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Photographische Kamera mit elektrischem Belichtungsmesser
Es ist bereits bekannt, zur Erleichterung der Handhabung von photographischen Kameras den Blenden- und Zeiteinsteller derselben mit einem Belichtungsmesser zu kuppeln. Bei Kameras dieser Art sind in der
Regel der Blenden- und Zeiteinsteller über ein Differentialgetriebe od. dgl. miteinander verbunden, das seinerseits auf einen dem Messwerkzeiger zugeordneten Nachführzeiger einwirkt. Bei diesen Kameras zeigt sich jedoch der Mangel, dass der Benutzer gezwungen ist, die Einsteller jeweils manuell zu betäti- ger, um die beiden Zeiger miteinander zur Deckung zu bringen. Es ist weiter bekanntgeworden, an pho- tographischen Kameras ein selbständiges Nachführen der Blendenlamellen mittels eines photoelektrischen
Belichtungsmessers zu erreichen.
Bei diesen Kameras steht der drehbewegliche Teil des Messwerkes über eine Steuerkurve mit den Blendenlamellen in kraftschlüssiger Verbindung, wodurch die Blendenlamellen bei sich änderndem Ausschlag des drehbeweglichen Messwerkteils ununterbrochen nachgeführt werden, so dass sich als Nachteil eine ständige Bewegung der Blendenlamellen ergibt. Schliesslich sind aber auch schon
Kameras bekanntgeworden, deren Bedienung weiter dadurch vereinfacht ist, dass ein Belichtungsmesser
Anwendung findet, dessen drehbeweglicher Teil frei und unabhängig drehbar ausgebildet ist und eine durch einen Hebel od. dgl. in der Messstellung feststellbare Steuerkurve trägt, die durch einen mit dem Antriebs- ring der Blendenlamellen in Verbindung stehenden Hebel od. dgl. aus einer Endstellung heraus durch Federkraft abtastbar ist.
Ausgehend davon, dass nun bei einer Vielzahl von photographischen Aufnahmen ein mittlerer Wert, beispielsweise 1/50 oder 1/60 sec, Anwendung findet, hat sich die Erfindung zur Aufgabe gesetzt, eine photographische Kamera zu schaffen, bei der bei fester unveränderlicher Zeiteinstellung die jeweils zugehörige Blendenöffnung in besonders einfacher Weise selbsttätig eingeregelt wird.
Gemäss der Erfindung hat diese Aufgabe dadurch ihre Lösung gefunden, dass ein schwenkbarer Feststellhebel für die Steuerkurve Anwendung findet, der mittels eines mit dem Filmtransporthebel in Verbindung stehenden Schiebers betätigbar ist und dass der Schieber den Abtasthebel sowie den Antriebsring der Blendenlamellen entgegen der Federkraft in die Endstellung bewegt. Hiedurch ist beim Längsbewegen des Schiebers, etwa beim Drehen der Filmaufwindwelle, unter gleichzeitigem Spannen des Verschlusses der mit der Steuerkurve des Messwerkes zusammenwirkende Feststellhebel in eine Endstellung bewegt und die Steuerkurve freigebbar, wodurch diese ungehindert einspielen kann.
Des weiteren wird erreicht, dass beim Betätigen des Auslöseknopfes eine Arretierung der Steuerkurve und eine Schwenkbewegung des Abtasthebels bis zur Anlage mit der Steuerkurve herbeigeführt wird und über den mit dem Abtasthebel gekuppelten Antriebsring der Blendenlamellen die Einregelung der Blenden- öffnung in Abhängigkeit der Steuerkurve und zusätzlich in an sich bekannter Weise die Verschlussauslösung und die Freigabe des Filmtransportes erfolgt. Die Anordnung eines Schiebers als Betätigungsglied für den Feststellhebel der Steuerkurve und den Abtasthebel ergibt dabei eine besonders einfache Ausgestaltung der Kamera.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Schieber durch einen im Kameragehäuse längsbewegbar geführten Formteil, insbesondere Blechformteil, gebildet ist, der mit dem Betätigungshebel für den Antriebsring der Blendenlamellen und über eine Anbiegung od. dgl. mit dem Filmaufwindknopf kuppelbar ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Schieber mittels des Aufwindknopfes
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gesehen, eine Anlage von Hebel und Steuerkurve lediglich bei Betätigung des Auslösers herbeizuführen.
Zur Erzielung von Schieberbewegungen kann der Aufwindknopf einen im Abstand der Umfangsfläche ausgebildeten Nocken mit vorzugsweise zwei diametral zueinander ausgebildeten Steuerflächen aufweisen.
An den Steuerflächen können sich Absetzungen anschliessen und in diese einragende Ansätze vorgesehen sein, die im Abstand des Nockens mit cer Umfangsfläche fest verbunden ausgebildet sind und Führung- körper für den mit dem Hebel zusammenwirkenden Schieber bzw. der Anbiegung bilden. Durch Anlage der Anbiegung an den Ansätzen ist eine Arretierung der Aufwickelachse bei erfolgtem Filmtransport er- zielbar und eine Doppelbelichtung einzelner Filmbilder verhindert.
Die Feststellung des Schiebers in der Endstellung, in der durch den Schieber der Hebel von der Steuer- kurve abgehoben ist, ist mittels eines um eine gehäusefeste Achse schwenkbaren Doppelhebels erreich- bar, der hiezu mit seinem einen Hebelarm in die Bewegungsbahn des Schiebers einragt und mit seinem ändern Hebelarm mit dem Auslöser gekuppelt ist. Zur Halterung des Schiebers kommt der in die Bewe- gungsbahn des Schiebers einragende Hebelarm an Ansätzen des Schiebers bzw. an quer zur Verschiebe- richtung desselben ausgebildeten Begrenzungsflächen einer Aussparung zur Anlage.
Zur Arretierung der Steuerkurve ist nach weiterer Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass diese mittels eines, z. B. auf die Umfangsfläche derselben einwirkenden Klemmgliedes feststellbar ist. Dieses kann durch einen Gewindestift od. dgl. gebildet sein, der gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung in einem im Abstand der Antriebswelle ausgebildeten Doppelhebel angeordnet ist, der um eine gehäuse- feste Achse schwenkbar ist und mit seinem einen Hebelarm einstellbar an einem ortsfesten Ansatz od. dgl. anliegt und mit seinem andem Hebelarm mit dem Schieber gekuppelt ist.
Zur sicheren Arretierung der
Steuerkurve ist vorgesehen, dass die Steuerkurve im Bereich des Gewindestiftes od. dgl. eine Auflage aus einem Werkstoff mit hohem Reibungskoeffizienten, insbesondere Gummi, Kunststoff oa. dgl., z. B. Poly- äthylen, trägt. Die Auflage kann in der Form eines Ringkörpers ausgebildet sein, der um die Steuerkur- ve konzentrisch herumgelegt ist. Die Freigabe der Steuerkurve erfolgt erfindungsgemäss, wenn der Schie- ber den Hebel für den Antriebsring der Blendenlamellen schwenkt, wodurch einmal die Anlage des He- bels mit der Steuerkurve aufgehoben und zum ändern der als Klemmglied dienende Gewindestift od. dgl. von der Steuerkurve abgeschwenkt wird.
Die Steuerkurve selbst kann als axiale Steuerkurve, d. h. mit in axialer Richtung veränderlicher Anlagefläche, ausgebildet sein, an die der Betätigungshebel für den An- triebsring der Blendenlamellen über einen Abtasthebel federnd anliegt. Zweckmässig ist zur Abfederung von Abtasthebel und Betätigungshebel eine um die gemeinsame Anlenkstelle beider Hebel herumgeführ- te Schraubenfeder vorgesehen, deren einer Schenkel sich hiezu auf dem Abtasthebel und deren anderer
Schenkel sich auf dem Betätigungshebel abstützt.
Um die Stellungen der vom Messwerk beeinflussten Steuerkurve nach aussen sichtbar anzuzeigen, schlägt die Erfindung weiter vor, dass der drehbewegliche Teil des Messinstrumentes einen Zeiger od. dgl. trägt, der unter ein im Gehäuse ortsfest ausgebildetes Sichtfenster einspielt. Der Zeiger bzw. dessen Stel- lungen können geeignet sein, Angaben darüber zu machen, ob für die beabsichtigte Aufnahme ausreichen- de Lichtverhältnisse vorliegen oder nicht. Durch entsprechende Ausbildung des Sichtfensters können hiezu die Lichtverhältnisse dann als ausreichend angesehen werden, solange der Zeiger innerhalb des Sichtfen- sters erkennbar ist, während beim Schwenken desselben in die eine oder andere Endstellung dem Benutzer der Kamera angezeigt wird, dass die Lichtverhälmisse für die geplante Aufnahme unzureichend sind.
Bei einer andern Ausführungsform der Kamera nach der Erfindung wird vorgeschlagen, an Stelle des
Zeigers einen Kreisabschnitt od. dgl. anzuordnen, dessen dem Sichtfenster zugewendete Seite nebenein- ander verschiedenfarbige Überzüge aufweist. Es ist schliesslich vorgesehen, dass das Sichtfenster in Rich- tung auf eine Stirnseite einen sich verjüngenden Querschnitt aufweist, also im wesentlichen dreieckförmig gestaltet ist. Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, das Sichtfenster in beliebiger Form aus- zubilden.
Weiterhin ist vorgesehen, dass bei einer andern Gestaltung der erfindungsgemässen Kamera der An- triebsring für die Blendenlamellen mittels eines um eine gehäusefeste Achse schwenkbaren Doppelhebels in einer Endstellung gehalten ist, der im Bereich der Anlenkstelle einen den drehbeweglichen Teil des
Messinstrumentes längsbewegenden Nocken aufweist und dessen dem Antriebsring abgewendeter Hebelarm am Verschlussauslöser anliegt. Der Antriebsring bzw. der mit diesem gekuppelte Hebel ist ebenfalls mit- tels eines Schiebers in die Freigabestellung für die Steuerkurve bringbar.
Ein Zurückschwenken des Hebels wird dadurch verhindert, dass der Doppelhebel mit einem Ende einen
Ansatz od. dgl. des Lamellenantriebsringes hintergreift. Eine Freigabe des Antriebsringes erfolgt durch
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Längsbewegen des Verschlussauslösers, der dabei den Doppelhebel 10 weit verschwenkt, dass der Doppel- hebel den Ansatz freigibt, so dass nunmehr die Möglichkeit besteht, dass der Betätigungshebel mit der
Steuerkurve zur Anlage kommt, die gleichzeitig über den Nocken arretiert ist.
In den Figuren sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht einer Kamera nach der Erfindung in schematischer Darstellung, Fig. 2 eine Draufsicht der Fig. 1, Fig. 3 einen
Axialschnitt einer Steuerkurve, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV- IV der Fig. 3, Fig. 5 eine Draufsicht auf das messwerkseitige Ende einer Abdeckkappe, entsprechend einer Ausführungsform, Fig. 6 eine Draufsicht auf das messwerkseitige Ende einer Abdeckkappe, entsprechend einer ändern Ausführungsform, Fig. 7 das mess- werkseitige Ende einer Abdeckkappe, entsprechend einer weiteren Ausführungsform in der Draufsicht und Fig. 8 eine Seitenansicht einer Kamera nach der Erfindung, entsprechend einer ändern Ausführungsform.
In den Figuren ist mit 1 das Kameragehäuse bezeichnet und mit 2 die Gehäuseabdeckkappe. Auf das
Gehäuse 1 ist das Messwerk 3 aufgesetzt dessen drehbeweglicher Teil 4, wie aus der Fig. 3 ersichtlich, über die Welle 5 die Steuerkurve 6 trägt. Mit 7 ist eine im Träger 8 längsbewegbar geführte Lagerbuchse bezeichnet, die als Stützglied der Welle 5 dient. Mit der Stirnfläche 9 der Steuerkurve 6 wird der He- bel 10 wirksam, der hiezu einen um die Achse 11 schwenkbaren Abtasthebel 12 aufweist. Der Hebel 10 ist ebenfalls um die Achse 11 schwenkbar und bei 14 am Antriebsring 15 der Blendenlamellen 16 ange- lenkt. Mit 13 ist eine Rückholfeder bezeichnet, die am Hebel 19 und am Gehäuse 1 angreift. Um die
Achse 11 ist die Schraubenfeder 17 herumgelegt, deren einer Schenkel 18 sich auf dem Abtasthebel 12 abstützt und deren Schenkel 19 gegen den Hebel 10 anliegt.
Im Gehäuse 1 ist, wie in den Figuren weiter erkennbar, der Schieber 20 angeordnet, der mit seinem einen Ende gegen den Abtasthebel 12 anliegt und mit einer Anbiegung 21 in eine Aussparung 22 des Filmtransportknopfes 23 eingreift. Mit der Anbie- gung 21 wirkt der Nocken 24 zusammen, der beim Ausführungsbeispiel die beiden Steuerflächen 25 auf- weist, die beim Drehen des Knopfes 23 Längsbewegungen des Schiebers 20 entgegen der Kraft der Feder 26 hervorrufen. Auf den Schieber 20 wirkt der um die Achse 27 schwenkbare Doppelhebel 28 ein, dessen He- belarm 29 in die Bewegungsbahn des Schiebers 20 einragt und dessen Hebelarm 30 gegen den Auslöse- knopf 31 anliegt. Eine Feder 32 ist so dem Doppelhebel 28 zugeordnet, dass diese unter dem Einfluss ihrer
Vorspannung dem Hebel 28 eine Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn vermittelt.
Am Schie- ber 20 ist ein nach aufwärts gerichteter Ansatz 33 angeformt, der mit einem um die Achse 34 schwenkbaren Doppelhebel 35 zusammenwirkt, dessen einer Hebelarm 36 bogenförmig ausgebildet ist und mit seiner Stirnfläche 37 an dem ortsfesten Anschlag 38 anliegt. Der Hebelarm 36 trägt, wie in Fig. 4 verdeutlicht, eine in ihrer Längsrichtung einstellbare Einstellschraube 39, die mit ihrer Spitze 40 mit einem Ringkörper 41 in Fühlung kommt, der fest an der Umfangsfläche der Steuerkurve 6 angeordnet ist. Der Ringkörper 41 ist vorzugsweise aus einem nachgiebigen, elastischen Werkstoff mit grossem Reibungskoeffizienten, beim Ausführungsbeispiel aus Gummi, gefertigt. Mit 42 ist eine am Hebelarm 36 angeordnete Einstellschraube bezeichnet, die eine Einstellung des Hebelarmes 36 zur Steuerkurve 6 durchzuführen erlaubt.
Mit dem drehbeweglichen Teil 4 des Messwerks 3 ist der Zeiger 43 verbunden, der unterhalb des Sichtfensters 44 in der Abdeckkappe 2 einspielt. Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 6 und 7 ist der Zeiger 43 stabförmig ausgebildet und spielt in Fig. 6 unter einem im wesentlichen dreieckförmigen Sichtfenster 44 ein. Letzteres ist beim Ausführungsbeipiel der Fig. 7 in Form eines Kreisringabschnittes ausgebildet. Der in der Fig. 5 dargestellte Zeiger 43 trägt einen Plattenteil 45, der unterhalb der Aussparung 44 schwenkbar ist. Der Plattenteil 45 weist die Form eines Kreisabschnittes auf und ist an seiner oberen Flache mit zwei verschieden eingefärbten Oberzügen 66,67 versehen.
In der Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Kamera gezeigt. Das Kameragehäuse ist wiederum mit 1 und die Abdeckkappe mit 2 bezeichnet. Der nicht näher dargestellte drehbewegliche Teil des Messwerkes trägt die Steuerkurve 46 und den Zeiger 43, der unterhalb des Sichtfensters 44 einspielt. Mit der Steuerkurve 46 wirkt der Hebel 47 zusammen, der um die Achse 48 schwenkbar ist. Der Hebel 47 ist beim gezeigten Ausführungsbeispiel als Doppelhebel ausgebildet, dessen Hebel- arm 49 mit der Steuerkurve 46 zusammenwirkt und dessen Hebelarm 50 bei 51 am Antriebsring 52 der Lamellen 53 angreift. Durch Drehen des Antriebsringes 52 erfolgt die Einregelung der Blendenöffnung 54.
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Auslöseknopf anliegt. Der Doppelhebel 57 ist mit einem Nocken 60 versehen, der stirnseitig an die Welle der Steuerkurve 46 anliegt.
Mit 61 ist eine Feder bezeichnet, unter deren Vorspannung der Hebel 47 über seinen Hebelarm 49 mit der Kurve 46 zur Anlage kommt. Mit 61 ist eine im Gehäuse 63 des Messwerks unter Vorspannung untergebrachte Schraubenfeder bezeichnet, gegen deren Wirkung die Steuerkurve 46 anhebbar ist, um mit gehäusefesten Anlageflächen 64 zur Anlage zu kommen.
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Die Betätigung der Kamera erfolgt wie nachstehend angegeben : Es sei angenommen, dass der An- triebsring 15 die in der Fig. l gezeigte Stellung einnimmt. Dieser ist durch Schwenken des Hebels 10 in eine Endstellung bewegt. Dabei ist der Abtasthebel 12 von der Steuerkurve 6 abgehoben. Die erforderliche
Schwenkbewegung des Betätigungshebels 10 ist durch Längsbewegen des Schiebers 20 erreichbar, der unter dem Einfluss des sich ändernden radialen Abstandes zwischen der Steuerkurve 25 und der Drehachse des
Nockens 24 in die in der Fig. l gezeigte Stellung gebracht ist und in dieser durch Eingreifen des Hebel- armes 29 in eine Aussparung des Schiebers 20 gehalten ist. Der Auslöser 31 nimmt dabei ebenfalls die in
Fig. l gezeigte Stellung ein.
Zur Durchführung einer photographischen Aufnahme wird der Auslöser 31 in bekannter Weise nach abwärts bewegt und der Doppelhebel 28 um seine Anlenkstelle 27 geschwenkt. Der
Hebelarm 29 gibt den Schieber 20 frei, der unter dem Einfluss der Feder 26 in Richtung auf die rechte
Blattseite bewegt wird, bis zur Anlage der Anbiegung 21 an die Planfläche 65 des Nockens 24. Hiebei wird der Abtasthebel 12 freigegeben und über den Ansatz 66 des Hebels 10 bis zur Anlage des Abtasthebels 12 an der Steuerfläche 9 verschwenkt. Mit dem Hebel 10 wird der Antriebsring 15 gedreht und dadurch die
Lamellen 16 in eine der Stellung der Steuerkurve entsprechende Lage gebracht. Unter dem Einfluss der in der Photozelle erzeugten Spannung hat die Steuerkurve 6 dabei zuvor eine Stellung eingenommen, die eine mehr oder weniger grosse Öffnung 54 der Blende herbeiführt.
Gleichzeitig gibt dabei der Ansatz 33 den Hebel 35 frei, der unter dem Einfluss der Feder 67 bis zur Anlage des Klemmgliedes 39 an den Ringkörper 41 geschwenkt wird und eine Arretierung der Steuerkurve bewirkt. Nach Freigabe des Auslöseknopfes 31 liegt der Hebelarm 29 auf dem Schieber 20 auf. Durch nachfolgendes Drehen des Knopfes 23 zum Zwecke des Filmtransports wird der Schieber 20 über den Nocken 24 in Richtung auf die linke Blattseite bis in die in der Fig. 1 gezeigte Stellung bewegt. Der Betätigungshebel 10 wird hiebei ebenfalls über den Abtasthebel12 in eine Endstellung bewegt und die Steuerkurve 6 sowie der drehbewegliche Teil 4 des Messwerks freigegeben. Gleichzeitig damit erfolgt über den Ansatz 33 eine Schwenkbewegung des Doppelhebels 35 zur Freigabe der Steuerkurve.
Die Anlage der Stellschraube 39 an dem Ringkörper 41 wird aufgehoben und der drehbewegliche Teil 4 des Messwerks kann frei einspielen.
Die Stellungen des drehbeweglichen Teiles 4 sind durch den Zeiger 43 im Sichtfenster 44 angezeigt.
Bei der Ausführungsform der Fig. 5 wird der den Zeiger bildende Kreisringabschnitt 65 mehroder weniger weit unterhalb der Aussparung 44 geschwenkt, so dass im Sichtfenster entweder der eine oder der andere Farbüberzug oder Teile beider Farbüberzüge erkennbar sind. Für den Benutzer der Kamera besteht dadurch die Möglichkeit zu erkennen, ob die zur Durchführung der Aufnahme benötigte Lichtmenge vorhanden ist. Dies kann dergestalt erfolgen, dass beispielsweise beim Ausfüllen des Sichtfensters durch den dunkelfarbigen Überzug 66 der Kamerabenutzer darauf aufmerksam wird, dass die Lichtverhältnisse nicht ausrei- chen, während beim Einschwenken des hellerfarbigen Abschnitteils 67 brauchbare oder besonders günstige Lichtverhältnisse dem Kamerabenutzer angezeigt werden.
, Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 8 ist die Handhabung der Kamera im wesentlichen die gleiche. Bei dieser Ausführungsform wird mittels in der Figur nicht näher dargestellter Mittel, z. B. über einen Schieber, der Lamellenantriebsring 52 in die in der Fig. 8 gezeigte Endstellung bewegt. Bei Erreichen dieser Stellung hintergreift der Hebelarm 46 des Doppelhebels 57 den Ansatz 55, wodurch über die Anlenkstelle 51 der Winkelhebel 47 die in der Fig. 8 gezeigte Stellung einnimmt und dadurch die Steuerkurve 46 zum Zwecke eines freien Einspielens freigibt. Der Nocken 60 ist dabei ebenfalls, wie in der Fig. 8 gezeigt, in eine Stellung gedreht, in der durch Aufheben der Anlage der Steuerkurve an ortsfeste Anlageflächen das Einspielen der Steuerkurve möglich ist.
Durch Betätigung des Auslösers wird über den Hebelarm 59 der Hebel 57 geschwenkt und die Steuerkurve 46 im Moment des Auslösens mittels des Nockens 50 durch Anlage an ortsfeste Flächen 64 festgelegt. Gleichzeitig überläuft der Hebelarm 56 den Ansatz 55, so dass unter der Wirkung der Feder 61 der Doppelhebel 47 bis zur Anlage des Hebelarmes 49 an die Steuerkurve 46 geschwenkt wird. Nach erfolgter Anlage sind auch die Bewegungen des Antriebsringes 52 beendet und die Lamellenöffnung 54 nimmt dabei einen dem durch die Steuerkurve festgelegten Messwert entsprechende Grösse an.
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