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Schaltungsanordnung für Fernsehempfänger
Bei bekannten Schaltungen von Fernsehempfängern wird eine Gleichrichterschaltung mit einer Diode verwendet und die bei der Gleichrichtung entstehende Intercarrierfrequenz (IF) der ersten IF-Verstärker- röhre zugeführt. Diese Schaltung hat den Nachteil, dass durch Kreuzmodulation der Bild- und Ton-Träger- frequenzen sowohl Störungen im Bild als auch im Ton auftreten, die sich als Stör-Moire im Bild zeigen, und im Ton eine Schwebungsfrequenz hervorrufen. Zur Vermeidung dieses Nachteiles wurde vorgeschla- gen, zwei Dioden zu verwenden, von denen die eine zur Erzeugung der Intercarrierfrequenz (IF) vorgese- hen ist, wobei vor dem Gleichrichter, der allein zur Gewinnung der IF dient, eine Siebschaltung ange- ordnet wurde.
Mit dieser bekannten Schaltung wurde wohl die Beseitigung des Moire-Effektes erreicht, nicht aber die Störung im Ton unterdrückt.
Die Erfindung zielt darauf ab, die angeführten Bild-Ton-Störungen vollständig zu beseitigen, wobei sie von der Erkenntnis ausgeht, dass eine besondere Auslegung der Siebschaltung zu diesem Zweck erforderlich ist. Die Erfindung besteht im Wesen darin, dass bei einer Schaltungsanordnung für Fernsehempfänger zur Erzeugung der Intercarrierfrequenz (IF) durch Mischung des Bild- und Tonträgers bei der vor dem allein zur Gewinnung der Intercarrierfrequenz dienenden Gleichrichter eine Siebschaltung angeordnet ist, diese Siebschaltung im Bereich des Bildträgers sowie im Bereich des Tonträgers die gleiche Durchlassbreite, vorzugsweise von zwei Drittel der Nyquistflankenbreite des vorgeschalteten Verstärkers besitzt. Durch diese Schaltungsanordnung werden die erwähnten Kreuzmodulationsstörungen vermieden.
Vorzugsweise wird erfindungsgemäss als spezieller Gleichrichter zur Gewinnung der Intercarrierfrequenz die Gitterkathodenstrecke der ersten Intercarrierfrequenz-Verstärkerrohre benutzt. Dadurch wird eine Diode eingespart, da die erste IF-Verstärkerröhre zusätzlich als Gittergleichrichter und gleichzeitig als IF-Verstärker arbeitet. Dabeikann man die Empfindlichkeit des Gleichrichters erhöhen, wenn erfindungsgemäss in der Zuführung zum Gitter der IF-Verstärkerröhre ein Sperrkreis liegt, welcher auf die IF abgestimmt ist.
Ausführungsbeispiele der Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen zwei Varianten der Schaltungsanordnung mit Siebschaltung, Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform mit zusätzlichem Sperrkreis und Fig. 4 ein Erläuterungsschema zu Fig. 3.
Nach Fig. l werden die Hochfrequenzspannungen UB und UT (UB = Bildträgerspannung ; UT = Ton- trägerspannung) des Verstärkers V mit vorbestimmter Nyquistflanke über den Widerstand R 1 und über die Kapazität C dem Gitter der Röhre R zugeführt. Die am Punkt A liegenden beiden Hochfrequenzspannungen werden durch den kapazitiven Spannungsteiler, der aus den Kapazitäten C und C 6 besteht, geteilt. Durch Gittergleichrichtung entsteht am Arbeitswiderstand Rj die IF. Das RC-Glied, das von den Schaltelementen R, C und C6 hauptsächlich gebildet wird, muss für eine obere Frequenz in der Höhe der IF ausgelegt werden.
Der Widerstand R 2 schliesst den Gleichstromkreis des Gitters und wirkt als Dämp-
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Cl ist auf die Bildträgerfrequenz, L,, C. auf die Tonträgerfrequenz abgestimmt. Beide Kreise haben gleiche Durchlassbreite, vorzugsweise von zwei Drittel der Nyquistflankenbreite des vorgeschalteten Verstärkers. Mit grösser werdendem Cs werden die an das Gitter gelangenden Hochfrequenzspannungen grösser, d. h. die Empfindlichkeit dieser Schaltung steigt. Da der Wert der Kapazität C 5 in die Zeitkonstante des RC-Gliedes eingeht, kann man ihn aber nicht unbeschränkt vergrössern.
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Die Schaltung nach Fig. 2 stellt eine Verbesserung gegenüber der Schaltung nach Fig. 1 dar. Die Hochfrequenzspannungen gelangen vom Punkt A direkt an das Gitter der Röhre R, werden also nicht geteilt. Der Gleichstromkreis des Gitters ist über Ri und L geschlossen. Die Ankoppelkapazitäten C2 und Cg der Parallelschwingkreise müssen zur Erreichung der notwendigen Durchlassbreiteder Siebschaltung i einen gewissen Wert haben, so dass R 2 nicht frei gewählt werden kann, vielmehr aus der Zeitkonstante des RC-Gliedes, das die IF noch gut übertragen soll, zu bestimmen ist. Für die IF ist die Impedanz der Parallelschwingkreise LI'Cl und L,, C klein, denn sie werden weit unter ihrer Resonanzfrequenz betrieben.
Die Schaltung nach Fig. 3 stellt eine weitere Verbesserung gegenüber der Schaltung nach Fig. 2 dar.
Die Hochfrequenzspannungen UB und UT werden über den Widerstand Rj und den Schwingungskreis L, Ceder auf die IF abgestimmt ist, dem Gitter der Röhre R zugeführt.
Der Gitterkreis ist gleichstrommässig über L und R geschlossen. Da ein Parallelschwingungskreis oberhalb seiner Resonanzfrequenz als Kapazität wirkt, ergibt sich für die Spannungen des Bild- und Tonträgers ein sehr günstiger Spannungsteiler, denn die Eingangskapazität C ist klein gegenüber der kapazitiven Komponente des Resonanzkreises L8'Cs. Diese Schaltung hat gegenüber den Schaltungen nach Fig. 1 und Fig. 2 den Vorteil, dass der Arbeitswiderstand für die IF grösser ist, denn er wird durch den Parallelschwingkreis Lu, cl gebildet und dadurch ist auch die Empfindlichkeit dieser Schaltung besser.
Mit dem Widerstand R2 kann der Gittergleichrichter auf seinen günstigsten Arbeitspunkt eingestellt werden. Dieser Widerstand wirkt ebenso alsDämpfungswiderstand für die die Siebschaltung bildenden Schwingungskreise L1,C1 und L, C .
Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Summenkapazität C2 +C3 gegen Cg (Eingangskapazität der Röhre) gross sein soll, denn sonst wird der Schwingungskreis L, C (seine Parallelkapazität wird hauptsächlich von Cs bestimmt) durch die WiderständeR1 und R zu stark gedämpft. Dies würde eine Verkleinerung des Arbeitswiderstandes für die IF hervorrufen und einen Empfindlichkeitsrückgang bringen.
Die erfindungsgemässe Schaltung befreit den Ton von Bildstörungen und weiters macht sie es möglich, durch einen stark wirkenden Saugkreis für die Tonzwischenfrequenz die Tonstörungen im Bild ohne Schärfeverminderung des Bildes zu unterdrücken.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Schaltungsanordnung für Fernsehempfänger zur Erzeugung der Intercarrierfrequenz (IF) durch Mischung des Bild-und Tonträgers, bei der vor dem allein zur Gewinnung der Intercarrierfrequenz dienenden Gleichrichter eine Siebschaltung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebschaltung im Bereich des Bildträgers sowie im Bereich des Tonträgers die gleiche Durchlassbreite, vorzugsweise von zwei Drittel der Nyquistflankenbreite des vorgeschalteten Verstärkers besitzt.