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Verfahren zur Abstimmung der einem Flüssiggas-Spaltreaktor zugeführten Einsatzmengen an Gas, Luft und gegebenenfalls
Wasserdampf aufeinander
Die Spaltung von Flüssiggas erfolgt im allgemeinen mit wechselnden Anteilen von Luft und Dampf, deren Zutritt in den Reaktor meist entweder mittels eines Thermostaten oder auch mengenmässig geregelt wird ; die mengenmässige Regelung wird auch zur Dosierung der Flüssiggas-Menge angewendet. Derartige
Regelverfahren sind jedoch ungenau, weil die Mengen der Mischungsteilnehmer sowohl von den Drucken als auch von den Temperaturen der zu mischenden Medien abhängig sind, deren Schwankungen aber nur mit ausserordentlich grossem Aufwand kompensiert werden können. Bei diesen Regelungen wirkt sich die verschiedene Zusammensetzung des Flüssiggases, das somit auch unterschiedliche Heizwerte haben kann, besonders nachteilig aus.
Weiters ist es-wie z. B. aus der USA-Patentschrift Nr. 2, 002, 279 sowie aus der brit. Patentschrift
Nr. 286, 758 - bekannt, den Heizwert eines aus zwei oder mehreren brennbaren Gasen bestehenden, dem
Verbraucher zuzuführenden Gasgemisches zu messen und in Abhängigkeit von diesem Messergebnis einen
Mischungsteilnehmer mengenmässig derart zu regeln, dass der Heizwert des Gemischgases annähernd konstant gehalten wird.
Demgegenüber wird durch die Erfindung ein Verfahren angegeben, bei welchem das einem Flüssiggas-
Spaltreaktor zuzuführende Gemisch aus Gas, Luft und gegebenenfalls Wasserdampf unabhängig von Druck und Temperatur der Mischungsteilnehmer gesteuert wird.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der Heizwert des Einsatz-Gemisches - vor oder nach etwaiger Beimischung von Wasserdampf - gemessen und die Menge einer bzw. mehrerer seiner Komponenten in Abhängigkeit hievon derart in an sich bekannter Weise gesteuert wird, dass dieser Heizwert konstant bleibt.
Nach einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemässen Verfahrens wird-insbesondere bei EinsatzGemischen mit Dampfzusatz-die zur Heizwert-Messung abgezogene Teilmenge vor Eintritt in das Messgerät auf eine konstante Temperatur gekühlt.
Das erfindungsgemässe Regelverfahren liefert äusserst genaue Messergebnisse und ermöglicht daher eine einwandfrei genaue Dosierung der für das Gemisch erforderlichen Medien.
Obwohl das erfindungsgemässe Verfahren in erster Linie zur Regelung eines Gemisches für einen Spaltprozess geeignet ist, kann es ebenso auch zur Regelung des Verbrennungsgemisches für Schutzgas-Anlagen verwendet werden, wobei lediglich die Dampf-Zugabe als dritte Komponente wegfällt ; auch hiebei ist durch Benutzung des Heizwertes des Gemisches als Regelgrösse eine äusserst genaue Dosierung der Mischungsteilnehmer gewährleistet.
Die erfindungsgemässe Regelung kann nun derart durchgeführt werden, dass in der Gas-und/oder Luftleitung eines Reaktors bzw. einer Erzeugungs-Anlage für Schutzgas ein Regelorgan-beispielsweise eine Drosselklappe od. dgl. - eingebaut ist, das Verstellimpulse von einem Heizwertregler erhält, der seinerseits wieder von einem Gemisch beider Medien Flüssiggas-Luft gespeist wird, welches der Zuleitung zum Reaktor entnommen und insbesondere bei Anwesenheit von Dampf einem Kühler zugeleitet wird, so dass
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es-unabhängig von seiner Eintritts-Temperatur in den Kühler - in das Messgerät immer mit gleicher Temperatur und frei von Wasser eingeleitet werden kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens ausgestatteten Flüssiggas-Spaltreaktors dargestellt.
Dem Flüssiggas-Spaltreaktor 1 mit der Reaktionskammer l'ist eine Mischkammer 2 vorgeschaltet, in welche das Flüssiggas über Leitung 3 sowie beide andern Gemischteilnehmer-Luft und Wasserdampf- bzw. allenfalls auch nur, einer derselben über die gemeinsame Leitung 4 eingeleitet werden ; dieser Leitung 4 - die durch den Spaltreaktor l als die Reaktionskammer l'umgebende Rohrschlange 4'geführt ist- werden beide Gemischteilnehmer über die Luft-Leitung 5 sowie die Dampf-Leitung 6 zugeführt. Das in den Reaktor eintretende Dampf-Luft-Gemisch wird durch einen in die Zuleitung 4 eingebauten Tempe- raturfühler 8 - der über die Steuerleitung 9 ein in die Dampf-Leitung 6 eingesetztes Regelventil 7 beein- flukst-au z.
B. 650C gehalten und dann auf seinem weiteren Weg durch die Rohrschlange 4'vor Eintritt in die Mischkammer 2 auf beispielsweise 6000C aufgeheizt. Hinter der Mischkammer 2 ist vor Eintritt in den Reaktor 1 eine Abzugsleitung 10 für eine kleine Teilmenge des Einsatzgemisches aus Flüssiggas, Luft und gegebenenfalls Dampf vorgesehen, die über einen Kühler 11 zu einem Heizwert-Messer bzw. - Geber 12 führt ;
die dort anfallendenwerte werden nun in Impulse umgewandelt und bewirken über einen Grenzwert-Regler 13 die etwa erforderliche Verstellung eines in die Flüssiggas-Zuleitung 3 eingebauten, mittels des Motors 14 angetriebenen Regelventiles 15 zur Veränderung der dem Reaktor zuzuführender Flüssigkeits-Menge ; das bei Kühlung des zu messenden Gemisches anfallende Kondensat kann gegebenenfalls über den Kondensat-Behälter 16 und die Leitung 17 abgezogen werden ; aus dem Reaktor tritt das Spaltgas bei 18 aus. Anstatt der hier beschriebenen Regelung der Flüssiggas-Zufuhr bzw. ausser derselben kann selbstverständlich auch die Luft-und/oder Dampf-Zufuhr entsprechend geregelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Abstimmung der einem Flüssiggas-Spaltreaktor zugeführten Einsatzmengen an Gas, Luft und gegebenenfalls Wasserdampf aufeinander, dadurch gekennzeichnet, dass der Heizwert des Einsatz-Gemisches-vor oder nach etwaiger Beimischung von Wasserdampf - gemessen und die Menge einer bzw. mehrerer seiner Komponenten in Abhängigkeit hievon derart in an sich bekannter Weise gesteuert wird, dass dieser Heizwert konstant bleibt.