AT219740B - Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titanoxyd und Zinkoxyd - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titanoxyd und ZinkoxydInfo
- Publication number
- AT219740B AT219740B AT689059A AT689059A AT219740B AT 219740 B AT219740 B AT 219740B AT 689059 A AT689059 A AT 689059A AT 689059 A AT689059 A AT 689059A AT 219740 B AT219740 B AT 219740B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- zinc oxide
- pigments
- oxide
- zinc
- production
- Prior art date
Links
- XLOMVQKBTHCTTD-UHFFFAOYSA-N Zinc monoxide Chemical compound [Zn]=O XLOMVQKBTHCTTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 34
- GWEVSGVZZGPLCZ-UHFFFAOYSA-N Titan oxide Chemical compound O=[Ti]=O GWEVSGVZZGPLCZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 19
- 239000000049 pigment Substances 0.000 title description 18
- 239000011787 zinc oxide Substances 0.000 title description 17
- OGIDPMRJRNCKJF-UHFFFAOYSA-N titanium oxide Inorganic materials [Ti]=O OGIDPMRJRNCKJF-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 title description 4
- HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N Zinc Chemical compound [Zn] HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 239000011701 zinc Substances 0.000 description 7
- 229910052725 zinc Inorganic materials 0.000 description 7
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 239000006104 solid solution Substances 0.000 description 6
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 description 6
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 description 6
- 239000004408 titanium dioxide Substances 0.000 description 6
- RTAQQCXQSZGOHL-UHFFFAOYSA-N Titanium Chemical compound [Ti] RTAQQCXQSZGOHL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 5
- 239000013078 crystal Substances 0.000 description 5
- 238000009792 diffusion process Methods 0.000 description 4
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 4
- RNWHGQJWIACOKP-UHFFFAOYSA-N zinc;oxygen(2-) Chemical class [O-2].[Zn+2] RNWHGQJWIACOKP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 238000002441 X-ray diffraction Methods 0.000 description 2
- 238000001354 calcination Methods 0.000 description 2
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 2
- 230000007547 defect Effects 0.000 description 2
- 238000010348 incorporation Methods 0.000 description 2
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 2
- 238000006552 photochemical reaction Methods 0.000 description 2
- 150000003752 zinc compounds Chemical class 0.000 description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L Sulfate Chemical compound [O-]S([O-])(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 1
- UCKMPCXJQFINFW-UHFFFAOYSA-N Sulphide Chemical compound [S-2] UCKMPCXJQFINFW-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000000137 annealing Methods 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000007844 bleaching agent Substances 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 229910052593 corundum Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010431 corundum Substances 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000012535 impurity Substances 0.000 description 1
- IYVLHQRADFNKAU-UHFFFAOYSA-N oxygen(2-);titanium(4+);hydrate Chemical compound O.[O-2].[O-2].[Ti+4] IYVLHQRADFNKAU-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- NBIIXXVUZAFLBC-UHFFFAOYSA-K phosphate Chemical compound [O-]P([O-])([O-])=O NBIIXXVUZAFLBC-UHFFFAOYSA-K 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 229910052596 spinel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011029 spinel Substances 0.000 description 1
- 239000007858 starting material Substances 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- YALHCTUQSQRCSX-UHFFFAOYSA-N sulfane sulfuric acid Chemical compound S.OS(O)(=O)=O YALHCTUQSQRCSX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Landscapes
- Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titanoxyd und Zinkoxyd
Es ist bekannt, dass Titandioxyd als Pigment gegenüber Zinkoxyd als Pigment den Vorteil hat, dass es besser deckt, aber den Nachteil hat. dass es, wenn es längere Zeit dem Licht, insbesondere ultravioletten Strahlen, und Witterungseinflüssen ausgesetzt wird, abkreidet und andere mit ihm gemischte Farbpigmente bleicht. Der Grund dafür liegt darin, dass Titandioxyd eine erhebliche photochemische Aktivität besitzt.
Man hat daher Titanoxyd-Pigmente mit Zinkoxyd-Pigmenten gemischt, um die Nachteile etwas auszugleichen, konnte aber dadurch die genannten Nachteile nicht beseitigen.
Man hat versucht, die Nachteile dadurch zu beseitigen, dass man für die Pigmente Zinktitanate her-
EMI1.1
vom Spinell- oder Korundtyp übergegangen waren (vgl. deutsche Patentschrift Nr. 648518). Ferner hat man vorgeschlagen, für ein Pigment ein Zinktitanat von hexagonaler Symmetrie und Umenit-Struktur dadurch herzustellen, dass man ein Gemisch von Gamma-Titansäure mit Zinkoxyd so lange erhitzte, bis nur noch Zinktitanat nachzuweisen war (USA-Patentschrift Nr. 2, 379, 019). Aber auch aus solchen Zinktitanaten hergestellte Pigmente besitzen die oben genannten Nachteile.
Die Erfindung bezweckt die Herstellung eines Pigmentes, das zu einem wesentlichen Teil aus Titanoxyd besteht und das die oben genannten Nachteile nicht besitzt.
Die Erfindung beruht auf mehreren neuen Erkenntnissen, nämlich auf der Erkenntnis, dass die Reak- tion, durch die eine feste Lösung von Titandioxyd und Zinkoxyd (die bisher als Zinktitanat bezeichnet wurde) entsteht, eine Diffusionsreaktion ist, ferner auf der Erkenntnis, dass die Grösse der photochemi- schen Reaktion der festen Lösung wesentlich abhängt von der Diffusionsenergie, die bei ihrer Herstellung angewendet worden ist.
Eine niedrige Diffusionsenergie erreicht man nur, wenn man Rohstoffe verwendet, deren Kristalle Kristallgitterstörungen, z, B. infolge von Verunreinigungen oder Fremdstoffeinbau, aufweisen. Das Titandioxyd-besitzt solche Kristallfehler meistens in genügendem Masse beispielsweise durch den Einbau von Phosphat-Ionen, Sulfat-Ionen oder durch das Vorhandensein von ALO SiO oder ZnO.
Eine weitere wichtige Erkenntnis für die Herstellung einer festen Lösung aus Titanoxyd und Zinkoxyd, die eine so niedrige Diffusionsenergie benötigt, dass bei Verwendung dieser festen Lösung als Pigment nur eine unbedeutende photochemische Reaktion auftreten kann, ist aber die Art des verwendeten Zinkoxyds. Die Kristallform des gemäss der Erfindung benutzten Zinkoxyds kann durch eine Röntgen-Diffraktionsanalyse, die Teilchenform durch eine elektronenmikroskopische Vergrösserung festgestellt werden.
Es eignet sich für die Herstellung eines Zinktitanats, das als Farbpigment benutzt werden soll, nur ein hexagonales, nadelförmige, sulfatiertes Zinkoxyd mit einem Schwefelgehalt von 0. 1 bis zu einigen Prozent berechnet als SO :, also mit mindestens 0, 04 S, wobei der Schwefel fast ausschliesslich in Form von Sulfatschwefel und höchstens zu Bruchteilen eines Prozentes vom Gesamtschwefelgehalt in Form von Sulfidschwefel vorliegt. Die Kristallform lässt sich durch Röntgen-Diffraktionsanalyse und die Teilchenform durch elektronenmikroskopische Vergrösserung feststellen. Vorzugsweise verwendet man als Ausgangsmaterial ein solches hexagonales. nadelformiges, sulfatiertes Zinkoxyd.
Man kann aber auch eine andere Zinkverbindung verwenden, wenn man den Prozess für die Zinktitanatbildung so führt, dass sich bei der Erhitzung ein Zink-
<Desc/Clms Page number 2>
oxyd der genannten Art, also ein hexagonales, nadelförmiges, sulfatiertes Zinkoxyd mit einem Schwefelgehalt von mindestens 0, 1 o ; a berechnet als SO, bildet.
Das Gemisch enthält vorzugsweise 0, 5-4 Mol Titandioxyd und 1 Mol Zinkoxyd. Die Kalzinierungstemperatur liegtzwischen 500 und 1000 C, vorzugsweise unter 900 C. Diese Behandlung dauert so lange, bis in dem kalzinierten Gemisch nicht mehr als 5 ufo freies Zinkoxyd sich nachweisen lassen.
Durch die bei Pigmenten übliche Nachbehandlung, die meistens für die Zerstörung der während der Kalzination entstandenen Agglomerate erforderlich ist, können bestimmte Eigenschaften des erzeugten Pigmentes noch verbessert werden.
EMI2.1
:Ein mit diesem Pigment hergestellter Farbfilm besitzt eine sehr gute Deckfähigkeit, einen hohen Weissgehalt und kreidet nicht ab.
Beispiel 2: In 640 Gewichtsteilen einer wasserhaitigen.Titanoxydhydratsuspension mit einem Tic2- Gehalt von 30% (berechnet auf die trockene Substanz) werden 205 Gewichtsteile hexagonales, nadelförmiges Zinkoxyd, mit 0, 2% CO3, aufgeschlemmt. Der Brei wird teilweise entwässert und dann einem rotierenden Rohrofen zugeführt, dessen Durchlaufzeit so eingestellt ist, dass das Endprodukt nur 4 ufo freies Zinkoxyd enthält. das keine feste Lösung mit dem Titandioxyd gebildet hat. Die Temperatur des Ofens wird in der Glühzone auf 750 C gehalten.
Ein mit diesem Pigment hergestellter Farbfilm deckt ebenfalls sehr gut, besitzt einen hohen WeiBgehalt und kreidet nicht ab.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titanoxyd und Zinkoxyd, wobei ein Gemisch von Titanoxyd und Zinkoxyd so hoch und solange erhitzt wird, dass sich eine feste Lösung bildet, dadurch gekennzeichnet, dass als Zinkoxyd ein hexagonales, nadelförmiges. sulfatiertes Zinkoxyd mit einem Schwe-
EMI2.2
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE219740X | 1958-10-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT219740B true AT219740B (de) | 1962-02-12 |
Family
ID=5832043
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT689059A AT219740B (de) | 1958-10-10 | 1959-09-22 | Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titanoxyd und Zinkoxyd |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT219740B (de) |
-
1959
- 1959-09-22 AT AT689059A patent/AT219740B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE159887T1 (de) | Roentgenopake zahnverbundmaterialien mit niedriger visueller undurchlaessigkeit, die nichtglasige mikroteilchen enthalten. | |
| DE3135281A1 (de) | Wismutvanadat enthaltendes gelbpigment der zusammensetzung biv0(pfeil abwaerts)4(pfeil abwaerts) . xbi(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)mo0(pfeil abwaerts)6(pfeil abwaerts) . ybi(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)wo(pfeil abwaerts)6(pfeil abwaerts) und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE2262161A1 (de) | Verfahren zur herstellung nadelfoermiger eisenpartikel | |
| DE2854200C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Zirkonoxid aus technischem Calciumzirkonat | |
| DE1646565B1 (de) | Verfahren zum Behandeln von Kaolin | |
| AT219740B (de) | Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titanoxyd und Zinkoxyd | |
| DE2124477A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Pigmentes auf Tonbasis | |
| DE1767105A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines hochreinen FeOOH-Pulvers | |
| DE1137299B (de) | Pigmentiertes Papier | |
| DE1209684B (de) | Verfahren zur Herstellung von Pigmenten aus Titandioxyd und Zinkoxyd | |
| DE588230C (de) | Verfahren zur Herstellung von Titankompositionspigmenten | |
| DE2708861B2 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Carbonates von Aluminium und einem Alkali- oder Erdalkalimetall | |
| DE648518C (de) | Verfahren zur Herstellung nicht abkreidender Weisspigmente | |
| DE682270C (de) | Herstellung zusammengesetzter, Titandioxyd und Calciumsulfat enthaltender Pigmente | |
| DE2531519C3 (de) | Verfahren zur Aufbereitung von Rohphosphat | |
| DE732400C (de) | Herstellung von unloeslichem Anhydrit | |
| DE1026287B (de) | Verfahren zur Herstellung von Bariummetatitanat hoher Reinheit | |
| DE570875C (de) | Verfahren zur Herstellung von Titankompositionspigmenten | |
| DE588446C (de) | Verfahren zur Herstellung von Titanpigmenten bzw. Titanoxyden | |
| DE2008108A1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von fein verteiltem, silikathaltigem Material | |
| DE578736C (de) | Herstellung von Titanpigmenten | |
| DE748825C (de) | Herstellung von Bleititanatfarbkoerpern | |
| CH287553A (de) | Verfahren zur Herstellung von reinen Titanaten der Erdalkalimetalle. | |
| DE586007C (de) | Verfahren zur Herstellung fein verteilten und wasserfreien Calciumsulfates als Farbe | |
| DE526607C (de) | Verfahren zur Herstellung von Titansaeureloesungen und Titanfarbstoffen |