AT220538B - Leimbandrolle und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Leimbandrolle und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
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Leimbandrolle und Verfahren zu deren Herstellung
Die Erfindung betrifft eine Leimbandrolle und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
Es sind Leimbandrollen bekannt, die einen Kern, eine Hülse oder eine Spule aus Karton, Holz, Kunststoff oder andern Materialien besitzen. Zur Herstellung einer derartigen Leimbandrolle wird beispielsweise eine breite Leimbandbahn auf einen entsprechenden zylindrischen Kernkörper aufgewickelt. Anschliessend wird die so hergestellte Leimbandwalze in einzelne Leimbandrollen zerschnitten. Der Schneidvorgang lässt sich jedoch schwierig sauber durchführen, ausserdem werden die Ränder des Leimbandes bei dem Schneidvorgang leicht beschädigt oder verdrückt.
Wenn demgegenüber die Bahn vor dem Aufwickeln in Bänder entsprechender Breite zerschnitten wird und wenn von vornherein das Leimband in entsprechender Breite hergestellt wird, können bei dem Wickelvorgang Schwierigkeiten auftreten, insbesondere wenn sehr schmale Bänder zu wickeln sind. Der Durchmesser der Leimbandrolle darf also im Verhältnis zur Breite derselben ein gewisses Mass nicht überschreiten. Die Leimbandrollen müssen dementsprechend häufig ersetzt werden, was insbesondere bei halbselbsttätigen oder selbsttätigen Verpackungsmaschinen und Verpackungseinrichtungen einen grossen Nachteil bedeutet.
In vielen Fällen wäre es an und für sich erwünscht, dass das Leimband von der Leimbandrolle unter einer grösseren Zugspannung abgewickelt wird, um eine saubere Anlage des Leimbandes an den zu ver- packenden Körper zu erzielen. Die Leimbandrolle muss hiebei stark gebremst werden, was bei den be- kannten Leimbändern infolge der Ausbildung des Kernes oder der Befestigung des Leimbandanfanges an dem Wickelkern nicht immer oder nicht in dem erwünschten Ausmass möglich ist.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Leimbandrollen liegt darin, dass diese gegen in axialer Richtung wirkende Kräfte verhältnismässig wenig widerstandsfähig sind. Bei unsachgemässer Behandlung während der Herstellung der Leimbandrolle, dem Verpacken oder dem Versand derselben oder während des Abspulens der Leimbandrolle kann es dementsprechend leicht vorkommen, dass der Mittelteil derselben nach der einen oder nach der andern Richtung ausgeschoben wird, so dass die Rolle eine kalotten- oder kegelstumpfförmige Gestalt annimmt.
Die bei der Abwicklung von Leimbandrollen üblicherweise verwendeten Haltevorrichtungen bestehen im allgemeinen ausAbwickeldornen der verschiedensten Durchmesser und der verschiedenartigsten Profilformen. Bei der Herstellung von Leimbandrollen musste dementsprechend eine sehr grosse Anzahl von verschiedenen Ringen auf Lager gehalten werden, um je nach dem in Frage kommenden Abwickeldorn den einen oder andern Ring als Kern für die Leimbandrolle zu verwenden. Dabei konnte selbstverständlich jeder Kern nur einmal umwickelt werden. Die grosse Zahl der verschiedenen Kerntypen, sowie die ständige Sorge für raschen Ersatz der einmal verbrauchten Kerne hat sich dabei als sehr vorteilhaft erwiesen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung sollen nun die angegebenen Nachteile überwunden werden.
Die Leimbandrolle gemäss der Erfindung besitzt einen Kern aus mehreren miteinander verklebten Wickellagen einer Anfangslänge eines fortlaufenden Leimbandes, auf welchen der Rest der Leimbandlänge aufgewickelt ist.
Das Verfahren zur Herstellung einer Leimbandrolle gemäss der Erfindung besteht darin, dass auf einen Wickeldorn mit rundem oder kantigem Querschnittsprofil eine bestimmte Länge eines angefeuchteten Leimbandes zwecks Bildung eines Wickelkernes aufgewickelt wird. Danach wird die Anfeuchtung des Leimbandes von Hand aus oder selbsttätig unterbrochen und eine weitere Länge des trockenen Leimbandcs bis zur Vervollständigung der Leimbandrolle auf den Wickelkern aufgewickelt. Anschliessend wird dann die fertige Leimbandrolle vom Dorn abgenommen oder abgestossen.
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In den Zeichnungen sind bevorzugte Ausführungsformen des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Es zeigen : Fig. 1 schaubildlich eine Leimbandrolle gemäss der Erfindung, Fig. 2 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung einer Leimbandrolle.
Auf einen Wickeldorn 1 mit kantigem Querschnittsprofil wird ein Leimband 3 aufgewickelt, wobei der Anfang des Leimbandes 3 in einen Schlitz 4 des Wickeldornes 1 eingesteckt wird. Der Wickeldorn 1 kann von einem Antrieb 17 in Drehung versetzt werden. Die zuerst gewickelten Lagen 2 des Leimbandes sollen einen massiven Wickelkern bilden, welcher beispielsweise den Durchmesser 5 besitzt. Hiezu werden die zuerst gewickelten Lagen 2 des Leimbandes 3 mittels einer Anfeuchteinrichtung 6 angefeuchtet, welche aus einer mit Wasser gefüllten Rolle 7 und einem schwammartigen Anfeuchtbelag 8 besteht. Die Rolle 7 kann durch eine Öffnung 9 mit Wasser gefüllt werden. Die Anfeuchtung des schwammartigen Belages 8 erfolgt über feine Bohrungen in der Mantelfläche der Rolle 7.
Die Rolle 7 ist mittels eines Zapfens 10 auf einem Hebel 11 drehbar gelagert. Der Hebel 11 ist um das Zapfenlager 13 schwenkbar. An dem Hebel 11 greift bei 12 eine Feder 14 an, welche an einem Befestigungspunkt 15 verankert ist.
Wenn der Wickelkern den erwünschten Durchmesser 5 erreicht hat, ist der Hebel 11 dann soweit ausgeschwenkt, dass die Punkte 12, 13 und 15 in einer Geraden liegen. Die Feder 14 zieht dementsprechend den Hebel 11 über seine Totpunktlage hinweg, bis er an einem Anschlag 16 anschlägt, wie dies gestrichelt in Fig. 2 angedeutet ist. Dadurch wird jedoch die Anfeuchtung des Leimbandes 3 selbsttätig unterbrochen.
Die zuerst angefeuchteten Wickellagen des Leimbandes erhärten rasch zu einem festen Kern mit dem Durchmesser 5, auf welchem nun die weiteren nicht mehr angefeuchteten Wickellagen des Leimbandes 3 aufgespult werden. Wenn die so gewickelte Leimbandrolle den erwünschten Durchmesser erreicht hat, kann die Anfeuchteinrichtung 6 von Hand aus oder selbsttätig noch einmal kurz an die Leimbandrolle angedrückt werden, um so die äusserste Wickellage zu fixieren. Anschliessend wird die fertiggestellte Leimbandrolle von dem Wickelkern 1 abgestossen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Leimbandrolle, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Kern (2) aus mehreren miteinander verklebten Wickellagen einer Anfangslänge eines fortlaufenden Leimbandes (3) besitzt, auf welchen der Rest der Leimbandlänge aufgewickelt ist.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung einer Leimbandrolle nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass auf einen Wickeldorn (1) mit rundem oder kantigem Querschnittsprofil eine bestimmte Länge eines angefeuchteten Leimbandes zwecks Bildung eines Wickelkerns aufgewickelt wird und dass danach die Anfeuchtung des Leimbandes von Hand aus oder selbsttätig unterbrochen wird und eine weitere Länge des trockenen Leimbandes bis zur Vervollständigung der Leimbandrolle auf den Wickelkern aufgewickelt wird, ferner dass die Leimbandrolle von dem Wickeldorn (1) abgenommen oder abgestossen wird.
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