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Rotor zum Belüften von Abwässern
Gegenstand der Erfindung ist ein Rotor zum Belüften von Abwässern oder, allgemein, zum Eintragen von Gasen in Flüssigkeiten, der aus einer Welle und längs dieser Welle und rund um diese Welle angeordneten BelUftungsschaufeln besteht. Es ist unter anderem bekanntgeworden, die in einer Ebene rund um die Welle angeordneten Belüftungsschaufeln zu einem scheibenartigen bzw. speichenradartigen Belüftungstern aus z. B. Guss, Kunststoff, zusammenzufassen und die einzelnen Sterne auf der Welle aufzureihen und zu befestigen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist jeder Beluftungsstern aus mindestens zwei, vorzugsweise symmetrischen, nach einem Durchmesser aufgeteilten Sternteilen aufgebaut, mindestens eine der Sternhälften besitzt eine Ausnehmung zum Eingriff eines auf der Rotorwelle angeordneten Mitnehmers, und beide Sternhälften sind mittels einer Schraubenverbindung, die gleichzeitig ein Aufklemmen des Sternes auf der Welle bewirkt, miteinander verbunden. Auf der Welle, die als Rohr ausgebildet sein kann, ist ein
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Wert darauf, die in Längsrichtung der Welle aufeinanderfolgenden Sterne gegeneinander zu versetzen, so kann man mehrere am Wellenumfang aufeinanderfolgende Mitnehmerreihen anwenden.
Gemäss einem weiteren Erfindungsgedanken ist der Beluftungsstern bzw. jeder Teil des Belüftungsternes vorzugsweise aus mehreren gleichartigen, am unteren Ende dem Wellenumfang angepassten U-för- migen, V-förmigen oder L-förmigen Blechstreifen aufgebaut, deren Schenkel unmittelbar oder unter Zwischenfügung von Brückstücken miteinander, z. B. durch Punktschweissen, verbunden sind ; insbesondere wird jede Hälfte des BelUftungssternes aus mehreren gleichartigen, am unteren Ende abgerundeten Lförmigen Blechstreifen aufgebaut, sein langer Schenkel bildet die BelUftungsschaufel, und der kurze Schenkel dient zum Verbindungsanschluss an den langen Schenkel des folgenden Blechstreifens.
Zur Mitnahme des aufgeklemmten Sternes ist die dem Wellenumfang angepasste, abgerundete Wurzel des L-förmigen Blechstreifens sickenartig ausgeformt, und in die Sicke greift der auf der Welle vorgesehene Mitnehmer ein.
Gegenüber den bekannten Bauweisen. von Belüftungsrotoren besitzt der neue Belüftungsrotor folgende Vorteile : Es ist möglich, den Belüftungsstern bzw. seine Teile als Massenartikel zu fertigen, und im Falle, dass er aus Blechstreifen aufgebaut wird, kommt man mit höchstens zwei Blechformen für sämtliche Blechschaufeln, die zum Stern zusammengesetzt werden, aus. Die Montage eines Rotors wird sehr einfach, ebenso die Auswechslung einzelner beschädigter Sterne, da man ja nur den beschädigten Stern von der eingebauten Welle abzunehmen braucht und an seine Stelle einen andern auf der Welle festklemmt.
Auch die Reparatur eines einzelnen Sternes gestaltet sich ganz einfach, da man nur die beschädigte Belüftungsschaufel selbst auszuwechseln hat. Die Verbindung der einzelnen Schaufeln zu den Sternteilen erfolgt mit an sich üblichen Mitteln, z. B. durch Nieten, Schrauben oder durch Zusammenschweissen, wie Punktschweissen. Beabsichtigt man, Sterne zum Schutz gegen Korrosion zu verzinken, dann hat man die Möglichkeit, alle Sternteile zu lochen und die Einzelteile zu verzinken. In diesem Falle erfolgt dann die Verbindung durch Schrauben, Nieten usw. Man kann aber auch die zu verbindenden Teile zusammenschweissen und nachträglich verzinken.
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Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigt die Zeichnung : Bei dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 1 ist l die Welle des BelUftungsrotors, die z. B. als Hohlrohr ausgebildet ist, eine der Breite des Be- lüftungsbeckens entsprechende Länge hat und an ihren Enden in Lagern ruht. Je zwei Belüftungsschaufeln bestehen aus einem V-förmig bzw. U-förmig gebogenen Blechstreifen von etwa 5 cm Breite, deren radial zur Welle 1 gerichtete Teile 2 die eigentlichen Belüftungsschaufeln bilden und deren unterer Teil 3 sich an die Welle 1 anlegt. Drei derartige U-förmig gebogene Blechstreifen 2, 3 sind unter Zuhilfenahme von Zwischengliedern 4, von ebenfalls U-förmigem Querschnitt, zum BelUftungsstern vereinigt.
Bei dem
Ausführungsbeispiel nach dieser Figur bildet ein V-förmiger Blechstreifen 2, 3 mit den daran geschweissten Brückengliedern 4 die eine Sternhälfte und zwei V-förmige Teile 2,3 mit einem Brückenglied 4 die zweite Sternhälfte. Beide so gebildeten unsymmetrischen Sternteile sind dann mittels der Schrauben 5 miteinander verbunden und auf der Welle 1 festgeklemmt. Zur Mitnahme wird auf der Welle ein Rundeisen 6 angepunktet, und das Brückenglied 4 erhält eine Ausformung, in die das Rundeisen 6 hineinpasst.
Längs der Welle sind im Abstand von etwa 5 cm die Sterne reihenweise aufgesetzt, und auf diese Weise entsteht eine BelUftungswalze mit einer Plattenbestückung nach Art einer Rundbürste. Ein Versetzen der Platten der einzelnen aufeinanderfolgenden Sterne ist dadurch möglich, dass man auf der Welle ein zweites, um z. B. 300 versetztes Rundeisen anordnet oder dass man die unterhalb der Stossstelle einer Schaufel 2, 3 und eines Brückengliedes 4 vorgesehene Ausformung 7 als Mitnehmersicke verwendet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist jede Sternhälfte aus drei L-förmigen Blechstreifen 8 aufgebaut, womit nicht nur die Sternhälften symmetrisch werden, sondern auch die Sternhälften aus gleichen Teilen erstellt werden können. Der radial gerichtete lange Schenkel des L dient als Belüftungsschaufel und der kurze Teil des L zur Anlage an die Welle und zum Anschluss des folgenden L. Der kurze Teil des L erhält eine Ausformung 9, in welche der auf der Welle 1 angepunktete Mitnehmer 6 eingreifen kann.
Je drei derartige Schaufeln 8 sind durch Schweissen, Nieten usw. verbunden, und je zwei dieser entstehenden Halbsterne sind zu einem Belüftungsstern mit sechs Schaufeln zusammengesetzt und mittels der Schrauben 5 miteinander verbunden und auf der Welle festgeklemmt. Auch bei dieser Anordnung ist ein Versetzen der Schaufeln um 300 infolge der Ausnehmung 7 an der Stossstelle zweier Schaufeln möglich.
Auch hier sind in den vorher angegebenen Abständen die Sterne reihenweise auf der Welle aufgesetzt und auf diese Weise der Belüftungsrotor zusammengebaut.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rotor zum Belüften von Abwässern, bestehend aus einer Welle und längs dieser Welle und rund um diese Welle angeordneten Belüftungsschaufeln, die zu auf der'Welle aufgereihten, aus einzelnen Teilen aufgebauten Belüftungssternen zusammengefasst sind, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Belüftungsstern aus mindestens zwei, vorzugsweise symmetrischen, nach einem Durchmesser aufgeteilten Sternteilen aufgebaut ist, mindestens einer-der Sternteile eine Ausnehmung zum Eingriff eines auf der Rotorwelle angeordneten Mitnehmers besitzt und die Sternteile mittels einer Schraubenverbindung, die gleichzeitig ein Aufklemmen des Sternes auf der Welle bewirkt, miteinander verbunden sind.