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Zweikreis-Elektro-Heisswasserspeicher
Die Erfindung betrifft einen Zweikreis-Elektro-Heisswasserspeicher mit einem Netzumschalter, mit- tels welchem dieser Speicher auf Nacht- oder Tagstrombetrieb schaltbar ist, und mit einem Thermostaten.
Ein solches Gerät hat die Aufgabe, Heisswasser sowohl mit verbilligtem Nachtstrom als auch bei grö- sseremBedarf zusätzlich mit Tagstrom zu erzeugen. Zu diesem Zweck können bei einem Zweikreis-Spei- cher die Heizkörper durch einen Netzumschalter vom Nachtstromnetz auf das Tagstromnetz umgeschaltet werden. Dabei ist es aus wirtschaftlichen Gründen wesentlich, das Nachheizen mit Tagstrom in möglichst engen Grenzen zu halten, da der Tagstrom wesentlich teurer als der Nachtstrom ist.
Es ist bereits ein Gerät bekannt geworden, bei dem eine Senkung der Betriebskosten dadurch erzielt werden soll, dass eine von Hand aus zu betätigende Schalteinrichtung eine Wahl zwischen Normal-und
Starkheizung sowie zwischen einmaliger und wiederholter Aufheizung ermöglicht. Wird hiebei die Nor- malheizung mit Nachtstrom und die Starkheizung mit Tagstrom betrieben, so ist in der Schaltstellung
Starkheizung-einmalige Aufheizung automatisch verhindert, so dass bei Tag, wenn die Speichertemperatur unter den am Thermostaten eingestellten Wert abfällt, dauernd nachgeheizt wird.
Das bekannte Gerät weist jedoch hinsichtlich der Betriebskosten einen schwerwiegenden Nachteil auf.
Wird nämlich der Schalter von der Stellung Starkheizung-einmalige Aufheizung nicht auf Nachtstrombetrieb umgeschaltet, so unterbleibt in der Nacht die Aufheizung, und es muss dieses Versäumnis bei Tag mit teurem Strom bezahlt werden.
Durch die Erfindung wird ein Gerät geschaffen, bei dem auch der letztgenannte Nachteil nicht mehr auftritt. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Netzumschalter durch den Thermostaten des Speichers von der Tag- auf die Nachstellung schaltbar ist, wobei der Thermostat bei Erreichen der jeweils voreingestellten Temperatur einen aus dem Tagstromkreis gespeisten Steuerstromkreis schaltet, in dem eine Magnetwicklung liegt, die einen Anker umfasst, der den Netzumschalter steuert bzw. auslöst.
Ein derart steuerbarer Netzumschalter gewährleistet, dass der Speicher nach einmaliger Aufheizung bei Tag automatisch sofort auf Nachtbetrieb umgeschaltet wird. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es daher nicht nur-wie bereits bekannt-bei Bedarf das Gebrauchswasser im Speicher nach Betätigung des Netzumschalters von Hand mittels Tagstrom einmal bis zur gewünschten Endtemperatur aufzuheizen, sondern es werden auch nach einmaliger Erreichung der am Thermostat eingestellten Endtemperatur die Heizkörper sofort wieder selbsttätig auf das Nachtstromnetz umgeschaltet. Hiedurch wird einerseits erreicht, dass das Gebrauchswasser mit dem teuren Tagstrom selbsttätig nur einmal aufgeheizt wird und anderseits verhindert, dass auf das Umschalten des Speichers von : 1 Tagstrom- auf das Nachtstromnetz vergessen wird.
Der Aufheizvorgang kann aber auch jederzeit von Hand aus unterbrochen werden, wobei der Schalter sofort, insbesondere durch Federkraft. auf das Nachtstromnetz gelegt wird. Ebenso kann auch von Hand aus bei sehr grossem Heisswasserbedarf der Speicher mehrmals durch Umschalten auf das Tagstromnetz aufgeheizt werden.
Mittels Temperaturfühler gesteuerte Schalter zur Umschaltung von Stark- auf Normalheizung sind an sich bekannt. Die Erfindung liegt jedoch in der speziellen Anwendung derartiger Schalter zur Steuerung von Zweikreis- Elektro- Heisswasserspeichern.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend näher erläutert. Hiebei sind alle für die Erfindung unwesentlichen Teile des Heisswasserspeichers weggelassen.
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Die Fig. l zeigt ein Gerät für Drehstromanschluss in der Tag-Stellung, die Fig. 2 in Nacht-Stellung und die Fig. 3 in der ausgeschalteten Stellung.
Mit 1 ist der Netzumschalter, mit 2 die im eigentlichen Heizstromkreis H liegenden elektrischen Heizelemente und mit 3 der Thermostat bezeichnet. Die Primärklemmen des Umschalters sind einerseits
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mostat 3 gesteuerter Schalter 3a vorzugsweise mit Quecksilberschaltröhren (Wippenschalter) vor den Heizelementen 2 liegt. Erfindungsgemäss schaltet der Thermostat 3 bei Erreichen der jeweils voreingestellten Temperatur zusätzlich einen Steuerstromkreis S, in dem eine Magnetwicklung 4 liegt, die einen Anker 5 umfasst. der den Umschalter 1 steuert bzw. auslöst.
Bei der dargestellten Variante der Erfindung arbeitet diese Steuerung mit Arbeitsstrom. Hiebei schaltet der Thermostat 3 den Steuerstromkreis S mittels eines zweiten von ihm gesteuerten Schalters 3b bei Erreichen der eingestellten Temperatur ein. Vorzugsweise wird der Steuerstromkreis S aus dem Tagstromkreis Ni. S, tel gespeist, wobei der Anschluss auf der Primärseite des Umschalters 1, vorteilhaft direkt an den Primärklemmen dieses Schalters, erfolgt.
Vorzugsweise trägt der Netzumschalter 1 einen Hilfskontakt 6, welcher in Serie zu der Magnetwicklung 4 in den Steuerstromkreis S geschaltet ist. Dadurch wird erreicht, dass der Steuerstromkreis S in der Nachstellung I und in der Aus-Stellung 0 des Netzumschalters 1 stromlos ist, bzw. dass der Steuerstromkreis nur kurzzeitig (Schaltimpuls) belastet wird.
Im Sockel der Magnetspule 4 ist ein Bi- Metallschalter 7 eingebaut, der die Spule gegen zu starke Erwärmung, vor allen bei unsachgemässem Gebrauch des Schalters, schützt.
Der Netzumschalter 1 weist einen Drehknopf 8 auf, dessen drei Stellungen, 0 = aus, I = Nachtstromanschluss, 11 = Tagstromanschluss, fixiert sind. Das Umschalten vom Nachtstromnetz auf das Tagstromnetz erfolgt von Hand aus durch Verdrehen der Schalterachse um etwa 300 in Rechtsrichtung und Eindrücken der Schalterachse in Achsenrichtung um etwa 6 mm, wodurch die Feststellung erzielt wird. Bei der vorliegenden Erfindung wurde nun die Schalterachse verlängert und dieses verlängerte Achsenstilek als Eisenkern eines Elektro-Magneten ausgebildet. Die über dem Eisenkern gelagerte Magnetspule ist fix auf dem Schalter montiert, so dass sie mit diesem eine Einheit bildet.
Wird der Stromkreis der Magnetspule geschlossen, so zieht sie den Eisenkern und damit die mit ihr verbundene Achse des Netzumschalters in sich hinein und schaltet den Speicher auf das Nachtstromnetz.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist wie folgt. Der vom Thermostat 3 gesteuerte Schalter 3a ist mit dem Netzumschalter 1 (Leistungsschalter) so gekoppelt, dass er geschlossen ist, solange der Netzumschalter am Tagstromnetz %, SI, T 1 liegt. Die Schaltröhre des Schalters 3b im Steuerstromkreis S wird durch den Temperaturregler 3 so gesteuert, dass sie sich in der Ausschaltstellung befindet, solange die Schaltröhren des Schalters 3a des Hauptstromkreises H in der Einschaltstellung stehen (Fig. 2) und umgekehrt (Fig. l). Wird nun der Netzumschalter 1 von Hand auf das Tagstromnetz Rl, Sl, T, gelegt (Fig. 1), so erwärmen die Heizkörper 2 das Gebrauchswasser im Speicher bis auf die gewünschte Endtemperatur.
Ist diese erreicht, so schalten, gesteuert durch den Temperaturregler 3, die Schaltröhren 3a im Hauptstromkreis H die Heizung ab. Gleichzeitig kippt die Schaltröhre 3b im Steuerstromkreis in die Einschaltstellung, die Magnetspule 4 bekommt Strom und zieht den Eisenkern 5 in sich hinein, wodurch der Netzumschalter vom Tagstromnetz auf das Nachtstromnetz gelegt wird (Fig. 2).
Der Netzumschalter ist für den Anschluss eines ein-oder dreiphasigen Netzes ausgelegt und ermöglicht verschiedene Kombinationen der Heizleistung, wie z. B. Nachtstromheizung 8-stündig, Tagstromheizung 8-stündig. Nachtstromheizung 6-stündig, Tagstromheizung 6-stündig. Nachtstromheizung 8-stün- dig, Tagstromheizung 3 1/3-stündig usw.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zweikreis-Elektro-Heisswasserspeicher mit einem Netzumschalter, mittels welchem der Speicher auf oder Tagstrombetrieb schaltbar ist, und mit einem Thermostaten, dadurch gekennzeichnet, dass der Netzumschalter durch den Thermostaten (3) des Speichers von der Tag- in die Nachtstellung schaltbar ist, wobei der Thermostat bei Erreichen der jeweils voreingestellten Temperatur einen aus dem Tag-
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einen Anker (5) umfasst, der den Netzumschalter (1) steuert bzw. auslöst.