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Filterplatte
Die Erfindung bezieht'sich auf eine Filterplatte, insbesondere aus Kunststoff, mit einem Rippenfeld und einem in den Ecken der Filterplatte nahe dem Filterplattenauge vorgesehenen Durchbruch, der mit dem Rippenfeld verbunden ist und zur Verteilung der Flüssigkeit dient.
Bei bekannten Filterplatte ist in der Nähe des Plattenauges, von dem aus die Flüssigkeit der Plat- te zuströmt bzw. von dem die Flüssigkeit abströmt, ein Durchbruch vorgesehen, und dieser wird durch ein einsetzbares Rippengitter ausgefüllt. Das Einsetzen des Rippengitters ist oft schwierig und erfordert einwandfreie Passarbeit. Ausserdem ist für die Herstellung der Filterplatte dieser Durchbruch unvorteil- haft, da mit Rücksicht auf die Materialanhäufung besonders am Auge keine günstige Materialverteilung erfolgt. Ferner ergibt sich eine gewisse Schwächung des Filterplattenrandes, und bei Anwendung grösse- rer Filtrationsdrücke kann an dieser Stelle die Platte zerstört oder beschädigt werden. Dieses gilt beson- ders, wenn man als Werkstoff Kunststoff wählt.
Ferner ist eine aus einem platten-oder rahmenartigen Grundbestandteil bestehende Filterplatte bekannt, die am oberen und unteren Plattenrand von den Plattenaugen ausgehende Sammelkanäle besitzt, die sich über die gesamte Breite der Platte erstrecken. Jeder Kanal, der dadurch quer zu den Rillen bzw.
Rippen der Platte verläuft, ist nach einer Seite durch ein leistenartiges Rippengitter über seine gesamte Länge abgedeckt. Durch die Aussparungen über die gesamte Plattenbreite sind diese Platten in ihrer Stabilität beeinträchtigt.
Die Erfindung verbessert die einleitend beschriebenen Filterplatten dadurch, dass der Durchbruch auf der einen Seite mit einer mit Löchern versehene, die Fortsetzung des Rippenfeldes bildenden und in der Höhe mit dem Rippenfeld bündig verlaufenden Platte abgeschlossen ist, die mit dem Rahmen der Filterplatte ein Stück bildet, während die andere Seite durch eine mit Löchern versehene auswechselbare Platte abgedeckt ist, die sich an zwei Seiten auf den Rippen und mit den andern Seiten auf dem Rahmen der Filterplatte abstützt. Die durchgehende gelochte Platte an der Stelle des Durchbruches sorgt für eine Verfestigung der Plattenecke, so dass sie auch höheren Filtrationsdrücken standhält, und gewährleistet einen einwandfreien Materialfluss beim Giessen, Pressen oder Spritzen.
Die obere Abdeckplatte kann leicht abgenommen und dadurch der Hohlraum zugänglich gemacht werden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt die Fig. 1 einen Teil einer Filterplatte in perspektivischer Darstellung und die Fig. 2 dieselbe Platte jedoch von der unteren Seite gesehen und ebenfalls in perspektivischer Darstellung, wobei die Abdeckplatte herausgezeichnet ist.
Die Filterplatte besteht aus einem Rahmen 10 und einem Rippenfeld 11 sowie einem Einlass- bzw.
Auslassauge 12. Die Einlass- bzw. Auslasskanäle sind mit 13,14 bezeichnet. Das Rippenfeld besteht aus Rippen 15 und Rippen 16, die senkrecht zueinander verlaufen und die Flüssigkeit über die Platte verteilen. In der Nähe des Auges 12 besitzt die Filterplatte Durchbrüche 17, die in der Ebene des höchsten Punktes der Rippen 15,16 liegen. Der Teil der Filterplatte, in dem sich die Löcher 17 befinden, bildet mit dem Grundfeld der Platte einen gemeinsamen Teil und verfestigt in der Ecke der Platte die beiden rechtwinklig zueinander laufenden Rahmen 10. Selbst bei Beanspruchung der Platte durch Wärme tritt dann an dieser Stelle keine Deformation auf, und bei der Herstellung der Platte in Kunststoff erfolgt eine gute Verteilung des Materials, so dass ein Einfallen des Werkstoffes nicht zu befürchten ist.
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In Fig. 2 sind die Durchbrüche 17 in der Ecke der Filterplatte ebenfalls ersichtlich, und es ergibt sich eine Mulde, in welche die Kanäle 13,14 von dem Auge 12 aus einmünden. Die Mulde wird nun durch eine gelochte Abdeckplatte 18 abgedeckt, und diese legt sich auf Abflachungen 19 der Rippen 15 und auf Abflachungen 20 der Rippen 16 auf. Mit einem Nocken 21 legt sich die Platte 18 auf einen Gegennocken 22 auf, und an dieser Stelle besitzen beide eine lösbare Verbindung durch einen Stift, eine
Schraube od. dgl.
Von dem in dieser Weise gebildeten Hohlraum läuft die Flüssigkeit in die durch die
Rippen 15 und 16 gebildeten Rillen, wobei sie die im Bereich der Mulde vorgesehenen Schlitze 24 durchdringt und sich infolge des freien Überganges zwischen den senkrecht zueinanderstehenden Rippen- feldern 15 und 16 gleichmässig über die Filterfläche der Platte verteilt. Im umgekehrten Falle fliesst das
Filtrat aus den genannten Rippenfeldern in den durch die Platte 18 abgedeckten Hohlraum'und gelangt über die Kanäle 13,14 zum Filterauge 12. Die Kanäle 13,14 sind durch eine Zwischenwand 23 ge- trennt,. die gleichzeitig zur Versteifung des Rahmens 10 dient.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filterplatte, insbesondere aus Kunststoff, mit einem Rippenfeld und einem in den Ecken der Fil- terplatte nahe dem Filterplattenauge vorgesehenen Durchbruch, der mit dem Rippenfeld verbunden ist und zur Verteilung der, Flüssigkeit dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch auf der einen
Seite mit einer mit Löchern versehenen, die Fortsetzung des Rippenfeldes bildenden und in der Höhe mit dem Rippenfeld bündig verlaufenden. Platte abgeschlossen ist, die mit dem Rahmen (10) der Filter- platte ein Stück bildet, während die andere Seite durch eine mit Löchern versehene auswechselbare
Platte (18) abgedeckt ist, die sich an zwei Seiten auf den Rippen (15,16) und mit den andern Seiten auf dem Rahmen (10) der Filterplatte abstützt.