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Aufweitbare Bremshülse für Reibaggregate von Hülsenpuffern
Die Erfindung bezieht sich auf eine aufweitbare Bremshülse für Reibaggregate von Hülsenpuffern mit mindestens einer Spreizfläche zum Angriff eines Spreizkegels und einer Bremsfläche.
Die Bremshülse soll radial elastisch aufweitbar sein. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Bremshülse aus starrem Material besteht und einen über ihre ganze Höhe durchlaufenden Längsschlitz aufweist. Die elastische Verformbarkeit der Bremshülse kann durch zusätzlich zum durchgehenden Längsschlitz vorgesehene Einschlitzungen erhöht sein. Die Bremshülse kann durch entsprechende Vorspannung im Material oder durch mindestens eine Feder im Längsschlitz oder mittels einer durch Federn bewirkte Pres- sung des Spannkörpers vorgespannt sein. Auch kann an Stelle einer einteiligen Bremshülse eine Mehrzahl von Ringteilkörpern Anwendung finden, die sich zu einem umfanggeschlossenen im Sinne einer Bremshülse wirksamen Bauteil ergänzen.
Die Erfindung verbessert die bisher bekannten Bremshülsen aus homogenem, aufweitbarem Material dadurch, dass der aufweitbare Grundkörper der Bremshülse an der Reibfläche mit einer Auflage von verschleissarmem Material (z. B. Reibbelag) und/oder an mindestens einer Spreizfläche mit einer reibungs- verminderden Auflage versehen ist.
Die Bremshülse kann aus einer elastischen, schlecht bremsenden oder aus einer stark bremsend wirkenden elastischen Masse bestehen. Hiebei kann ein geeigneter Kunststoff Anwendung finden. Erfindungsgemäss besteht die Bremshülse zum grössten Teil aus diesem Werkstoff und weist noch Verstärkungsteile, Oberflächenauflagen od. dgl. auf. Die Bremshülse kann auch aus gleichem Material wie der Teil, der mit der Reibfläche in Verbindung steht, bestehen.
Wenn das Material der Bremshülse nicht selbst aus einem stark reibungserhöhenden verschleissarmen Werkstoff besteht, so kann an der Bremsfläche der Bremshülse eine Auflage von verschleissarmem Material, z. B. ein Reibbelag, vorgesehen sein. Die Bremsfläche kann an einem zylindrischen Innenmantel bei konischem Aussenmantel oder an einem zylindrischen Aussenmantel bei konischem Innenmantel ausgebildet sein. Die folgenden Betrachtungen beziehen sich auf den Aussenmantel, gelten jedoch analog für den Innenmantel.
Der Reibbelag ist zweckmässig an einer Ausnehmung des Grundkörpers angeordnet.
In diese Ausnehmung ist der Reibbelag ohne weitere Massnahmen nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung frei eingelegt. Die Ausnehmung hält ihn fest und unverrückbar. Die Montage des Belages auf die Bremshülse ist denkbar einfach. Der in beschränktem Ausmass elastisch aufdehnbare Belag, der bereits so vorgeformt oder geschnitten ist, dass er in die Ausnehmung passt, wird schwach aufgeweitet, auf die Hülse aufgezogen und schnappt elastisch in die Ausnehmung ein. Im eingebauten Zustand drückt bei Reibbelastung die radiale Reibkraftkomponente den Reibbelag fest in die Ausnehmung, so dass ein Loslösen oder Herausrutschen aus der Ausnehmung ausgeschlossen ist.
Versuche ergaben, dass ein Herausgleiten aus der Ausnehmung auch dann nicht zu befürchten ist, wenn der Reibbelag nicht aus einem Stück, sondern aus zwei oder mehreren, je ein Kreissegment umfassenden Teilstücken besteht. Ein Festnieten des Reibbelages ist damit vermieden. Es können auch keine Störungen durch diese Nieten nach Abnützung des Reibbelages bis zu den Nietköpfen auftreten. Das gefürchtete Losreissen des Reibbelages durch die axiale Beanspruchung ist mit Sicherheit vermieden.
Vorteilhaft entspricht die Tiefe der Ausnehmung etwa mindestens der halben Höhe des neuen Reibbelages. Dadurch ist ein Herausgleiten des Reibbelages aus der Ausnehmung mit Sicherheit vermieden und es steht genügend Reibmaterial zur Verfügung, welches eine lange Lebensdauer des eingebauten Reibag-
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gregates gewährleistet.
Die Ausnehmung ist zweckmässig von einem Rand begrenzt, dessen Breite ! einer als die Höhe des neuen Reibbelages ist. Diese Breite reicht aus, um die beim Bremsen auftretenden Schubkräfte mit Sicherheit aufzunehmen, und gewährleistet dabei eine grosse Bremsfläche.
Während zwischen der zylindrischen Fläche der Bremshülse und der zugehörigen Hülse des Puffers das Vorhandensein einer in bestimmten Betriebsphasen wesentlich verstarkbaren Reibung für die Funktion der Erfindung ausschlaggebend ist, sollen die Reibungskräfte zwischen den zusammenwirkenden Kegelflächen der Bremshülse und des Spannkörpers, also zwischen dem konischen Innenmantel der Bremshülse und dem konischen Aussenmantel des Spannkörpers so weit als nur irgend möglich herabgesetzt sein. Zu diesem Zwecke können die Kegelflächen der Bremshülse und des Spannkörpers geglättet, oder eine der Kegelflächen bombiert oder mit einem Wulst ausgebildet sein.
Zur Herabsetzung der Reibung zwischen diesen Flächen kann aber auch mindestens im Bereich einer der Kegelflächen ein Kugelkranz vorgesehen sein, so dass das Ineinanderbewegen des Spannkörpers in die Bremshülse unter Bedingungen erfolgt, wie sie etwa bei Anwendung eines Kugellagers gegeben sind.
Bei Bremshülsen aus wenig elastischem oder zu weichem Material kann es zweckmässig sein. Verstärkungseinlagen vorzusehen ; die Spreizflächen (Kegelflächen) können mit verschleissfesten Auflagen, beispielsweise aus hartem Metall, versehen werden. Diese Auflagen können als einsetzbare, entsprechend dem Grundkörper geformte, geteilte und geschlitzte Hülsen ausgebildet sein.
An Hand der Zeichnungen sind einige Ausführungen der Erfindung dargestellt. Fig. l zeigt in Draufsicht eine Bauart einer Bremshülse aus starrem Material mit über die ganze Höhe reichenden Schlitzen.
Fig. 2 einen nach der Schnittebene I - I von Fig. 1 geführten Radialschnitt. Die Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen Pufferteil mit einer erfindungsgemässen Bremshülse.
Der Grundkörper 1 der Bremshülse gemäss Fig. l und 2 besteht aus einem elastischen, federnden Material und weist über die ganze Höhe einen durchlaufenden Schlitz 2 auf. Zur Erzielung der notwendigen Reibung an der zugehörigen Hülse des Puffers ist der Grundkörper 1 am Aussenmantel mit einem Reibbelag 3 versehen. Dieser Reibbelag ist in einer Ausnehmung 4 angeordnet. Der Rand 5 dieser Ausnehmung ist etwa halb so hoch und weist eine geringere Stärke auf als die Höhe des Reibbelages. Zur Verstärkung der elastischen Aufweitbarkeit kann der Grundkörper mit einer Reihe von Schlitzen versehen sein.
In weiterer Abänderung können im Bereich des Grundkörpers l an Stelle eines einzigen Schlitzes 2 zwei oder mehrere Schlitze vorgesehen sein, welche den Grundkörper 1 und den Reibbelag über die ganze Höhe durchsetzen, Auf diese Weise ergeben sich eine Reihe durch kleine Zwischenräume getrennte Ringteilkörper, welche über den ganzen Umfang verlaufen und einen umfanggeschlossenen Ring ersetzen. Die Bremshülse kann dadurch in zwei oder mehrere aneinanderschliessende Ringsektoren geteilt werden, ohne dass sich die Wirkungsweise grundsätzlich ändert.
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körper 1 in der Ausnehmung 4 befestigte Reibbelag 3 ist mit der sich aus der Pufferhülse 7 herausbewegenden Stösselhiilse 6 in Reibverbindung und wird von dieser mitgenommen und auf den Spannkörper 8 aufgeschoben.
Die Kegelfläche 9 des Spannkörpers 8 kommt mit der Kegelfläche 10 des Grundkörpers l in Berührung. Der Grundkörper l mit dem Reibbelag 3 wird gegen die Stösselhülse gedrückt. Dadurch wird die für die Reibwirkung nötige radiale Kraft erzeugt.
Die erfindungsgemässe Bremshülse ist auch bei andern Reibsystemen, die beispielsweise dauernd unter Vorspannung stehen, verwendbar.
PATENTANSPRÜCHE : l. Aufweitbare Bremshülse für Reibaggregate von Hülsenpuffern, mit mindestens einer Spreizfläche zum Angriff eines Spreizkegels und einer Bremsfläche, dadurch gekennzeichnet, dass der aufweitbare Grundkörper (1) der Bremshülse an der Reibfläche mit einer Auflage von verschleissarmem Material z. B.
Reibbelag (3) und/oder an mindestens einer Spreizfläche mit einer reibungsvermindernden Auflage versehen ist.