<Desc/Clms Page number 1>
Ansauggeräuschdämpfer, insbesondere für Motorräder
Die Erfindung bezieht sich auf einen Ansauggeräuschdämpfer, insbesondere für Motorräder, der aus einerDämpferkammer mit einem vorgeordneten Saugrohr besteht. Derartige Ansauggeräuschdämpfer sind bereits vielfach bekannt, wobei bisher meist die Kammer und das Saugrohr aus Blech hergestellt und gegebenenfalls mit Schallschluckstoff ausgekleidet werden. Das Saugrohr ist in der Regel zylindrisch mit ver- hältnismässig grosser Lichtweite ausgebildet, um nicht durch zu kleine Querschnitte die Strömungswider- stände zu erhöhen. Nun hängt aber die Schallabstrahlung an der Lufteintrittsöffnung des Saugrohres von der Lichtweite ab und steigt etwa mit dem Quadrat des Öffnungsdurchmessers.
Die bisherigen verhältnismässig grossen Eintrittsöffnungen führen also zu einer Verschlechterung des gewünschten Dämpfungseffektes.
Es ist auch schon ein Ansauggeräuschdämpfer bekanntgeworden, dessen Dämpferkammer aus Gummi oderGummiaustauschstoffen, somitauseinem Werkstoff hoher innerer Dämpfung, besteht. Hier fehlt aber das vorgeordnete Saugrohr, es fällt demnach die sonst von dem durch die Kammer und das Saugrohr gebildeten Helmholtzschen Resonator bewirkte Reflexionsdämpfung fort, und es wird lediglich der sich aus dem besonderen Material ergebende Dämpfungseffekt ausgenutzt. Schliesslich ist ein Ansauggeräusch-
EMI1.1
luft übertragen werden, was durch einen Dämpfer gerade verhindert werden soll.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Mängel und die Schaffung eines Ansauggeräuschdämpfers, der mit einfachen Mitteln einen verbesserten Dämpfungseffekt ergibt und leicht in der für Motorräder geeigneten Form und Grösse hergestellt werden kann.
Der erfindungsgemässe Dämpfer zeichnet sich im wesentlichen dadurch aus, dass das Saugrohr von der Lufteintrittsöffnung bis zur Austrittsöffnung in die Dämpferkammer diffusorartig allmählich erweitert ist und sowohl die Dämpferkammer als auch das Saugrohr in an sich bekannter Weise aus einem elastischen Werkstoffhoher innerer Dämpfung hergestellt sind Demnach ist die Fläche der Lufteintrittsöffnung des Saug- rohres verhältnismässig klein, woraus sich die gewünschte geringe Schallabstrahlung ergibt. Dennoch bleiben die Strömungsverluste durch die Diffusorwirkung gering.
Der besondere Werkstoff für Dämpferkammer und Saugrohr, beispielsweise Gummi oder Kunststoff auf Polyvinylchloridbasis, führt dazu, dass von der Wandung des gesamtenDämpfers wesentlich weniger Schallenergie nach aussen abgegeben als an der Innenseite aufgenommen wird. Auf Grund dieser verbesserten Dämpferwirkung können die Abmessungen des Dämpfers ohne weiteres innerhalb jener Grenzen gehalten werden, die für ein Motorrad zu beachten sind.
Um günstige Einbauverhältnisse zu erreichen, ist das Saugrohr in einer abgeflachten Seitenwand der sich vom Luftfilter aus sackartig erstreckenden Dämpferkammer eingesetzt und in Richtung zum Luftfilter hinabgebogen. Dabeiergibtsich der weitere Vorteil, dass der Luftstrom innerhalb des Dämpfers eine Umlenkung erfährt, was durch die damit verbundenen Wirbel ebenfalls zur Dämpfung beiträgt.
Die Verwendung des elastischen Werkstoffes erlaubt es, dass die Dämpferkammer In einem Stutzen mit Innenringnut endet, in die der zylindrische Luftfilter unter elastischer Deformation der Stutzenwandung einsetzbar ist, so dass sich besondere Mittel zur Halterung des Filters, eine Unterteilung des Karnmerge- häuses od. dgl. erübrigen.
Das Saugrohr kann hinter der Lufteintrittsöffnung in an sich bekannter Weise mit Hochpassöffnungen versehen sein, um den zu dämpfenden Frequenzbereich zu erweitern.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
einen Längsschnitt durch die Dämpferkammer.
Mit 1 ist die Dämpferkammer bezeichnet, die aus Gummi od. dgl. hergestellt ist, etwa Sackform hat und an der Vergaserseite in einem Stutzen 2 endet. Dieser Stutzen weist eine Innenringnut 3 auf, in die der zylindrische (nicht dargestellte) Luftfilter unter elastischer Deformation der Stutzenwandung einsetzbar ist. Die dem Rahmen des Leichtmotorrades zugewandte Seitenwand der Dämpferkammer 1 ist abgeflacht und hat in einer entsprechenden Öffnung ein Saugrohr 4 aus gleichem Material wie die Dämpfer- kammereingesetzt. DasSaugrohr4istvonderLufteintrittsöffnung 5 bis zur Austrittsöffnung 6 in die Dämpferkammer diffusorartig allmählich erweitert. Es kann hinter der Lufteintrittsöffnung 5 mit Hochpass- öffnungen versehen sein.
Die Form desgesamtenDämpfers ist so gewählt, dass er sich gut dem Raum hinter dem Vergaser oberhalb des Motorgetriebegehäuses neben der RahmellverkleidÍ1ng anpasst, wobei das Saugrohr 4 vorwärtsge- richtet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ansauggeräuschdämpfer, insbesondere für Motorräder, bestehend aus einer Dämpferkammer mit vorgeordnetem Saugrohr, dadurch gekennzeichnet, dass das Saugrohr (4) von der Lufteintrittsöffnung (5) bis zur Austrittsöffnung (6) in die Dämpferkammer (1) diffusorartig allmählich erweitert ist und sowohl die Dämpferkammer als auch das Saugrobr in an sich bekannter Weise aus einem elastischen Werkstoff hoher innerer Dämpfung hergestellt sind.