AT219283B - Verfahren zur Herstellung feinteiligen Polyäthylenterephthalat-Materials aus Faserabfällen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung feinteiligen Polyäthylenterephthalat-Materials aus Faserabfällen

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AT219283B
AT219283B AT244560A AT244560A AT219283B AT 219283 B AT219283 B AT 219283B AT 244560 A AT244560 A AT 244560A AT 244560 A AT244560 A AT 244560A AT 219283 B AT219283 B AT 219283B
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Austria
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polyethylene terephthalate
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finely divided
fiber waste
terephthalate material
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AT244560A
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Erhard Dr Siggel
Lothar Dr Riehl
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Glanzstoff Ag
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   Verfahren zur Herstellung feinteiligen Polyäthylenterephthalat-Materials aus Faserabfällen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ist,Ausser den vorgenannten Vorteilen gegenüber den bisher bekannten Verfahren hat das erfindungsge-   mäde Verfahren   noch den Vorzug, dass der Grossteil der den Fasern anhaftenden Textilhilfsmittel durch die Behandlung mit überhitztem Wasserdampf entfernt wird. Nach Abbau des Polyesters, beispielsweise mittels Methanol, kann man das gewonnene Dimethylterephthalat zur Herstellung hochwertiger Polykondensate wiederverwenden, ohne dass dabei die übliche kostspielige Reinigung des Dimethylesters durchgeführt werden muss. Bei diesem Verfahren fällt der Ester mit höherem Reinheitsgrad an als bei allen bisher bekannten Herstellungsverfahren. 



   Das Verfahren wird an Hand von Beispielen und Verfahrensskizzen näher erläutert. 



   Beispiel 1 : (s. Fig.   l)  
1500 g   Polyathylenterephthalat-Faserabfälle   werden in ein beheiztes Rohr 1 von 100 mm lichter Weite und 2000 mm Länge gebracht, durch welches von unten nach oben überhitzter Wasserdampf strömt. 



  Das Rohr wird mittels eines Heizmantels 2 etwa auf 220 - 2400C beheizt. Der bei 3 eintretende Wasserdampf hat eine Temperatur von etwa 2700C und tritt bei 4 mit einer Temperatur von   220 C   aus. Durch Abstimmung der Rohrbeheizung, Dampftemperatur und Strömungsgeschwindigkeit hat man es in der Hand, die Temperatur so zu regulieren, dass die Fasern nicht höher als auf   3 C   unterhalb ihres Schmelzpunktes erhitzt werden. 



   Durch Probennahme wird die Viskosität des Polymeren ermittelt. Bei Erreichen einer relativen Viskosität von 1, 3 wird die Dampfzufuhr unterbrochen (Verweilzeit 10 - 30 Minuten). Die nunmehr spröden Fasen werden dem Rohr entnommen und in noch heissem Zustand in einer Schlagkreuzmühle zerkleinert. 



   Beispiel   2 : (s.   Fig. 2)
In ein beheiztes Rohr 1 mit einer lichten Weite von etwa 100 mm und einer Länge von 2000 mm werden fortlaufend   Po1y thylenterephthalat-Faserabfälle   locker eingetragen. Am unteren Ende des Rohres wird bei 2 ein Wasserdampfstrom mit einer Temperatur von etwa   2700C   eingelassen, der bei 3 wieder austritt. Die Zufuhr der Abfälle, die Beheizung des Rohres und die Strömungsgeschwindigkeit des Wasserdampfes werden so einreguliert, dass die relative Viskosität der Polymeren am unteren Ende des Rohres beim Austritt 1, 1-1, 3 beträgt (Verweilzeit   10 - 30   Minuten). Das Rohrende mündet unmittelbar in eine Schnecke 4.

   Diese transportiert die Fasern unter einem gewissen Druck unter Zerkleinerung gegen rotierende Messer 5, welche die zerriebenen Fasern endgültig zu Pulver zerkleinern. Das Polymerpulver kann nun mit Methanol angemaischt und nach bekannter Weise weiter zu Dimethylterephthalat umgesetzt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung feinteiligen   Polyäthylenterephthalat-Materials   aus Faserabfällen, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern im Gegenstrom mit überhitztem Wasserdampf bei einer Temperatur, die wenigstens   30C   unterhalb ihres Schmelzpunktes liegt, behandelt werden, bis die relative Viskosität des Polymeren auf weniger als 1, 4 abgesunken ist, worauf das anfallende, noch heisse Material mechanisch zu Pulver zerkleinert wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung mit überhitztem Was- ; erdampf und die mechanische Zerkleinerung kontinuierlich durchgeführt werden.
AT244560A 1959-04-18 1960-03-30 Verfahren zur Herstellung feinteiligen Polyäthylenterephthalat-Materials aus Faserabfällen AT219283B (de)

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