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Verfahren zur automatischen Herstellung von Ziegeln und Anlage zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Ziegeln, z. B. Mauerziegeln oder Falzziegeln.
Der Zweck der Erfindung ist, ein Verfahren und Anlagen zu dessen Durchführung zu schaffen, um die
Ziegel durch Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, insbesondere des Bedarfs anTrockenwärme, billiger als bisher herstellen zu können.
Es ist bereits ein Verfahren zum Herstellen von Ziegeln oder Backsteinen bekannt, bei welchem die
Tonmasse, mit der die Anlage beschickt worden ist, aufbereitet wird. Diese Aufbereitung geht so vor sich, dass die plastische harte Tonmasse erhitzt und in einen flüssigen teigigen Zustand gebracht wird. Darauf wird sie durch Mischen mit fetten Massen in einen harten plastischen Zustand umgewandelt. Dann wird diese Masse in heissem Zustand stranggepresst der formgepresst. Die einzelnen Ziegel unterliegen nach dem Formen einer Trocknung in einem geschlossenen TrocknungskanaLDann werden sie gebranntDie Anlage, in welcher dieses Verfahren ausgeübt wird. weist einen Beschicker auf, ferner eine Aufbereitungsgruppe, einen Heissaufbereiter. eine Presse bzw.
Formpresse und ei nen Bandtrockner und dann eine Verladestelle für Ofenwa- gen. Die Wärmebehandlung der Tonmasse vor und nach ihrer Verformung ist ein wichtiger Faktor für die Gute des Fabrikates und auch für den Preis, der mit Rücksicht auf die Eigenschft als Massenartikel eine Rolle spielt. Im Heissaufbereiter wird die Masse derart erwärmt, dass der heissgepresste Tonstrang mit einer Temperatur von 50 bis 700 C aus der Formpresse austritt. Bis die fertig gepressten Steine in die Trocknerei gelangen und bis die Trocknerei geschlossen wird, vergehen in der Regel mehrere Stunden.
Währenddessen verlieren die Steine meist einen erheblichen Teil ihrer Wärme, so dass der Wirkungsgrad der Anlagen sinkt Dem versuchte man abzuhelfen dadurch, dass man, wie oben schon angegeben, eine geschlossene Wärmekette vom Heissaufbereiter bis zum Brennofen vorsah.
Die Erfindung bezweckt nun, durch Verbesserung dieser Wärmekette weitere bedeutsame Ersparnisse in der Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Sie streckt daher diese Wärmekette, indem sie die Trocknung jetzt einem Vortrockner und einer Vorbrennzone überträgt.
Das neue Verfahren zur kontinuierlichen automatischen Ziegelherstellung, bei dem die Anlage mit Ton beschickt wird, der aufbereitet, dann gemaukt und dann heiss aufbereitet wird, bevor er einer Strangpresse zugeleitet wird, worauf der Strang abgeschnitten bzw. formgepresst wird, und bei welchem die Presslinge einer beheizten Trockenanlage zugeführt werden, in der sie zum Brennofen transportiert werden, wird erfindungsgemäss zunächst eine Vortrocknung bis zur Stapelfähigkeit mit zirka 10-12 % Was- sergehalt durchgeführt, worauf die Formlinge auf Ofenwagen gestapelt und in einer Fertigtrockenzone bis zu zirka 4 % Wassergehalt getrocknet werden, und anschliessend in den Brennofen eingeführt werden.
Vorteilhaft wird in der Anlage, welche dieses Verfahren verwirklicht, hinter der Presse ein Bandvortrockner angeordnet, welcher die Presslinge nebeneinanderliegend einer Beladestelle für Ofenwagen zuführt, und eine Fertigtrockenzone vorgesehen, die an einen Tunnel-Brennofen anschliesst. Vornehmlich ist der Band-Vortrockner in Zonen unterteilt, in denen die Trockentemperatur, die Be- und Entlüftung einstellbar sind.
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WeitereMerkmale der neuen Anlage ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der Zeichnung.
DieZeichnung zeigt in stark schematisierter Weise ein automatisches Mauerziegelwerk, worin A ein Kastenbeschicker, B eine Aufbereitungsgruppe, C ein Maukturm, D ein HeiBaufbereiter, E eine Strang-
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einVorbrennzone und J ein Tunnelofen sind.
Der Bandtrockner F, der im Beispielsfalle eine geschlossene Viereckbahn bildet, läuft in einer wärmedichten Blechverschalung, die mit Luftzufuhr-und-abfuhrkanälen versehen ist. Die Steine, die noch nicht stapelfähig sind, liegen einzeln hintereinander und durchwandern den Kanal des Bandtrockners, bis sie an der Stelle"G"beispielsweise nach ein bis zwei Stunden angekommen sind und dort einen Trocknungsgrad aufweisen (zirka 10-12 % Wasser, gerechnet auf den trockenen Ziegel in Gewichtsprozenten), der es zulässt, dass die Ziegel in üblicher Weise auf Ofenwagen übereinander gestapelt werden können.
Die Ofenwagen werden dann sofort über die Schiebebühne K in die Verbrennzone H gefahren, die sie durchwandern, bis sie den Trocknungsgrad (zirka 4 %) erreicht haben, bei dem sie dann gebrannt werden können. Das Brennen geschieht in dem Tunnelofen J.
Dadurch, dass die Steine unmittelbar nach derFormgebungsofortinden TrockenkanaldesBandtrockners
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wird, und eine umständliche Zu- und Abfuhr der nassen und trockenen Steine notwendig macht, verlangt der Bandtrockner einen viel geringeren Raum, weil er nur bis zur Lederhärte vortrocknet und die ganzen Manipulationen des Ein- und Ausfahrens und des Zwischenstapelns wegfallen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur kontinuierlichen automatischen Herstellung von Ziegeln, bei welchem die Anlage mit Ton beschickt wird, der aufbereitet, dann gemaukt und dann heiss aufbereitet wird, worauf er einer Strangpresse zugeleitet wird, wonach der Strang abgeschnitten bzw. formgepresst wird, und bei welchem die Presslinge einer beheiztenTrockenanlage zugeführt werden, in welcher sie zum Brennofen transportiert werden, dad urch gekennzeichnet, dass zunächst eine Vortrocknung bis zur Stapelfähigkeit mit zirka 10-12 % Wasserge- halt durchgeführt wird, worauf die Formlinge auf Ofenwagen gestapelt undineinerFertigtrockenzone bis zu zirka 4 % Wassergehalt getrocknet werden und anschliessend in den Brennofen eingeführt werden.