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Geräuschdämpfungseinrichtung für Transformatoren
Zur Dämpfung des Geräusches von Freiluft-Transformatoren werden diese gelegentlich mit einer
Mauer umgeben. Manchmal genügt schon eine teilweise Ummantelung, wenn nur nach einer bestimmten
Richtung der Schall gedämpft werden soll. In beiden Fällen muss die Mauer bis etwa zur Isolatorhöhe ge- führt werden. Von einer Abdeckung der Transformatoren nach oben sieht man im allgemeinen wegen der hohen Kosten einer solchen Konstruktion ab ; auch muss die Kühlluft freien Abzug haben. Wegen der
Schallwellen, die über die Mauer gehen, nützt es nichts, diese dicker zu bauen. Man könnte sie sogar wesentlich dünner ausführen, ja, einige Zentimeter würden schon genügen, um die maximale Dämm- wirkung zu erreichen.
Eine so dünne Mauer ist jedoch nicht möglich, denn aus baulichen Gründen muss eine bestimmte Dicke eingehalten werden, so dass das Baumaterial nur ungenügend ausgenützt wird.
Zusätzliche Probleme ergeben sich durch die Kühlung. Im unteren Teil der Mauer muss eine relativ grosse Öffnung für die Kühlluft freigelassen werden, wodurch wieder ein Weg nach aussen für die Ge- räusche geschaffen ist. Ferner müssen Bedienungstüren vorgesehen werden, die ebenfalls eine Verschlech- terung der Schallabschirmung ergeben. Und soll gar der Transformator zu Reparaturzwecken oder bei einer Änderung der Anlage seinen Standort verlassen, dann müssen ganze Mauerteile weggerissen werden.
Es erhebt sich die Forderung nach einer Einrichtung, welche die Nachteile einer Mauer vermeidet.
Die Erfindung betrifft eine Geräuschminderungseinrichtung für Transformatoren, und ist durch eine den
Transformator vorhangartig umgebende Abschirmung aus wetterbeständigem, porösem Material, das mit einer Flüssigkeit getränkt ist, gekennzeichnet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der einzigen Figur der Zeichnung schematisch dargestellt.
Der Transformator 1 ist in geringem Abstand von einer Abschirmung 2 aus wetterbeständigem, porö- sem Material. z. B. aus Schaumstoff, umgeben, die ihn allseitig oder teilweise umschliesst. Um die nöti- ge Masse zu erreichen, muss die zirka 10 mm dicke Abschirmung 2 mit einer Flüssigkeit getränkt sein, für die sich am besten Wasser eignet.
Die Abschirmung 2 hängt vorhangartig an einer Aufhängevorrichtung 3, die vorteilhafterweise am
Transformator befestigt ist und als Zuleitung für das Wasser zum Verteilungsrohr 4 dient. Dieses hat die
Aufgabe, durch Berieselung der Abschirmung 2 das verdunstete Wasser zu erneuern. Der Betonsockel 5, auf welchem der Transformator steht, hat eine Rinne 6, welche mit Schotter 7 gefüllt ist. Sie nimmt das überschüssige Wasser auf, das bei 8 abgeleitet wird.
Statt Wasser kann auch nicht-brennbares Öl oder eine sonstige, für diesen Zweck brauchbare Flüssig- keit verwendet werden. In diesen Fällen wird man eine Umlaufpumpe vorsehen, um die Flüssigkeit aus einem Sammelbehälter wieder dem Verteilungsrohr 4 zuzuführen. Ferner wäre es auch möglich, das mit
Flüssigkeit getränkte Material für die Abschirmung 2 mit einer undurchlässigen Schicht zu umkleiden, wodurch Verdunsten oder Abtropfen vermieden würde und somit keine Hilfseinrichtungen nötig wären.
Auch die Kühlung des Transformators ist bei der vorgeschlagenen Einrichtung eine leicht zu lösende
Aufgabe. Statt eine grosse Öffnung wie bei einer Mauer vorsehen zu müssen, lässt man zwischen dem un- teren Rande der Abschirmung 2 und dem Boden einen verhältnismässig schmalen Spalt 9 für den Eintritt der Luft. Die Kühlung wird dadurch gleichmässiger und intensiver als bei einer Ummauerung.
Die Wirkung der erfindungsgemässen Einrichtung beruht darauf, dass die vom Transformator nach den Seiten ausgesandten Schallwellen durch die vorhangartige Abschirmung fast vollständig aufgefangen
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werden und sich nur jene Wellen ausbreiten können, die ungehindert nach oben abstrahlen. Auf diese Weise wird das in der Umgebung des Transformators vernehmbare Geräusch auf einen Bruchteil herabgemindert.
Im Vergleich mit einer Mauer ist die neue Einrichtung einfacher und billiger. Sie gestattet in bezug auf die Dämmwirkung eine vollständige Ausnützung des Materials, bei welchem, da es biegeweich ist, eventuelle Resonanzen ausgeschlossen sind. Auch ist der Transformator leicht zugänglich. Wenn er von der Abschirmung allseitig umschlossen ist, kann ein Teil derselben zu seiner Bedienung beiseite geschoben werden. Allfällige Reparaturen oder eine Änderung des Standortes bedingen nicht mehr das Abreissen und Wiederaufbauen von Mauerteilen ; die Abschirmung bleibt unbeschädigt erhalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Geräuschdämpfungseinrichtung für Transformatoren, gekennzeichnet durch eine den Transformator (1) vorhangartig umgebende Abschirmung (2) aus wetterbeständigem, porösem Material, das mit einer Flüssigkeit getränkt ist.