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Ofen für flüssige Brennstoffe
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen für flüssige Brennstoffe, bei dem auf einem Trägersockel die eigentliche Brennkammer mit Vergaserbrenner od. dgl. und Regelorganen sowie neben der Brennkammer in annähernd gleicher, lotrechter Ebene der Brennstoffbehälter angeordnet sind.
Trägersockel, Brennkammer, Vergaserbrenner mit Regelorganen und Brennstoffbehälter sind so miteinander verbunden, dass sie eine selbständige Baueinheit bilden, welche im horizontalen Querschnitt etwa rechteckige Grundformhabenund von einer entsprechenden rechteckigen Ummantelung derart umschlossen sind, dass die zu erwärmende Raumluft in Sockelnähe unten in den Raum zwischen der Ummantelung und der Baueinheit ein-und oben beispielsweise durch einen mit Austrittsöffnungen versehenen Abschlussdeckel austreten
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einfacht werden, so dass eine formschöne, an keiner Stelle durchbrochene Ummantelung erhalten wird.
Gemäss der Erfindung kennzeichnet sich der Ofen für flüssige Brennstoffe darin, dass die Ummantelung aus zwei gleich ausgebildeten Halbschalen besteht, die an den Schmalseiten mit einer einzigen Fuge bündig aneinanderstossen, und deren um mindestens 900 nach innen zu umgebogene Ränder sämtlicheBe- festigungsmittel, die zu ihrer gegenseitigen Verbindung als auch der mit der Baueinheit und einem oberen Abschlussdeckel notwendig sind, von aussen unsichtbar aufnehmen, und bei der ferner die die Vorderund Rückseite bildenden Breitflächen der Halbschalen nach oben und unten zu annähernd gleichmässig derart nach innen zu eingezogen sind, dass der grösste Horizontalquerschnitt der etuiförmigen Ummantelung etwa in ihrem oberen Drittel liegt.
Der obere Rand der Halbschalen ist vorzugsweise zur Aufnahme eines an sich bekannten Abschlussrostes um mehr als 900 umgebogen und mit einem horizontalliegenden, umlaufenden, den Rost unter- greifenden Trägerrand versehen. Hiedurch kann der beispielsweise aus Gusseisen bestehende Rost derart an derumrnantelungbefestigt werden, dass er bündig mit der oberen Kante der Ummantelung abschliesst und dennoch stabil mittels Scharnieren od. dgl. an den umgebogenen Teilen der Ummantelung befestigt werden kann.
Ebenso wie die Breitseiten können vorzugsweise auch die Schmalseiten der Ummantelung in entsprechender Weise gleichmässig in Richtung der lotrechten Achse des Ofens geseheh nach innen eingezogen sein, so dass eine etwa doppel-kegel-stumpfförmige, jedoch mit sanften Linien ausgebildete schachtelartige Ummantelung für die auf dem Ofensockel aufgebaute Ofeneinheit geschaffen ist.
Um eine leichte Abnehmbarkeit der vorderen Halbschale zu erreichen, ist die rückwärtige Halbschale fest mit dem Sockel der Baueinheit verbunden, während die vordere Halbschale mittels zweier, im oberen Bereich der Stossflächen beider Halbschalen vorgesehener Haltezapfen mit entsprechenden Ösen an der rückwärtigen Halbschale lösbar aufgehängt ist.
Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung sind die Halbschalen als in sich steife und selbsttragende Pressteile ausgebildet, derart, dass Vorder- und Rückwand der Ummantelung mit ein und derselben Pressform hergestellt werden können.
Dadurch, dass die erfindungsgemässe selbsttragende Ummantelung aus nur zwei gleichen Pressteilen mit allseitig umgebördelten Kanten besteht, erhält man eine, besonders für die Serienfertigung von Öl- öfen, einfache, stabile und fertigungstechnisch günstige Schaltung, die sich einfach montieren lässt, und
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bei der durch Vermeidung jeglicher, über die Mantelfläche hinausragender Bauteile, wie Bedienungsorgane, Befestigungsmittel u. dgl., neben einer vollendeten äusseren Form eine leichte Reinigungsmöglichkeit des Ofens gegeben ist.
Die etuiförmige oder annähernd doppel-kegel-stumpfförmige Ausbildung der Ummantelung hat weiterhin den Vorteil, dass bei Anordnung des grössten Querschnittes der Ummantelung etwa in der Mitte oder im oberen Drittel für die innerhalb der Ummantelung aufsteigenden, sich erwärmenden Raumluft infolge der allmählichen Querschnittsverjüngung nach oben zu eine verstärkte Kaminwirkung erreicht ist. Die vollkommen glatten Flächen der Ummantelungen behindern die aufsteigende Raumluft nicht, so dass auch hiedurch eine erwünscht schnelle Umwälzung der zu wärmenden Raumluft erreicht wird.
Da die, die Vorder- und Rückseite der Ummantelung bildenden Halbschalen als Pressteile aus einer gleichen Grundform hergestellt sind, wird gegenüber den bekannten Ummantelungen, die aus einer ebenen Tafel durch Umbiegen in entsprechende Formen gebracht werden, erreicht, dass die beim Umbiegen der Seitenteile auftretenden Deformationen innerhalb der grösseren Wandfläche sowie die damit verbundenen Beanspruchungen oberhalb der Streckgrenze des Materials vermieden werden. Durch diese Überbe - anspruchung entstehen sichtbare Fliesslinien in Form von Riefen, Rillen od. dgl., die, da sie für den Beschauer unsichtbar bleiben sollen, durch eine besondere Oberflächenbearbeitung beseitigt werden müssen.
Neben der Vermeidung dieser zusätzlichen Bearbeitung ist erreicht, dass die erfindungsgemässen gepressten und an sämtlichen Kanten um mindestens 900 umgebördelten Halbschalen von grosser Steifigkeit sind und sich nicht, wie bekannte Ummantelungen, membranartig, insbesondere auf der Breitseite durchdrükken lassen. Die erfindungsgemässe steife Halbschale bildet somit in technischer und ästhetischer Hinsicht ein vorteilhaftes Bauelement für die in Serie herzustellenden Öfen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1zeigt einen Ölofen mit der erfindungsgemässen Ummantelung, Fig. 2 ist eine Vorderansicht der
Halbschale gemäss der Erfindung, Fig. 3 ist eine Seitenansicht, Fig. 4 die Ansicht von hinten auf eine
Halbschale. Fig. 5 zeigt in perspektivischer Ansicht die Rückseite einer Halbschale, Fig. 6 zeigt den Ölofen nach Abnahme der vorderen Halbschale.
Der in der Zeichnung dargestellte Ölofen besitzt einen Sockel 1, auf dem sämtliche Teile des Ofens zu einer Baueinheit montiert sind. In Fig. 6 ist neben dem eigentlichen, nur schematisch angedeuteten Brennerteí1 2 der 3rennstoffbehälter 3 angeordnet, von welchem die Brennstoffleitung 4 über einen Regler
5 zum Brenner 2 führt. Zwischen dem Brenner 2 und dem Brennstoffbehälter befinden sich Luftleitbleche 6. welche den Brennstoffbehälter 3 gegenüber der Brennereinheit 2 wärmetechnisch isolieren. Die Ummantelung besteht aus den gleichen Halbschalen 7,8, die als Pressteile gleicher Pressformen hergestellt sind. Sämtliche Kanten der Halbschalen sind um mindestens 900 umgebördelt (vgl. Fig. 5), wodurch die Halbschale in festigkeitsmässiger Hinsicht wesentlich versteift wird.
Gleichzeitig wird durch die Umbör-- delung erreicht, dass der Ofen eine Aussenfläche erhält, welche keine scharfen Kanten aufweist. Dabei bilden die Ränder der Halbschalen durchweg Kreisbogenstücke, die annähernd kontinuierlich ineinander übergehen. Die Umbördelungen 9, 9'bilden die Stossflächen der beiden Halbschalen und nehmen die zur Verbindung der beiden Halbschalen erforderlichen Befestigungsmittel, beispielsweise einen Führungszap- fen 10, der in eine entsprechende Öse 11 der Gegenschale eingreift, auf. Die an der Unterseite der Halbschale vorgesehene Umbördelung 12 trägt die Befestigungsmittel für die Anordnung der rückwärtigen HÅalbschale 8 an die an der Seitenkonsole 13, an welcher die rückwärtige Schale 8 beispielsweise mittels Schrauben starr befestigt ist.
Die vordere Halbschale wird an der fest mit dem Sockel verbundenen rückwärtigen Schale über die bereits erwähnten Verbindungselemente 10,11 leicht lösbar eingehängt, so dass lediglich an den Schmalseiten eine linienförmige Stosskante 14 sichtbar ist.
Im übrigen ist die schalenförmige Ummantelung des Ölofens nicht von irgendwelchen Befestigungsoder Bedienungsteilen durchbrochen. Der obere Rand der Halbschalen ist mehr als um 900 umgebördelt und kann verschieden geformt sein. Er besitzt einen ebenfalls verschiedene Radien aufweisenden oberen Rand 14,15, der den sichtbaren oberen Abschluss der Ummantelung bildet. Zur Schaffung einer Auflage 16 in Form eines horizontalliegenden Streifens ist der Rand 15 tiefer herabgezogen, nämlich derart, dass der Rost 17, der aus Gusseisen bestehen kann, in die Ummantelung eingesetzt werden kann und so bündig mit der Kante 15 der Ummantelung abschliesst.
Wie aus Fig. 5 erkennbar, sind die Flächen jeder Halbschale in verschieden grossen Radien kreisbogenförmig gewölbt ausgeführt, so dass eice schachtel- oder etuiartige Ummantelung geschaffen wird, welche unten und oben gleichen Querschnitt hat, der nach oben hin zunimmt und vorzugsweise im oberen Drittel am grössten ist. Hiedurch wird nicht nur ausreichender Raum für die innerhalb der Ummantelung unterzubringenden Bauteile, sondern auch eine verbesserte Kaminwirkung für die nach oben steigende
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