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Akkumulator für Dämpfe von flüssigen Brennstoffen
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Herabsetzung der Verdampfungsverluste flüssiger Brenn- stoffe mit niedrigem Siedepunkt während ihrer Lagerung. Diese Verluste entstehen durch Entweichen von Dämpfen durch die Ventilationsöffnungen im Behälter während deren abwechselnder Füllung und Entleerung, und bei Behältern, die oberhalb der Erdoberfläche angeordnet sind, auch infolge der Änderungen der Behältertemperatur.
Zur Herabsetzung dieser Verluste wurde ein Akkumulator für die Dämpfe der flüssigen Brennstoffdämpfe entwickelt, der an die Ventilationsöffnung des Lagerungsbehälters angeschlossen ist. Dieser Akkumulator soll die aus dem Behälter vorzugsweise während seiner Füllung austretenden Dämpfe auffangen und diese Dämpfe dann in den Behälter mit dem Strom der bei seiner Entleerung eingesaugten Luft zurückführen, wobei die Fähigkeit des Petroleums oder des Gasöls, Benzin- und Benzoldämpfe zu absorbieren und diese wieder in die reine Luft zurück zu liefern, ausgenutzt wird. Diese bekannte Methode ermöglicht zwar eine wirksame Rekuperation der Dämpfe des gelagerten Brennstoffes, setzt aber voraus, dass genügende Mengen der Absorptionsflüssigkeit vorhanden sind und dass ihr intensiver Kontakt mit dem durchfliessenden Medium an einer grossen Oberfläche sichergestellt ist.
Dies führt zu verhältnismässig gro- ssen Abmessungen des Akkumulators und zur Verwendung komplizierter Anlagen bzw. Pumpeneinrichtungen.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diese Nachteile der bekannten Rekuperationseinrichtungen dadurch, dass der Akkumulator mit einer Absorptionsmasse gefüllt ist, welche die aus dem Behälter austretenden Dämpfe absorbiert und die absorbierten Dämpfe unter dem Einfluss der bei Entleerung des Behälters durch Saugwirkung entstehenden Luftströmung wieder in den Behälter zurückführt.
Nach Bedarf kann die Absorptionsmasse in mehreren Schichten angeordnet sein, die durch mit Öffnungen für den Durchgang der Dämpfe versehene Wände getrennt sind. Dabei kann als Absorptionsmasse hochporöser Gummi (Moos-oder Schwammgummi), aktive Kohle oder der Belag (Anstrich) eines eine gro- sse Oberfläche darbietenden Trägers mit absorbierender Masse, z. B. ein Asphaltanstrich, verwendet werden. Schliesslich stellt man den Akkumulator neben dem Behälter mit Vorteil an der Nordseite desselben auf oder er wird in einem unterirdischen Schacht untergebracht.
Einige Beispiele der Akkumulatoren nach dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind in der beigefügten Zeichnung gezeigt, in welcher Fig. 1 den Schnitt durch einen, auf dem Dach des überirdischen Lagerbehälters angeordneten Akkumulator zeigt, während in Fig. 2 und 3 zwei andere Alternativen des erfindungsgemässen Akkumulators veranschaulicht sind. In Fig. 2 ist der Akkumulator neben dem Behälter angeordnet, in Fig. 3 ist er in einem unterirdischen Schacht untergebracht.
Wie Fig. 1 zeigt, besteht der Akkumulator aus einem zylindrischen Gefäss 1 mit einem Deckel 2, dessen unterer Teil mit dem Stutzen 6 versehen ist, der mit der Ventilationsöffnung 4 des Behälters 5 verbunden ist. In dem Akkumulatorgefäss 1 befinden sich mehrere Schichten der Absorptionsmasse 7, die auf den Sieben oder perforierten Blechen 8 aufliegen. Der obere Teil des Akkumulators trägt den Auslaufstutzen 10 mit der undurchlässigen kapillaren Sicherung 9. Durch diese Sicherung treten die Gase in die freie Atmosphäre aus, und durch die Sicherung strömt auch die reine Luft aus der Atmosphäre in den Akkumulator. Zwischen den einzelnen Schichten der Absorptionsmasse 7 sind Trennwände 11 mit Durchgangslöchern 12 angeordnet.
Diese Trennwände verhindern-im Ruhezustand des Akkumulators-die Dif- fusion der in den unteren Schichten der Absorptionsmasse 7 aufgefangenen Gase in die oberen Schichten.
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Die unteren Schichten 7 sind jedenfalls mehr mit der Absorption der Dämpfe belastet, und es ist daher zweckmässig, die Absorptionsmasse in mehrere Schichten 7 zu unterteilen.
Vorteilhaft verwendet man als Absorptionsmasse zum Auffangen der Kohlenwasserstoffdämpfe hochporösen Gummi (Moos- oder Schwammgummi), der diese Dämpfe sehr gut absorbiert und unter der Wirkung eines Luftstromes rasch wieder freigibt. Zu demselben Zweck können mit Vorteil auch einige Kohlensorten oder andere feste Stoffe z. B. in Form eines Grossoberflächenanstriches (z. B. Asphaltanstriche) auf einem sandigen oder plattenförmigen Material verwendet werden.
Die Grösse des Akkumulatorgefässes 1 hängt vom Volumen der Absorptionsmasse ab, wobei der Raum 13 vor und die Räume zwischen den absorbierten Schichten vorteilhaft möglichst gross bemessen werden. GewichtQ der Absorptionsmasse errechnet sich wie folgt :
Bezeichnet 0 das Volumen des Lagerbehälters in m3, q das Gewicht seiner Dämpfe in kg/m3 bei der mittleren Aufbewahrungstemperatur, x die Menge der gleichzeitig dem Behälter entnommenen oder in den Behälter nachgefüllten Flüssigkeit in % des Behältervolumens und y die relative Menge der Dämpfe in Prozenten, welche die Absorptionsmasse aufzufangen imstande ist, so bestimmt sich das Gewicht des aktiven Absorptionsmaterials Q angenähert aus der Formel
EMI2.1
wobei eine gewisse Anpassung der aus obiger Formel berechneten Gewichte an verschiedene Betriebsarten erforderlich ist.
Zwecks Verminderung der von Schwankungen der Umgebungstemperatur stammenden störenden Ein- flüsse (Sonnenstrahlung), wird der Akkumulator 1 vorteilhaft gemäss Fig. 2 neben dem Behälter 5 nordseitig und tiefgestellt angeordnet und mittels eines Rohrs 14 mit der Ventilationsöffnung 6 des Behälters 5 verbunden. Der Verschluss 10 des Austrittsrohrs 15 ist dann in einer gewissen Höhe über der Erdoberfläche angeordnet.
Noch vorteilhafter ist der Akkumulator gemäss Fig. 3 in einem Schacht 16 unter der Erdoberfläche angeordnet. Das Austrittsrohr 17 ragt dann über die Höhe des Behälterdachs 5 hinaus.
Ein wichtiger Vorteil dieses Akkumulators besteht darin, dass er praktisch keine Bedienung und Instandhaltung erfordert und dass er ohne Schwierigkeiten mit jedem Brennstofflagerbehälter mit atmosphärischem Druck über dem Flüssigkeitsspiegel verbunden werden kann. Er eignet sich besonders gut für Behälter, die über dem Erdboden angeordnet sind und für auf Fahrzeugen angeordnete Behälter, z. B.
Kraftwagenzisternen und die Eisenbahnkesselwagen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Akkumulator für Dämpfe von flüssigen Brennstoffen, der zur Hetabsetzung der Verdampfungsverluste dieser Brennstoffe während ihrer Aufbewahrung in Behältern bestimmt und an den Ventilationsstutzen des Behälters angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Akkumulator (1) mit einer Absorptionsmasse (7) gefüllt ist, welche die aus dem Behälter (5) austretenden Dämpfe absorbiert und die absorbierten Dämpfe unter dem Einfluss der bei Entleerung der Behälters (5) durch Saugwirkung entstehenden Luftströmung wieder in den Behälter zurückführt.