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Anordnung an einem Farbfernsehempfänger
Zweck der Erfindung ist die Verbesserung des Auflösungsvermögens eines Farbfernsehempfängers beim Schwarz-Weissempfang.
Die Erfindung wird in ihrer Anwendung auf ein Farbfernsehsystem beschrieben werden, bei dem ein
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derkits, kana besitzt im Vergleich zu einem Schwarz-Weissempfänger eine kleinere Bandbreite, damit der
Farbträger nicht durch den Helligkeitskanal zur Bildröhre gelangen kann und dort Bildstörungen hervor- ruft. Diese Beschränkung der Bandbreite beeinträchtigt jedoch bei den üblichen Empfängern auch den
Schwarz-Weissempfang, indem dessen Auflösungsvermögen wegen des Wegfalls der hohen Frequenzen herabgesetzt wird.
Die Anordnung nach der Erfindung soll diesen Nachteil beseitigen und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Helligkeitskanal eine genügende Bandbreite hat, um auch ein Farbsignal zu übertragen, und ein
Signalerzeuger zur Erzeugung eines zusätzlichen Farbsignals vorgesehen ist, das dem Helligkeitskanal zugeführt wird, um das durch diesen übertragende Farbsignal zumindest teilweise aufzuheben.
Eine Ausführungsform wird an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen : Fig. 1 das Schaltbild eines Farbfernsehempfängers, Fig. 2 Kurven zur Veranschaulichung der Wirkungsweise und Fig. 3 den schaltungs- technischen Aufbau des Teiles 16 der Fig. 1.
Der Empfänger nach Fig. l umfasst eine Antenne 10, 11, die am Eingang eines Hochfrequenztelles 12 liegt, der die ersten Stufen des Empfängers enthält und in üblicher Weise ein Zwischenfrequenzsignal an seinem Ausgang erzeugt. Die Zwischenfrequenz gelangt zu einem Detektor 13, wo die Videofrequenz hergeleitet und einem Tonwiedergabetell 14 sowie einem Breitbandverstärker 15 zugeführt wird. Die Ausgangsspannung des Verstärkers 15 wird dem nach der Erfindung ausgebildeten Teil 16 zugeführt, dessen Einzelheiten nachstehend erörtert werden sollen. Die Ausgangsspannung des Teiles 16 wird einem tub- lichen Kombinierkreis 17 zugeführt, der mit der Bildwiedergaberöhre 18 in Verbindung steht.
Der Empfänger umfasst ferner einen Farbkanal mit einem Bandpass-Verstärker 19, dessen Ausgangsspannung einem Farbdetektor 20 zugeführt wird, der seinerseits mit dem Kombinierkreis 17 in Verbindung steht. Der Verstärker 19 steht auch mit dem Teil 16 in einer näher zu erläuternden Weise in Verbindung. Mit dem Detektor 20 steht ein Farbträgerschwinger 21 in Verbindung, der dem Detektor 20 Farbträgerschwingungen passender Phase zwecks Detektierung des Farbträgers zuführt. Hiedurch entstehen im Detektor Farbdifferenzsignale, die dem Kombinierkreis 17 zugeleitet werden, wo sie mit dem Helligkeitssignal zur Erzeugung der roten, grünen und blauen Farbsignale zusammengesetzt werden, die ihrerseits entsprechenden Elektroden der Bildröhre 18 zugeführt werden.
Das Videosignal des Detektors 13 gelangt auch zu einem Synchronzeichentrenner 22, von dem das Farbsynchronzeichen dem Farbträgerschwinger 21 und die Zeilen- und Bildsynchronzeichen entsprechenden Generatoren 23 und 24 zugeführt werden, an deren Ausgängen die horizontale und vertikale Ablenkwicklungen 18a bzw. 18b liegen.
Eine Ausgangsspannung des Farbträgerschwingers 21 wird auch einem Farbsperrkrels 25 zugeführt, in dem eine Farbsperrspannung erzeugt wird, die den Verstärker 19 ausser beim Empfang eines Farbsignals sperrt.
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Der Teil 16 der Fig. 1 umfasst die erfindungsgemässe Anordnung zur Verbesserung des Auflösungsver- mögens beim Schwarz-Weissempfang. Er umfasst einen breitbandigen Helligkeitskanal in der Form eines
Verstärkers 26, dem die Videospannung vom Verstärker 15 zugeführt wird und der seinerseits seine Aus- gangsspannung zum Kombinierkreis 17 abgibt.
Der Teil 16 umfasst ferner einen Signalerzeuger 27 zur Erzeugung eines zusätzlichen Farbsignals, das dem Helligkeitskanal zugeführt wird, um das durch diesen übertragene Farbsignal ganz oder teilweise aufzuheben. Zu diesem Zweck steht der Signalerzeuger mit dem Verstärker 19 in Verbindung und gibt seine Ausgangsspannung zum Verstärker 26 des Helligkeitskanals weiter.
Der Helligkeitskanal mit dem Verstärker 26 kann dabei eine genügende Bandbreite haben, um den ganzen Videofrequenzbereich zu übertragen, so dass beim Schwarz-Weissempfang keine Unterdrückung der höheren Videofrequenzen stattfindet. Beim Farbempfang müssen aber Massnahmen getroffen werden, um die bei Übertragung des Farbsignals durch den Helligkeitskanal entstehenden Störungen zu beseitigen.
Zu diesem Zweck erzeugt beim farbigen Empfang der Signalerzeuger 27 ein zusätzliches Farbsignal, das die umgekehrte Polarität im Vergleich zu dem durch den Helligkeitskanal übertragenen Farbsignal hat und führt es dem Helligkeitskanal zu. In dieser Weise wird das Farbsignal aus dem Helligkeitskanal be- seitigt. Die Beseitigung braucht selbstverständlich keine vollständige zu sein, sondern sie kann sich auf die wesentlichen, d. h. die die grössten Störwirkungen ausübenden Teile des Farbsignals beschränken.
In der Fig. 2 zeigt die Kurve A den Frequenzgang des Verstärkers 26, wenn kein Signal vom Signal- erzeuger 27 abgegeben wird. Wie ersichtlich wird der ganze Videofrequenzbereich übertragen. Die Kurve
B gibt den Frequenzgang des Verstärkers 19 wieder. D bezeichnet die Lage des Farbträgers. Der Frequenz- gang B entspricht einem Frequenzumfang des Farbsignals, wie er für einen billigen Farbfernsehempfänger typisch sein kann. Die Kurve C gibt den resultierenden Frequenzgang des Verstärkers 26 an, wenn der
Signalerzeuger 27 das umgepolte Farbsignal abgibt.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform des Teiles 16 der Fig. 1. Die Verstärker 19 und 26 sind im wesent- lichen üblicher Art mit nur kleinen Abweichungen.
Der Verstärker 26 hat einen Frequenzgang gemäss Kurve A der Fig. 2, wenn kein Signal an der Klem- me 30 vorhanden ist. Der Verstärker 19 hat einen Frequenzgang gemäss Kurve B der Fig. 2, wenn ein
Farbsignal empfangen wird. Beim Schwarz-Weissempfang liefert der Farbsperrkreis 25 eine Sperrspannung an der Klemme 31, durch die der Verstärker 19 gesperrt wird, so dass dann kein Signal an den Ausgangs- klemmen 32 vorhanden ist.
Durch passende Bemessung kann erreicht werden, dass das am Punkt E. auftretende Farbsignal beim
Eintreffen an den Klemmen 32 einen Phasenunterschied von 1800 besitzt im Vergleich zu demjenigen Farbsignal, das von dem Punkte E zum Punkt F gelangt. Zu beachten ist, dass neben den reinen Phasen- verhältnissen auch die Gleichheit der zeitlichen Verzögerungen gewährleistet sein muss. Um dann die Einwirkung des Farbsignals im Verstärker 26 aufzuheben, muss der Signalerzeuger 27. so ausgebildet sein,. dass das an der Klemme 30 vorhandene Signal dieselbe Grösse besitzt wie das Signal am Punkte F. Zu diesem Zweck sind zwei Widerstände 33 und 34 als Spannungsteiler vorgesehen sowie ein Widerstand 35 zur Entkopplung.
Die Ausführung nach Fig. 3 stellt einen Kompromiss dar, der bei billigeren Empfängern in Frage kommen würde. Der Kompromiss betrifft den Frequenzgang des Verstärkers 19, da einerseits ein breitbandiges Farbsignal zum Detektor 20 gelangen soll und anderseits die Einschränkung der Bandbreite des Helligkeitskanals nicht grösser als erforderlich zu machen ist. Bei einem teureren Empfänger könnte der Verstärker 19 einen genügend grossen Frequenzbereich haben, um eine einwandfreie Farbwiedergabe zu ermöglichen. Der Signalerzeuger 27 müsste dann ein Filter umfassen, das nur einen genügend grossen Teil des Farbsignals hindurchlässt, um unerwünschte Störungen durch das im'Helligkeitskanal übertrageneFarbsignal zu beseitigen.
Auch die Einschaltung eines Phasendrehers kann erforderlich sein,'damit das in den Helligkeitskanal hineingelangende zusätzliche Farbsignal genau gegenphasig zu dem im Helligkeitskanal vorhandenen Farbsignal wird.
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