreren Schichten, wobei nach jedem Spritzauftrag nach dem Verdunsten des Wassers ein elastisch bleibender Film von etwa   0,   14 mm Dicke entsteht. Die zu wählende Schichtstärke des fertigen   Korrosionsschutzfilmes   richtet sich nach der vorgesehenen chemischen und thermischen Beanspruchung. Bei Chromsäure-Galvanik-Bädern, die zusätzlich zur chemischen Beanspruchung auch elektrolytische Beanspruchungen aufweisen, wird eine   12fache   Spritzschicht mit etwa 1, 7 mm Dicke verwendet. 
 EMI2.1 
 die Druckfestigkeit bei 300   kg/crn.   



   Beispiel l : Ein Betonbehälter   für elektrolytische Edelstahlbeize, das sind 15% Salpetersäure, 5%   Salzsäure und 3%   Flusssäure,   wird mit einer elektrisch leitfähigen Spachtelmasse dünn beschichtet. Die Spachtelmasse besteht aus Zement, Graphitpulver und einer verdünnten, wässerigen Emulsion auf Basis von Polyvinylacetat Diese Spachtelschicht dient nur dazu, den Korrosionsschutz auf Porendichtigkeit elektrisch prüfen zu können. Darauf folgt eine Grundierung mit einer   10% eigen   Lösung auf Basis eines Mischpolymerisates aus Vinyl-Vinylidenchlorid in organischen Lösungsmitteln und einer Viskosität von etwa 30-40 cP. 



  Darauf folgt direkt ein 12facher Spritzauftrag einer wässerigen filmbildenden Emulsion auf Basis eines Mischpolymerisates, bestehend aus Vinyl-Vinylidenchlorid, welcher   12% einer   wässerigen Emulsion auf Basis eines niedrig polymerisierten Vinylchlorids zugesetzt   wurde. Die Viskosität   der fertigen filmbildenden Emulsion lag bei 2000 cP und hatte einen Chlorgehalt von   64%.   Die Spritzaufträge wurden in Abständen von etwa 2 Stunden bei 10 C vorgenommen. Die Filmstärke des Korrosionsschutzes lag   bei. 1, 7   mm. Die Prüfung auf Porendichtigkeit erfolgte mit   15000   Volt. Dieser Behälter wird ohne zusätzliche Einbringung von Kohlenstoffsteinen als Edelstahlbeizbehälter eingesetzt. 



   Beispiel 2 : Ein Eisenbehälter, welcher als Blechbehälter und zur Herstellung von Natriumhypochlorid eingesetzt werden soll, wird nach dem Sandstrahlen mit einer   10% gen   Lösung eines Mischpolymerisates von Vinyl-Vinylidenchlorid in organischen Lösungsmitteln einmal gestrichen. Darauf wird eine zweite Grundierung aufgebracht, bestehend aus einer   25% igen Lösung   eines chlorsulfonierten Polyäthylen. Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels werden in Abständen von je einer Stunde vier Schichten einer wässerigen Emulsion, bestehend aus einem Mischpolymerisat auf Basis eines   Vinyl-Vinylidellchlorids mit   einer Viskosität von 2000 cP und einem Chlorgehalt von   64%   mit einer Pistole aufgespritzt.

   Nach dem Verdunsten des Wassers wird ein elastischer, sehr abriebfester und chemisch beständiger Schutzfilm erhalten in einer Stärke von   0, 56 mm. der miteinem Funken-lnduktometermit 10000   Volt auf Porendichtigkeit geprüft wird. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzanstriches (Korrosionsschutzbelages) auf Metall oder EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> dieranstriche der Deckanstrich in Form einer wässerigen Emulsion eines chlorierten Mischpolymerisates, die zur Stabilisierung Bleimennige, Russ und Graphit oder Titandioxyd in einer Menge von 1 bis 2% enthält, aufgebracht wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der filmbildenden wässerigen Emulsion eine niedriger polymerisierte Vinylchlorid-Emulsion miteiner Viskosität von 2- 3000 cl'und einem Chlorgehalt von 55 bis 60% in einer Menge von 5 bis 20%, zweckmässig 10-15% zugesetzt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die filmbildende Emulsion aus einem Mischpolymerisat auf Basis von Polyvinylchlorid und Polyvinylidenchlorid besteht, einen Chlorgehalt von 65 bis 75% und eine Viskositätvonetwa500bisl500cPbatundnachZusatz der nach Anspruch 2 genannten Produkte ein Chlorgehalt von 60 bis 70%, vorzugsweise 62-64% und eine Viskosität von 1800 bis 2500 cP erreicht wird.
AT549058A 1957-08-08 1958-08-05 Verfahren zur Herstellung eines Korrosionsschutzanstriches AT224243B (de)

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