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Bestrahlungsgerät Die Erfindung bezieht sich auf ein Bestrahlungsgerät, bei dem der Reflektor, der die Strahlungsquelle trägt, gelenkig in einem Tragbügel befestigt ist, wobei beiderseits des Reflektors zwischen dem Reflektor und dem Tragbügel ein gegenüber dem Reflektor drehbares Gelenkstück angeordnet ist.
Bekannt ist ein Bestrahlungsgerät, bei dem das Gelenkstück aus einer kegeligen Buchse besteht und mittels eines Stiftes, der in einer Nut am Ende eines Tragbügels ruht, durch die Federkraft dieses Tragbügels in eine zugehörige Aussparung des Gehäuses gedrückt wird. Die kegelige Buchse ist mit einer radialen Nut versehen, in der ein fest mit dem Gehäuse verbundener Stift ruht, so dass das Gehäuse gegen- über der kegeligen Buchse drehbar ist. Diese Gelenkkonstraktion hat den Nachteil, dass sie aus getrennten Teilen zusammengesetzt und dadurch kompliziert und teuer ist.
Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gelenkstück aus einem einzigen aus Kunststoff hergestellten Körper besteht, der in einer seiner Stirnflächen eine quer zur Achse des Gelenkstückes liegende Nut aufweist, in der ein sich etwa längs des Reflektors erstreckender Teil des Tragbügels ruht.
Das Gelenkstück nach der Erfindung hat den Vorteil, dass es aus einem einzigen Gebilde besteht und auf einfache Weise, z. B. durch spanlose Bearbeitung, hergestellt werden kann. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion hinsichtlich der bekannten Konstruktionen ist, dass der Tragbügel unmittelbar an dem Gelenkstück anliegt, wodurch die Verwendung eines Stiftes vermieden wird ; ausserdem beansprucht der Tragbügel des Bestrahlungsgerätes weniger Raum.
Bei einer günstigen Ausführungsform des Bestrahlungsgerätes nach der Erfindung ist das Längsprofil des tiefliegenden Teiles der Nut konvex ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass der sich etwa längs des Reflektors erstreckende Teil des Tragbügels, der in dieser Nut ruht, immer an einem Punkt des Gelenkstückes anliegt. Etwaige Toleranzen in den vorgeschriebenen Abmessungen des Gelenkstückes und/oder des Bügels spielen dadurch nur eine untergeordnete Rolle.
Eine weitere Ausführungsform des Bestrahlungsgerätes nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenkstück auf seiner dem Reflektor zugewendeten Seite eine mit diesem Gelenkstück ein Ganzes bildende Nocke aufweist, die bei Drehung des Gehäuses beweglich ist, wobei Nocke und Aussparung derart bemessen sind, dass das Gehäuse um einen Winkel kleiner als 3600 gegenüber dem Gelenkstück be- wegbar ist.
Bei einer andern günstigen Ausführungsform der Erfindung sind eine oder mehrere der Oberflächen der sich gegeneinander bewegenden Teile des Gelenkstückes und des Reflektors mit Reibungsmittelnversehen.
Hiedurch behält der bewegbare Reflektor die ihm gegebene Stellung bei.
Die Erfindung wird an Hand der einen Ausführungsform des Bestrahlungsgerätes nach der Erfindung darstellenden Zeichnung näher erläutert. Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des Gerätes. Die Fig. 2a-2c zeigen in vergrössertem Massstab und auch perspektivisch das Gelenkstück und die zugehörigen Teile des Gehäuses und des Tragbügels dieses Gerätes. Fig. 2d zeigt das Gelenkstück in einer andern perspektivischen Ansicht. Schliesslich ist in Fig. 3 dieses Gelenkstück teilweise im Schnitt und teilweise in der Ansicht dargestellt.
Das in der Zeichnung gezeigte Bestrahlungsgerät hat ein Gehäuse l, ein Gelenkstück 2 und einen
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schlussscheibe 4 abgeschlossen. Im Gehäuse ist die nicht dargestellte Strahlungsquelle angeordnet, z. B. eine Lampe, die eine ultraviolette oder infrarote Strahlung erzeugt. Die Hinterseite des Gehäuses geht in einen Griff 5 über, mit dem das Gehäuse gegenüber dem Tragbügel 3 eingestellt werden kann. Über den Griff, der auch als Träger für die Fassung der Lampe dient, ist die Anschlussschnur 6 herausgeführt.
Der Reflektor wird von dem als Fut3gestel1 dienenden Bügel 3 getragen. Dieser besteht in der Regel aus Metall, z. B. Stahl, und ist derart gebogen, dass infolge dieser Federung der Schenkel das Reflektorgehäuse darin unter Zwischenlage der Gelenkstücke 2 festgeklemmt wird. Dennoch ist der Reflektor gegenüber dem Bügel einstellbar.
Jedes der Gelenkstücke, deren Konstruktion den Fig. 2b, 2d und 3 entnommen werden kann, besteht aus einem pilzförmigen Kunststoffkörper. Es kann z. B. durch Spritzen in einem Arbeitsvorgang herge- stellt sein. Der sultförmige Teil 7 des Körpers passt in eine Öffnung 8, die in tier Seitenwand des Reflektorgehäuses l angeordnet ist. Der verbreiterte Teil 9 trägt in seiner Stirnfläche eine Quernut 10, in der der sich hauptsächlich längs des Reflektorgehäuses 1 erstreckende Teil 11 des Tragbügels 3 ruht. Die ein- ander gegenüberliegenden Oberflächen der Innenseite des verbreiterten Teiles 9 des Gelenkstückes und des Gehäuses 1 sind mit Reibungsflächen 12 und 13 versehen, die eine feste Lage des Bügels gegenüber dem Reflektorgehäuse gewährleisten.
Gegebenenfalls kann, wie mit gestrichelten Linien in Fig. 2d gezeigt, der stiftförmige Teil des Gelenkstückes mit einer Nocke 14 versehen sein, die sich über einen Teil des Stiftumfanges erstreckt. Diese ist dann in der ebenfalls mit gestrichelten Linien gezeichneten, gegebenenfalls vorhandenen Führung 15 im Gehäuse des Reflektors drehbar. Da diese Führung sich um einen Winkel von z. B. 270 erstreckt, ist das Reflektorgehäuse nur um einen bestimmten Winkel gegenüber dem Tragbügel drehbar.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der tiefstliegende Teil 16 der Nut 10 konvex ausgebildet. Infolgedessen wird die Oberfläche des gebogenen Teiles 11 des Bügels, trotz gegebenenfalls vorhandener Massabweichung, dennoch immer an einer Stelle dieser Nut anliegen.
Aus der Zeichnung geht hervor, dass durch Anwendung der Erfindung eine äusserst einfache Gelenkkonstruktion erhalten wird, bei der der Tragbügel nur wenig breiter zu sein braucht als das Reflektorgehäuse an der Stelle des Gelenkes.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Bestrahlungsgerät, bei dem der Reflektor, der die Strahlungsquelle trägt, gelenkig in einem Tragbügel befestigt ist, wobei beiderseitig des Reflektors zwischen dem Reflektor und dem Tragbügel ein gegenüber dem Reflektor drehbares Gelenkstück angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gelenkstück aus einem einzigen aus Kunststoff hergestellten Körper besteht, der in einer seiner Stirnflächen eine quer zur Achse des Gelenkstückes liegende Nut aufweist, in der ein sich etwa längs des Reflektors erstrekkender Teil des Tragbügels ruht.