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Vorrichtung zum selbsttätigen Belüften von hohlen Isolatoren, insbesondere bei Elektrofiltern
Zur Vermeidung von Staubansätzen, die die Isolation beeinträchtigen, werden hohle Stütz- oder Abtrag- oder DurchfUhrungsisolatoren für Elektrofilter in ihrem Inneren ständig oder periodisch belüftet.
Im allgemeinen wird zu diesem Zweck ein gewisser Unterdruck im Elektrofilter in der Weise ausgenutzt, dass durch die die Isolatoren abdeckenden Platten, die mit einer oder mehreren Öffnungen versehen sind,
Frischluft von aussen eingesaugt wird. Bei Druckschwankungen im Elektrofilter, die durch unterschiedli- che Beaufschlagung und Staubkonzentrationen entstehen und zu einem Überdruck im Filter führen, unterbleibt jedoch die Einschnilffelung von Frischluft in die Isolatorhohlräume ; vielmehr wird das im Elektrofilter zu reinigende Gas durch die Öffnungen in den Isolatorabdeckplatten nach aussen gedrückt. Dadurch treten Verschmutzungen in den hohlen Isolatoren auf, die die Isolationswirkung erheblich beeinträchtigen.
Um diesem Übel abzuhelfen, hat man beispielsweise in der deutschen Patentschrift Nr. 884977 vorgeschlagen, die Abdeckplatten der Isolatorköpfe mit mehreren im Querschnitt verstellbaren Öffnungen zu versehen und die so vorhandenen Einsaug- oder Einschnüffelöffnungen für Frischluft mit einer zusätzlichen Platte zu überdecken, die ebensoviel Löcher in der gleichen Anordnung enthält und in einer Richtung verschiebbar über der Abdeckplatte des Isolators angeordnet ist. Auf diese Weise gelingt es, die zum Belüften einzusaugende Luft mengenmässig zu regulieren und bei entstehendem Überdruck im Elektrofilter die vorhandenen Einschnüffelöffnungen in den Isolatorabdeckungen durch Verschieben der über den Isolatorabdeckplatten angeordneten verschiebbaren Platten zu verschliessen.
Eine solche Anordnung befriedigt jedoch nicht, da das Öffnen und Schliessen der Einsaugöffnungen an jedem Isolator mit der Hand bzw. kostspielig automatisch vorgenommen werden müsste, wobei ein vorheriges Abschalten der Hochspannung erforderlich ist. Durch ein solches teilweises Stillegen des Elektrofilters sinkt der Entstaubungsgrad erheblich. Weil Druckschwankungen im Elektrofilter oft nicht vorherzusehen sind, war man bisher nicht in der Lage, die Einsaugöffnungen rechtzeitig zu schliessen, um so eine Verschmutzung der Isolatorhohlräume zu verhindern.
Die Erfindung schlägt daher eine Vorrichtung zum selbsttätigen Belüften durch Einsaugen von Spülluft an hohlen Stütz-oder Durchführungsisolatoren für die Einführung oder Abtragung von unter Hochspannung stehenden Bauteilen in Gasbehandlungsräumen, insbesondere in Elektrofiltern, nach Art eines Ventils vor, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Belüftung automatisch in Abhängigkeit von dem im Elektrofilter herrschenden Druck erfolgt, indem Spülluft durch die Öffnungen in der Deckelplatte der Isolatoren angesaugt wird, wobei als Abdichtkörper zum Verschliessen der Öffnungen kegelstumpfförmige Platten oder Kugeln benützt werden, die bei einem einstellbaren Unterdruck im Elektrofilter die Öffnungen in der Deckelplatte des Isolators zum Einsaugen von Luft freigeben, und bei einem vorgegebenen,
ebenfalls einstellbaren Überdruck diese Öffnungen in der Deckelplatte des Isolators dicht verschliessen.
Nach einer besonderen Ausbildung des Gegenstandes der Erfindung können die Einsaugöffnungen im Isolatordeckel durch eine kegelstumpfförmige oder zylindrische Platte in der Weise verschliessbar sein, dass die Platte durch ein einstellbares Gegengewicht und bzw. oder durch eine Feder gehalten ist.
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Nach einer andern Ausfilhrungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung kann über der Einsaugöffnung ein im Querschnitt flach elliptisches Rohr in vertikaler Richtung angeordnet sein, das an seinem oberen
Ende U-förmig nach unten gebogen und derart aufgeweitet ist, dass in der Aufweitung eine Kugel aus bei- spielsweise Dichtungsmaterial frei beweglich bei einem einstellbaren Überdruck im Elektrofilter gegen die kreisförmige Öffnung in der am erweiterten Teil des Rohres abschliessenden Kappe gedrückt wird und bei einem einstellbaren Unterdruck im Elektrofilter die Öffnung zum Einsaugen von Luft in den Isolator freigibt.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Vorrichtung bestehen darin, dass sie selbsttätig und ohne aufwen- diges mechanisches Eingreifen von aussen, selbst bei sehr unregelmässigem Filterbetrieb mit hohen Druck- schwankungen das Einsaugen von Spülluft reguliert, d. h. bei Überdruck im Elektrofilter die Einsaugöff- nungen dicht verschliesst und so zur Bildung von Gaspuffern führt, die ein Durchströmen der Isolatorhohl- räume mit dem zu reinigenden Gas verhindert.
An Hand zweier Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert : Die Fig. 1 und 2 zeigen im
Querschnitt die Anordnung der erfindungsgemässen Ventilvorrichtung auf einer Abdeckplatte am Kopfende eines Isolators, wobei in der Fig. 1 die Platte durch ein verstellbares Gegengewicht gehalten wird, wäh- rend in Fig. 2 die Funktion des Gegengewichtes eine Feder übernimmt. Die Fig. 3 zeigt eine weitere Aus- führungsform der Vorrichtung gemäss Fig. 1 und 2, und die Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf eine Isolator- abdeckplatte nach der Schnittlinie IV-IV der Fig. 3.
Mit 1 ist in allen Figuren die Isolatorabdeckplatte bezeichnet, die von einer abdichtenden Ringflä- che 2, unter der sich zusätzlich eine Dichtung 3 befindet, getragen wird. Mit 4 ist die Wandung des hoh- len Stütz-, Abtrag- oder DurchfUhrungsisolators bezeichnet. 5 ist eine zusätzliche Platte, die die erfin- dungsgemässe Vorrichtung trägt bzw. an oder auf der diese befestigt ist. Die Einsaugöffnung in Fig. 1 ist mit einem kegelstumpfförmigen Ventilkegel 6 abgedichtet, der aber einen Aufhänger 7 an einem Waagebalken 8 mit dem Drehpunkt 10 angehängt und durch ein Gegengewicht 9 an dem andern Waagebalken 8a gehalten ist. Der Drehpunkt 10 wird durch eine Achse gebildet, um die herum ein Rundeisenstab mit den beiden Enden 8 und 8a zu einer Schlaufe gedreht ist. Die Achse ist in einem Lagerbock 11 befestigt.
Durch die Verschiebung des Gewichtes 9 auf dem Waagebalken 8a kann in Grenzen gewählt werden, bei welchem Unterdruck im Filter der Ventilkegel 6 die Öffnung freigibt.
In Fig. 2 ist mit 6 ebenfalls der abdichtende Ventilkegel bezeichnet. Durch eine Öffnung 12 strömt Frischluft in den Vorraum 13, den der Ventilkegel 6 gegen den Hohlraum des Isolators verschliesst, wenn im Filter Überdruck herrscht. Der Kegel 6 ist über einem Bolzen 14 mit einem Zylinder 15 fest verbunden, der über einem kolbenartigen Teil 16, der zwischen die Platten 1 und 5 der Isolatorabdeckung eingespannt Ist, verschiebbar übergreift. In dem Zylinderhohlraum befindet sich um den Bolzen 14 eine Feder 17, die die gleiche Funktion hat wie das Gewicht 9 in der Fig. 1.
In Fig. 3 ist ein Gasdruckrohr 18 durch die Platten 1 und 5 der Isolatoreinrichtung geführt. Dieses Rohr 13 hat flach elliptischen Querschnitt wie aus der Fig. 4 zu entnehmen ist. Das äussere Ende des Rohres 18 ist U-förmig nach unten gebogen und erweitert sich zu einem Hohlraum 19, in dem sich als Ventilkegel eine Kugel 20 befindet, die auf einer Öffnung 21 als Ventilkegelsitz aufliegt, der durch die den erweiterten Teil des Rohres abschliessende Kappe 22 gebildet wird. Bei 23 ist die Durchlassöffnung für die hochspannungsführenden Teile angeordnet und mit 24 ist das Abtragejoch bezeichnet.
Bei Überdruck im Elektrofilter wird die Kugel 20, die beispielsweise aus Dichtungsmaterial, aber auch aus Metall bestehen kann, gegen den Sitz 21 gedrückt, so dass keine Luft in den Isolatorhohlraum gelangt und kein Gas aus diesem ausströmen kann, wodurch die Bildung eines Gaspuffers in dem Isolator gewährleistet ist. Bei Unterdruck im Elektrofilter hebt der Atmosphärendruck die Kugel 20 gegen den verengten Hals des einen elliptischen Querschnitt besitzenden Rohres 18, wodurch Frischluft durch den Sitz 21 und weiter durch das Rohr 18 in den Innenraum des Isolators eindringen kann. Das Bezugszeichen 25 bezeichnet die Befestigungsschrauben.
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