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Halbleiter-Gleichrichteranordnung kleiner Bauart
Die Erfindung bezieht sich auf eine Halbleiter-Gleichrichteranordnung mit einem Stapel aus tablet- tenförmigen Gleichrichterelementen in einem Isolierstoffgehäuse und mit drahtförmigen Anschlussorga- nen, deren im Stapel liegende Teile zu Schleifen gebogen sind und die etwa senkrecht zur Stapelrichtung nach aussen geführt sind. Derartige Konstruktionen sind deswegen besonders vorteilhaft, weil sie es ermög- lichen, die Teile der Inneneinrichtung von einer Seite her in entsprechende Aussparungen des Gehäuses einzuführen, so dass der Zusammenbau einen nur verhältnismässig geringen Arbeitsaufwand erfordert.
Sie haben jedoch insofern einen gewissen Nachteil, als beim Biegen der äusseren Anschlussdrähte Kräfte und
Momente auf den Stapel übertragen werden können, wodurch unter Umständen eine Kontaktverschlech- terung der Stapelelemente eintreten kann. Zur Beseitigung dieses Mangels ist es bereits vorgeschlagen worden, die Anschlussdrähte innerhalb des Gehäuses in einer Ebene, die senkrecht zu den Tablettenebenen liegt, abzukröpfen und an der Abkröpfungsstelle durch anliegende Gehäusewände zu führen, so dass von aussen einwirkende Kräfte und Momente ausserhalb des Stapels abgefangen werden.
Die vorliegende Erfindung liefert eine weitere Lösung des geschilderten Problems, Sie besteht darin, dass das Gehäuse auf der Austrittsseite der Anschlussorgane durch einen in das Gehäuse hineinragenden Einsatz verschlossen ist und dass an der Grenzfläche zwischen dem Einsatz und den Gehäusewänden keilför- mige Nuten vorgesehen sind, in denen die Anschlussdrähte beim Einführen des Einsatzes eingeklemmt werden. Die keilförmigen Nuten können entweder in dem Einsatz oder in den an ihn angrenzenden Gehäuseteilen vorgesehen sein. Ihr Profil ist etwas kleiner zu wählen als ein dem Drahtquerschnitt umschriebene Dreieck.
Mit Vorteil ist der Einsatz selbst im Ganzen keilförmig ausgebildet ; er lässt sich dann leicht in das
Gehäuse einführen. Der Einsatz und die an ihn angrenzenden Gehäuseteile sind vorzugsweise mit einander entsprechenden Vorsprüngen bzw. Aussparungen versehen, die in der Endstellung des Einsatzes ineinander einrasten.
Die Fig. 1-5 zeigen eine Gleichrichteranordnung als Ausführungsbeispiel der Erfindung, u. zw. die Fig. 1-3 in einander entsprechenden Rissen, die Fig. 4 und 5 in zwei Schnitten. Die Fig. 6 und 7 stellen zwei Ansichten eines zum Verschluss des Gleichrichtergehäuses dienenden keilförmigen Einsatzes dar.
Die Gleichrichteranordnung nach den Figuren enthält zwei Gleichrichtersysteme aus Selentabletten in Einwegschaltung. Der Massstab der Darstellung ist stark vergrössert ; die Tabletten haben einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern.
In den Figurea ist mit 1 der Grundkörper des Gehäuses bezeichnet. Er besteht beispielsweise aus einem Polycarbonat-Kunststoff. Der Gehäusekörper 1 weist einen zylindrischen Kanal 2 auf, in den die Teile der Inneneinrichtung-Gleichrichtertabletten, Zwischenplatten und Anschlussorgane - in Längsrichtung des Gehäuses eingeschichtet sind. Der Kanal 2 ist mit einem keilförmigen, sich nach aussen öffnenden Raum 3 verbunden, in den nach Einschichtung der Inneneinrichtung ein keilförmiger Einsatz 4, z. B. aus einem Polyäthylen-Kunststoff, eingeführt wird.
Der Aufbau der Gleichrichtersysteme ist aus Fig. 5 erkennbar ; in dieser Figur sind die Selentabletten mit 5, die Anschlussdrähte mit 6 bezeichnet. Jedes Einweg-Gleichrichtersystem weist einen Stapel von vier Selentabletten 5 auf, die beiderseits an einem Anschlussorgan 6 anliegen. Jedes Anschlussorgan 6 besteht aus einem Draht, der, wie aus Fig. 4 ersichtlich, zu einer Schleife gebogen ist, die mit den Tablet-
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ten 5 in Kontakt steht. Zwischen den beiden Einwegsystemen ist eine Isolierplatte 7 angeordnet. Am rechten Ende des Gesamtstapels (vgl. Fig. 5) ist eine Schraubenfeder 8 zur Herstellung des Kontaktdruckes vorgesehen.
Sämtliche Innenteil werden in den Kanal 2 von einer Seite her (in Fig. 5 von rechts) eingefüllt. Um dies zu erleichtern, ist der Gehäusekörper 1 auf der andern Seite mit einer Öffnung 10 versehen, in die während der Montage ein nicht dargestellter Stift hineinragt. Auf die Endfläche dieses Stiftes werden die einzelnen Teile aufgelegt, derart, dass der Stift bei fortschreitendem Aufbau des Stapels allmählich aus dem Gehäuse herausgedrückt wird.
Nach dem Einschichten des letzten Teiles, nämlich der Kontaktfeder 8, wird das Gehäuse auf der rechten Seite der Fig. 5 durch einen Deckel 14 abgeschlossen, der mit einem entsprechenden Vorsprung in den Kanal 2 hineinragt. Der Deckel 14 weist ausserdem einen weiteren Vorsprung 14a geringeren Durchmessers auf, der bei der Montage in den Innenraum der Feder 8 eingreift und auf diese Weise eine Führung für die Feder bildet. Der Gehäusekörper 1 wird mit dem Deckel 4 durch ein Metallband 11 verklammert das bereits während des Einfüllens der inneren Teile den Gehäusekörper 1 umgeben kann und daher an der Stelle der Öffnung 10 ebenfalls mit einem Loch versehen ist.
Die Anordnung ist nun noch entsprechend der Darstellung nach Fig. 5 nach unten offen. Der endgültige Verschluss wird durch Einschieben des keilförmigen Einsatzes 4 in den Hohlraum 3 hergestellt. Der Keil 4 ist gemäss den Fig. 6 und 7 auf seinen Schrägflächen mit je zwei ebenfalls keilförmigen Nuten 12 versehen, die die Aufgabe haben, die nach aussen führenden Teile der Anschlussdrähte 6 aufzunehmen. Das Profil der Nuten 12 ist so gewählt, dass es etwas kleiner ist als ein dem kreisförmigen Drahtquerschnitt umschriebenes Dreieck. Der Keil 4 weist ferner vorspringende Schultern 13 auf, die sich über seine gesamte Länge erstrecken. Wird nun der Keil 4 in den Hohlraum 3 des Gehäusekörpers 1 eingeschoben, so rasten die Schultern 13 in entsprechenden, am Gehäusekörper 1 vorgesehenen Hohlkehlen 15 ein (vgl.
Fig. 4).
Gleichzeitig legen sich die nach aussen führenden Teile der Anschlussdrähte 6 in die Nuten 12, in die sie
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brauch der Gleichrichteranordnung auf die äusseren Anschlussdrähte ausgeübten Kräfte und Momente nicht bis zum Gleichrichterstapel weitergeleitet werden.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Halbleiter-Gleichrichteranordnung mit einem Stapel aus tablettenförmigen Gleichrichterelementen in einem Isolierstoffgehäuse und mit drahtförmigen Anschlussorganen, deren im Stapel liegende Teile zu Schleifen gebogen sind und die etwa senkrecht zur Stapelrichtung nach aussen geführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse auf der Austrittsseite der Anschlussorgane durch einen in das Gehäuse hineinragenden Einsatz verschlossen ist und dass an der Grenzfläche zwischen dem Einsatz und den Gehäu- sewänden keilförmige Nuten vorgesehen sind, in denen die Anschlussdrähte beim Einführen des Einsatzes eingeklemmt werden.