<Desc/Clms Page number 1>
Umlaufförderer mit Wählvorrichtungen zur Zielbestimmung seiner
Transportorgane
Die Erfindung betrifft einen Umlaufförderer mit einem endlosen Zugmittel, an das auf Schienen laufende Transportwagen angeschlossen sind, denen je eine von Hand steuerbare, mitumlaufende Wählvorrichtung zur Zielbestimmung für die Fördergutabgabe an einer Empfangsstation zugeordnet ist. Derartige Umlaufförderer werden beispielsweise in der Bekleidungsindustrie dazu benutzt, auf Bügel hängende Kleidungsstücke von einer Bearbeitungsstation zu einer andern zu schicken.
Bei den bekannten Umlaufförderern der angegebenen Bauart ist jede Wählvorrichtung zusammen mit dem zugehörigen Transportorgan an ein und demselben Wagen angebracht, woraus sich der Nachteil ergibt, dass das Zugmittel nur verhältnismässig langsam umlaufen darf, damit die Bedienungsperson hinreichend viel Zeit hat, alle erforderlichen Manipulationen, nämlich die Beschickung des Transportorgans und die Bedienung der zugeordneten Wählvorrichtung, an dem vorbeilaufenden Wagen vorzunehmen.
Um z. B. bei Umlaufförderern in der Bekleidungsindustrie zu verhüten, dass die Kleidungsstücke auf dem Transportweg am Boden schleifen, ist für das den Bügel aufnehmende Transportorgan ein Mindestbodenabstand von zirka 170 cm erforderlich. Diese Einhängehöhe kann von einer sitzenden Arbeitskraft gerade noch erreicht werden, wenn sie den Kleiderbügel in dem Moment einhängt, in dem sich das Transportorgan mit ihrem Arbeitsplatz auf gleicher Höhe befindet. Ausser dem Aufgeben deq Kleiderbügels muss aber auch noch die Wählvorrichtung für die Zielbestimmung des aufgegebenen Kleidungsstückes betätigt werden. Dazu ist die Arbeitskraft jedoch sitzenderweise nur noch in der Lage, wenn die Geschwindigkeit der Wagen sehr gering ist, weil sich andernfalls die Tastatur der mitumlaufenden Wählvorrichtung bereits ausserhalb des Bedienungsbereiches befinden würde.
Zur Beseitigung des aufgezeigten Mangels wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, die jedem Transportorgan zugeordnete Wählvorrichtung an einem besonderen, mit dem Zugmittel des Umlaufförderers verbundenen, im Abstand vor oder nach dem Transportwagen laufenden Wagen anzubringen. Durch diese Massnahme kann die Umlaufgeschwindigkeit wesentlich gesteigert werden, da der Abstand zwischen dem Transportwagen und dem vor-oder nachlaufenden Steuerwagen so bemessen werden kann, dass für alle erforderlichen Manipulationen hinreichend viel Zeit zur Verfügung steht, im erwähnten speziellen Beispiel also das Einhängen des Kleiderbügels einerseits und das Betätigen der Wählvorrichtung anderseits, ohne weiteres zeitlich nacheinander an der gleichen Stelle, bezogen auf die Sitzposition der Arbeitskraft, erfolgen kann.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel in Fig. 1 eine Teilstrecke eines Bügel-Hängeförderers, mit dem Arbeitsstücke, z. B. auf Bügel aufgehängte Kleidungsstücke, innerhalb der Streckenführung des Umlaufförderers von einer Bearbeitungsstation zu einer beliebigen andern Bearbeitungsstation geschickt werden können, um dort selbsttätig abgeliefert zu werden. In Fig. 2 ist ein die Wählvorrichtung tragender Steuerwagen in grösserem Massstab in Vorderansicht dargestellt.
Die Transportorgane T, die eine Einhängevorrichtung 12 zur Aufnahme der Kleiderbügel 11 aufweisen, laufen mit ihren Wagen 13 auf den Förderweg bestimmende Schienen 14, die an der Raumdek- < e oder an Masten aufgehängt sind. Das Verbindungsstuck 15 zwischen dem Wagen 1 und dem Trans-
<Desc/Clms Page number 2>
portorgan T ist durch ein Glied der stetig umlaufenden, endlosen Kette 16 hindurchgefiihrt.
Die dem Transportorgan T zugeordnete Wählvorrichtung W ist an einem Wagen 17 angebracht, der ebenfalls auf den Schienen 14 läuft und in gleicher Weise wie der Transportwagen 13 mit der Gliederkette 16 verbunden ist. Der Abstand zwischen dem Transportwagen 13 und dem die Wählvorrichtung W tragenden Steuerwagen 17 richtet sich nach der Umlaufgeschwindigkeit der Gliederkette 16 und wird so gewählt, dass das Einstellen der abtastbare Zielkennzeichen 18 der Wählvorrichtung W unmittelbar im Anschluss an das Einhängen des Bügels 11 vorgenommen werden kann. Die Zielkennzeichen 18 sind bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in zwei Gruppen eingeteilt, nämlich in eine Buchstabengruppe"A-" bis "D" und in eineZahlengruppe"0"bis"9'*.
Dementsprechend besteht die Kennzeichnung der entlang der Förderstrecke befindlichen Bearbeitungsstationen aus einem Buchstaben und einer Zahl, z. B."B 6".
Um bei doppelseitiger Anordnung der Bearbeitungsstationen die Bedienung der Wählvorrichtung W, d. h. das Eindrücken der Wähltasten 18', von beiden Seiten her vornehmen zu können, sind die abtastbaren Zielkennzeichen 18 und ihre Wähltasten 18'annähernd vertikal in ihrem Träger 19 angeordnet, so dass die Tasten, wie insbesondere Fig. 2 erkennen lässt, von beiden Seiten etwa gleich gut betätigt werden können.
Die Empfangsstelle jeder Bearbeitungsstation besteht aus einer Aufnahmestange E, die für den Arbeitsplatz bestimmte Kleiderbügel 11 vom Transportorgan T abstreift. Des weiteren gehört zu jeder Station eine Abtastvorrichtung 20, welche die an den Wählvorrichtungen W eingestellte Kennziffer prüft und bei Übereinstimmung mit der Platzkennziffer mittels eines Elektromagneten 22 eine Weiche 21 verstellt, durch welche die Einhängevorrichtung 12 des betreffenden Transportorgans T geöffnet wird. Nach dem Öffnen der Einhängevorrichtung gelangt der Bügel 11 in die gestrichelt eingezeichnete Lage, in der er durch die Stange E abgestreift werden kann. Die Abtastvorrichtung 20 einer Bearbeitungsstation, z. B. der Station"B 6", befindet sich an oder gleich hinter der vorhergehenden Bearbeitungsstation.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Umlaufförderer mit einem endlosen Zugmittel und daran angebrachten, schienengef'1rten Transportorganen, denen je eine von Hand steuerbare, mitumlaufende Wählvorrichtung zur Zielbestim- mung für die Fördergutabgabe an einer Empfangsstation zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die jedem Transportorgan (T) zugeordnete Wählvorrichtung (W) an einem besonderen, mit dem Zugmittel (16) verbundenen, im Abstand vor oder nach dem Transportwagen (13) laufenden Steuerwagen (17) angebracht ist.