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Schaltungsanordnung zur Steuerung einer Farbfernsehröhre
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Steuerung einer Farbfernsehröhre mit einem Wiedergabeschirm mit Farb- und Indexstreifen und mit einer oder zwei Steuerelektroden, wobei, wenn eine Steuerelektrode vorhanden ist, ein einziger als Schreibstrahl aufzufassender Elektronenstrahl von einem dieser Steuerelektrode zugeführten Signal gesteuert wird, oder, wenn zwei Steuerelektroden vorhanden sind, mittels eines der ersten Steuerelektrode zugeführten Signals ein als Schreibstrahl aufzu- fassender Elektronenstrahl und mittels eines der zweiten Steuerelektrode zugeführten Signals ein als Pilotstrahl aufzufassender Elektronenstrahl gesteuert werden kann, wobei das den Pilotstrahl steuernde Signal eine erheblich höhere Frequenz hat als das den Schreibstrahl steuernde Signal,
welcher Strahl oder welche Strahlen durch von Horizontal- und Vertikalablenkgeneratoren stammenden Signalen mittels Ablenkmitteln über den Schirm abgelenkt werden, wobei durch Ausfilterung aus dem Signal das beim Auftreffen des einzigen Schreibstrahles oder beim Auftreffen des Pilotstrahles auf die Indexstreifen entsteht, welche dabei Sekundärelektronen emittieren, ein Indexsignal gebildet wird, welches nach Zuordnung zu dem wiederzugebenden Farbfernsehsignal der Steuerelektrode zugeführt wird, welche den Schreibstrahl steuert.
Schaltungsanordnungen mit Indexröhren ("Apple tubes") werden bei Farbfernsehempfängern benutzt und sind u. a. in I. R. E. Conventionai Records 1956, Teil 3, Electron devices and receivers, Seiten 94-99, beschrieben. Aus diesem Artikel geht hervor, dass Schwierigkeiten ir. bezug auf den Unterschied in der Laufzeit der Sekundärelektronen auftreten, die von Indexstreifen an den Rändern und in der Mitte des Schirms stammen, und die emittiert werden, wenn die Indexstreifen von dem abtastenden Elektronenstrahl getroffen werden. Der Laufzeitunterschied führt eine Phasendrehung bei dem endgültigen Indexsignal herbei, so dass, falls keine besonderen Vorkehrungen getroffen werden, das erhaltene Indexsignal keine genaue Information betreffs des momentanen Auftreffpunktes des Bündels am Schirm in bezug auf die Farbstreifen erteilt.
In dem erwähnten Artikel (S. 98, linke Spalte, 4. Absatz) wird angegeben, dass dieser Nachteil dadurch behoben werden kann, dass das Muster der Indexstreifen auf andere Weise als das der Farbstreifen gestaltet wird, wobei der Unterschied von der Stelle am Schirm abhängt, wodurch der Laufzeitunterschied der Sekundärelektronen kompensiert wird.
Es wird einleuchten, dass diese Massnahme kritisch ist, da das Anbringen der Indexstreifen in einem veränderlichen Muster mit der grössten Genauigkeit erfolgen soll, wodurch die Herstellung kostspielig wird, da kleine Fehler in dem Muster den Laufzeitausgleich weniger wirksam machen.
Aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 899, 600 ist es bekannt, die Phasenfehler, die durch den Laufzeitunterschied der Sekundärelektronen entstehen, durch Korrektion der Ablenkströme zu beseitigen. Da aber die Ablenkströme eine grosse Amplitude besitzen, entsteht in den Elementen zum Umformen dieser Ablenkströme ein beträchtlicher Leistungsverlust. Dies bedeutet nicht nur, dass die Ablenkgeneratoren eine grosse Leistung zusätzlich liefern müssen, sondern auch, dass die umformenden Elemente für grosse Verlustleistungen dimensioniert sein müssen, wodurch eine aufwendige Bauweise entsteht.
Die Schaltungsanordnung nach der Erfindung schlägt eine andere Richtung ein, um diese Laufzeitfehler zu korrigieren und ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Korrigieren des Phasenfehlers im erzeugten Indexsignal infolge des Laufzeitunterschiedes der Sekundärelektronen von Indexstreifen von den Rändern bis zur Mitte des Schirms und/oder infolge der Drehung der beiden Strahlen umeinander während der
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Ablenkung ein entgegengesetzter Phasenfehler entweder in das der den Pilotstrahl steuernden Elektrode oder in das der den Schreibstrahl steuernden Elektrode zugeführte Signal eingeführt wird, zu welchem
Zweck entweder in dem Teil der Schaltungsanordnung, in dem das den Pilotstrahl steuernde Signal oder in dem Teil der Schaltungsanordnung, in dem das Indexsignal verarbeitet wird, ein Phasendreher vorge- sehen wird,
dem Korrektursignale zugeführt werden, die von den Horizontal- und Vertikalablenkgenera- toren entnommenen Signalen abgeleitet sind.
Es sei bemerkt, dass der Nachteil des Phasenfehlers im lndexsignal bei Anwendung einer Indexröhre mit zwei Elektronenstrahlen infolge der Drehung beider Strahlen umeinander während der Ablenkung in einem Artikel in I. R. E. National Conventional Record, 1957, Teil 3, Broadcast and Television Receivers,
Elektron Devices, Seiten 238-242, insbesondere Seite 240, linke Spalte, letzte Zeile, bis rechte Spalte,
4. Absatz, beschrieben ist. Aus diesem Artikel geht ausserdem hervor, dass der Nachteil letztgenannten
Phasenfehlers behoben werden kann, indem den Indexstreifen eine Krümmung erteilt wird, die auf der oberen und der unteren Seite des Wiedergabeschirms anders als die Krümmung der Farbstreifen ist. Es wird einleuchten, dass auch diese Massnahme das Herstellungsverfahren teurer macht.
Ausserdem tritt der Nachteil auf, dass die erwähnten Phasenfehler mittels der Geometrie der Indexstreifen kompensiert werden und diese Kompensation bei Änderung der Netzspannung zu gross oder zu ge- ring sein kann.
Bei der Schaltungsanordnung nach der Erfindung tritt dieser Nachteil nicht ein, da die der Phasenverschiebungsvorrichtung zugeführten Korrektursignale entweder selbsttätig oder von Hand eingestellt werden können, wenn im Falle einer Änderung der Netzspannung d1e nclmge Phasenkorrektur dies erfordert.
Einige mögliche Ausführungsformen von Schaltungsanordnungen nach der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen beispielsweise beschrieben. Dabei zeigt Fig. 1 eine erste Ausführungsform mit einer Indexröhre mit zwei Elektronenstrahlen, wobei die Phase des den Pilotstrahl steuernden Signals durch direkte Änderung der Phase des Pilotstrahls korrigiert wird, während diese Figur ausserdem die Möglichkeit veranschaulicht, die Phase des von dem empfangenen Bezugssignal abgeleiteten Signals zu ändern, bevor. dieses bei der Verarbeitung des Indexsignals benutzt wird. Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform auch mit einer Indexröhre mit zwei Strahlen, wobei die Phase des Pilotsignals indirekt geändert wird. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform mit einer Indexröhre mit einem einzigen Strahl.
Fig. 4 zeigt eine mögliche, in der Schaltungsanordnung anwendbare Phasenverschiebungsvorrichtung. Fig. 5 dient zur Erläuterung von Fig. 4. Fig. 6 zeigt eine zweite Möglichkeit eines in der Schaltungsanordnung anwendbaren Phasendrehers und in Fig. 7 wird ein Einzelteil des Phasendrehers nach Fig. 6 veranschaulicht.
In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Indexröhre, die mit einem Wiedergabeschirm 2, einem Kollektor 3 (Sammelelektrode), einer ersten Steuerelektrode 4, einer zweiten Steuerelektrode 5 und einer Kathode 6 versehen ist. Der Wiedergabeschirm 2 ist auf an sich bekannte Weise mit Farbstreifen und mit miteinander verbundenen Indexstreifen versehen, welch letztere über die Leitung 7 nach aussen geführt sind. Der Kollektor 3 ist auch über die Leitung 8 nach aussen geführt und über diese Leitung 8 an eine Gleichspannungs- quelle angeschlossen, die eine hohe, positive Gleichspannung liefert.
Zwischen den Leitungen 7 und 8 ist ein Widerstand 9 vorgesehen, über dem sich das Indexsignal entwickelt, das über den Seitenbandverstärker 10, der die gewünschte Seitenbandfiequenz ausfiltert, der Mischschaltung M, zugeführt wird. Die Steuerelektrode 4 dient zur Steuerung des sogenannten Pilotstrahls, und in dem betreffenden Ausführung- beispiel wird dieser Elektrode ein Signal mit einer Frequenz von 36 MHz zugeführt. Die zweite Steuerelektrode 5 dient zur Steuerung des sogenannten Schreibstrahls, und dieser Steuerelektrode wird das verarbeitete Indexsignal zugeführt, das ausserdem die Helligkeit-un Farbinformation enthält, die zur Wiedergabe des Farbfernsehbildes auf dem Wiedergabeschirm 2 mittels der Farbstreifen erforderlich sind.
Die Kathode 6 emittiert Elektronen, von denen mittels Strahlabschirmelektroden der Pilot- und der Schreibstrahl gebildet werden. Das der Steuerelektrode 5 zuzuführende Signal wird dadurch erzielt, dass ein örtlicher Oszillator 11 ein Signal mit einer Frequenz von 36 MHz erzeugt, das einer ersten Mischstufe M1 zugeführt wird. Dieser Mischstufe M, wird auch das Farbsignal zugeführt, das irgendwo im Empfänger detektiert wird und dessen Modulationsfrequenzen um eine Frequenz von 4, 5 MHz liegen. Nach Mischung entsteht ein Signal, dessen Modulationsfrequenzen um eine Frequenz von etwa 40, 5 MHz liegen und das einer zweiten Mischstufe M zugeführt wird, der ausserdem das von dem empfangenen Bezugssignal ("burst signal") abgeleitete Signal von 4, 5 MHz zugeführt wird.
Nach Mischung der der Mischstufe M zugeführten Signale entsteht ein moduliertes Signal mit einer Trägerfrequenz von 36 MHz, das die Farbinformation und ausserdem die Information des Bezugssignals enthält. Dieses Signal wird darauf der Mischschaltung M, zugeführt, in der es mit dem Indexsignal gemischt wird, das bei dem vorliegenden Beispiel 43 MHz oder 29 MHz beträgt und von der Frequenz des Pilotsignals, von der Anzahl von Indexstreifen und von der Geschwindigkeit der Abtastung
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dieser Indexstreifen abhängt. Nach Mischung entsteht ein moduliertes Signal mit einer Trägerfrequenz von 7 MHz, dem in der Addierschaltung 12 das Helligkeitssignal Y zugeordnet wird, worauf das Ganze der Steuerelektrode 5 zugeführ : wird.
Wie vorstehend beschrieben, wird auch das von dem Oszillator 11 stammende Signal von 36 MHz der
Steuerelektrode 4 zugeführt, so dass der Pilotstrahl im Rhythmus dieser Frequenz gesteuert wird, wodurch- nach Auftreffen dieses Pilotstrahls auf den Schirm Sekundärelektronen erzeugt werden, die sich von dem
Wiedergabeschirm 2 nach dem Kollektor 3 bewegen. Diese Elektronen sind verhältnismässig langsam, und da die Abstände von den Rändern des Wiedergabeschirms 2 zum Kollektor 3 wesentlich kleiner sind als die Abstände von der Mitte des Schirms zum Kollektor, ist die Zeit, welche die Elektronen von den Rän- dern des Schirms zum Erreichen des Kollektors erfordern, bedeutend kleiner als die Zeit, welche die Elek- tronen von der Mitte des Schirms erfordern.
Das Indexsignal mit Seitenbandfrequenzen von etwa 43 und
29 MHz, das über dem Widerstand 9 entstent, wird somit kerne naturgetreue Information über den mo- mentanen Auftreffpunkt des Pilotstrahls auf dem Schirm gegenüber den Farbstreifen erteilen. Es entstehen
Phasenfehler im Indexsignal, welche Farbfehler in dem wiedergegebenen Bild mit sich bringen, wenn keine Vorkehrungen zum Beheben der Laufzeitfehler getroffen werden.
Es sei noch erwähnt, dass bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 die Seitenbandfrequenzen von
43 MHz ausgefiltert werden. Selbstverständlich könnten auch die Seitenbandfrequenzen von 29 MHz aus- gefiltert werden.
Gemäss der Erfindung kann zum Beheben des erwähnten Phasenfehlers ein entgegengesetzter Phasen- fehler in das den Pilotstrahl oder in das den Schreibstrahl steuernde Signal eingeführt werden. Wird dies bei dem den Pilotstrahl steuernden Signal durchgeführt, so wird durch die Einführung dieses entgegenge- setzten Phasenfehlers der Phasenfehler des Indexsignals beseitigt. Wird der entgegengesetzte Phasenfehler jedoch in das den Schreibstrahl steuernde Signal eingeführt, so werden die ohne diese Kompensation auf- tretenden Farbfehler direkt ausgeglichen.
Zum Korrigieren des den Pilotstrahl steuernden Signals kann in die Schaltungsanordnung nach Fig. 1 ein Phasendreher 13 eingefügt werden, dessen Eingangsklemme ein von der Addierschaltung 14 stammen- des Signal zugeführt wird. In dieser Addierschaltung 14 werden die von Integratoren 15 und 16 stammen- den Signale zusammengesetzt.
Dem Integrator 15 wird das von dem Horizontalablenkgenerator stammen- de sägezahnförmige Signal 17 und dem Integrator 16 wird das von dem Vertikalablenkgenerator stammende sägezahnförmige Signal 18 zugeführt, Am Ausgang des Integrators 15 entsteht somit ein parabelförmi- ges Signal 19, dessen Symmetrieachse jeweils eine halbe Periode nach dem Anfang einer Periode des sägezahnförmigen Signals 17 liegen muss, da die Abweichungen infolge der Laufzeitfehler an den Seitenkanten des Wiedergabeschirms am geringsten sind, so dass die Kompensation in der Mitte der Schirms maximal sein muss, Die Parabelspannung 19 kann somit die in Fig. l veranschaulichte Gestalt haben. Der Integrator 15 kann z.
B. durch die Reihenschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators gebildet werden, wobei die RC-Zeitkonstante dieses Netzwerkes gegenüber einer Periode des sägezahnförmigen Signals 17 gross sein muss ; das Ausgangssignal soll dem Kondensator entnommen werden. Wenn eine noch bessere Integration erwünscht wird, kann auch eine als Mlller-Integrator geschaltete Entladungsröhre benutzt werden. Das Signal 17 wird dabei dem Steuergitter der Entladungsröhre zugeführt und das Ausgangssignal kann deren Anode entnommen werden. Im letzteren Falle soll das Ausgangssignal über einen Trennkondensator abgegriffen werden, um keine unerwünschte Gleichspannungskomponente im Ausgangssignal zu erhalten.
Dies gilt auch für die Ausgangsspannung 20 des Integrators 16. Auch an dem Ausgang dieses Integrators muss eine annähernd parabolische Spannung mit Rasterfrequenz erzeugt werden, um die Laufzeitfehler auszugleichen, die unten und oben am Schirm am geringsten und in der Mitte des Schirms am grössten sein werden. Der Integrator 16 kann auf entsprechende Weise wie der Integrator 15 ausgebildet sein, wobei nur berücksichtigt werden muss, dass die Rasterfrequenz wesentlich niedriger ist als die Zeilenfrequenz und die RC-Zeitkol1stante des Integrators 16 demgemäss angepasst werden muss.
Zum Korrigieren des den Schreibstrahl steuernden Signals können grundsätzlich zwei Wege benutzt werden.
Erstens kann das Indexsignal, das von dem Seitenbandverstärker 10 stammt, in der Phase gedreht werden. Dies verursacht jedoch grosse Schwierigkeiten, da infolge der Nichtlinearität der Ablenksignale die Frequenz des Indexsignals veränderlich ist, so dass ein nach dem Verstärker 10 vorgesehener Phasendreher dazu geeignet sein muss, ein Signal, das mehrere Frequenzen enthalten kann, in der Phase zu drehen. Dies lässt sich schwer durchführen. Es ist somit empfehlenswert, den zweiten Weg zu wählen und das dem Bezugssignal entnommene Signal, das der Mischstufe M zugeführt wird und das stets eine feste
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Frequenz von 4,5 MHz hat, in der Phase zu drehen.
Zu diesem Zweck ist nach Fig. l der durch strich- lierte Linien angedeutete Block (21 vorgesehen, dem das empfangene Bezugssignal 22 zugeführt wird und in dem dieses Signal 22 in ein kontinuierliches Signal von 4, 5 MHz umgewandelt wird, das sich mit dem die Farbinformation enthaltenden Signal mischen lässt, dessen Modulationsfrequenzen um eine Frequenz von etwa 40, 5 MHz liegen. Diese Umwandlung kann auf verschiedene Weise erfolgen, ein Verfahren da- zu wird weiter unten näher beschrieben.
Die Vorrichtung 21 eignet sich ausserdem dazu, das abgeleitete Signal von 4, 5 MHz in der Phase zu drehen und dazu wird die Ausgangsspannung der Addierschaltung 14'der Vorrichtung 21 zugeführt. Die
Vorrichtungen 14', 15'und 16'sind identisch mit den Vorrichtungen 14,15 und 16 und durch strichlierte Linien angedeutet, wodurch angegeben wird, dass sie sich sowohl zum Steuern eines Phasendrehers 13 als auch zum Steuern einer Vorrichtung 21 eignen, wenn eine der beiden in einer Schaltungsanordnung nach Fig. 1 verwendet wird.
Ein zweites Ausführungsbeispiel ist in Fig. 2 veranschaulicht. In dieser Figur, in der entsprechende
Teile möglichst entsprechend Fig. l bezeichnet smd, wird das von dem Bezugssignal abgeleitete Signal von 4, 5 MHz nicht bei der Verarbeitung des Indexsignals benutzt, sondern mit dem von dem Ortsoszillator 11 stammenden Signal von 36 MHz gemischt, um ein Signal von 40, 5 MHz zu erzielen, das der den
Pilotstrahl steuernden Elektrode 4 zugeführt wird. Auf entsprechende Weise wie in Fig. 1 kann mittels der Vorrichtung 21 das von dem Bezugssignal 22 abgeleitete Signal von 4, 5 MHz in der Phase gedreht werden, um die erforderliche Phasenkorrektion zu erzielen.
Es sei noch bemerkt, dass das von dem Bezugssignal abgeleitete Signal in diesem Fall nicht aufs neue in dem Teil der Schaltungsanordnung, in dem das lndexsignal verarbeitet wird, benutzt werden muss, da die erforderliche Referenz für das wiederzugebende Farbsignal durch den Pilotstrahl in das Indexsignal eingeführt wird. Es genügt somit, das Signal von 36 MHz von dem Ortsoszillator 11 in der Mischstufe M1 mit dem Farbsignal zu mischen, worauf ein Signal entsteht, das die erforderliche Farbinformation enthält und dessen Modulationsfrequenzen um eine Frequenz von etwa 40, 5 MHz liegen.
Letzteres Signal wird in der Mischstufe M. mit dem von dem Seitenbandverstärker 10 stammenden Indexsignal gemischt, das in diesem Ausführungsbeispiel eine Frequenz von 47, 5 MHz hat und das ausserdem die erforderliche Referenz für ein richtig wiedergegebenes Farbbild enthält, wodurch ein Signal von 7 MHz entsteht, das, nachdem das Helligkeitssignal Y in der Addierschaltung 12 zugeordnet worden ist, der Steuerelektrode 5 zugeführt wird.
Ein drittes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 veranschaulicht. Die in dieser Figur dargestellte Indexröhre arbeitet mit einem einzigen Elektronenstrahl und kann auf die in der österr. Patentschrift Nr. 217103 beschriebene Weise geschaltet sein, wobei mittels Torschaltungen dafür gesorgt wird, dass keine Videoinformation in das Indexsignal eingeführt werden kann, wenn das Elektrorienbündel einen Indexstreifen ab- tastet.
Für eine deutliche Übersicht dieses Steuerverfahrens wird dieses noch. kurz beschrieben. Die von der Kathode 6 emittierten Elektronen werden mittels der einzigen Steuerelektrode 23 gesteuert, worauf sie beim Auftreffen auf den Wiedergabeschirm 2 sowohl zur Wiedergabe des Farbfernsehsignals als auch zum Erzeugen des Indexsignals dienen. Dieses Indexsignal von etwa 7 MHz wird durch den Seitenbandverstär- ker 10 verstärkt und darauf der Torschaltung 24 zugeführt, die sich jeweils in einem Augenblick öffnet und sich in einem Augenblick schliesst, kurz bevor bzw. kurz nachdem ein Indexstreifen von dem Elektronenstrahl getroffen wird.
Das auf diese Weise von Videoinformation freie Indexsignal wird der Kippschaltung 25 zugeführt, an deren Ausgang Impulse mit der Frequenz und der Phase des von der Elektrode 7 stammenden Indexsignals auftreten, welche Impulse dem Phasendetektor 26 zugeführt werden. Im Phasendetektor 26 wird das von 25 stammende Signal mit dem von dem Ortsoszillator 27 stammenden Signal verglichen, wodurch bei Nichtsynchronismus der beiden Signale am Ausgang von 26 eine Gleichspannung erzeugt wird, durch welche mittels der Reaktanzschaltung 28 der Oszillator 27 nachgeregelt werden kann, bis der Synchronismus zwischen den von 25 und 27 stammenden Signalen erhalten wird. Die Ausgangssignale von 27 werden als Torimpulse der Torschaltung 24 zugeführt, so dass diese sich jeweils in dem richtigen Augenblick öffnet.
Die Torschaltung 24 wird ausserdem mittels durch die Leitung 29 zugeführtter Impulse mit der Zeilenfrequenz am Anfang jeder Zeile während eines kurzen Augenblicks geöffnet, so dass der Oszillator 27, der während der vorangehenden Zeilenrucklaufzeit ausser Takt geraten ist, wieder in Takt geraten kann.
Das vom Oszillator 27 stammende Signal wird über ein Verzögerungsnetzwerk 30 einer zweiten Torschaltung 31 zugeführt, welche die Steuerelektrode 23 jeweils auf ein festes Potential bringt, so dass in diesen Augenblicken keine Videoinformation im Elektronenstrahl auftreten kann. Die Verzögerungszeit des Netzwerkes 30 entspricht der Laufzeit der Elektronen von der Steuerelektrode 23 zum Wiedergabe-
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schirm 2, so dass der Elektronenstrahl keine Videoinformation enthält, wenn er einen Indexstreifen trifft.
Der Torschaltung 31 werden über die Leitung 32 auch Zeilenimpulse zugeführt, um jeweils am Anfang einer Zeile die Elektrode 23 auf das erwähnte feste Potential zu bringen.
Wie vorstehend erwähnt, ist der Oszillator 27 in Synchronismus mit dem Indexsignal, so dass dieses
Signal ausserdem zur Verarbeitung der Videoinformation benutzt werden kann. Zu diesem Zweck wird das im Netzwerk 30 verzögerte Signal durch die Leitung 33 der Mischstufe MI zugeführt. Dieser Mischstufe wird über die Leitung 34 die Farbinformation zugeführt, die um eine Frequenz von 4, 5 MHz moduliert ist. Am Ausgang der Mischstufe M entsteht somit ein Signal, das die Farbinformation enthält, die um ein Signal von 11, 5 MHz moduliert ist.
Letzteres Signal wird der Mischstufe M zugeführt und hierin mit dem von dem Bezugssignal 22 ab- geleiteten Signal gemischt. Das am Ausgang von M entstandene Signal von 7 MHz enthält somit die In- formation des Indexsignals, des Bezugssignals und der Farbe, und in der Addierschaltung 12 wird das Hel- ligkeitssignal Y zugefügt, worauf das Ganze durch die Torschaltung 31 der Steuerelektrode 23 zugeführt wird.
Die Torschaltung 31 wird mittels der vom Netzwerk 30 stammenden Impulse derart getastet, dass sie das von der Addierschaltung 12 stammende Signal normalerweise während der Zeitpunkte durchlässt, an denen der Elektronenstrahl die auf dem Schirm 2 angebrachten Farbstreifen abtastet, was während der Abtastung der Indexstreifen nicht der Fall ist, da die Elektrode 23 mittels der Torschaltung 31 auf das er- wähnte feste Potential gebracht wird.
Die erfindungsgemäss erforderliche Phasendrehung wird auf entsprechende Weise wie in den Fig. 1 und
2 dadurch erzielt, dass das von dem Bezugssignal 22 abgeleitete Signal von 4,5 MHz in der Vorrichtung
21 in der Phase gedreht wird. Zu diesem Zweck werden wieder die von 14 stammenden Korrektursignale der Vorrichtung 21 zugeführt.
Eine mögliche Ausführungsform des in Fig. 1 veranschaulichten Phasendrehers 13 ist in Fig. 4 dargestellt.
Der als eine Brückenschaltung ausgebildete Phasendreher 13 besteht aus einer mit einer Mittelanzapfung versehenen Spule 36 und einer dazu parallelgelegten Reihenschaltung eines Widerstandes 39 und eines Reaktanzelementes, das in dem vorliegenden Beispiel durch die als kapazitives Reaktanzelement geschaltete Entladungsröhre 37 gebildet wird. Die Entladungsröhre 37 ist mit der Kathode mit der unteren Seite der Spule 36 verbunden und steht über den Trennkondensator 38 mit dem Widerstand 39 in Verbindung. Die Anode der Röhre 37 ist weiter über den Kondensator 40 mit deren Steuergitter verbunden, das an sich über den Widerstand 41 mit der Kathode verbunden ist. Auf bekannte Weise bilden somit die Elemente 37,40 und 41 eine veränderliche Kapazität, wobei die Änderung durch die dem Steuergitter zugeführten Signale herbeigeführt werden kann.
Diese Signale sind die von der Addierschaltung 14 stammenden Korrektursignale, die über den Trennwiderstand 42 und die Parallelschaltung 43 dem erwähnten Steuergitter zugeführt werden.
Die Spule 36 bildet den einen Zweig der Brücke, die Reihenschaltung des Widerstandes 39 und der als Kapazität geschalteten Elemente 37,40 und 41 bildet den andern Zweig. Die dem Ortsoszillator 11 entnommene Eingangsspannung von 36 MHz wird über die Eingangsklemmen 44 und 45 der Brückenschaltung zugeführt, während die Ausgangsspannung über die in Fig. 4 veranschaulichte Verstärkerröhre 35 den Ausgangsklemmen 46 und 47 entnommen werden kann.
Die Phasendrehung der nicht verstärkten Ausgangsspannung Vo zwischen der Mittelanzapfung der Spule 36 und dem Verbindungspunkt des Widerstandes 39 und des Trennkondensators 38 gegenüber der Spannung über der Spule 36 kann mittels des in Fig. 5 dargestellten Vektordiagrammes erklärt werden.
Der zwischen der erwähnten Mittelanzapfung und dem Widerstand 39 liegende Teil bildet eine erste und der zwischen dieser Anzapfung und der Kathode der Röhre 37 liegende Teil bildet eine. zweite Wechselspannungsquelle. Die Summe der von diesen zwei Spannungsquellen gelieferten Spannungen tritt über der Reihenschaltung des Widerstandes und der Kapazität auf.
Die Spannung über dem Widerstand kann als ein Vektor VR aufgefasst werden, der einen Winkel von
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muss gleich der Summe Vs-+ 7, der auch als Vektoren "und V, aufgefassten Spannungen sein, die von den Spannungsquellen geliefert werden.
Das auf diese Weise erhaltene Vektordiagramm bildet ein rechtwinkeliges Dreieck mit v + vl als Basis und VR und Vc als Katheten. Bekanntlich geht der Kreis, von dem -t-* der Durchmesser ist, durch die Spitze des rechtwinkeligen Dreiecks und bei Änderung der Kapazität ändert sich zwar die Grösse der Vektoren VR und V C'aber der Scheitel des Dreiecks bewegt sich entlang des Kreisumfanges.
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Die Ausgangsspannung Vo kann auch als ein Vektor Vp aufgefasst werden, von dem ein Ende am Umfang und das andere Ende in der Mitte des Kreises liegen. Ändert sich somit die Kapazität, so dreht sich der Vektor V, wobei seine Grösse konstant bleibt, aber der Winkel zwischen ihm und den Vektoren V1
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Es wird einleuchten, dass die Röhre 37 auch als induktives Reaktanzelement geschaltet werden kann, während auch jedes andere veränderliche Reaktanzelement, wie z. B. eine in der Sperrichtung gesteuerte
Grenzschichtdiode u. dgl., benutzt werden kann.
Der Widerstand 39 kann auch veränderlich sein und auch die Phasenbrücke selber kann auf verschie- dene an sich bekannte Weisen ausgebildet sein.
Um den Einfluss von Kapazitätsänderungen auf die Brücke auf ein Mindestmass herabzusetzen, ist bei der Frequenz von 36 MHz die Impedanz der Spule 36 gross gegenüber der Impedanz der Reihenschaltung des Widerstandes und der Kapazität.
Die Ausgangsklemme 47 ist mit Erde und die Ausgangsklemme 46 ist mit der Steuerelektrode 4 der in Fig. 1 veranschaulichten Indexröhre 1 verbunden.
Obgleich der Phasendreher 13 für den Fall einer Zuführung eines Signals von 36 MHz beschrieben ist, wird es einleuchten, dass auch ein von dem Bezugssignal abgeleitetes Signal von 4, 5 MHz in einem sol- chen angepassten Phasendreher in der Phase verschoben werden kann. In diesem Fall besteht ein Teil der
Vorrichtung 21 aus dem in Fig. 4 dargestellten Phasendreher und der weitere Teil der Vorrichtung 21 be- steht dabei aus einer Schaltung, die lediglich das auf den hinteren Schwarzschultern der Zeilensynchroni- sierimpulse auftretende Bezugssignal auf an sich bekannte Weise in ein kontinuierliches Signal umwan- delt.
Es sei bemerkt, dass der Kreis 43 dazu dient, eine Rückwirkung des Oszillatorsignals auf die Addier- schaltung 14 zu verhüten. Wenn ein Signal von 36 MHz den Klemmen 44 und 45 zugeführt wird, ist die- ser Kreis auf 36 MHz abgestimmt, und wenn das von dem Bezugssignal abgeleitete Signal zugeführt wird, muss er auf 4, 5 MHz abgestimmt werden.
Die Vorrichtung 21 kann jedoch auch gemäss Fig. 6 ausgebildet werden. In diesem Fall besteht die
Vorrichtung 21 aus einem Ortsoszillator 48, der ein sinusförmiges Signal von etwa 4, 5 MHz erzeugt. Die- ser Ortsoszillator muss ein Signal erzeugen, das mit dem während der Dauer der hinteren Schwarzschul- tern der Zeilensynchronisierimpulse auftretenden Bezugssignal 22 synchron verläuft. Zu diesem Zweck wird das Bezugssignal 22 im Phasendetektor 49 mit dem von 48 stammenden Oszillatorsignal verglichen, worauf die Ausgangsspannung von 49 der Reaktanzschaltung 50 zugeführt wird, durch welche der Oszilla- tor 40 nachgeregelt werden kann.
Grundsätzlich genügte es, die von der Addierschaltung 14 stammenden
Korrektursignale unmittelbar der Reaktanzschaltung 50 zuzuführen, um dadurch die erforderliche Phasendrehung des endgültig erzeugten Signals von 4, 5 MHz zu erzielen.
In diesem Fall sind jedoch sehr grosse Korrektursignale nötig, um die gewünschte Phasendrehung im Ausgangssignal von 48 hervorzurufen, da die Regelschleife der Elemente 49,50 und 48 geneigt ist, die Phase des Oszillatorsignals gleich der Phase des Bezugssignals 22 zu halten.
Die in Fig. 6 veranschaulichte Schaltungsanordnung beruht auf der Erkenntnis, dass die Bezugssignale 22 lediglich während der Dauer der hinteren Schultern des Zeilensynchronisiersignals auftreten, so dass während des verbleibenden Teiles jeder Zeilenperiode die erwähnte Schleife sich selber überlassen wird.
Die erforderliche Phasendrehung kann somit mitverhältnismässig kleinen Amplituden des Korrektursignals dadurch erzielt werden, dass während der erwähnten verbleibenden Zeit das Korrektursignal über eine Torschaltung 51 der Reaktanzschaltung 50 zugeführt wird. Diese Torschaltung wird zu diesem Zweck mit den von dem Zeilenablenkgenerator stammenden Rücklaufimpulsen 52 getastet.
Die Rücklaufimpulse haben eine Dauer, die der Horizontalrücklaufzeit entspricht, so dass die von der Addierschaltung 14 stammenden Korrektursignale lediglich während der Laufzeit der Horizontalablenkung wirksam sind, während die Schleife 48,49 und 50 mittels der während der Dauer der hinteren Schultern auftretenden Bezugssignale 22 den Ortsoszillator 48 während eines Teiles der Horizontalrücklaufzeit wieder in Gleichlauf bringen können.
Auf die vorstehend geschilderte Weise ist es somit möglich, ein von der Vorrichtung 21 stammendes kontinuierliches Signal von 4, 5 MHz zu erzielen, das während der. Horizontallaufzeit, d. h. gerade wäh- rend der Zeit, in der das Farbfernsehsignal wiedergegeben werden soll, in der Phase gedreht wird.
Es ist auch möglich, Tastimpulse 52 anzuwenden, die eine bedeutend kürzere Dauer haben und nur während des Auftretens der Bezugssignale an den erwähnten hinteren Schultern vorhanden sind. J1 diesem Falle müssen jedoch gesonderte Tastimpulse 52 erzeugt werden, während die erwähnten Rücklaufimpulse ohne weiteres zur Verfügung sind.
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