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Fahrzeugscheinwerfer für asymmetrische Lichtverteilung Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugscheinwerfer für asymmetrische Lichtverteilung, dessen lichtstreuende Abdeckscheibe einen sektorartigen Abschnitt mit lichtablenkenden prismatischen Riffeln gemäss Patent Nr. 197490 hat.
Sowohl das Abblendlicht wie auch das Fernlicht weisen in den ausgeleuchteten Zonen Lichtschwerpunkte, d. h. Zentren grosser Lichtdichte, auf, die sich bei eingeschaltetem Licht auf einem senkrecht zur Scheinwerfer achse in einiger Entfernung aufgestellten Lichtschirm als Lichtflecke mit der grössten Hellig- keit zeigen. Anderseits hat das Abblendlicht dunklere Zonen im Schattenbereich eines Abdeckkappenrandes für den Abblendglühfaden. Diese Zonen sind durch eine scharfe Helldunkelgrenze voneinander getrennt. Der Lichtschwerpunkt des Abblendlichtes liegt dort, wo ein horizontaler Teil der Helldunkelgrenze endet und die Helldunkelgrenze mit einem Knick in einen schräg ansteigenden Teil übergeht.
Der Lichtschwerpunkt des Fernlichtes liegt im wesentlichen in der optischen Achse des Scheinwerfers, ist aber durch die Riffelung des sektorartigen Abschnittes mit den lichtablenkenden Mitteln geringfügig zur Seite des Gegenverkehrs hin verschoben. Beim Umschalten des Scheinwerfers vom Abblendlicht auf das Fernlicht springt infolge der geschilderten lichtablenkenden Wirkung des sektorartigen Abschnittes der Lichtschwerpunkt zur Seite des Gegenverkehrs hin. Beim Umschalten von Fernlicht zum Abblendlicht springt der Lichtschwerpunkt nach dem äusseren Rand der eigenen Fahrbahn zu wieder zurück.
Dieses die Verkehrssicherheit beeinträchtigende seitliche Springen der Lichtschwerpunkte beim Umschalten von Fern-auf Abblendlicht und umgekehrt wird vermieden, wenn gemäss der Erfindung die prismatischen Riffeln derartig gegen die senkrechte Mittelebene geneigt und ihre Prismenwinkel derart be-
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nähernd in eine gemeinsame senkrechte Ebene ablenken, so dass sich beim Umschalten von Fernlicht auf Abblendlicht oder umgekehrt, die Lichtschwerpunkte im wesentlichen nur in dieser senkrechten Ebene verschieben.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes eine für Scheinwerfer mit asymmetrischer Lichtverteilung geeignete, lichtdurchlässige Abdeckscheibe sowie ein Schema der Lichtwirkung der mit dieser Scheibe erzielbaren Lichtverteilung des Abblend- und des Fernlichtes dargestellt.
Es zeigen : Fig. 1 die lichtdurchlässige Abdeckscheibe in Ansicht auf ihre der Scheinwerferglühlampe zugekehrte Innenseite ; Fig. 2 einen gegenüber Fig. l vergrösserten Schnitt nach der Linie JI-H in Fig. l : Fig. 3 ein Schema der Lichtverteilung auf einem senkrecht zur optischen Achse des Scheinwerfers in einiger Entfernung von diesem aufgestellt gedachten Lichtschirm.
Die Abdeckscheibe 1 hat einen sektorartigen Abschnitt 2, der sich von der Scheibenmitte nach der der Seite des Gegenverkehrs zugekehrten Randzone der Scheibe-bei Rechtsverkehr also, gesehen in Fahrtrichtung, auf der linken Seite - erstreckt und auf der Scheibeninnenseite mit prismatischen Riffeln versehen ist. Begrenzt wird der Abschnitt 2 ausserdem oben und unten einerseits durch eine etwas oberhalb der horizontalen Mittelebene parallel zu dieser verlaufenden Linie a und anderseits durch eine Linie b, die * 1. Zusatzpatent Nr. 213493.
2. Zusatzpatent Nr. 217121.
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von der senkrechten Mittellinie der Scheibe etwas unterhalb des Scheibenmittelpunktes ausgehend um ungefähr 150 geneigt nach unten gegen den Scheibenrand verläuft.
Die Riffeln 3 im sektorartigen Abschnitt 2 verlaufen schräg von oben nach unten gegen die senkrechte Mittelebene des Scheinwerfers zu geneigt. Die Neigungswinkel der einzelnen Riffeln gegen die Mittelebene sind. wie Fig. 1 zeigt, verschieden. Das gleiche gilt auch, wie aus Fig. 2 hervorgeht, hinsichtlich der Prismenwinkel der einzelnen Riffeln. Die geringsten Neigungswinkel und die kleinsten Prismenwinkel weisen die Riffeln in den Bereichen 3a und 3c auf, die sich in der Nähe der senkrechten Mittelebene und in der Nähe des Randes der Abdeckscheibe befinden. Die grössten Neigungswinkel und die grössten Prismenwinkel haben die Riffeln im Bereich 3b, die sich in einer Entfernung von etwa einem Drittel des Radius der Streuscheibe von der Mittelebene entfernt befinden.
Von dort aus nimmt die Neigung der Riffel nach beiden Seiten kontinuierlich ab bis zu den an diesen Randriffeln vorgesehenen geringsten Neigungen und kleinsten Prismenwinkeln.
Die Riffeln können, insbesondere auch bei stark gewölbter Streuscheibe, gekrümmt ausgebildet sein.
Die durch einen mit bisher üblichen Riffeln versehenen sektorartigen Abschnitt 2 hindurchgehenden Lichtstrahlen des Abblendlichtes erzeugen auf einem in einiger Entfernung vor dem Scheinwerfer aufgestellten, in Fig. 3 angedeuteten Schirm 4 einen Lichtfleck, der aus einer grossen Anzahl reeller Bilder der Abblendglühwendel zusammengesetzt ist. Von diesen sind in Fig. 3 lediglich schematisch zwei Wendelbilder W1 und W2 mit Lichtschwerpunkten bei 5 und 6 dargestellt. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung und Anordnung der Riffeln im sektorartigen Abschnitt 2 werden die Lichtschwerpunkte aller Wendelbilder, die von den durch den sektorartigen Abschnitt hindurchtretenden Lichtstrahlen erzeugt werden, zur Seite des Gegenverkehrs 2 in den Punkt 7 verschoben.
Der Lichtschwerpunkt des Fernlichts liegt (in beiden Fällen) in derselben senkrechten Ebene unmittelbar darüber im Punkt 8, so dass sich beim Umschalten von Abblend- auf Fernlicht und umgekehrt die Lichtschwerpunkte nicht seitlich verschieben.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Fahrzeugscheinwerfer für asymmetrische Lichtverteilung, dessen lichtstreuende Abdeckscheibe einen sektorartigen Abschnitt mit lichtablenkenden prismatischen Riffeln nach Patent Nr. 197490 hat, gekennzeichnet durch eine derartige Neigung der Riffeln gegen die senkrechte Mittelebene des Scheinwerfers sowie durch eine solche Bemessung der Prismenwinkel der Riffeln, dass die Riffeln die Lichtschwer- punkte des Abblendlichtes sowie des Fernlichtes mindestens annähernd in eine gemeinsame senkrechte Ebene ablenken, so dass sich beim Umschalten von Fern- auf Abblendlicht und umgekehrt die Lichtschwerpunkte im wesentlichen nur in dieser senkrechten Ebene verschieben.