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Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Feststoffen untereinander und mit thermo- plastischen Bindemitteln
Zum Herstellen von Mischungen aus Feststoffen mit thermoplastischen Bindemitteln sind Chargenmischer und auch kontinuierlich arbeitende Mischer bekannt. Chargenmischer lassen die genaue Bemessung der Anteile der einzelnen Komponenten zu, doch sind deren Abmessungen gewisse Grenzen gesetzt.
Die kontinuierlich arbeitenden Mischer führen zwar zu einem grösseren Durchsatz an Mischgut in der Zeiteinheit, lassen sich aber nur schwer an wechselnde Zusammensetzungen anpassen.
Diese kontinuierlich arbeitenden Mischer sind in der Regel Zweiwellen-Zwangsmischer, deren Mischorgane auch als Förderorgane dienen. Das trockene Mischgut wird dabei von den Misch- und Fördergliedern unter gleichzeitigem Aufsprühen des flüssigen Bindemittels durchgeknetet. Bei diesen Zwangsmischern ist die Durchlaufzeit des Mischgutes gleich der Mischzeit. Es ist mit diesen Mischern nicht möglich, den Mischvorgang einer veränderten Zusammensetzung der Mischungskomponenten anzupassen.
Die Erfindung betrifft eine neue Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Feststoffen untereinander und mit verflüssigten Bindemitteln, in der die den Mischer durchlaufenden Feststoffe zur Homogenität miteinander gemischt und dann zur Verarbeitung abgegeben werden.
Erfindungsgemäss ist bei einer Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Feststoffen untereinander und mit einem thermoplastischen, insbesondere bituminösen Bindemittel aus einem Mischtrog mit zwei achsparallelen, die Mischorgane tragenden Rührwerkswellen, der Mischtrog durch Durchlässe aufweisende Trennwände in hintereinanderliegende Mischkammern unterteilt, wobei die Mischerwellen jeder Kammer unabhängig voneinander antreibbar und die Mischwerkzeuge gleichzeitig als in der gleichen Richtung fördernde Förderglieder ausgebildet sind.
Zweckmässig sind die Durchlässe in den Trennwänden in der Öffnungsgrösse durch Stellschieber einstellbar. Die Mischerwellen jeder Gruppe sind als ineinandergeführte Hohlwellen ausgebildet, die sämtlich aus einer Stirnwand des Troges herausgeführt sind, an den herausgeführten und entsprechend abgestuften Enden mit Übertragungsmitteln für die Antriebe versehen und erstrecken sich von aussen nach innen, bezogen auf die Ineinanderführung über jeweils eine weitere Kammer und tragen nur in der Kammer, in der sie die äusserste Hohlwelle bilden, die Misch- und Förderorgane.
Vorteilhaft ist eine Unterteilung des Mischtroges in drei Kammern vorgesehen, wobei die erste Kammer der Durchmischung der Feststoffe, die zweite Kammer als Aufgabekammer für das Bindemittel und Vormischkammer der Feststoffe mit diesem und die dritte Kammer als Fertigmisch- und Austragskammer dient.
Durch diese neue Ausbildung ist es möglich, die Durchlaufgeschwindigkeit entsprechend der Entnahmemenge an der Austragsseite zu regeln und einen kontinuierlichen Durchgang des Mischgutes zu erreichen.
Die neue Ausbildung ist nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine schematische Darstellung des Mischtroges im Schnitt durch eine der Rührwerksachsen, Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II der Fig. l und Fig. 3 eine Stirnansicht von der Antriebsseite.
Der Trog 1 ist durch Trennwände 17 in drei Kammern A, B, C, unterteilt. In den Trennwänden 17 sind Durchlässe 18 vorgesehen, die von einstellbaren Schiebern 19 beherrscht sind. Der Kammer A ist ein Aufgabetrichter 2 für die Feststoffe zugeordnet. Die die Kammer B begrenzenden Trennwände sind domartig über die in diesem Bereich ausgesparte Abdeckung 20 des Troges 1 hochgezogen und schliessen mit entsprechend hochgezogenen Seitenwänden 21 und einer Abdeckplatte 22 einen Raum 23 ein, in dem
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abgeben.
Der Boden des Troges 1 ist in der Längsmitte nierenförmig eingezogen. In der Längsrichtung des Troges 1 erstrecken sich durch diesen zwei einander parallele Wellen 4, die im Bereich der Austragskammer C Rühr- und Förderflügel 6 tragen.
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Auf der Welle 4 ist eine sich über die Kammern A, B, erstreckende Hohlwelle 7 geführt, die im Bereich der Kammer B mit Mischwerkzeugen 9, 10 versehen ist. Diese Hohlwelle 7 trägt im Bereich der
Kammer A eine weitere Hohlwelle 11 mit Misch- und Förderflügeln 12.
Alle drei Wellen 4, 7, 11 sind an dem Stirnabschluss der Kammer A aus dieser herausgeführt und tragen an den abgestuften Enden Zahnräder 5, 8, 13 durch die sie über eigene Antriebe mit beliebig einstellbarer Drehzahl antreibbar sind.
Der Auslass des fertigen Mischgutes erfolgt durch eine Öffnung 24 der Endstirnwand 25 des Troges 1, der durch eine Klappe 3 beherrscht ist.
Durch diese Ausbildung wird ein kontinuierlicher Durchgang des Mischgutes durch den Trog 1 erreicht, wobei durch die Einstellbarkeit der Umlaufgeschwindigkeit der Misch- und Förderglieder in den einzelnen Kammern und der Regelbarkeit der Durchlässe 18 sowie der Abgabeöffnung 24 dieser kontinuierliche Fluss eingeregelt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Mischen von Feststoffen untereinander und mit einem thermoplastischen, insbesondere bituminösen Bindemittel aus einem Mischtrog und zwei in diesem vorgesehenen, sich über dessen Länge erstreckenden, achsparallelen Rührwerkswellen, dadurch gekennzeichnet, dass der Mischtrog (1) durch Trennwände (17) in einzelne Kammern (A, B, C) unterteilt ist, die Kammern (A, B, C) durch Durchlässe (18) untereinander in Verbindung stehen und die Rührwerkswellen (4, 7, 11) jeder Kammer (A, B, C) unabhängig voneinander antreibbar sind.