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Spielzeug bzw. Reklamegerät
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Spielzeug bzw. Reklamegerät, bei welchem Fi- guren in einem Schaurohr mittels einer darin befindlichen Flüssigkeit bewegbar sind, wobei die Figuren innerhalb der Flüssigkeit aufsteigende und niedergehende Bewegungen ausführen. Solche Spielzeuge sind nach Art des Cartesianischen Tauchers bekannt, wobei Hohlfiguren mit einem Auftrieb durch eine einge- schlossen Luftblase mittels Veränderung des Flüssigkeitsdruckes zum Sinken und Wiederaufsteigen ge- bracht werden. Es sind auch Spielzeuge vorgeschlagen worden, bei welchen Figuren in einem Schaurohr mit Hilfe von Schwimmkörpern über dem Wasserspiegel gehalten werden, wobei sie diesem erteilte Auf- und Abbewegungen mitmachen, zu welchem Zwecke dem Schaurohr aus einem zweiten Gefäss aus Pla- stik bzw. Gummi Flüssigkeit zu- und abgeführt wird.
Gegenüber diesen vorbekannten Ausführungen mit einem die Figuren aufnehmenden Schaurohr, dessen unteres Ende an ein mit Flüssigkeit gefülltes Gefäss mit nachgiebigen Wänden aus Plastik od. dgl. ange- schlossen ist, ist die Erfindung darin gelegen, dass das Schaurohr an seinem oberen Ende durch eine Mem- bran abgeschlossen ist und am unteren Ende einen Durchbrechungen enthaltenden Boden aufweist, der bei unbewegter Flüssigkeitssäule als Auflager für die ein etwas grösseres Gewicht als die verdrängte Flüssig- keitsmenge aufweisenden Figuren dient.
Es stehen hier erstmalig Figuren u. dgl. in Verwendung, die ein etwas grösseres Gewicht als das der verdrängten Wassermenge aufweisen, infolgedessen sie in der ruhenden Flüssigkeitssaule stets auf den Bo- den herabsinken bzw. in der tiefsten Lage gehalten werden, aus welcher sie jedoch durch auf die Flüssig- keit im Schaurohr in kurzen Intervallen aufeinanderfolgend stossartig nach oben ausgeübte Bewegungsim- pulse allmählich gegen den oberen Flüssigkeitsspiegel hochgetrieben werden können. Dadurch ist eine wesentlich einfachere und leichter herzustellende Ausführung der Figuren möglich, welche aus irgend einem beliebigen Material von etwas grösserem spezifischen Gewicht als die Flüssigkeit (etwa aus Kunst- stoff, Aluminium od. dgl. z. B. durch Stanzen usw.) hergestellt werden können.
Deren Inbewegungsset- zung kann ebenso einfach durch kommunizierenden Anschluss des unteren Schaurohrendes an ein grösseres Flüssigkeitsgefäss mit nachgiebigen Wänden und durch aufeinanderfolgendes kurzes Drücken auf diese
Wände bewirkt werden. Bei grösserer Ausführung zu Reklamezwecken kann die Druckeinwirkung auf das zweite Gefäss durch irgend einen automatischen Antrieb erfolgen.
Die Zeichnung zeigt in den Fig. 1 - 3 eine beispielsweise Ausführung der Erfindung als Spielzeug, u. zw. in Fig. 1 einen Längs- und in Fig. 2 den zugehörigen vertikalen Querschnitt, in Fig. 3 die Draufsicht zu Fig. 1 ; die Fig. 4 zeigt im Längsschnitt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung als Reklamevorrichtung.
Aus einem mit Flüssigkeit, normalerweise mit Wasser gefüllten Behälter 4 aus Gummi, Plastik od. dgl. nachgiebigem bzw. elastischen Material ragt ein Schaurohr 1 aus Glas, durchsichtigem Kunststoff od. dgl. von kleinerem Querschnitt heraus. Es besitzt einen durchlochten oder sonstwie wasserdurchlässigen Boden 6, auf welchem sich bei unbewegter Flüssigkeitssäule die von der Flüssigkeit umschlossenen Figuren 10 befinden, wobei der Flüssigkeitsspiegel 2 nicht bis zum oberen Ende des Schaurohres reicht, sondern ein Stück darunter gelegen ist, so dass die Flüssigkeitssäule 3 unbehindert nach oben ausweichen kann, wenn durch rasch aufeinanderfolgend ausgeübte Drücke im Sinne der Pfeile (Fig. 2) auf die nachgiebigen Seitenwände 8,9 des unteren Behälters ein Teil des Flüssigkeitsinhaltes in das obere Schaurohr gedrückt wird.
Entsprechend den Intervallen und der Intensität der Druckausübung werden durch die der Flüssigkeitssäule im Schaurohr auf diese Weise erteilten stossartig nach oben gerichteten Bewegungsimpulse die Figuren 10 nach oben hin in Bewegung gesetzt.
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Das obere Ende des Schaurohres ist mit einer Membran 11 abgeschlossen, durch deren Ausdehnung bzw. die hiedurch hervorgerufene Luftströmung auch ein akustisches Signal, wie eine Stimme 12, eine Pfeife 16 od. dgl. in Tätigkeit gesetzt werden kann.
Die in Fig. 4 ersichtlich gemachte abgeänderte Ausführung als Reklamevorrichtung mit automatischem Antrieb besitzt als unteren Flüssigkeitsbehälter einen harmonikaartig ausgebildeten, mittels eines mechanisch angetriebenen Schwinghebels 15 zusammen-und ausziehbaren Balg 13 im Inneren eines Hohlständers 14, der auch in Verbindung mit Musikautomaten u. dgl. verwendet werden kann.