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Lautsprecher-Fernsprechgerät
Die Erfindung bezieht sich auf ein Lautsprecher-Fernsprechgerät mit einem Mikrophon und einem Lautsprecher und Verstärkern, die mit dem Mikrophon und dem Lautsprecher verbunden sind, um die von dem Mikrophon an die Leitung bzw. von der Leitung an den Lautsprecher übermittelten Sprechströme zu verstärken.
Bekannte Lautsprecher-Fernsprechgeräte weisen gewisse Nachteile auf. So wurden die bekannten Geräte meist nicht mit ausreichenden Mitteln zur Unterdrückung von Heul- und Pfeiftönen versehen, die durch akustische Rückkopplung zwischen Lautsprecher und Mikrophon hervorgerufen werden können. Falls aber Mittel zur Ausschaltung von Heul- und Pfeiftönen vorgesehen waren, hatten diese Mittel gewöhnlich den Zweck, den zeitweilig passiven Verstärker bei auftretenden Sprechströmen vom aktiven Verstärker abzutrennen, was ein Abschneiden von Silben zur Folge haben kann, wenn die Verständigungsrichtung ge- ändert wird.
Ausserdem wurden die erforderlichen Gleichspannungen für die Verstärker in den bekannten Geräten dieser Art aus dem Starkstromnetz abgeleitet, wodurch Schwierigkeiten bei der Installation auftreten können, und auch das Risiko einer durch Zufall aus dem Starkstromnetz in das Fernmeldenetz gelangenden hohen Spannung vorhanden ist. Die Verbindung mit dem Starkstromnetz kann auch zu Störspannungen im Fernmeldenetz führen, und bei einem Ausfall des Starkstromnetzes wird das Fernsprechgerät unwirksam.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Lautsprecher-Fernsprechgerät zu schaffen, welches nicht die oben erwähnten Nachteile aufweist. Das erfindungsgemässe Lautsprecher-Fernsprechgerät mit einem Mikrophon-Verstärker und einem Lautsprecher-Verstärker, das die für die Verstärker erforderliche Gleichstromleitung über die Teilnehmer-Leitung erhält, und mit einer Spannungs-Stabilisier-Vorrichtung zum Gleichhalten der den Verstärkern zugeführten Gleichspannung ausgerüstet ist, wobei ein Steuerstromkreis mit jedem der Verstärker verbunden ist, um Steuerspannungen aus den durch den entsprechenden Verstär- ker fliessenden Signalströmen abzuleiten, wobei jeder der Steuerstromkreise in zwei Zweige aufgeteilt ist, von denen der eine mit dem Verstärker verbunden ist, von welchem der Steuerstromkreis ausgeht,
um den Verstärkungsgrad dieses Verstärkers bei ihn durchfliessenden Sprechströmen zu erhöhen, und der andere Zweig mit dem andern Verstärker verbunden ist, um den Verstärkungsgrad des andern Verstärkers bei durch den erstgenannten Verstärker fliessenden Sprechströmen zu vermindern, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerstromkreis in jedem Verstärker von einer Verstärkerstufe ausgeht, welche hinter der Verstärkerstufe liegt, an welcher die Steuerspannungen anliegen und jeder Verstärker zwei nicht-lineare Elemente in einem Kreis enthält, welcher an den Eingang einer Steuerstufe angeschlossen und symmetrisch zu diesem Eingang angeordnet ist,
wobei die nicht-linearen Elemente durch eine aus der genannten Gleichspannung abgeleitete Spannung in Reihe vorgespannt sind und der eine Zweig des von einem Verstärker ausgehenden Steuerstromkreises und der andere Zweig des vom andern Verstärker ausgehenden Steuerstromkreises mit dem die nicht-linearen Elemente umfassenden Kreis so verbunden sind, dass die von diesen Zweigen gelieferten Steuerspannungen an den nicht-linearen Elementen in Reihe liegen, und der von jedem Verstärker ausgehende Steuerstromkreis eine Gleichrichter-Anordnung mit zwei Ausgängen hat, die dazu dient, für jeden der beiden Zweige des Steuerstromkreises eine gleichgerichtete Steuerspannung zu liefern, wobei jede der Gleichrichter-Anordnungen an den zwei Ausgängen nuraann eine Ausgangsgleichspannung aufweist,
wenn die Eingangs-Wechselsteuerspannung einen vorbestimmten Wert übersteigt, welcher Wert für die beiden Ausgänge verschieden ist. Dieses Prinzip der Verstärkungsgrad-Steuerung, dass die Verminderung
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des Verstärkungsgrades in dem passiven Verstärker immer grösser wird als die Erhöhung des Verstärkungsgrades indem aktiven Verstärker, gestattet einen verhältnismässig hohen Anfangs-Verstärkungsgrad in beiden Verstärkern, und das Mikrophon und der Lautsprecher können zu einer einzigen Einheit zusammengebaut werden ohne Gefahr, dass Heulen und P. feifen auftritt. Der Steuerungsvorgang verursacht niemals ein völliges Abtrennen eines der Verstärker, und die miteinander verbundenen Teilnehmer können sich immer gegenseitig hören.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausfühningsbei- spieles und aus der Zeichnung.
Fig. l zeigt ein Blockschaltbild eines Lautsprecher-Fernsprechgerätes gemäss der Erfindung. Fig. 2 zeigt Verstärkungsgrad-Steuercharakteristiken. Fig. 3a und 3b zusammen zeigen ein ins einzelne gehendes Schaltschema eines Lautsprecher-Fernsprechgerätes gemäss der Erfindung.
In Fig. l bezeichnet L die Verbindungsklemmen zum Anschluss des Fernsprechgerätes an eine zweiadrige Leitung. M und H bezeichnen ein Mikrophon bzw. einen Lautsprecher. D ist ein Ausgleichsübertrager, B eine Abgleichschaltung und SV eine Spanmmgs-Stabilisier- und Polaritäts-P¯egelungsvorrichung.
Der Mikrophonverstärker umfasst die folgenden Einheiten : eine Steuerstufe MRS, eine Ausgangsstufe MSS, einen Verstärker für die Steuerspannung MRF und einen Gleichrichter. Der Lautsprecher-Verstärker umfasst die folgenden Teile : eine Steuerstufe HRS, eine Ausgangsstufe HSS, einen Verstärker für die Steuerspannung HRF und einen Gleichrichter HL.
Von der Leitung an dasFernsprechgerät ankommende Sprech-oder Signalströme werden Hber den Aus- gleichübertrager an den Lautsprecher-Verstärker angelegt. Ein Teil der verstärkten Tonfrequenz-Spannung wird von der Ausgangsstufe HSS des Lautsprecher-Verstärkers abgeleitet und dem Verstärker HRF zugeführt. Von diesem Verstärker wird die Spannung an den Gleichrichter HL angelegt, welcher an die Steuerstufe MRS in dem Mikrophon-Verstärker eine erste Gleichspannung liefert, deren Zunahme eine Verminderung des Verstärkungsgrades dieses Verstärkers erzeugt. Eine zweite Gleichspannung wird vom Gleichrichter HL abgeleitet und an die Steuerstufe HRS im Lautsprecher-Verstärker gelegt, welche eine Zunahme des Verstärkungsgrades dieses Verstärkers hervorruft.
Wenn das eingehende Sprech-Signal aufhört, hört auch der Steuervorgang auf und der Verstärkungsgrad des Verstärkers fällt auf seinen Anfangswert zurück.
Wenn Sprechströme vom Mikrophon auf die Leitung übertragen werden, wird ein Teil der TonfrequenzSpannung aus dem Mikrophonverstärker über den Verstärker MRF dem Gleichrichter ML zugeführt. Von diesem Gleichrichter wird eine erste Gleichspannung an die Steuerstufe HRS angelegt, wodurch der Ver-
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te Gleichspannung die an die Steuerstufe MRF angelegt wird, den Verstärkungsgrad des Mikrophonverstärkers bei zunehmender Steuerspannung erhöht.
Daraus folgt, dass der von jedem Verstärker ausgehende Steuerstromkreis in. zwei Zweige aufgeteilt ist, wobei der erste mit dem Verstärker, von welchem der Steuerstromkreis ausgeht, und der andere mit dem andern Verstärker verbunden ist. Die zwei Zweige sind so angeordnet, dass beim Übertragen von Sprechsignalen in dem Verstärker, von dem der Steuerstromkreis ausgeht, der Verstärkungsgrad erhöht wird, während der Verstärkungsgrad in dem andern Verstärker vermindert wird. Die zwei Zweige sind so beschaffen, dass die an die Verstärker angelegten Steuerspannungen eine solche wirksame Polarität und Höhe haben, dass der Verstärkungsgrad des aktiven Verstärkers in einem Masse erhöht wird, das immer geringer ist als die Verminderung des Verstärkungsgrades des passiven Verstärkers. Dies wird durch die Kurven in Fig. 2 veranschaulicht.
In Fig. 2 stellt Kurve K1 den Verstärkungsgrad des aktiven Verstärkers dar und Kurve K2 den Verstär-
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den.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, beginnt der Steuerungs-Vorgang nicht, bevor die Höhe der angelegten Si- gnal-Spannung einen bestimmten Schwellenwert erreicht hat. Wie ebenfalls aus der Figur ersichtlich, ist dieser Schwellenwert für die zwei Verstärker unterschiedlich, so dass der Steuerungs-Vorgang im aktiven Verstärker erst beginnt, wenn die Signal-Spannung einen Wert erreicht hat, welcher höher ist als derjenige, bei dem der Steuer-Vorgang im passiven Verstärker beginnt. Es ergibt sich ferner aus Fig. 2, dass die Verminderung des Verstärkungsgrades des passiven Verstärkers immer grösser ist als die Erhöhung des Verstärkungsgrades des aktiven Verstärkers.
Die Steuerstromkreise schliessen Begrenzungs-Vorrichtungen ein, welche bewirken, dass der Verstärkungsgrad in den zwei Verstärkern im wesentlichen konstant wird, wenn die angelegte Signal-Spannung
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einen bestimmten Wert übersteigen, d. h., dass beide Kurven Kl und K2 bei Signal-Spannungen, die diesen Wert übersteigen, waagrecht verlaufen.
Sowohl im Mikrophon-Verstärker als auch im Lautsprecher- Verstärker wird die Steuerwechselspannung von Punkten aus abgeleitet, die hinter der entsprechenden Steuer-Stufe liegen. Dadurch geht der Steuer Vorgang sehr rasch vonstatten und er wird für die miteinander verbundenen Teilnehmer nicht wahrnehmbar.
Wie die Steuerstromkreise angeordnet sind, um die in Fig. 2 veranschaulichte Steuerung herbeizuführen, wird im einzelnen in den Fig. 3a und 3b beschrieben.
Die Fig. 3a und 3b, nebeneinandergelegt, zeigen zusammen ein vollständiges Schaltschema eines Lautsprecher-Fernsprechgerätes gemäss der Erfindung. In diesen Figuren bezeichnet M ein Mikrophon, K ist ein Umschalter zur Umschaltung auf das ankommende oder abgehende Gespräch, FS ist eine Nummernscheibe, SO eine Rufvorrichtung, SVL eine Gleichrichter-Brücke, V ein Lautstärkeregler und H ein Lautsprecher. Die Verstärker-Elemente in den zwei Verstärkern bestehen aus Transistoren, welche mit TS und einer Zahl bezeichnet sind. Im Gerät befindliche Kondensatoren und Widerstandsgeräte sind mit C bzw. R und einer Zahl bezeichnet. Das Gerät umschliesst ferner eine Anzahl von Gleichrichter-Dioden oder ähn- licher nichtlinearer Elemente, welche mit D und einer Zahl bezeichnet sind.
Die im Gerät eingeschlossenen Transformatoren sind mit T und einer Zahl bezeichnet.
Die in dem Blockschaltbild in Fig. l schematisch dargestellten Einheiten werden, wie aus dem folgenden hervorgeht, in Fig. 3a und 3b im einzelnen gezeigt.
Der Mikrophon-Transformator Tl ist an eine (widerstandsgekoppelte) Verstärkerstufe, die einen Transistor TS1 aufweist, angeschlossen. Die Steuerstufe MRS wird von den Dioden Dl und D2 und einem Kathodenverstärker mit dem Transistor TS2 gebildet. Der Verstärker MRF besteht aus den Verstärkungs-Stu - fell TSB und TS7 und einem Ausgangs-Transformator T5. Der Gleichrichter ML umschliesst eine Diode D6, den Kondensator C16, die Diode D10 und den Kondensator C27. Die Ausgangs-Stufe MSS umschliesst die Transistoren TS3, TS4 und TS5, wobei die letztgenannten zwei Transistoren eine im Gegentakt geschaltete Verstärkungs-Stufe mit Gegentakt-Eingangstransformator T2 bilden.
Transformator T4 ist der Eingangs-Transformator des Lautsprecher-Verstärkers. Die Steuerstufe HRS wird von Dioden D14 und D15 und einem Kathodenverstärker mit dem Transistor TS8 gebildet. Die Ausgangsstufe HSS umschliesst die Transistoren TS9, TS10 und TSll, wobei die zwei letztgenannten Transistoren eine im Gegentakt geschaltete Verstärker-Stufe mit dem Gegentakt-Eingangstransformator T7 bilden. Am Ausgang des Verstärkers sind der Ausgangs-Transformator T8 und der Lautstärkeregler V angeordnet. Der Verstärker HRF umschliesst den Transistor TS12 und den Ausgangs-Transformator T6. Der Gleichrichter H1 enthält die Diode DU, den Kondensator C30, die Diode D12 und einen Kondensator C29.
Die Spannungs-Stabilisier-undPolaritäts-Steuervorrichtung SV umfasst die Gleichrichter-Brücke SVL, die Spannungs-Stabilisier-Elemente D7-D8 und die Kondensatoren C19 und C20.
Die Abgleichschaltung B besteht aus einem Widerstand R27 und dem Kondensator C 18.
Der Ausgleichübertrager D ist in Fig. 3a durch den Transformator T3 dargestellt.
Die Signal-Vorrichtung SO besteht aus einem Wecker, Summer od. dgl.
Die Verstärker erhalten die erforderliche Betriebs-Gleichspannung über die mit dem Gerät verbundene Fernsprech-Leitung aus der vorgeordneten Zentrale. Wenn man den Schalter K betätigt, wird die Spannung aus der Fernsprechleitung an die Eingangs-Klemmen a, b der Gleichrichter-Brücke SVL angelegt.
Die Gleichrichter-Brücke SVL bewirkt, dass die Polarität der an die Verstärker angelegten Gleichspannung stets die gleiche ist, ungeachtet welche Polarität die an den Adern der Leitung liegende Spannung aufweist.
Die Betriebsspannung der Verstärker wird durch eine mit den Ausgangs-Klemmen c und d verbundene Spannungs-Stabilisier-Vorrichtung auf einem entsprechenden Wert gleichgehalten. Die Stabilisier-Vorrichtung besteht aus einer Mehrzahl nichtlinearer Elemente D7 - D8. Da die Höhe der an der TeilnehmerLeitung liegenden Gleichspannung in verschiedenen Fernsprech-Netzen verschieden ist, ermöglicht es die Spannungs-Stabilisier-Vorrichtung das Fernsprechgerät ohne Umschaltung an jedes Fernsprechnetz anzuschliessen.
Ein Kondensator C19 ist mit den Ausgangs-Klemmen c und d der Gleichrichter-Brücke SVL verbun- den. Dieser Kondensator, welcher vorzugsweise ein Elektrolyt-Kondensator mit einer sehr hohen Kapazität (z. B. 500 j. I F) ist, dient als Speicher-Kondensator, der bei geringer Aussteuerung der Verstärker aufgeladen wird und bei voller Aussteuerung die gespeicherte Energie an die Verstärker abgibt.
Wenn der Widerstand der mit dem Fernsprechgerät verbundenen Leitung sehr hoch ist, kann die von der Leitung an die Verstärker angelegte Spannung für eine zufriedenstellende Arbeit der Verstärker unzu-
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reichend sein. In einem solchem Falle kann im Gerät eine Pufferbatterie vorgesehen werden. Eine solche Batterie ist in Fig. 3b dargestellt und mit BA bezeichnet. Diese Batterie besteht vorzugsweise aus einem Kleinstakkumulator. Um das Einsetzen dieser Batterie in das Gerät zu erleichtern, ist das Fernsprechgerät mit geeigneten Anschlussmitteln versehen. Jedoch ist im Falle eines normalenLeitungswiderstandes diese Batterie uberflüssig.
EinKondensatorC20 liegt an den Eingangs-Klemmen der Gleichrichter-Brücke SVL ; er dient als Überbrückungskondensator für die ankommende Signal-Spannung.
Die mit den Ausgangs-Stufen des Verstärkers verbundenen Halbleiter-Dioden D3 und D16 bestehen aus Elementen, welche innerhalb eines bestimmten Arbeitsbereiches eine praktisch konstante Spannung aufrechterhalten, unabhängig von der durch die Elemente fliessenden Stromstärke. Die Grundspannung für die Transistoren TS4, TS5 und Tes10, ZS11 wird so konstant gehalten. Darüber hinaus haben die Halbleiter-Dioden D3 und Dlb einen negativen Temperatur-Koeffizienten und gewährleisten somit eine wirksame Spannungund Temperaturstabilisierung.
Die Ausgangs-Stufe des Mikrophon-Verstärkers ist mit einer Vorrichtung zum Schutz der Transistoren TS4 und TS5 gegen Überspannung versehen, die unter Umständen in jeder Leitung auftreten können. Diese Schutzvorrichtung besteht aus den Dioden D4 und D5. Wie aus der Fig. 3a ersichtlich ist, haben diese Dioden normalerweise eine hohe negative Vorspannung und belasten daher die aus den Transistoren TS4 und TS5 bestehende, im Gegentakt geschaltete Verstärker-Stufe nicht. Wenn eine Überspannung aus der Leitung in das Gerät gelangt, werden in den Wicklungen II und IV des Transformators T3 Spannungen in- duziert, welche mit den negativen Vorspannungen an den Dioden D4 und D5 je nach der Polarität der Überspannung zusammenwirken oder ihnen entgegenwirken.
Wenn die Spannungen in diesen TransformatorWicklungen so gross geworden sind, dass eine der Dioden leitend wird, wird die entsprechende Transformatorwicklung von der leitenden Diode kurzgeschlossen, wodurch die Überspannung so stark gedämpft wird, dass sie an den Transistoren keinen Schaden verursachen kann. Die Spannung an der andern TransformatorWicklung addiert sich zu der negativen Vorspannung an der mit dieser Transformator-Wicklung parallel verbundenen Diode, aber die resultierende Spannung kann keinen höheren Wert annehmen als ungefähr das Zweifache des Wertes der negativen Vorspannung an der Diode.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass, wenn eine der Transformator-Wicklungen II oder IV kurzgeschlossen ist, die Spannung an den mit der Leitung verbundenen Transformator-Wicklungen stark gedämpft wird. im folgenden werden die Stromkreise für die selbsttätige Steuerung des Verst irkungsgrades der Verstärker bei der Übertragung von Tonfrequenz-Spannungen beschrieben.
Im Mikrophon-Verstärker wird ein Teil der Tonfrequenz-Spannung am Emitter des Transistors TS2 abgegriffen, in den Transistoren TS6 und TS7 verstärkt und an die Primärwicklung I des Transformators T 5 angelegt. Dieser Transformator hat zwei getrennte Sekundär-Wicklungen 11 und III, und die in diesen induzierten Spannungen werden mittels der Dioden D6 bzw. D10 gleichgerichtet. An den Kondensatoren C16 und C27 treten daher Gleichspannungen mit der in Fig. 3a der Zeichnung angegebenen Polarität auf.
Die am Kondensator C16 auftretende Gleichspannung wird an die Steuer-Stufe im Mikrophon-Verstärker angelegt und bewirkt ein Anwachsen des Verstärkungsgrades dieses Verstärkers in einer im nach- stehenden beschriebenen Weise. Die am Kondensator C2'7 auftretende Gleichspannung wird an die Steuer- Stufe des Lautsprecher-Verstärkers angelegt und ruft eine Verminderung des Verstärkungsgrades des Laut- sprecher-Verstärkers hervor. Die Wicklung III von Transformator T5 hat eine grössere Anzahl Windungen als die Wicklung U desselben Transformators, und daher wird die am Kondensator C2 7 auftretende Gleichspannung grösser sein als die am Kondensator16 auftretende Gleichspannung.
Daher ist die Verminderung des Verstärkungsgrades des Lautsprecher-Verstärkers grösser als die Erhöhung des Verstärkungsgrades des Mikrophon-Verstärkers.
Die Diode D6 erhält eine negative Vorspannung durch die Widerstände R7 und R15. Auf Grund dieser Vorspannung beginnt die Erhöhung des Verstärkungsgrades des Mikrophon-Verstärkers später als die Verminderung des Verstärkungsgrades des Lautsprecher-Verstärkers, wie in Fig. 2 gezeigt ist.
Der Verstärkungsgrad des Mikrophon-Verstärkers wird durch den durch die Dioden D1 und D2 fliessen- den Strom bestimmt. Diese Dioden haben eine nicht-lineare Kennlinie, so dass ihr Widerstand bei Zunahme des durch sie fliessenden Stromes abnimmt. Die Dioden Dl und D2 sind durch die Widerstände R14und R6 vorgespannt, und der durch diese Vorspannung durch die Dioden fliessende Strom bestimmt den AnfangsVerstärkungsgrad des Verstärkers. Die Spannung am Kondensator C16 wirkt dieser Vorspannung entgegen und verursacht so eine Verminderung des Stromes durch die Dioden, wodurch ihr Widerstand zunimmt. Da wechselstrommässig die Dioden Dl und D2 zum Eingang der Steuer-Stufe parallelliegen, führt dies zu einer Erhöhung des Verstärkungsgrades des Mikrophon-Verstärkers.
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Die Kondensatoren C5, C6, C7 und C8 und die Widerstände R8 und R9 bilden ein Tiefpass-Filter. Ein Widerstand 10 ist mit den Dioden Dl und D2 parallel verbunden und dient als Entlade-Widerstand für die Filter-Kondensatoren. Dieser Widerstand und die zugeordneten Kondensatoren sind so bemessen. dass der Verstärkungsgrad mit einer angemessenen Verzögerung auf seinen Anfangswert zurückgeführt wird.
Damit die Spannungen an den Widerständen R6 und Rl4 beim Vorhandensein des Anfangs- Verstärkungs- grades nicht die falsche Vorspannung an den Dioden D6 und Dll verursachen, wird die Polarität der Spannung vor dem Tiefpass-Filter mittels der Widerstände R7 und R15 umgepolt.
Im Lautsprecher-Verstärker üben die Dioden D14 undD15 die gleiche Funktion aus wie die Dioden DI und D2 im Mikrophon-Verstärker. Die Dioden D14 und D15 erhalten ihre Vorspannung durch die Widerstände R41 und R33. Die am Kondensator C27 auftretende Gleichspannung kommt zu dieser Vorspannung hinzu, wodurch der Verstärkungsgrad im Lautsprecher-Verstärker vermindert wird.
Im Lautsprecher-Verstärker wird ein Teil der Signal-Spannung dem Ausgangs-Tzausformator T8 entnommen, im Transistor TS12 verstärkt und dann an die Primärwicklung 1 des Transformators T6 angelegt.
Die mit den zwei Sekundär-Wicklungen II und III dieses Transformators verbundenen Kreise sind in ähnli- cher Weise aufgebaut wie die entsprechenden, mit den Sekundärwicklungen des Transformators T5 im Mikrophon-Verstärker verbundenen Kreise. Wenn also Tonfrequenz-Signale am Ausgang des LautsprecherVerstärkers auftreten, geht die Verstärkungsgrad-St. euerung in derselben Weise vor sich, wie sie zuvor unter Bezugnahme auf den Mikrophon-Verstärker beschrieben wurde, jedoch mit dem Unterschied, dass der Verstärkungsgrad des Lautsprecher-Verstärkers nunmehr erhöht wird, während der Verstärkungsgrad des Mikrophon-Verstärkers vermindert wird.
Im Lautsprecher-Verstärker wird die Steuer-Spannung der Ausgangs-Stufe des Verstärkers entnommen, was vorteilhaft ist, weil in diesem Falle die Steuer-Wechselspannung keiner grossen Verstärkung bedarf, bevor sie gleichgerichtet wird. Deshalb besteht die Steuerspannungs-Verstärkerstufe des Lautsprecher-Verstärkers nur aus einem Transistor TS12. Im Mikrophon-Verstärker kann die Steuer-Wechselspannung nicht der Ausgangs- Stufe entnommen werden, weil in diesem Falle von der Leitung hereinkommende SignalSpannungen in der Steuerspannungs-Verstärkerstufe des Mikrophon-Verstärkers verstärkt würden und dadurch einen Regelungs-Vorgang verursachen könnten, der dem gewünschten Regelungs-Vorgang entgegenwirkt.
Das ist der Grund, weshalb die Steuerspannung im Mikrophon-Verstärker aus einer der ersten VerstärkerStufen entnommen wird.
Wie aus Fig. 3a hervorgeht, hat die Ausgangs-Stufe des Mikrophon-Verstärkers eine negative Rückkopplung und der Mikrophon-Verstärker besitzt daher eine niedrige Ausgangs-Impedanz.
Der Ausgangs-Transformator T8 des Lautsprecher-Verstärkers hat eine Sekundär-Wicklung I, aus welcher eine negative Rückkopplungs-Spannung der vorhergehenden Verstärker-Stufe TS9 zugeführt wird. Der andern Sekundär-Wicklung n des Transformators T8 wird eine Wechselspannung entnommen, welche an die Diode DI3 angelegt wird. Wenn der Verstärker mit beinahe maximaler Aussteuerung arbeitet, wird diese Spannung in der Diode13 gleichgerichtet, so dass am Kondensator C28 eine Gleichspannung mit der in der Fig. 3b angegebenen Polarität erhalten wird. Diese Gleichspannung hat das Bestreben, den Strom durch die Dioden D14 und D15 zu steigern und dadurch den Verstärkungsgrad zu vermindern, so dass eine Übersteuerung verhindert wird.
Die Verstärker-Stufen zum Verstärken der Wechsel-Steuerspannung in beiden Verstärkern sind sobeschaffen, dass sie eine Amplitudenbegrenzung bewirken, so dass die Erhöhung bzw. Verminderung des Verstärkungsgrades in den Verstärkern immer konstant ist, wenn die Höhe der Signal-Spannung einen zuvor bestimmten Wert übersteigt.
Die Widerstände RIO und R32 können einen negativen Temperatur-Koeffizienten besitzen, so dass sie zur Temperatur-Stabilisierung der entsprechenden Verstärker beitragen.
In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform wird die gewünschte Beziehung zwischen den Charakteristiken für Verstärkungsgrad-Erhöhung und Verstärkungsgrad-Verminderung durch geeignete Bemessung der Wicklungen der Transformatoren T5 und T6 und durch zweckmässige Vorspannung der Dioden D6 und D12 erreicht. Diese Beziehung kann jedoch auch auf andern Wegen erreicht werden, z. B. durch Auswahl von Dioden D6, D10, Dll und D12 mit verschiedenen Strom-Spannungskennlinien.
DasLautsprecher-Fernsprechgerät gemäss der Erfindung kann leicht in Form einer einzigen handlichen Einheit mit kleinen Abmessungen aufgebaut werden.
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