<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
In Fig. i ist ein Fernsehempfänger dargestellt, bei dem die einem Tonträger aufmodulierten Tonsignale zusammen mit der Bildinformation von der Antenne 1 einer Hochfrequenzverstärkerstufe 2 zugeführt werden und mit der Bildinformation zusammen die Mischstufe 3 und den ZF-Verstärker 4 durchlaufen.
Durch Gleichrichtung der Ausgangsspannung des Zwischenfrequenzverstärkers 4 mittels einer Diode 5 wird nicht nur die Bildinformation 6 gewonnen, die über einen Videofrequenzverstärker 7 einer Bildröhre 8 zugeführt wird, sondern es wird durch Mischung in der Diode 5 aus der Differenzfrequenz des Tonträgers und des Bildträgers die Tonzwischenfrequenz abgeleitet, die entweder vor oder hinter dem Videofrequenzver- stärker von den Bildsignalen getrennt und über einen gesonderten Tonzwischenfrequenzverstärker 9 einem Tondemodulator 10 zugeführt wird. Die Niederfrequenzausgangsspannung des Tondemodulators 10 wird dem Steuergitter einer Niederfrequenzverstärkerröhre 11 zugeführt, deren Anode zur Speisung des Lautsprechers oder zur Steuerung einer weiteren Leistungsröhre verwendet wird.
In Fig. 1 ist die Anode der Röhre 11 über einen Kondensator 12 mit dem Steuergitter einer weiteren als Leistungsverstärker wirkenden Stufe 13 verbunden. Die Anodenspannung, für die als NF - Verstärkerröhre wirkende Röhre 11 wird über einen Widerstand 14 mit dem Abgriff eines Spannungsteilers mit den Widerständen 15 und 16 verbunden. Der Widerstand 16 ist dabei mit der im Zeilenablenktransformator 17 verfügbaren Booster-Spannung UBoo verbunden, während der Widerstand 15 mit auf einem negativen Potential U ge- genüber Erde liegt. Die im Bildsignal enthaltenen Impulse 18 werden über eine Abtrennstufe 19 abgetrennt und zur'Synchronisierung eines Oszillators 20 ausgenutzt, der die zur Steuerung der Zeilenablenkstufe 17 erforderliche Steuerspannung liefert.
Zur Regelung der Verstärkung der Hoch-und Zwischenfrequenzver- stärkerröhrenisteineSchaltung 21 vorgesehen, der einerseits das Bildsignal und anderseits die am Zeilen-
EMI2.1
Die Wirkungsweise der soweit beschriebenen Schaltung wird im folgenden näher erläutert.
Die Grösse der gewonnenen negativen Regelgleichspannung UR für die Verstärkerstufen 2 und 4 ist abhängig vom Innenwiderstand der getasteten Verstärkerröhre in der Stufe 21 und somit von der Grösse des Videosignals sowie der Stellung des Kontrastreglers. Sie hängt ausserdem in starkem Masse von der Grösse desTastimpulses 22 ab. Weicht beispielsweise der Tastimpuls von seiner vorgesehenen Grösse ab, so wird
EMI2.2
Regelspannung verfälscht, undVerstärkerstufe 2 und 4 auftritt, wodurcn ein sogenanntes Intercarrier-Knattern hörbar wird. Zur Vermeidung dieses Nachteils wird die Verstärkerröhre 11 im Tonniederfrequenzverstärker so lange gesperrt, bis die Zeilenablenkschaltung und damit die Rücklaufimpulse 22 die erforderliche Grösse haben.
Dies wird in der Schaltung nach Fig. 1 dadurd erzielt, dass die Booster-Spannung der Verstärkerröhre 11 über einen Spannungsteiler zugeführt wird, dessen Fusspunkt auf einer negativen Spannung U liegt. Zur Erklärung dieser Wirkungsweise ist in Fig. 2 bei a der Einschaltverlauf der Booster-Spannung UBoo und bei b der Einschaltverlauf derAnodenspannungUV für die Röhre 11 dargestellt, wenn der Spannungsteilerwiderstand 15 auf einem festen negativen Potential liegt. Man erkennt daraus leicht, dass die Anodenspannung erst dann einen ausreichenden Wert annimmt, wenn die Booster-Spannung annähernd aufihiemSoUwertliegt t4.
Die negative Spannung U kann auch durch Gleichrichtung der während des Rücldaufs am Zeilentransformator verfügbaren Impulse erzeugt werden, wobei diese negative Spannung wie die Booster-Spannung erst allmählich anwächst. Nach dem Einschalten ist die Spannung am Fusspunkt des Widerstandes 15 noch labil und wächst erst später in Richtung negativer Werte. Im stationären Betrieb ist die Spannung am AbgriffpunktdesSpannungsteilers 15, 16 konstant. Die Wirkungsweise der Schaltung kann auch noch dadurch verbessert werden, dass der Spannungsteilerwiderstand 16 als spannungsabhängige ! : Widerstand ausgebildet ist. Dadurch lässt sich der fast lineare Anstieg der Anodenspannung UV für die Röhre 11 in die Form der Kurve c in Fig. 2 bringen.
Auf diese Weise hat die Anodenspannung für die Röhre 11 zu dem Zeitpunkt, zu dem die Zeilenablenkschaltung die erten Tastimpulse, wenn auch geringerer Amplitude liefert, erst einen geringen negativen Wert, so dass der Brummton unhörbar bleibt. In den dargestellten Kurven liegt daher der Punkt, andern die Anodenspannung den Wert Null überschreitet, rechts von dem Zeitpunkt t. Das bedeutet aber, dass der Tastimpuls seinen kritischen Wert bereits überschritten hat.
In Fig. 3 ist eine praktisch ausgeführte Schaltung dargestellt, bei der gleiche Schaltelemente mit gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1 versehen sind. In dieser Schaltung ist der Teilerwiderstand 16 als spannungsabhängiger Widerstand ausgebildet und die negative Spannung für den Spannungsteilefusspunkt wird durch Gleichrichtung der Rücklaufimpulse am Zeilentransformator gewonnen.